Newsletter: Direktbanken.News 06/2024

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Themenüberblick

Der Newsticker
Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen


Der Newsticker

++ 1822direkt erhöhte am 3.6.24 bei ihren Eröffnungsangeboten zu den beiden Girokontomodellen die erhältliche Geldprämie um jeweils EUR 25,00: bei "1822Mobile" auf EUR 50,00 und bei "Girokonto Klassik" auf EUR 100,00. Das Angebot gilt für neue Girokunden im Eröffnungszeitraum 3.6.24 bis 2.7.24. Bei 1822Mobile muss bis zum 30.9.24 ein Gehaltseingang ab EUR 500,00 eingehen und bei Girokonto Klassik ab EUR 1.000

++ die Commerzbank hat bei ab 31.5.24 eröffneten Girokonten einige Entgelte für das Inanspruchnehmen von Mitarbeitern erhöht, sofern die Serviceleistungen nicht durch den vereinbarten Kommunikationsweg abgedeckt sind. Für die Ausführung beleghafter oder im Telefon-Banking beauftragter SEPA-Überweisungen wurde das Entgelt von EUR 2,50 auf EUR 3,90 pro Vorgang erhöht, ebenso für Scheckeinreichungen sowie Bargeldein- und -auszahlungen am Schalter. Neu in dem Zusammenhang im Preis- und Leistungsverzeichnis aufgeführt sind Entgelte in Höhe von jeweils EUR 5,00 für die bloße Kontostands- oder Umsatzabfrage auf Kundenwunsch sowie für das Einrichten, Ändern oder Aussetzen eines Dauerauftrags. Im Kontomodell "StartKonto" für junge Menschen und allgemein im Bestandsgeschäft gelten diese Preisänderungen derzeit noch nicht. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass die Commerzbank zu einem späteren Zeitpunkt auch bei Bestandskunden die Zustimmung zu den neuen Konditionen einholen wird

++ N26 darf nach Jahren der Restriktionen wieder uneingeschränkt wachsen. Die Bank teilte vorab mit, dass die BaFin das Neukundenlimit zum 1.6.24 vollständig aufhebt. Seit 2019 hatte die BaFin eine Reihe von Maßnahmen gegen N26 verhängt, darunter Geldbußen (weitere 9,2 Millionen Euro im April 2024), das Neukundenlimit und die Entsendung von Sonderbeauftragten, weil sie der Ansicht war, dass N26 zu schnell gewachsen war und sich gleichzeitig Mängel in den Bereichen Geldwäscheprävention, Kundenidentifizierung und Risikomanagement offenbarten. Das Neukundenlimit wurde im Oktober 2021 auferlegt, zunächst 50.000 Neukunden pro Monat, im Dezember 2023 auf 60.000 angehoben. Es erschwerte, sinnvoll Marketing zu betreiben und die damaligen Expansionsvorhaben. Nun ist es aufgehoben, nachdem N26 wesentliche Fortschritte erzielt hat. Nach eigenen Angaben hat N26 rund 100 Millionen Euro in Compliance, Infrastruktur und Teams zur wirksameren Bekämpfung von Finanzkriminalität und Geldwäsche investiert. N26 erweiterte die Produktpalette kürzlich um ein Tagesgeldkonto, eine Depotfunktion und Gemeinschaftskonten und erwartet, in der zweiten Jahreshälfte 2024 profitabel zu werden

++ Consorsbank entwickelt derzeit eine von Grund auf neue App namens "Next", die nun in die Beta-Phase gestartet ist. Die App ist mehr als nur ein Facelift – sie setzt auf einer anderen Plattform auf, auf der künftig viele neue Funktionen folgen sollen. Next bietet frisches Design (mit optionalem Dark Mode) und intuitive Navigation (wie den einfachen Wechsel zwischen Banking und Trading) und integriert die Auftragsfreigabe, sodass künftig bei Consorsbank nur noch eine einzige App benötigt wird. Consorsbank hat eigens eine Infoseite zur App eingerichtet. Während der jetzigen Beta-Phase ist Next ausschließlich für ausgewählte Kunden zugänglich, die eine persönliche Einladung per E-Mail erhalten haben. Ohne diese Einladung lässt sich die Beta-Version nicht installieren. Die Rückmeldungen der Beta-Tester sollen dabei helfen, die App weiter zu optimieren. Die Beta-Version kann nur auf Smartphones installiert werden, auf denen bereits die aktuelle Consorsbank-App läuft. Beta-Nutzer müssen die bisherige SecurePlus-App vorerst behalten, da sie weiterhin für die Anmeldung über die Website benötigt wird

++ die Degussa Bank hat am 23.5.24 die Eröffnung von Girokonten für Neukunden eingestellt. Sie wird in die Oldenburgische Landesbank (OLB) integriert und die Marke Degussa Bank wird nicht fortgeführt. Neukunden, die an einem Girokonto interessiert sind, empfiehlt die Bank, direkt eines der Kontomodelle der OLB zu eröffnen. Bestehende Kunden können noch Girokonten der Degussa Bank eröffnen, sie werden jedoch bald zur OLB migrieren. Die Bestandskunden wurden bereits schriftlich über die Gesamtrechtsnachfolge und den Produktübergang informiert und um Zustimmung gebeten. Die Übernahme der Degussa Bank durch die OLB wurde am 30.4.24 offiziell abgeschlossen. Die technische und rechtliche Migration soll voraussichtlich bis zum 30.8.24 erfolgen und die Degussa Bank dabei rückwirkend zum 1.1.24 auf der OLB verschmelzen. Die Degussa Bank bringt rund 311.000 Privatkunden ein, hauptsächlich aus Regionen, die die OLB bisher nicht abdeckte. Damit betreut das Institut aus Niedersachsen fast eine Million Kunden und überschreitet bei der Bilanzsumme die Schwelle von 30 Milliarden Euro, wodurch es als bedeutendes Institut eingestuft wird und dann der direkten Aufsicht der Europäischen Zentralbank unterliegt. Eigentümer der OLB sind Finanzinvestoren, darunter Apollo Global Management. Sie haben in den vergangenen Jahren verschiedene Banken aufgekauft und unter dem Namen OLB zusammengeführt, darunter die Bremer Kreditbank, das Bankhaus Neelmeyer, die ursprüngliche OLB von der Allianz sowie die Wüstenrot Bank Pfandbriefbank. Die Degussa Bank war als sogenannte Worksite-Bank positioniert und betreibt Filialen auf dem Werksgelände von Großunternehmen wie BASF und Merck, um deren Mitarbeiter als Kunden zu gewinnen. Von 2002 bis Ende 2006 gehörte sie zum niederländischen ING-Konzern, der sie an die beiden Warburg-Bank-Eigentümer Christian Olearius und Max Warburg weiterverkaufte. Sie strebten bereits seit Längerem einen Verkauf an, er kam aber erst nach mehreren Anläufen zustande, nachdem die Preisvorstellungen gesenkt wurden. Die Vereinbarung zur jetzigen Übernahme wurde im September 2022 unterzeichnet, der Abschluss verzögerte sich wegen längerer Prüfungen der Aufsichtsbehörden, und wegen herausgestellter Altlasten verhandelten die Finanzinvestoren zwischenzeitlich den Preis erfolgreich nach

++ ING hat ausgehende Echtzeitüberweisungen freigeschaltet, zunächst aber nur im nachhaltigkeitsorientierten Kontomodell "Girokonto Future". Diese Neuerung geht aus einer aktualisierten FAQ-Antwort und dem Changelog der App hervor, auf der Produktseite zum Girokonto Future fehlt sie noch. Derzeit ist das Versenden durch ein Betragslimit von EUR 1.000 pro Tag erheblich eingeschränkt, das Betragslimit ist in den Bedingungen für SEPA-Echtzeitüberweisungen der ING genannt. Das European Payments Council, das für die Entwicklung und Harmonisierung des SEPA-Zahlungsverfahrens zuständig ist, erlaubt seit Juli 2020 SEPA-Echtzeitüberweisungen bis zu einem Betrag von EUR 100.000; einige Banken legen niedrigere Limits für das Versenden fest, um Risiken und Kapazitätsbelastungen zu reduzieren. Das Empfangen von Echtzeitüberweisungen unterstützt ING schon seit Längerem. Das Girokonto Future ist eine Erweiterung des normalen Girokontos zum Aufpreis von EUR 1,00, wodurch Kunden die Möglichkeit haben, einen positiven Beitrag zu leisten. ING leitet diesen Aufpreis an ein ausgewähltes Förderprojekt weiter und verwendet die Einlagen auf diesem Konto nach Nachhaltigkeitskriterien

++ die Santander Consumer Bank hob am 6.5.24 den Willkommensbonus von EUR 75,00 auf starke EUR 150,00 an – am Markt ist es der höchste Geldprämien-Anreiz für die Eröffnung eines Girokontos, gleichauf mit dem der BBBank. Das Angebot gilt voraussichtlich bis 31.7.24, für Giro-Neukunden der Santander Consumer Bank, zu den Kontomodellen "BestGiro", "1|2|3 Giro" und "BestGiro Student". Das BestGiro wird ohne jegliche Bedingungen kostenlos geführt, das ist in dem Zusammenhang hervorzuheben. Mittels des freiwillig angebotenen Kontowechselservices der Santander Consumer Bank müssen als weitere Bedingung nach Kontoeröffnung mindestens vier Zahlungspartner über die neue Bankverbindung informiert werden. Als Zahlungspartner zählen Lastschriftempfänger und diejenigen, die regelmäßig Geld überweisen, zum Beispiel Gehalt oder Rente. Die Santander Consumer Bank nutzt einen automatisierten Kontowechselservice der fino run GmbH

++ der S Broker änderte sein Neukundenangebot zur Depoteröffnung: Statt der 60 Freetrades für bestimmte Handelsplätze gibt es nun einen auf EUR 1,99 reduzierten Orderpreis am Handelsplatz Tradegate Exchange inklusive Limitorders und bis zu EUR 75,00 Orderguthaben. Die Freetrades waren für die ersten sechs Monate gültig, der jetzige vergünstigte Orderpreis gilt für die ersten zwölf Monate. Nach wie vor fallen zusätzlich an: die Handelsplatzgebühr (EUR 0,99 an inländischen Börsen) und das Ausführungsentgelt (EUR 0,49), gegebenenfalls auch der Telefonzuschlag und fremde Spesen. Für die ersten zehn Trades innerhalb der ersten sechs Monate nach Depoteröffnung spendiert der S Broker EUR 50,00 Orderguthaben. Und für das Einrichten eines Wertpapiersparplans mit mindestens sechs Ausführungen innerhalb der ersten sechs Monate sind EUR 25,00 Orderguthaben ausgelobt. In der Summe sind also bis zu EUR 75,00 erhältlich. Das Orderguthaben ist ab seiner Gutschrift sechs Monate lang gültig und wird bei Transaktionen auf die eigenen Spesen des S Brokers angerechnet

++ bei Smartbroker+ fällt seit 29.5.24 für Sparpläne in Aktien kein Ausführungsentgelt mehr an. Zuvor betrug es - wie weiterhin regulär für Sparpläne in ETFs und ETCs - 0,20% vom Kurswert, mindestens aber EUR 1,00. Die Änderung geht aus der Übersichtsseite zu den Konditionen hervor und ist dort mit "neu" gekennzeichnet; das Preis- und Leistungsverzeichnis wurde hingegen noch nicht geändert. Als Sparplan sind ca. 100 Aktien verfügbar, ein Bruchteilserwerb ist dabei nicht möglich, die Ausführung erfolgt über gettex

++ der Neobroker Trade Republic hat in einer Pressemitteilung vom 28.5.24 die stufenweise Erweiterung um ein Girokonto angekündigt und zur Guthabenverzinsung unter anderem bekanntgegeben, dass die Obergrenze von EUR 50.000 bald aufgehoben werde. Außerdem informierte Trade Republic darüber, dass die Warteliste zum Beantragen der im Januar eingeführten Debit-Visa-Card sei abgeschafft; die Karte kann demnach nun ohne Verzögerung bestellt werden. In einem ersten Schritt zur Einführung des Girokontos sollen die Kunden eine "Trade Republic IBAN" erhalten und künftig auch von und zu Dritten überweisen/empfangen und Lastschriften einrichten können (bislang war eine IBAN der Partnerbanken zu verwenden und Überweisungen waren nur von Konten möglich, die auf den eigenen Namen lauten, abgehende Überweisungen nur an das hinterlegte Referenzkonto). Die Vergabe der IBAN werde wegen der großen Kundenzahl einige Wochen in Anspruch nehmen. Anschließend, so liest es sich, werde Trade Republic einzelne Girokonto-Funktionen Schritt für Schritt in den kommenden Monaten integrieren, sodass es wohl erst dann ein fertiges Girokontoprodukt sein wird. Nach Zustimmung zu einer neuen Kundenvereinbarung und dem Erhalt der IBAN sollen die bis auf Weiteres geltenden 4,00% auf das gesamte nicht investierte Geldguthaben angewendet werden. Da Trade Republic davon spricht, den EZB-Zins weiterzuleiten, ist bei einer möglichen Leitzinssenkung im Juni auch mit einer Senkung der Guthabenverzinsung zu rechnen. Trade Republic geht nochmals neue Wege in der ohnehin schon ungewöhnlichen Sammelkontoverwahrung der Kundengelder, bei der es trotz der neuen IBAN von Trade Republic dann doch wohl bleiben dürfte. Denn in der neuen Konstellation sollen die Einlagen bei bis zu zwei der Partnerbanken liegen können, und bei höheren Beträgen eine automatische Anlage in Geldmarktfonds erfolgen. Wie sich das Geld auf die Banken bzw. den Fonds verteilt, kann der Kunde nicht beeinflussen, nur tagesaktuell in der App einsehen. Genaue Regeln, ab welchen Beträgen die Gelder in Geldmarktfonds fließen, wurden nicht genannt. Generell lässt die Pressemitteilung der Trade Republic viel Raum für Interpretationen, daher hängt es davon ab, wie Trade Republic die Neuerungen letztlich ausgestaltet

++ zur Baader Bank gab die BaFin am 23.5.24 öffentlich bekannt, dass sie diese wegen erheblicher Verzögerungen bei der Bearbeitung von Depotaufträgen gerügt hat. Die Anordnung der BaFin vom 17.5.24 fordert die Baader Bank dazu auf, Maßnahmen zu ergreifen, um den Rückstand bei Depotaufträgen abzubauen und künftig Kundenaufträge gemäß den Vorgaben des § 69 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 Wertpapierhandelsgesetz unverzüglich auszuführen. Sollte die Bank den Bearbeitungsrückstand nicht zügig abbauen, wird sie als erste Konsequenz ein Bußgeld von EUR 200.000 zahlen müssen. Der Druck der BaFin folgt auf wiederholte Beschwerden von Kunden bestimmter Neobroker, die insbesondere unter schleppend bearbeiteten Wertpapierüberträgen litten. In Anlegerforen äußerten viele Nutzer die Hoffnung, das Einschreiten der BaFin führe zu einer nachhaltigen Verbesserung der Prozesse bei der Baader Bank. Die Baader Bank spielt eine zentrale Rolle im Neobroker-Ökosystem, da sie als depotführende Bank für gleich vier bekannte Anbieter fungiert, für Scalable Broker, Smartbroker+, Traders Place und finanzen.net zero. Mit den im vergangenen Jahr aufgenommenen Neobrokern Smartbroker+ und Traders Place sind die vorgehaltenen Kapazitäten nicht ausreichend mitgewachsen, das führte zu einer Überlastung, zumal Smartbroker+ unter Zeitdruck mit einer halbfertigen Lösung startete. Die Baader Bank hat eigenen Angaben zufolge bereits Maßnahmen ergriffen, um die Missstände zu beheben

++ Traders Place hat laut der Übersichtsseite zu den Konditionen die eigene Provision an den sonstigen inländischen Handelsplätzen von EUR 3,00 auf EUR 2,00 am 6.5.24 gesenkt. Auch bei den Wertpapierabrechnungen ist dies so berücksichtigt. Die sonstigen inländischen Handelsplätze sind bei Traders Place alle inländischen Börsen und elektronischen Handelsplätze außer gettex und Lang & Schwarz. Das Orderentgelt setzt sich neben der eigenen Provision aus weiteren Komponenten zusammen, insbesondere den Mindestspesen der Baader Bank. Auf den Informationsseiten zu Aktien, Anleihen, ETFs und Fonds weist Traders Place weiterhin (Stand 28.5.24) den Betrag von EUR 3,00 aus als eigene Provision an den sonstigen deutschen Handelsplätzen, ebenso bis über eine Woche nach der Änderung im PDF mit dem Preis- und Leistungsverzeichnis. Derartige nicht übereinstimmende Angaben gab es bei Traders Place in der Vergangenheit schon oft. In einem Anlegerforum beteiligt sich CEO Ernst Huber ungewöhnlicherweise selbst stark, um sich den Problemen einzelner Kunden anzunehmen - lobenswert, aber bei einer präziseren Leistungsbeschreibung auf der Website und wenn nicht so viele Unvollkommenheiten zu beheben wären, eigentlich nicht in dem Umfang notwendig. Dort bestätigte er in den Tagen nach der Änderung auf Anfrage eines irritierten Nutzers die Preissenkung auf EUR 2,00 per 6.5.24 und teilte mit, das aktualisierte PDF des Preis- und Leistungsverzeichnisses befinde sich in der Einspielung

++ card complete erhöht per 1.7.24 die Kartenpreise der Diners-Club-Karten, begründet mit einer Anpassung an einen Verbraucherpreisindex. Zur "Diners Club Classic Card" steigt der Kartenpreis für die Hauptkarte von EUR 70,00 auf EUR 74,90 und für die Partnerkarte von EUR 35,00 auf EUR 37,40

++ zur "Miles & More Gold Credit Card" von Lufthansa und DKB gibt es nach einer ungewöhnlich langen Pause von sieben Monaten wieder ein Eröffnungsangebot für Neukunden mit angehobener Meilengutschrift: Im Zeitraum 1.6.24 bis 31.7.24 sind es 20.000 Meilen und zusätzlich zwei Gutscheine für den Besuch einer Lufthansa-Business-Lounge, in der man auf Flugreisen Annehmlichkeiten genießen kann. Die Lounge-Gutscheine sind nicht übertragbar und ab Zustellung zwölf Monate gültig. Außerhalb besonderer Aktionszeiträume wie diesem lautet das Neukundenangebot regelmäßig auf lediglich 4.000 Meilen. Falls der Neukunde innerhalb der ersten zwölf Monate der Vertragslaufzeit das Kartenprodukt wechselt oder kündigt, werden die Meilen wieder abgezogen

++ die Cashback-Aktion der Kreditkartengesellschaft Mastercard, bei der die Teilnehmer eine großzügige Rückvergütung von 10,00% auf Online-Zahlungen erhielten (begrenzt auf EUR 5,00 pro Zahlung), endete überraschend früh. Ursprünglich bis 30.6.24 angesetzt, entschied sich Mastercard dazu, sie per 31.5.24, 24:00 Uhr, vorzeitig zu beenden. Die Teilnahmebedingungen sahen diese Möglichkeit vor. Als Grund für das vorzeitige Beenden führt Mastercard das extrem große Interesse an der Aktion an. Es sind keine neuen Registrierungen mehr möglich und es werden keine Cashback-Beträge mehr für Zahlungen ab 1.6.24 gezahlt. Die Aktion war die erste ihrer Art bei Mastercard in Deutschland. Teilnehmer konnten im Aktionszeitraum mühelos bis zu EUR 25,00 Cashback mit einer registrierten Mastercard erzielen, mit mehreren Mastercards entsprechend mehr. Es bleibt zu hoffen, dass ähnliche Aktionen folgen, auch wenn die Cashbackrate sicherlich nicht mehr so hoch sein wird wie beim ersten Mal

++ die Hanseatic Bank änderte im Neugeschäft die Konditionen ihrer Kreditkartenprodukte "GenialCard" und "GoldCard". Sie unterscheidet jeweils zwischen Preisverzeichnissen für Kartenanträge vor und ab dem 6.5.24, beide Versionen sind als PDF auf den Produktseiten der Bank hinterlegt. Die weiterhin beitragsfreie GenialCard unterliegt diesen neuen Regelungen: Für eine Bargeldabhebung an Geldautomaten in Deutschland werden pauschal EUR 3,95 fällig, zuvor waren Bargeldabhebungen sowohl im Inland als auch im Ausland seitens der Hanseatic Bank gebührenfrei. Zudem gilt, wie im Bestandsgeschäft ebenfalls eingeführt, ein Mindestabhebebetrag von EUR 50,00. Für eine Überweisung aus dem Verfügungsrahmen (nicht aus Guthaben) erhebt die Hanseatic Bank nun immer ein Entgelt von EUR 3,95, zuvor war dies bei Online-Auftrag kostenlos. Eingeführt wurde auch ein Entgelt in Höhe von 3,00% des Betrags, mindestens jedoch EUR 3,95, für bestimmte klassifizierte Transaktionen, und zwar für die Nutzung von Wertpapierhandelsplattformen, den Einsatz bei Finanzinstituten, Geldtransfers und den Kauf von Kryptowährungen sowie - wie mittlerweile branchenüblich - für Zahlungen an Casinobetriebe, Lotteriegesellschaften und Wettbüros. Im neuen Konditionsmodell der GoldCard, bei ihr sind Versicherungsleistungen inklusive, wurde der Kartenpreis der Hauptkarte von EUR 35,00 auf EUR 58,80 erhöht und die bisherige Befreiung vom Kartenpreis im ersten Jahr und bei einem Jahresumsatz ab EUR 3.000 abgeschafft. Das Auslandsentgelt von 2,00% ist entfallen. Bei der GoldCard blieb es dabei, dass keine Bargeldabhebungsgebühr zu zahlen ist, sodass hier nun ein Vorteil bei der Nutzung im Inland gegenüber der GenialCard besteht, wo sie üblicherweise häufiger genutzt wird. Auch bei der GoldCard wurde das Entgelt für die Überweisung aus Verfügungsrahmen und das Entgelt für die bestimmten klassifizierten Transaktionen mit aufgenommen. Bei den inkludierten Versicherungen wurde der Personenkreis, der gegebenenfalls mitversichert ist, neu definiert, und die Smartphone-Versicherung durch eine Ticketschutz-Versicherung ersetzt. Die Ticketschutz-Versicherung ersetzt den Ticketpreis, wenn man an einem Konzert, Festival oder Sport-Event wegen Krankheit oder Unfall nicht teilnehmen kann (bedingt die vorherige Bezahlung des Tickets mit der Karte)

Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld

GarantiBank legte nochmals eine Neugeldaktion für ihre Bestandskunden auf. Diese können auf Neugeld einen Sonderzins von 3,00% p. a. erhalten, während für Neukunden weiterhin die "Willkommensaktion" mit Sonderzins von 3,60% p. a. angeboten wird. An der jetzigen Neugeldaktion für Bestandskunden kann man durch zusätzliche Einzahlungen im Zeitraum 3.6.24 bis 3.10.24 teilnehmen, die den zum Stichtag 2.6.24 auf dem "Kleeblatt-Sparkonto" bestehenden Kontosaldo erhöhen. Der bereits vorhandene Teil des Guthabens wird regulär verzinst, das Neugeld automatisch mit dem Sonderzins, befristet bis 3.10.24. Eine Haltefrist gibt es nicht. Ebenso legte die GarantiBank zum Sonderzins keine Betragsgrenze fest, es gilt lediglich die allgemeine Höchsteinlage auf dem Konto von EUR 250.000.

Die Postbank legte eine Neugeldaktion mit Sonderzins von 3,25% p. a. zu ihrem Tagesgeldkonto für Privatkunden auf. Sie teilt in einen Einzahlungszeitraum und einen späteren sechsmonatigen Zeitraum der Sonderverzinsung auf. Der Einzahlungszeitraum läuft vom 30.5.24 bis zum 8.7.24. Der Zeitraum der Sonderverzinsung beginnt am 15.7.24 und endet am 14.1.25. Als Neugeld sind dabei Gelder definiert, die das Gesamtguthaben bei der Postbank erhöhen und zuvor nicht auf Konten oder Depots der Deutsche-Bank-Gruppe lagen, zu der neben Postbank und Deutsche Bank auch norisbank, BHW Bausparkasse und DWS gehören. Berücksichtigt werden alle Einzahlungen und Abbuchungen auf Giro-, Spar-, Tagesgeldkonten oder sonstige Konten. Und der Zuwachs bei der Postbank wird durch die Differenz des Gesamtguthabens zu Beginn und am Ende des Einzahlungszeitraums bestimmt. Bestehen mehrere Tagesgeldkonten, nimmt nur das zuletzt eröffnete Konto teil. Eine Registrierung ist nicht nötig. Man nimmt teil, wenn mindestens EUR 2.500 Neugeld im Einzahlungszeitraum auf dem Tagesgeldkonto eingehen. Maximal werden EUR 250.000 mit dem Sonderzins verzinst. Transparenterweise informiert die Postbank die Kunden nach Ablauf des Einzahlungszeitraums per Bestätigungsschreiben über den individuellen Neugeldbetrag, für den der Sonderzins gilt. Dieser Betrag stellt eine Obergrenze dar: Bei Verfügungen über das Neugeld entfällt wie anzunehmen ab dem Tag der Verfügung für den verfügten Betrag der Sonderzins, aber weitere Einzahlungen bis zur Obergrenze werden erneut mit dem Sonderzins bedacht. Das Tagesgeldkonto der Postbank ist nur in Verbindung mit einem Postbank-Girokonto erhältlich. Der Standardzins beträgt 1,25%.

Collector Bank aus Schweden änderte am 30.5.24 von 3,30% auf 3,29%.

Nordax Bank aus Schweden senkte am 8.5.24 von 3,30% auf 3,28% und am 27.5.24 von 3,28% auf 3,25%.

Die Ikano Bank senkte am 22.5.24 von 2,76% auf 2,51%. Die Verzinsung gilt bei ihr für Guthabenteile bis EUR 100.000.

Nordiska aus Schweden senkte am 22.5.24 von 3,00% auf 2,90%.

Die Raiffeisenbank im Hochtaunus erhöhte leicht ihr Neukundenangebot: Auf Tagesgeldkonten, die ab 16.5.24 eingerichtet werden, beträgt der Sonderzins 3,40% p. a. (vorher 3,35% p. a.), weiterhin für Guthabenteile bis EUR 100.000 in den ersten sechs Monaten.

Die DHB Bank senkte am 15.5.24 ihr Neukundenangebot, von den zuvor hervorragenden 4,05% p. a. auf auch anderswo erhältliche 3,75% p. a. Die weiteren Merkmale blieben unverändert, das heißt, auch das neue Angebot ist auf Guthabenteile bis EUR 50.000 in den ersten drei Monaten bezogen.

MeDirect Bank aus Malta erhöhte per 15.5.24 beim "Flexgeld24" von 1,50% auf 3,40%.

My Money Bank aus Frankreich senkte per 15.5.24 beim "Flexgeld24" von 3,00% auf 2,00%.

Renault Bank direkt senkte zum 14.5.24 bei den Standardzinsen und dem Neukundenangebot jeweils um 0,10 Prozentpunkte: Ihr Standardzins beträgt 2,80% (vorher 2,90%) für Guthabenteile bis EUR 250.000 und 2,15% (vorher 2,25%) für Guthabenteile darüber. Das Neukundenangebot beträgt 3,60 % p. a. (vorher 3,70% p. a.), weiterhin für Guthabenteile bis EUR 250.000 in den ersten drei Monaten.

Avida Finans aus Schweden senkte am 10.5.24 von 3,31% auf 3,25%.

Resurs Bank aus Schweden änderte am 8.5.24 von 3,29% auf 3,30%.

Die Stellantis Direktbank hat eine Neugeldaktion aufgelegt für Bestandskunden, die vor dem 3.2.24 ihr Konto eröffnet hatten. Sie bietet einen festen Sonderzins von 3,50% p. a. auf Neugeld (das Neukundenangebot beträgt 3,70% p. a.). Auf ihrer Produktseite zum Tagesgeld hat die Bank zur Neugeldaktion unten eine tabellarische Darstellung eingefügt, daraus soll alles hervorgehen, in Textform ist sie nicht beschrieben. Der relevante Tagesgeldsaldo zum Bestandsvolumen wurde am Stichtag 2.5.24 ermittelt. Das Neugeld muss gewöhnlich von einem externen Konto kommen. Der Zeitraum der Sonderverzinsung erstreckt sich vom 3.5.24 bis zum 31.7.24. Neugeld bis maximal EUR 100.000 wird mit dem Sonderzins verzinst. Übersteigende Neugeld-Guthabenteile und der Bestand werden mit dem variablen Standardzins verzinst. Eine besondere Anmeldung ist nicht notwendig.

Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen

Arab Banking Corporation senkte am 4.6.24 bei 3 sowie 6 Monaten auf 3,55% (vorher 3,60% bei 3 Monaten und 3,65% bei 6 Monaten).

Bankhaus Rautenschlein erhöhte am 31.5.24 bei 9 Monaten auf 3,30% (vorher 3,00%), bei 12 Monaten auf 3,35% (vorher 3,10%) und bei 2 Jahren auf 3,20% (vorher 2,90%).

Die Südtiroler Sparkasse senkte am 31.5.24 bei 6 Monaten auf 3,46% (vorher 3,53%), bei 9 Monaten auf 3,36% (vorher 3,50%) und bei 12 Monaten auf 3,21% (vorher 3,30%).

Münchener Hypothekenbank senkte am 30.5.24 auf WeltSparen bei 3 Monaten auf 3,35% (vorher 3,45%), bei 6 Monaten auf 3,30% (vorher 3,40%) und bei 12 Monaten auf 3,25% (vorher 3,35%).

PEAC senkte am 30.5.24 bei 3, 6 sowie 12 Monaten auf 3,20% (vorher 3,25%). Vorangegangen war dort am 6.5.24 eine Senkung ausgehend von 3,35%.

Renault Bank direkt senkte am 28.5.24 bei 12 Monaten auf 3,25% (vorher 3,35%), alle weiteren Zinssätze blieben unverändert.

Kompasbank aus Dänemark erhöhte am 27.5.24 bei 3 Monaten auf 3,55% (vorher 1,00%) und bei 6 Monaten auf 3,50% (vorher 1,20%).

Aareal Bank senkte am 23.5.24 auf WeltSparen bei 2 Jahren auf 3,10% (vorher 3,40%) und bei 5 Jahren auf 3,50% (vorher 3,60%). Die 3,60% bei 5 Jahren waren zuvor unter den Inlandsanlagen der höchste Zins für mittlere und längere Laufzeiten, nur bei den Kurzläufern bis 12 Monate ist diese Höhe noch zu finden.

Die abcbank senkte am 23.5.24 bei den Laufzeiten bis 4 Jahre um 0,10 bis 0,30 Prozentpunkte: bei 6 sowie 9 Monaten auf 3,35% (vorher 3,65% und 3,55%), bei 12 Monaten auf 3,15% (vorher 3,45%), bei 2 Jahren auf 2,90% (vorher 3,20%), bei 3 Jahren auf 2,80% (vorher 3,00%) und bei 4 Jahren auf 2,70% (vorher 2,80%)

Die HypoVereinsbank bietet einen Aktionszins für Neugeld seit 17.5.24 bei der 9-monatigen Laufzeit an, zu 3,25%. Zuvor machte sie das Angebot bei 6 und 12 Monaten mit 2,75%. Zudem senkte sie die Mindestanlage auf EUR 5.000 (vorher EUR 10.000). Das Aktionskonto kann nur einmalig pro Kunde abgeschlossen werden und ist nicht für Selbstständige und Freiberufler erhältlich.

Bank of Scotland erhöhte am 17.5.24 bei 6 Monaten auf 3,50% (vorher 3,30%) und senkte bei 2 Jahren auf 3,00% (vorher 3,10%).

Die Alte Leipziger Bauspar bietet seit 16.5.24 bei 3 Monaten für Anlagebeträge ab EUR 50.000 einen Zins von 3,50% (vorher 1,50%). Es muss sich um Neugeld handeln.

Yapi Kredi Bank aus den Niederlanden senkte am 15.5.24 ihre beiden höchsten Zinsangebote, und zwar das bei 12 Monaten und 2 Jahren auf 3,30% (vorher starke 3,60% bei 12 Monaten und 3,45% bei 2 Jahren).

CreditPlus Bank senkte am 13.5.24 um 0,05 bis 0,32 Prozentpunkte: bei 3 Monaten auf 3,00% (vorher 3,20%), bei 6 Monaten auf 3,10% (vorher 3,42%), bei 12 und 18 Monaten sowie 2 Jahren auf 3,15% (vorher bei 12 und 18 Monaten 3,20%, bei 2 Jahren 3,25%), bei 3 Jahren auf 3,06% (vorher 3,15%), bei 4 Jahren auf 3,00% (vorher 3,10%), bei 5 Jahren auf 2,90% (vorher 3,00%), bei 6 Jahren auf 2,75% (vorher 2,90%) und bei 7 Jahren auf 2,70% (vorher 2,80%)

Bank11 senkte am 13.5.24 bei ihren Laufzeitangeboten bis 12 Monate: bei 6 Monaten auf 3,30% (vorher 3,50%), bei 9 Monaten auf 3,20% (vorher 3,30%), bei 12 Monaten auf 3,10% (vorher 3,20%)

Auf der Plattform Zinspilot sind am 13.5.24 sämtliche der über Zinspilot angebotenen Festgeldangebote entfallen, wobei die Verfügbarkeit der Laufzeitangebote bereits seit einigen Monaten sukzessive reduziert wurde. Die längsten zuletzt verfügbaren Laufzeiten waren 3 und 6 Monate. Jetzt sind nur noch die tagesgeldähnlichen "Flexgeld24"-Konten übrig. Zinspilot wird schrittweise eingestellt. Bestehende Festgeldanlagen lässt der Betreiber auslaufen.

Klarna Bank aus Schweden senkte am 10.5.24 um jeweils 0,05 Prozentpunkte: bei 6 Monaten auf 3,33% (vorher 3,38%), bei 12 Monaten auf 3,51% (vorher 3,56%), bei 18 Monaten auf 3,38% (vorher 3,43%), bei 2 Jahren auf 3,43% (vorher 3,48%), bei 3 Jahren auf 3,39% (vorher 3,44%) und bei 4 Jahren auf 3,32% (vorher 3,37%)

Volksbank Mittweida senkte am 8.5.24 bei 3 Monaten auf 3,25% (vorher 3,30%), bei 6 sowie 9 Monaten auf 3,30% (vorher 3,40%) und bei 2 sowie 3 Jahren auf 3,00% (vorher 3,10% und 3,05%).

Kommunalkredit Invest senkte am 6.5.24 bei den Laufzeiten bis 2 Jahren um 0,50 Prozentpunkte: Für Anlagebeträge ab EUR 10.000 gelten bei 6 Monaten 2,00% (vorher 2,50%) und bei 9 Monaten bis 2 Jahren 2,50% (vorher 3,00%).

Noch einen schönen Juni wünscht

m o d e r n - b a n k i n g

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