Newsletter: Direktbanken.News 07/2024

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Themenüberblick

wero in Betrieb
tradegate.direct fordert Neobroker heraus
Der Newsticker
Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen


wero in Betrieb

Am 2.7.24 hat "wero", ein Zahlungsdienst der European Payments Initiative (EPI), seinen Start in Deutschland und Belgien vollzogen. wero ist ein privatwirtschaftliches Projekt, das von 14 europäischen Großbanken und den Zahlungsdienstleistern Nexi und Wordline getragen wird. In Deutschland haben die Sparkassen und die Volks- und Raiffeisenbanken wero bereits in ihre bestehenden Banking-Apps implementiert, es kann dort nach dem Update aktiviert werden. Für die Deutsche Bank (einschließlich der Marke Postbank) gibt es noch kein konkretes Datum, Finanzkreisen zufolge werde sie Ende des Sommers dazukommen. Die weiteren teilnehmenden Banken stammen aus Frankreich und den Niederlanden, darunter ABN Amro, BNP Paribas, Crédit Agricole, ING und Société Générale. Sie sind mit ihrem Logo auf der wero-Website aufgeführt, auf wero-wallet.eu. Bis Jahresende sollen sie nach und nach hinzukommen, die französischen Banken im September oder Oktober, teilte die EPI mit.

Der erste Dienst, mit dem wero in den Markt geht, ist das Senden und Empfangen von Geld im Freundes- und Familienkreis, ähnlich der Geld-senden-Funktion bei PayPal oder dem ehemaligen Kwitt. Anstelle der IBAN benötigen Nutzer nur die Handynummer oder E-Mail-Adresse des Empfängers, die man ohnehin bereits ausgetauscht haben dürfte. Nach dieser Angabe bzw. Auswahl bei den Kontakten gibt man den gewünschten Geldbetrag ein und kann die Zahlung optional um eine Nachricht ergänzen. Die Geldtransfers bei wero basieren auf SEPA-Echtzeitüberweisungen. Dies ermöglicht Geldtransfers binnen Sekunden, unabhängig davon, wann die eigene Bank die SEPA-Echtzeitüberweisung aufgrund der EU-Verordnung einführt; allerdings nur in dem begrenzten Einsatzfeld und mit einem Betragslimit pro Tag, das jede Bank individuell festlegen kann. Sowohl Sender als auch Empfänger müssen ein Girokonto bei einer teilnehmenden Bank haben.

Im Laufe der Zeit soll wero zu einer umfassenden digitalen Wallet ausgebaut werden. Ab Mitte 2025 sollen Zahlungen mittels QR-Code im Kleingewerbe möglich sein und danach auch an der Ladenkasse, ebenso Zahlungen in Onlineshops. Das bedeutet, beim Bezahlen vor Ort wird seitens des Nutzers das Scannen eines QR-Codes mit dem Smartphone und das Bestätigen der Transaktion notwendig sein. Es ist eine Lösung, die die EPI schnell und kostengünstig aufsetzen kann, aber für den Nutzer vermutlich eher weniger komfortabel ist als das in Deutschland gewohnte Bezahlen mittels NFC, bei dem nur NFC eingeschaltet und das Handy ans Terminal gehalten werden muss. Die EPI beabsichtigt darüber hinaus, den Kreis der teilnehmenden Banken zu erweitern und auf weitere europäische Länder auszudehnen. In einigen Ländern gibt es bereits ähnliche Dienste. So gibt es Bizum in Spanien, Swish in Schweden oder iDeal in den Niederlanden, Letzteres wurde von der EPI aufgekauft. Zudem gibt es ein politisches Projekt zur Sicherung der Unabhängigkeit des Kontinents, den digitalen Euro der Europäischen Zentralbank, der in den nächsten Jahren kommen soll. Inwiefern er eine Konkurrenz für wero wird, lässt sich nicht einschätzen, da die Pläne noch unkonkret sind.

In Europa dominieren die amerikanischen Zahlungsdienste. Egal, ob man physisch mit Visa, Mastercard oder American Express bezahlt, mobil über Apple Pay oder Google Pay, oder online mit PayPal - ein Prozentsatz und Informationen zu unseren abgewickelten Transaktionen fließen permanent über den Atlantik.

Parallel dazu ist im Juni durchgesickert, dass der von deutschen Banken betriebene Online-Bezahldienst giropay/paydirekt zum Ende des Jahres 2024 eingestellt wird. Die Entscheidung wurde im Rahmen einer Gesellschafterversammlung der paydirekt GmbH getroffen, vorbehaltlich der formellen Zustimmung der jeweiligen Bankgremien. giropay und paydirekt waren ebenfalls Versuche, insbesondere PayPal etwas entgegenzusetzen. Auch nach dem Zusammenlegen haben sich die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllt.

tradegate.direct fordert Neobroker heraus

Das Angebot von tradegate.direct umfasst die kostenlose Depot- und Kontoführung sowie den Aktien- und ETF-Handel ohne direkte Orderentgelte. Es werden automatisch zwei Depots eingerichtet: eines für Trading und eines für langfristiges Investieren, natürlich können sie aber nach Belieben verwendet werden. Der Zugang erfolgt über die App (verfügbar im App Store und bei Google Play) oder einen Webbrowser. Es können Aktien, ETPs (die Abkürzung steht für "Exchange Traded Products", also insbesondere ETFs) und Mini-Futures (eine Art Hebelprodukte) gehandelt werden. Alle Ordertypen werden unterstützt. Für Käufe gilt derzeit ein Mindestordervolumen von EUR 500,00 bei Aktien und EUR 100,00 bei ETFs. Kauforders unter dem Mindestordervolumen werden gar nicht erst angenommen. Für Verkäufe ist kein Mindestordervolumen vorgegeben.

Neobroker wie Trade Republic und Scalable Broker bieten ebenfalls nahezu einen Handel ohne direkte Orderentgelte, erheben jedoch entweder eine geringe Fremdkostenpauschale oder das kleine Entgelt bzw. den Abopreis, die steuerlich nicht automatisch als Kauf- bzw. Verkaufskosten gelten. Zudem unterscheiden sich die Ausführungsorte: gettex oder Lang & Schwarz sind die bei Neobrokern beliebten Handelsplatzpartner, da sie ihnen höhere Zahlungen für die Umsätze geboten haben. tradegate.direct leitet die Orders ausschließlich an die Tradegate Exchange, die für ihre hohe Liquidität bekannt ist und entsprechend hin und wieder die engeren Spreads haben sollte.

Spannend ist die Einführung von tradegate.direct vor dem Hintergrund des in Deutschland ab Juli 2026 geltenden Verbots des Payment-for-Order-Flow (PFOF). Es ist das Geschäftsmodell, das vielen Neobrokern den provisionsfreien Handel erst ermöglicht hat. Während diese Alternativen finden müssen, könnte tradegate.direct einer der Lösungsansätze sein, da das Brokerage-Angebot praktisch direkt von einer Börse bzw. einem Market-Maker kommt, was die kritisierten Zahlungen erübrigt, in der Wertschöpfungskette steht ein Unternehmen weniger. Umgekehrt ist es denkbar, dass einige Neobroker künftig Transaktionen selbst ausführen wollen, als Market-Maker agieren.

Beim Brokerage fängt tradegate.direct bei null an, im Vergleich zu den Neobrokern, die einen Entwicklungsvorsprung von bis zu fünf Jahren haben, fehlt es noch an Komfort und Zusatzleistungen. Um in größerem Umfang Kunden zu gewinnen, müssen sie hier nachlegen. Sparpläne werden derzeit nicht unterstützt. Eine Verzinsung des Guthabens oder Wertpapierkredite werden nicht angeboten. Aus Kundensicht relativiert der entgangene Zinsertrag beim Bereithalten von Liquidität die Kostenersparnis bei den Orderentgelten. Wertpapierüberträge sind weder ein- noch abgehend möglich, außer abgehend bei vollständiger Depotauflösung. Freiwillige Kapitalmaßnahmen sind bepreist, bei konkreter Weisung mit EUR 15,00 und ohne Weisung mit EUR 1,00. Ausschüttungen von ETFs und Dividendenzahlungen werden aber gebührenfrei gutgeschrieben, nur bei Fremdwährungsumrechnungen fällt eine Marge an.

Im Hintergrund übernimmt die BNP Paribas die Wertpapierabwicklung. Alleiniger Vertragspartner der Kunden sowie der Konto- und Depotführer ist jedoch die Tradegate AG Wertpapierhandelsbank. Sie verfügt über eine Vollbanklizenz und die bei ihr unterhaltenen Einlagen sind über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken bis EUR 100.000 pro Einleger geschützt. Dies ist eine übliche Aufteilung, wie sie bei vielen traditionellen Banken zu finden ist. Bei den Neobrokern ohne Banklizenz ist es anders, sie lassen Depot und Konto von einer Partnerbank führen. An der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank sind interessanterweise wiederum zwei der im Beitrag genannten Unternehmen beteiligt: Die BNP Paribas und die Deutsche Börse halten jeweils 19,62%, die Berliner Effektengesellschaft ist mit 56,57% Hauptaktionär.

Der Newsticker

++ die DKB bietet eine Sommeraktion mit EUR 30,00 Geldprämie zur Eröffnung des Girokontos an, im Zeitraum 1.7.24 bis 31.7.24. Die Geldprämie ist nur über eine spezielle Aktions-Landingpage erhältlich, sie ist in unserem Vergleich verlinkt. Nach erfolgreicher Kontoeröffnung wird sie innerhalb von sechs Wochen dem neuen DKB-Girokonto gutgeschrieben

++ die VR Bank Niederbayern-Oberpfalz erhöhte am 1.7.24 bei "Mein GiroDirekt" den Grundpreis, der nur anfällt, wenn auf dem Konto keine regelmäßigen Lohn-, Gehalts- oder Renteneingänge eingehen, von EUR 4,90 auf EUR 6,90

++ flatex verschlechterte das Neukundenangebot an zwei Stellen: Den vergünstigten Orderpreis gewährt flatex bei Depoteröffnung ab 1.7.24 für zwölf Monate, zuvor für den langen Zeitraum von drei Jahren. Und der vergünstigte Orderpreis beträgt im neuen Angebot in der Summe mit dem Handelsplatzentgelt EUR 3,90 statt zuvor EUR 3,00

++ Smartbroker+ erhebt für kleine Orders über gettex - im Volumen unter EUR 500,00 - seit 27.6.24 nur noch EUR 1,00 Orderentgelt (vorher EUR 4,00). Dies bezieht sich auf den Handel mit Aktien, Anleihen, Fonds und ETFs, aber nicht auf Derivate. Orders mit einem Volumen ab EUR 500,00 über gettex waren bei Smartbroker+ schon von Anfang an begünstigt, hier wird überhaupt kein direktes Entgelt erhoben. Zudem baute Smartbroker+ das Angebot an Aktien-Sparplänen deutlich aus, auf rund 2.500 verfügbare Aktien (vorher 100)

++ der Neobroker finanzen.net zero ermöglicht es jetzt, die Sparraten für Wertpapiersparpläne per Lastschrift von einem externen Konto abbuchen zu lassen. Das war bislang bei ihm nicht möglich, ist bei vielen anderen Brokern aber Standard. Vor Kurzem erweiterte finanzen.net zero auch die möglichen Ausführungstermine für die Wertpapiersparpläne. Seitdem können sie auch mit wöchentlicher und zweiwöchentlicher Ausführung eingerichtet werden und die monatlichen Sparpläne können wahlweise auf den 6., 14., 21. und 29. eines Monats gelegt werden

++ bei Trade Republic kam es zu mehreren Vorfällen. Der Neobroker führt die Wertpapierabwicklung nun mit der eigenen Banklizenz selbst durch, nicht mehr über die Großbank HSBC. Idealerweise hätte die Umstellung lautlos im Hintergrund geschehen sollen. In den sozialen Medien beklagten zahlreiche verunsicherte Kunden aber bald darauf erheblich verspätete Dividendenzahlungen. Besonders kritisch wurde wahrgenommen, dass Trade Republic nicht zeitnah auf diese Beschwerden reagierte. Noch gravierender sind Berichte über falsche Abzüge bei Wertpapierverkäufen betreffend Steuern bzw. Verrechnungstöpfe, da offenbar mit völlig falschen Einstandskursen gerechnet wurde bzw. wird. CEO Christian Hecker sah sich gezwungen, in einem Podcast-Interview Stellung zu beziehen. Er räumte Kommunikationsmängel ein, sieht die technischen Probleme inzwischen aber als erledigt an und betonte, dass man die Dividenden zwar nicht wie gewohnt in Echtzeit auszahlen konnte, aber noch innerhalb der Vorgaben und der branchenüblichen Praxis von wenigen Tagen. Insgesamt ging Hecker wenig auf den Vertrauensverlust ein, sondern eher darauf, dass bei einer so großen Umstellung nie alles vollkommen perfekt laufen könne. Parallel dazu wurde bekannt, dass Trade Republic ausgerechnet in dieser angespannten Phase den Kundenservice, der bisher in der Trade Republic Service GmbH angesiedelt war, an externe Dienstleister ausgelagert hat. Berichten zufolge wurde die Servicetochter geschlossen und etwa 60 ihrer Mitarbeiter entlassen, nur wenigen wurde ein Wechsel zur Muttergesellschaft angeboten. Trade Republic erklärte, der Schritt sei seit einigen Monaten vorbereitet worden und solle die Servicequalität verbessern. In der Regel werden solche Maßnahmen jedoch oft zur Kosteneinsparung ergriffen und gehen ganz im Gegenteil eher zulasten der Qualität. Vielleicht lassen sich die Kapazitäten so wenigstens aber schnell skalieren. Trade Republic hat innerhalb weniger Monate erst die Banklizenz erhalten und dann mit neuen Produkten viele Kunden gewonnen. Dies führte zu einem deutlichen Anstieg der Kundenanfragen. Da Trade Republic keinen telefonischen Support anbietet, können sich Kunden ausschließlich schriftlich an das Unternehmen wenden - und warten mitunter lange, weil sich viele unbeantwortete Anfragen angestaut haben

++ Trade Republic hat die Bedingungen für das "Saveback"-Programm geändert. Seit Mitte Juni wird die 1,00%-Rückvergütung nicht mehr auf Kartenzahlungen über PayPal gewährt. Dies betrifft die ganz normalen Zahlungen über PayPal, die Geld-senden-Funktion war zuvor schon wie branchenüblich ausgenommen. Um weiterhin Saveback zu erhalten, müssen die Kunden ihre Debit-Visa-Card direkt einsetzen. Die Änderung wurde ohne aktive Benachrichtigung der Kunden vorgenommen und der Ausschluss lediglich in den FAQ vermerkt. Dort heißt es nun: "Du erhältst keinen Saveback auf Überweisungen (z. B. an andere PayPal-Konten), Bargeldabhebungen, Investitionen, Einzahlungen und Zahlungen über PayPal […]." Die Vermutung liegt nahe, dass Trade Republic bei dem für sie teuren Saveback-Programm nicht auch noch einen großen Teil der vereinnahmten Interbankenentgelte an PayPal abgeben will

++ Traders Place gibt die Orderpreise auf der Konditionsseite und im Preis- und Leistungsverzeichnis nach mehrmaligem Überarbeiten zur Mitte des Monats Juni klarer an. Bislang war es einer der Kritikpunkte, denn augenfällig als Orderpreis ausgewiesen wurde bislang der Anteil, den Traders Place erhält. Dazu war aber noch der größere Anteil zu addieren, den die Baader Bank erhält und der als Fremdkosten bezeichnet war. In den überarbeiteten Angaben ist nun der für die Kunden relevante Gesamtpreis genannt, und zudem, welchen Anteil hiervon Traders Place bekommt und welchen Anteil die Baader Bank. Gleichzeitig wurde für den Anteil der Baader Bank an den inländischen Handelsplätzen die Gebührberechnung vereinfacht und dabei teilweise leicht reduziert. Die Spesen der Baader Bank änderten sich an diesen Stellen per 10.6.24: Für Xetra Frankfurt betragen sie 0,01% vom Kurswert, mindestens aber EUR 3,00 (vorher 0,015% vom Kurswert, mindestens aber EUR 3,00). Für Tradegate ist kein prozentualer Satz mehr die Berechnungsgrundlage, sondern pauschal EUR 3,00 (vorher 0,015% vom Kurswert, mindestens aber EUR 3,00). Und für die sonstigen inländischen Handelsplätze außer gettex und Lang & Schwarz werden pauschal EUR 3,50 erhoben (vorher 0,015% vom Kurswert, mindestens aber EUR 4,00)

++ das Eröffnungsangebot der comdirect zum Depot, welches auf einer speziellen Aktionsseite präsentiert wird, enthält gegenüber dem regulären Eröffnungsangebot einen zusätzlichen Vorteil: und zwar eine Geldprämie in Höhe von EUR 75,00, wenn der vollständige Eröffnungsantrag zum Depot im Zeitraum 10.6.24 bis 31.7.24 bei comdirect eingeht und der neue Depotkunde mindestens drei Trades innerhalb von 30 Tagen nach Depoteröffnung tätigt. Zu den Trades zählen auch Sparplanausführungen, aber keine Trades an der Eurex, mit CFDs oder Aktienneuemissionen. Die Geldprämie schreibt comdirect bei erfüllten Bedingungen 40 Tagen nach Depoteröffnung dem Depot-Verrechnungskonto gut. comdirect ordnet sie steuerlich als Kapitalertrag ein und wird sie daher auf den freigestellten Betrag anrechnen bzw. von der Geldprämie gegebenenfalls Kapitalertragsteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer einbehalten. In den ersten drei Jahren entfallen außerdem die Depotführungskosten und in den ersten zwölf Monaten kann vergünstigt gehandelt werden. Jede über inländische Börsenplätze oder außerbörslich (außer Eurex) aufgegebene Order wird comdirect dabei mit EUR 3,90 statt der regulären Ordergebühr abrechnen. Etwaige börsenplatzabhängige Entgelte oder die Aufschläge bei telefonischer oder schriftlicher Auftragserteilung werden zusätzlich berechnet. Die Aktionsseite ist in unserem Vergleich verlinkt

++ beim "Platinum Double" von Barclays können Neukunden für den Produktabschluss ab 5.6.24 bis auf Weiteres EUR 50,00 Geldprämie bekommen. Das Kartendoppel bietet Versicherungsleistungen und kostet jährlich EUR 99,00. Um die Geldprämie zu erhalten, muss innerhalb von vier Wochen nach Erhalt der Karte in der Summe mindestens EUR 100,00 Umsatz stattgefunden haben. Weitere Voraussetzung ist, im Antragsprozess oder in der App die Einwilligung für die Zusendung von Informationen zu Produkten und Dienstleistungen - per E-Mail und/oder Push-Benachrichtigung - zu erteilen und mindestens bis zur Gutschrift der Geldprämie bestehen zu lassen. Die Geldprämie wird Barclays ca. acht Wochen nach Erreichen des Kartenumsatzes dem Kreditkartenkonto gutschreiben

++ die Europäische Zentralbank (EZB) beschloss am 6.6.24 ihren Leitzins von 4,50% auf 4,25% und die Einlagefazilität von 4,00% auf 3,75% nach unten zu setzen. Die Änderungen traten am 12.6.24 in Kraft. Es ist die erste Zinssenkung nach der Nullzinsphase, einer Serie von zehn Anhebungen und der achtmonatigen Zinspause. Parallel zur Zinssenkung hob die EZB ihre Inflationsprognose für dieses und kommendes Jahr an. Sie erwartet nun 2,5% für 2024 und 2,2% für 2025. In der Pressekonferenz bezeichnete Christine Lagarde weitere Zinssenkungen zwar als "sehr wahrscheinlich", jedoch werde sich dieser Prozess hinziehen. Die gleichzeitige Zinssenkung und Anhebung der Inflationsprognosen wirft die Frage auf, wie das zusammenpasst. Lagarde argumentierte, das Vertrauen in die Annäherung der Inflation an das Ziel sei gestiegen. Die EZB hat es "nicht eilig, ihre Politik zu lockern", kommentierte Mark Wall, Chefvolkswirt der Deutschen Bank. Die Zinswende ist also da, ein Trend zu weiteren Zinssenkungen in rascher Folge ergibt sich daraus vorerst aber wohl nicht

Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld

Collector Bank aus Schweden senkte am 14.6.24 von 3,29% auf 3,27% und am 3.7.24 von 3,27% auf 3,25%.

Avida Finans aus Schweden erhöhte am 6.6.24 von 3,25% auf 3,30% und senkte am 26.6.24 von 3,30% auf 3,27% sowie am 3.7.24 von 3,27% auf 3,22%.

Die Deutsche Skatbank senkte am 1.7.24 von 2,54% auf 2,44%.

GarantiBank senkte bei ihrem Neukundenangebot, bietet für die Kontoeröffnungen ab 1.7.24 einen Sonderzins von 3,30% p. a. (vorher 3,60% p. a.) für die ersten vier Monate.

Die CRONBANK verzinst die "Spareinlage" seit 1.7.24 ab dem ersten Euro mit 0,10%. Zuvor galt dies sofern ein Betrag ab EUR 15.000 angelegt war, ansonsten wurde mit 0,05% verzinst.

Die UmweltBank senkte per 1.7.24 den Zins für die Guthabenteile bis EUR 100.000 von 3,00% auf 2,77%.

Die norisbank passte bei ihrem Sonderzinsangebot für Kontoeröffnungen, die ab 1.7.24 erfolgen, den Zeitraum der Sonderverzinsung an: Die 3,50% p. a. gelten dabei bis zum 31.12.24 (vorher 30.9.24).

Resurs Bank aus Schweden senkte am 1.7.24 von 3,30% auf 3,25%.

Northmill Bank aus Schweden senkte am 1.7.24 von 3,25% auf 3,23%.

TF Bank aus Schweden bietet Neukunden, die ab 26.6.24 eröffnen, einen Sonderzins von 3,75% p. a. (vorher 3,80% p. a.) für die ersten drei Monate.

Ikano Bank ging am 26.6.24 von 2,51% auf 2,26%. Die Verzinsung gilt bei ihr für Guthabenteile bis EUR 100.000.

Bigbank aus Estland verringerte ihr Angebot an Neukunden, die ab 20.6.24 eröffnen, auf 3,75% p. a. für die ersten drei Monate ab Vertragserstellung, zuvor 3,85% p. a. für die ersten sechs Monate.

VR Bank Niederbayern-Oberpfalz senkte am 19.6.24 bei der Standardverzinsung die Staffelung ab EUR 50.000: Die Guthabenteile von EUR 50.000 bis unter EUR 100.000 verzinst sie mit 2,00% (vorher 2,25%), die Guthabenteile von EUR 100.000 bis unter EUR 300.000 mit 2,50% (vorher 2,75%) und die Guthabenteile ab EUR 300.000 mit 3,00% (vorher 3,25%).

Renault Bank direkt senkte per 18.6.24 bei den Guthabenteilen bis EUR 250.000 leicht, den Standardzins von 2,80% auf 2,70% und das Angebot an Neukunden von 3,60% p. a. auf 3,50% p. a.

J&T Direktbank, die bei den Standardzinsen unter den Inlandsanlagen seit vielen Monaten vorne lag, verringerte per 18.6.24 von 3,30% auf 3,05%.

Auf Zinspilot senkte die IIG Bank aus Malta per 17.6.24 beim "Flexgeld24" von 3,40% auf 3,30% und die Crédit Agricole Consumer Finance aus Frankreich erhöhte von 1,70% auf 3,00%. Einzahlungen auf die bei Zinspilot verbliebenen Flexgeld24-Konten waren generell letztmalig zum Anlagestarttermin 17.6.24 möglich gewesen. Es werden nun überhaupt keine Neuanlagen mehr angeboten. Aufgrund der schrittweisen Einstellung von Zinspilot wurden die Flexgeld24-Konten im Juni 2024 vom Plattformbetreiber gekündigt und werden im vierten Quartal 2024 auf das hinterlegte Referenzkonto ausgezahlt.

CreditPlus Bank senkte am 17.6.24 beim "Wochenkonto" von 3,15% auf 2,77%. Nachdem CreditPlus Bank dieses Produkt mit eingeschränkter Verfügbarkeit im März zu einem im Marktvergleich attraktiven Zins eingeführt hatte, ist es drei Monate später schon deutlich zurückgefallen.

Credit Europe Bank senkte für Neukunden, die ab 14.6.24 eröffnen, den angebotenen Sonderzins auf 3,50% p. a. (vorher 3,75% p. a.). Er gilt auf Guthabenteile bis EUR 250.000 in den ersten 183 Tagen ab Kontoeröffnung.

Bank11 senkte ihr Sonderzinsangebot. Auf Tagesgeldkonten, die ab 14.6.24 eingerichtet werden, gewährt sie 3,50% p. a. (vorher 3,75% p. a.) bis zum 30.9.24 (vorher 31.7.24). Und anschließend, so steht es auf der Produktseite, werde der dann variable Zins bis auf Weiteres mindestens 2,75% (vorher mindestens 3,00%) betragen.

Klarna Bank aus Schweden senkte am 14.6.24 von 3,25% auf 3,00%.

quirion senkte am 12.6.24 von 3,00% auf 2,75%.

Meine Bank - Raiffeisen Bank im Hochtaunus senkte am 12.6.24 zum einen den Standardzins auf 2,25% (vorher 2,50%) und zum anderen das für die ersten sechs Monate geltende Sonderzinsangebot: Auf Tagesgeldkonten, die ab diesem Datum eingerichtet werden, räumt sie einen Sonderzins von 3,25% p. a. (vorher 3,40% p. a.) für Guthabenteile bis EUR 100.000 ein und weiterhin in Höhe von 2,50% p. a. für Guthabenteile größer EUR 100.000 bis EUR 1.000.000.

Trade Republic senkte entsprechend der Leitzinssenkung per 12.6.24 die Guthabenverzinsung von 4,00% auf 3,75%. Sie gilt bei Trade Republic für Guthabenteile bis EUR 50.000. Im Zusammenhang mit der Einführung der Girokonto-Funktionen hatte Trade Republic noch vor Kurzem erläutert, der Guthabenzins werde auf das gesamte nicht investierte Geldguthaben erst nach Erhalt der Trade-Republic-IBAN und Zustimmung zu einer neuen Kundenvereinbarung angewendet. Doch wie aus einer FAQ-Antwort auf die Frage "Was muss ich über die Trade-Republic-IBAN wissen?" hervorgeht, müssen Kunden zudem innerhalb von 30 Tagen nach der individuellen Benachrichtigung über die neue IBAN sie explizit aktivieren und ebenfalls innerhalb des Zeitfensters der Kundenvereinbarung zustimmen. Versäumen Kunden diesen Schritt, hat dies drastische Konsequenzen: Trade Republic streicht ihnen dann die Guthabenverzinsung komplett und den "frühzeitigen Zugang" zu den neuen Girokonto-Funktionen.

Suresse Direkt Bank aus Belgien senkte am 11.6.24 ihr Neukundenangebot auf 3,60% p. a. (vorher 3,80% p. a.). Es gilt für Guthabenteile bis EUR 250.000 in den ersten sechs Monaten ab Kontoaktivierung. Das Konto wird bei ihr durch Erstüberweisung aktiviert, die innerhalb der ersten 15 Kalendertage nach Kontoeröffnungsantrag eingehen muss, um den Sonderzins zu erhalten.

Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen

Aareal Bank senkte auf WeltSparen am 4.7.24 bei 12 Monaten auf 2,80% (vorher 3,00%). Am 20.6.24 senkte sie bei 2, 3 sowie 4 Jahren auf 3,00% (vorher 3,10% bei 2 Jahren, 3,20% bei 4 Jahren und 3,35% bei 5 Jahren) und bei 5, 6 sowie 7 Jahren auf 3,35% (vorher 3,50%). Und wiederum dem vorangegangen war eine Senkung am 17.6.24 bei 3 und 4 Jahren, jeweils ausgehend von 3,40% - zu dem Zeitpunkt der höchste Zins bei diesen Laufzeiten unter den Inlandsanlagen.

Bank of Scotland senkte am 3.7.24 bei 9 sowie 12 Monaten auf 3,30% (vorher 3,35% und 3,40%). Vorangegangen war am 26.6.24 ein Senken bei 9 Monaten ausgehend von 3,40% und bei 3 Jahren auf 2,80% (vorher 3,00%). Und davor, am 12.6.24, senkte Bank of Scotland bei 6 Monaten auf 3,30% (vorher 3,50%).

Arab Banking Corporation erweiterte am 2.7.24 um eine 9-monatige Laufzeit zu 3,45%.

J&T Direktbank verringerte am 2.7.24, wie angekündigt, ihre beiden attraktivsten Zinsangebote um 0,20 Prozentpunkte: bei 12 Monaten auf 3,30% (vorher 3,50%) und bei 2 Jahren auf 3,20% (vorher 3,40%)

Younited Credit aus Frankreich erhöhte am 2.7.24 bei 12 Monaten auf 3,50% (vorher 3,40%), bei 2 Jahren auf 3,40% (vorher 3,30%) und bei 3 Jahren auf 3,32% (vorher 3,20%).

CRONBANK senkte am 1.7.24 bei 12 Monaten auf 3,00% (vorher 3,25%), bei 2 Jahren auf 3,20% (vorher starke 3,45%), bei 3 Jahren auf 3,10% (vorher 3,25%), bei 4 Jahren auf 3,05% (vorher 3,10%), bei 5 bis 9 Jahren auf 2,75% (vorher 3,00%) und bei 10 Jahren auf 2,90% (vorher starke 3,15%).

GarantiBank senkte am 1.7.24 die Kurzläufer: bei 3 Monaten auf 3,15% (vorher 3,30%), bei 6 Monaten auf 3,00% (vorher 3,15%) und bei 9 Monaten auf 2,90% (vorher 3,00%)

Eigentlich musste man mit einer Senkung ihrer attraktiven Zinssätze rechnen, aber Klarna Bank erhöhte am 28.6.24 beim "Festgeld+" im Bereich von 6 bis 18 Monaten: bei 6 Monaten auf starke 3,58% (vorher 3,33%), bei 12 Monaten auf 3,56% (vorher 3,51%) und bei 18 Monaten wiederum auf starke 3,58% (vorher 3,38%). Mit den von ihr angebotenen Laufzeiten liegt Klarna Bank unter den Inlandsanlagen derzeit entweder an erster oder zweiter Position.

PEAC senkte am 28.6.24 bei 4 Jahren auf 3,00% (vorher 3,30%). Vorangegangen waren Senkungen am 5.6.24 und am 13.6.24, zusammengefasst bei 3, 6 sowie 12 Monaten auf 3,00% (vorher 3,20%) und bei 2 sowie 3 Jahren auf 3,00% (vorher 3,35%).

Hamburg Commercial Bank erhöhte am 27.6.24 bei 4 sowie 5 Jahren auf 3,20% (vorher 3,00%).

Aros Kapital aus Schweden senkte am 21.6.24 bei 6 Monaten auf 3,25% (vorher starke 3,65%) und bei 9 sowie 12 Monaten auf 3,20% (vorher 3,50% und 3,47%). Die vorherigen Zinssätze galten kurzzeitig, denn am 12.6.24 hatte Aros Kapital erst darauf hochgesetzt.

VakifBank erhöhte am 19.6.24 bei 6 Monaten auf 3,35% (vorher 3,20%) und senkte bei 9 Monaten auf 3,30% (vorher 3,40%).

Die akf bank ging am 19.6.24 bei 3 Monaten auf 3,25% (vorher 3,50%).

NIBC senkte am 18.6.24 bei 3 Monaten auf 3,25% (vorher 3,35%) und bei 6 Monaten auf 3,50% (vorher starke 3,60%).

Arab Banking Corporation senkte am 18.6.24 bei 6 Monaten auf 3,45% (vorher 3,55%).

Hanseatic Bank senkte am 18.6.24 bei 12 Monaten auf 3,21% (vorher 3,40%) und bei 2 Jahren auf 3,16% (vorher 3,30%).

Volksbank Mittweida senkte am 14.6.24 bei 3 Monaten auf 3,20% (vorher 3,25%), bei 6, 9 sowie 12 Monaten auf 3,15% (vorher 3,30%) und bei 18 Monaten auf 3,00% (vorher 3,10%).

MeDirect Bank aus Malta erhöhte am 13.6.24 bei 3 Monaten auf 3,40% (vorher 1,00%) und bei 6, 9 sowie 12 Monaten auf 3,45% (vorher 1,70% bei 6 sowie 9 Monaten und 2,40% bei 12 Monaten).

Die SWK-Bank senkte am 12.6.24, und zwar bei 18 Monaten sowie 2 Jahren auf 3,00% (vorher 3,30%) und bei 3 bis 10 Jahren auf 2,70% (vorher 3,00% bei 3 sowie 10 Jahren und 2,90% bei 4 bis 9 Jahren).

Bei mit dem Label Check24-Anlagekonto gekennzeichneten Zinsanlagen in den Check24-Zinsvergleichen ist die zur Unternehmensgruppe gehörende C24 Bank die neue Partnerbank. Sie ersetzte die Varengold Bank im Neugeschäft. Bestehende Anlagen werden bis auf Weiteres von der bisherigen Partnerbank verwaltet. Der Wechsel der Partnerbank könnte zwei Gründe haben: Erstens steht die Varengold Bank wegen heikler Irangeschäfte und früherer Cum-Ex-Geschäfte seit Längerem unter Beobachtung der BaFin. Und zweitens ist Check24 nach dem Aufbau der eigenen Bank in der Lage, das Geschäft selbst abzuwickeln. Der Ablauf des Veranlagens ist bei den Angeboten via Check24-Anlagekonto wie bei anderen Zinsplattformen. Es ist nicht der erste Wechsel der Partnerbank. Anfangs nutzte Check24 die White-Label-Lösung von Zinspilot und deren damaliger Partnerbank, die Sutor Bank, bevor sie später die eigenen Abläufe entwickelten.

FCM Bank aus Malta senkte am 11.6.24 bei 3 Monaten auf 3,36% (vorher starke 3,58%).

Orange Bank aus Frankreich erhöhte am 10.6.24 bei 3 Monaten auf 3,55% (vorher 2,00%).

Noch einen schönen Juli wünscht

m o d e r n - b a n k i n g

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