Newsletter: Direktbanken.News 03/2021

Willkommen zu den monatlichen News von modern-banking.de


Themenüberblick

Wertpapier-Investments bei Vivid Money sind Derivate
Produktseitiger Umbau trifft das Girokonto bei comdirect
Klarna-Shoppingservices um Girokonto erweitert
Der monatliche Newsticker
Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen


Wertpapier-Investments bei Vivid Money sind Derivate

Vivid Money erweiterte sein Smartphone-Girokonto am 23.2.21 um eine Funktion zum Investieren. Über das Hinzufügen eines entsprechenden Unterkontos ("Investment Pocket") lässt es sich einrichten, wobei diese Auswahlmöglichkeit noch nicht allen Kunden in der App zur Verfügung steht. Auf der Produktseite ist die Funktionsweise lässig und dabei missverständlich beschrieben: "Mach mehr aus deinem Geld, und investiere in deine Lieblingsunternehmen aus über 1.000 Aktien und ETFs. Wähle in unserem Katalog aus bekannten Top-Namen und aufstrebenden Stars wie Tesla, Apple, Netflix und mehr." Der Nutzer zahle absolut keine Provision auf Aktien und ETFs. Nur bei einem Währungstausch werde ein geringer Aufschlag von 0,50% auf den Wechselkurs erhoben. Es wirkt zunächst wie ein weiteres Angebot zum Handeln von Aktien und ETFs ohne direktes Orderentgelt, aber Achtung, es ist etwas ganz anderes als das, was Low-Cost-Broker wie Trade Republic oder Scalable Capital anbieten. Denn über Vivid Money handelt der Kunde gar nicht mit echten Aktien oder ETFs, und auch nicht über einen regulierten Börsenplatz. Er handelt Derivatekontrakte, direkt mit dem Emittenten!

Vivid Money gründete für das Angebot eine Tochtergesellschaft, die Vivid Invest GmbH. Vivid Invest ist in diesem Fall Anlagevermittler für die Münchener CM-Equity AG, über die jeder Kauf und jeder Verkauf erfolgt, sie ist die Gegenpartei für den handelnden Kunden. Im FAQ-Bereich finden sich die klareren Auskünfte. Es wird kein herkömmliches Depot eröffnet, sondern lediglich ein Vertrag mit CM-Equity geschlossen. Die gehandelten Derivatekontrakte sind Fractional Shares (Teilanteile) ohne Hebel. Sie sollen die Wertentwicklung des jeweiligen Basiswerts abbilden. Es besteht kein Miteigentum am Basiswert, es bestehen keine Stimmrechte oder ähnliche Rechte, die Aktionäre hätten. Dividendenzahlungen der Unternehmen werden jedoch ausgeglichen. Bei Aufruf der Kursinformation zum jeweiligen Derivat in der App wird während der Börsenzeiten fortlaufend ein aktueller Marktpreis genannt, darunter ein Kauf- und ein Verkaufskurs. Der Unterschied der beiden letztgenannten Kurse macht indirekte Kosten erkenntlich. Die Fractional Shares können nur an CM-Equity zurückverkauft werden. Sie können nicht auf ein anderes Depot bei einem Anbieter übertragen werden. Und um das Versteuern der Kapitalerträge muss sich der Kunde selbst kümmern.

Dass Bruchstücke ab einem Cent handelbar sind, ist ein Vorteil, der in den Texten mehrfach herausgestellt wird, aber auch der Erwerb der ganzen Aktien-/ETF-Anteile wird mittels Derivat dargestellt. Derivate sind risikoreiche und komplexe Finanzinstrumente, das schreibt auch Vivid Money in einem PDF zu den Bedingungen. Es bestehen diverse Risiken, unter anderem das sogenannte Kontrahentenrisiko, dass CM-Equity seinen vertraglichen Verpflichtungen gegenüber dem Kunden nicht nachkommen kann. Für Leute, die erstmals in Wertpapiere anlegen möchten, sind das keine passenden Produkte. Die Aufmachung von Vivid Money spricht aber mitunter gerade diese an. Mit seinem Cashback-System hat Vivid Money seine Kunden bereits seit dem Launch im Juni 2020 an eine spielerische Art von Aktienhandel herangeführt. Laut den Angaben hat Vivid Money mittlerweile über 100.000 Kunden in Deutschland, Frankreich und Spanien.

Produktseitiger Umbau trifft das Girokonto bei comdirect

Beim Girokontoangebot der comdirect wurde am 15.2.21 eine Reihe von Änderungen vorgenommen. Teilweise ist das Angebot mit ihnen ziemlich unübersichtlich geworden. Im Neugeschäft gelten die Änderungen sofort, für Bestandskunden ab 1.5.21. Hauptsächlich geht es um die Kontoführung, sie ist nicht mehr bedingungslos kostenlos, um die Kartenausstattung und um SEPA-Echtzeitüberweisungen. Alle Änderungen treffen ebenso auf das Girokonto in Kooperation mit O2 zu. Sie folgten auf den in der Woche davor angekündigten Umbau der Commerzbank zu einer "digitalen Direktbank mit Beratung", wobei hier die Konditionen der Direktbankmarke comdirect eher in Richtung der Kontomodelle der Commerzbank gehen. comdirect hat seit vergangenem November keine eigene Rechtspersönlichkeit mehr, ist auf die Commerzbank verschmolzen worden. Damals hieß es ganz ähnlich, die Commerzbank wolle sich mit comdirect im Privatkundengeschäft neu aufstellen, digital weiterentwickeln.

Die ersten sechs Monate nach Eröffnung führt comdirect das Girokonto kostenlos. Danach ist die Kontoführung weiterhin kostenlos, wenn im jeweiligen Kalendermonat eine von vier Bedingungen erfüllt wird: entweder ein Geldeingang ab EUR 700,00 vorliegt oder drei Zahlungen mittels Apple Pay oder Google Pay getätigt werden oder ein Trade bzw. eine Sparplanausführung in Wertpapieren stattfindet oder der Kontoinhaber ist Schüler, Auszubildender, Praktikant oder Student und zudem unter 28 Jahre alt. Ansonsten fällt - soweit kein Verwahrentgelt anfällt - ein Grundpreis von EUR 4,90 pro Monat an. Das Verwahrentgelt, in dem Zusammenhang verschachtelt mit der Befreiung vom Grundpreis, fällt künftig für alle comdirect-Kunden an, die ab 17.1.20 eröffnet haben, für Guthabenteile größer EUR 100.000, die Kontostände auf sämtlichen Konten einer Kundenverbindung zusammengerechnet. Das Verwahrentgelt trifft dann einen größeren Kundenkreis, da comdirect bei der Regelung zum Verwahrentgelt das Eröffnungsdatum abänderte und die Schwelle auf den nun einheitlichen Betrag herabsetzte. Der Geldeingang in der geforderten Höhe muss kein Gehalt sein und er muss nicht in einer Summe eingehen, allerdings werden Eingänge von Auslandsüberweisungen, Bargeldeinzahlungen und Überweisungen innerhalb der Kundenverbindung nicht berücksichtigt. Wie bei einigen anderen Direktbanken kann man von einem externen Konto einen Dauerauftrag auf das Girokonto leiten oder Geld manuell darauf überweisen, um den Grundpreis zu umgehen. Nicht wenige lassen Gelder deshalb mittlerweile im Kreis laufen.

Statt der bislang beitragsfreien Visa-Kreditkarte stellt comdirect nun eine Debit-Visa-Card aus. Die Debit-Visa-Card hat comdirect für die hauptsächliche Verwendung gut ausgestattet, sie unterstützt mobiles Bezahlen mit Apple Pay und Google Pay, das Bezahlen im Internet und im stationären Handel und drei Mal pro Monat ist Geldabheben mit ihr weltweit ohne Gebühr (ggf. aber Entgelt des Automatenbetreibers). Die Umsätze werden bei einer Debitkarte anders als bei einer Kreditkarte direkt dem Girokonto belastet. Auf Wunsch ist ergänzend eine reine girocard beitragsfrei erhältlich. Neue girocards der comdirect haben kein Cobranding mehr mit V PAY und das gebührenfreie Geldabheben über die neue girocard hat comdirect auf das Inland beschränkt, dort ist es an Cash-Group-Automaten und Shell-Tankstellen möglich. Benötigen wird diese girocard deshalb wohl nur, wer Bargeld einzahlen oder bei Händlern mit Karte bezahlen möchte, die ausschließlich die girocard akzeptieren.

Ausgehende SEPA-Echtzeitüberweisungen sind bei comdirect möglich. Zunächst für Beträge bis EUR 2.000 eingeführt, sogar kostenlos, macht comdirect das nun kostenpflichtig, mit EUR 1,00 pro Echtzeitüberweisung. Bareinzahlungen auf das eigene Girokonto sind an Einzahlautomaten/Kassen der Commerzbank möglich, kosten künftig nach den drei gebührenfreien Einzahlungen im Kalenderjahr EUR 4,90 pro Vorgang statt zuvor EUR 2,90. Zubuchbar bei dem Kontomodell sind ein uneingeschränktes gebührenfreies Geldabheben für monatlich EUR 6,90, eine echte Visa Card für monatlich EUR 1,90 und Reiseversicherungen für monatlich EUR 7,90 (enthält Auslandsreiserücktritt, Auslandsreisekranken, Auslandsreisegepäck, Mietwagenschutz; die Absicherung durch den Mietwagenschutz bedingt die vorherige Bezahlung mit der Visa Card). Oder man nimmt alle drei zubuchbaren Leistungen im Paket für monatlich EUR 14,90 statt EUR 16,70, was comdirect mit dem neuen Kontomodell namens "Girokonto plus" inklusive eines bevorzugten Kundenservices anbietet.

Die Bestandskunden, die bereits ein Girokonto von comdirect haben, werden auf die Änderungen durch eine Nachricht im Online-Postfach hingewiesen und im neuen Preis- und Leistungsverzeichnis auf den letzten beiden Seiten. Schon in den kommenden Wochen bekommen sie automatisch die neue Debit-Visa-Card zugeschickt. Falls der Bestandskunde nichts unternimmt, behält auch seine vorhandene Visa-Kreditkarte ihre Gültigkeit - bei dieser führt comdirect den Kartenpreis von EUR 1,90 pro Monat ein und streicht dafür das Auslandsentgelt. Die Karte soll im Online-Banking unter "Verwaltung > Meine Daten > Konto/Depot kündigen" ab Mitte April gekündigt werden können. Wer nicht darauf warten möchte, kann sie auf schriftlichem Weg kündigen. Die girocard mit V-PAY-Funktion wird erst zum Ablaufdatum getauscht, bis dahin ist das Geldabheben mit ihr noch in den anderen Euroländern an beliebigen Geldautomaten gebührenfrei. Die Lieferung der Debit-Visa-Card kommt mit einer kleinen Aktion: Wenn der Bestandskunde die Karte innerhalb von sechs Wochen nach Erhalt mindestens drei Mal für das mobile Bezahlen mittels Apple Pay oder Google Pay nutzt, schreibt comdirect etwa nach zehn Wochen einmalig EUR 5,00 Geldprämie dem Konto gut.

Klarna-Shoppingservices um Girokonto erweitert

Der schwedische Bezahldienst Klarna launchte am 10.2.21 in Deutschland ein gebührenfrei geführtes Girokonto. Klarna muss sich dabei auf keinen Banking-as-a-Service-Partner verlassen, es ist sowohl technisch als auch von der Banklizenz ein eigenes Produkt. Klarna nutzt seine schwedische Banklizenz. Als Produktanbieter ist in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen und der Entgeltinformation die inländische Geschäftsstelle der Klarna Bank AB genannt, die in Berlin betrieben wird. Es ist ein Smartphone-Girokonto, ein ähnliches Angebot wie das von N26, Vivid Money, C24 oder anderen Challenger-Banken. Es wird zunächst nur einem kleinen Kreis an Klarna-Kunden zur Verfügung stehen, später allen Klarna-Kunden. Die ersten Monate will sich Klarna so langsam vorantasten, Feedback sammeln und Anpassungen vornehmen. Auf der Produktseite äußert sich das so, dass sich nach Klick auf "Konto eröffnen" ein Fenster zum Eintragen in eine Warteliste öffnet.

Die Hauptmerkmale des Girokontos: keine Kontoführungsgebühr, eine deutsche IBAN und eine Debit-Visa-Card, die in zwei Designs erhältlich und mit Google Pay und Apple Pay verknüpfbar ist. Geldabheben ist zwei Mal pro Monat weltweit gebührenfrei, danach werden lediglich EUR 2,00 Gebühr pro Abhebung belastet (jeweils ggf. zuzüglich das Entgelt des Automatenbetreibers). Ein Auslandsentgelt fällt nicht an. Welche Devisenkurse verwendet werden, ist unklar, Klarna spricht im Preis- und Leistungsverzeichnis wenig spezifisch von einer "Umrechnung zum echten Devisenmittelkurs ohne Fremdwährungszuschlag". Es ist möglich, über Klarnas Sofortüberweisung aufzuladen, um Geld direkt verfügbar zu haben. Einen Dispokredit gibt es noch nicht, nur eine gegebenenfalls geduldete Überziehung. Ausgaben lassen sich kategorisieren. Budgets für Ausgabenkategorien und Push-Benachrichtigungen über Kontoaktivitäten lassen sich einstellen. Das Girokonto ist in der bestehenden Klarna-App zu Hause. Klarna strebt danach, sie damit zu einer umfassenden App für die alltäglichen Finanzen auszubauen. Über die App ist auch der digitale Kontoantrag zu erstellen, die Identifizierung ist im Self-Service über das eigens entwickelte Verfahren KlarnaIdent möglich, oder per VideoIdent.

Klarna ist ein häufig genutzter Bezahldienst in Online-Shops. In der Klarna-App kann der Kunde seine Rechnungen einsehen, sie sofort oder später begleichen oder vereinbaren, in Raten zu zahlen. Klarna übernimmt für den Shopbetreiber das Ausfallrisiko und ermittelt intern Kreditlinien für den Konsum der Kunden. Das Girokontoangebot wird Klarna insbesondere für die Bonitätseinschätzung der Kunden gebrauchen wollen, um über die Analyse von Kontobewegungen und Einkaufsverhalten das eigene Risiko auszutarieren. Auch können das Nutzen des Girokontos und das Nutzen der Shoppingservices sich gegenseitig befeuern. Deshalb rechnet sich das kostenlose Girokonto für Klarna anders als für Direktbanken, die die Gebühren derzeit tendenziell erhöhen. Die große Kundenbasis ist zudem von Vorteil, für die Gewinnung von Girokunden muss Klarna nicht viel Geld ausgeben.

Im Banksortiment gibt es weiterhin die "Klarna Card", das ist eine Visa Card, bei der es kein Girokonto bei Klarna braucht. Und Klarna bietet Tagesgeld über WeltSparen an sowie Festgelder über den eigenen Internetauftritt und über WeltSparen, zu unterschiedlichen Zinssätzen. Die Zinsanlagen stellen für Kunden in Deutschland Auslandsanlagen dar, Produktanbieter ist dabei die Zentrale in Stockholm.

Der monatliche Newsticker

++ ING dreht beim Girokonto per 1.5.21 an mehreren kleinen Stellschrauben: Das Auslandsentgelt der zum Girokonto ausgegebenen Debit-Visa-Card erhöht sie von 1,75% auf 1,99%. Zudem führt ING für zwei Leistungen, die sie bislang kostenfrei ausführte, eine Gebühr ein, und zwar in Höhe von EUR 3,50 für das Einreichen von Inlandsschecks und in Höhe von jeweils EUR 1,00 wenn sie das Ausführen eines Zahlungsauftrags oder einer Lastschrift mangels Deckung ablehnt. Des Weiteren übernimmt ING ab dem genannten Datum nicht mehr wie bisher die Gebühr des langjährigen Partners ReiseBank für Bargeldeinzahlungen auf das eigene ING-Konto oder das Auszahlen von Bargeld am Schalter, was dort für Beträge zwischen EUR 1.000/EUR 5.000 (Einzahlungen/Auszahlungen) bis EUR 25.000 angeboten wird. Für Bargeldeinzahlungen erhebt die ReiseBank auch bei ING-Kunden künftig direkt vor Ort EUR 7,50 je angefangene EUR 5.000 und für Bargeldauszahlungen 0,25% des ausgezahlten Betrags, mindestens EUR 19,00

++ ING schafft das mTAN-Verfahren nun ab. Die Kunden sollen bis spätestens 1.4.21 auf das Freigabefahren mittels der Banking-to-go-App wechseln, sie könnten sich sonst danach nicht mehr in ihr Online-Banking einloggen, heißt es in einem Schreiben, das die Kunden am 3.2.21 über ihr Online-Postfach erhielten. Die technischen Möglichkeiten sprächen langfristig klar für die App, mit Gesichtserkennung und Fingerprint würden Sicherheit und größtmöglicher Komfort optimal verbunden. appTAN ist das Standard-Freigabeverfahren der ING, alternativ bietet sie auch photoTAN mit einem zu erwerbenden Lesegerät an

++ Revolut limitierte das gebührenfreie Geldabheben im Standardkontomodell zum 23.2.21 auch in der Anzahl und führte bei den Geldabhebungen, die nicht im gebührenfreien Rahmen sind, eine Mindestgebühr ein: Gebührenfrei (gegebenenfalls aber Entgelt des Automatenbetreibers) ist das Bargeldabheben im Rahmen von EUR 200,00 pro Monat, bei einer Obergrenze von fünf Abhebungen. Sobald eines dieser beiden Limits überschritten ist, fallen seitens Revolut 2,00% Gebühr an, mindestens aber EUR 1,00. Internationale Überweisungen kosten im Standardkontomodell zudem nun zwischen EUR 0,30 und EUR 5,00 je Auftrag, ohne Freikontingent. Zuvor wurde zwischen grenzüberschreitenden Überweisungen (außerhalb des SEPA-Raums) und SWIFT-Überweisungen unterschieden. Die erste grenzüberschreitende Überweisung pro Monat war ohne Gebühr, danach fielen EUR 0,50 pro Überweisung an, für eine SWIFT-Überweisung je nach Währung entweder EUR 3,00 oder EUR 5,00

++ C24 änderte beim Cashback: Mit dem gebührenfrei geführten "Smartkonto" kann man seit 4.2.21 auch Cashbacks erhalten, zuvor war dies auf die beiden kostenpflichtigen Girokontomodelle beschränkt. In den Profileinstellungen muss die Teilnahme am Cashback-Programm zuerst aktiviert werden. Die Sammelrate bei Smart auf Kartenumsätze ist aber nicht hoch - 0,05%. Beim "Pluskonto" sind es unverändert 0,10% und beim "Maxkonto" 0,20%. Die Aktions-Cashbacks bei den bestimmten Partnern sind ebenfalls für Smartkunden geöffnet worden, hier gibt C24 zum einzelnen Partner jeweils die Cashbackraten für die drei Kontomodelle an. Beispielsweise zu Shell 0,50% mit Smart, 1,00% mit Plus und 2,00% mit Max und zu Netflix 2,50%, 5,00% und 10,00%; jeweils auf drei Transaktionen im Aktionszeitraum begrenzt. Die Höchstgrenze der insgesamt erzielbaren Cashbacks liegt bei allen drei Kontenmodellen nun bei EUR 100,00 pro Monat, zuvor pro Transaktion bei EUR 2,50 bzw. EUR 10,00 und pro Monat bei EUR 10,00 bzw. EUR 30,00. Unterkonten, Pockets genannt, sind ab sofort bei C24 verfügbar. Bis zu 4 (Smart), 6 (Plus) bzw. 8 (Max) Pockets sind kostenlos. Bei Plus und Max sind auch eigene IBANs für die Pockets kostenlos, womit diese dann auch von extern Geld empfangen können oder für Lastschriftabbuchungen angegeben werden können

++ zum "Jungen Konto" der BBBank gibt es für eine bestimmte Altersgruppe im Eröffnungszeitraum 1.2.21 bis 31.3.21 einen Bonus - EUR 100,00 Geldprämie. Während das Konto grundsätzlich auch für Minderjährige eröffnet werden kann, ist der Eröffnungsbonus nur für Neumitglieder im Alter von 18 bis einschließlich 26 Jahre erhältlich. Die BBBank ist eine Genossenschaftsbank, in den vergangenen sechs Monaten darf keine Mitgliedschaft bestanden haben. Im Zusammenhang mit der Kontoeröffnung muss ein Genossenschaftsanteil über EUR 15,00 erworben werden. Die Geldprämie wird nach Kontoeröffnung automatisch verbucht und der Kaufpreis für den Genossenschaftsanteil automatisch abgebucht

++ ING stellt ab 1.4.21 alle ETF-Sparpläne gebührenfrei. ING kündigt das auf der Internetseite an und gab es zusammen mit den Geschäftszahlen für das Geschäftsjahr 2020 bekannt. Wörtlich heißt es in der Mitteilung zu den Geschäftszahlen: "Um eine Ergänzung zum klassischen Sparen zu schaffen, plant die Bank die Hürde für den Einstieg in das Wertpapiersparen weiter abzusenken. Dazu wird die ING Deutschland 2021 alle ETF-Sparpläne ohne Kaufgebühren anbieten." Und ein paar Zeilen tiefer, dass der gebührenfreie Kauf ab dem 1.4.21 möglich sein wird. Insgesamt sind derzeit 717 ETFs bei ING sparplanfähig, 145 davon waren zuletzt durch Aktionskonditionen per Sparplan gebührenfrei, ansonsten fielen 1,75% vom Kurswert pro Ausführung an. Bei Sparplänen, die ab 1.4.21 neu eingerichtet werden, wird eine maximale Sparrate von EUR 1.000 pro Sparplan eingeführt. Ob es letztlich noch einen gewichtigeren Haken geben wird, wird sich zeigen. Denkbar wäre, dass ING die Sparpläne künftig wie die Low-Cost-Broker über Handelsplätze wie Lang & Schwarz oder gettex ausführen lässt, um dennoch damit Erträge zu erzielen. Auf Anfrage erhielten wir jedoch die Auskunft, dass die Sparpläne weiterhin über Xetra Frankfurt ausgeführt würden. Auch wurde nicht explizit gesagt, wie lange die Gebührenfreiheit gelten wird. Für das Jahr 2021, wie man es aus der Mitteilung zu den Geschäftszahlen herauslesen könnte, bis auf Weiteres oder dauerhaft?

++ Trade Republic erweiterte am 17.2.21 nochmals deutlich das Sparplanangebot. Anfangs eher ein Schwachpunkt, ausschließlich iShares-ETFs waren erhältlich, hat Trade Republic mittlerweile in ETFs und Aktien die breiteste Sparplanauswahl in Deutschland. Ab sofort sind mehr als 1.500 statt zuvor 430 ETFs handelbar, die gleichzeitig als Sparplan verfügbar sind. Neben iShares und WisdomTree sind nun auch Amundi, Lyxor und Xtrackers die ETF-Partner. Die Auswahl an Aktientiteln für den Erwerb per Sparplan erweiterte Trade Republic auf rund 2.500, zuvor waren es rund 1.000. Sparpläne werden bei Trade Republic ohne Orderentgelt und ohne Fremdkostenpauschale ausgeführt, allerdings über Lang & Schwarz, wodurch gegebenenfalls indirekt über den Kurs für die Leistung bezahlt wird. Die Mindestrate beträgt lediglich EUR 10,00, der Erwerb von Aktienbruchteilen ist möglich. Trade Republic erklärte, dass Sparpläne zum Rückgrat ihres Angebots zählen, über 80 Prozent ihrer Kunden über einen Sparplan verfügen

++ Consorsbank senkte am 16.2.21 bei der laufenden ETF-Aktion zum Erwerb per Einmalanlage den Aktionspreis von EUR 4,95 auf EUR 3,95

++ wer die "Amazon.de Visa Card" der Landesbank Berlin besitzt, sollte seine E-Mails prüfen. Denn 1.000 Amazon-Punkte geschenkt bekommen kann, wer im Zeitraum 17.2.21 bis 17.3.21 mindestens zwei Einkäufe mit der Karte über Google Pay bezahlt und sich unter den ersten 10.000 Teilnehmern befindet, die diese zwei Umsätze erbracht haben. Ein Mindestwert für die Einkäufe ist nicht vorgegeben. Die Punkteanzahl hat einen Gegenwert von EUR 10,00. Die Bank verschickte zu der Aktion ein Mailing mit personalisiertem Link. Es ist notwendig, sich für die Teilnahme über die mit dem Link erreichbare Landingpage zu registrieren, was einfach durch Akzeptieren der Teilnahmebedingungen und Klick auf den Button zu erledigen ist. Kunden, die werblichen Informationen widersprochen haben, erhielten die E-Mail nicht. Die 10.000 erfolgreichen Teilnehmer werden im April per E-Mail von der Bank benachrichtigt

++ American Express stellte vielen Bestandskunden der "Blue Card" ein Angebot bei "Amex Offers" ein, bei dem es für einen Karteneinsatz ab lediglich EUR 1,00 einmalig eine Geldprämie von EUR 35,00 gibt. Der Karteneinsatz muss innerhalb Deutschlands und bis zum 30.6.21 stattfinden. Angebote, die man bei Amex Offers wahrnehmen möchte, müssen vorab aktiviert werden, durch Anklicken bzw. Antippen von "Angebot aktivieren". Die Blue Card ist beitragsfrei, allerdings ist bei dieser Karte von American Express die Teilnahme am beliebten Membership-Rewards-Programm nicht inklusive

Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld

net-m privatbank 1891 hat ihren Tagesgeldkunden per 30.4.21 gekündigt. Aufgrund von strategischen Änderungen stelle sie das Produkt ein. Verbliebene Guthaben werde sie zu dem Datum automatisch zurücküberweisen und die Konten schließen. Bestandskunden erhielten in der Vergangenheit für befristete Zeiträume häufig attraktive Zinssätze. Über das Online-Postfach teilte net-m privatbank 1891 selektierten Kundengruppen jeweils mit, wenn ihnen ein Sonderzins eingeräumt wurde. Im Neugeschäft strich sie im Mai vergangenen Jahres bereits die Verzinsung. Da sie vor einigen Wochen auch ihr Festgeldangebot einstellte und zum 30.4.21 ebenfalls das wenig offensiv angebotene Girokonto und die Geschäftskundenprodukte (Girokonto und "BusinessCash") einstellen wird, besteht im Geschäft mit den Direktbankkunden kein Produktangebot mehr.

Beim "Sparkonto" senkt Volkswagen Financial Services per 6.4.21 für die Guthabenteile unter EUR 100.000 auf 0,05% (bisher 0,10%).

FCM Bank aus Malta erhöht per 15.3.21 beim "Flexgeld24" von 0,17% auf 0,25%.

Umgekehrt senkt FIMBank aus Malta per 15.3.21 beim "Flexgeld24" von 0,25% auf 0,17%.

My Money Bank aus Frankreich senkt per 15.3.21 beim "Flexgeld24" von 0,15% auf 0,12%.

Volkswagen Financial Services kürzt am 5.3.21 beim "Plus Konto" für die Guthabenteile unter EUR 100.000 auf 0,01% (bisher 0,05%).

Die Opel Bank verringerte am 2.3.21 von 0,20% auf 0,15%.

Greensill Bank ließ die Verzinsung beim "Flexgeld24" in mehreren schnell aufeinander folgenden Schritten abstürzen, per 1.3.21 von 0,15% auf 0,03%.

Qliro aus Schweden senkte beim "Flexgeld24" per 1.3.21 von 0,25% auf 0,20%.

East West Direkt aus Luxemburg senkte am 27.1.21 von 0,25% auf 0,20%.

Bankhaus August Lenz verringerte am 26.2.21 beim privaten Tagesgeld von 0,16% auf 0,10%, beim geschäftlichen Tagesgeld verringerte Bankhaus August Lenz per 2.3.21 von 0,10% auf 0,08%.

Bigbank aus Estland senkte per 25.2.21 von 0,45% auf 0,40%.

IKB Deutsche Industriebank verzinst seit 23.2.21 nur noch die Guthabenteile bis EUR 50.000 mit 0,05%. Zuvor gab es betraglich keine Begrenzung.

TF Bank aus Schweden senkte am 15.2.21 beim über die eigene Website angebotenen Tagesgeld von 0,30% auf 0,25%. Zinssatzänderungen verspricht sie nun mindestens 14 Tage im Voraus den Kunden anzukündigen, zuvor mindestens 7 Tage im Voraus.

Avida Finans aus Schweden verringerte am 11.2.21 von 0,23% auf 0,21% und am 25.2.21 von 0,21% auf 0,20%.

Die Renault Bank direkt senkte zum 10.2.21. Zum einen senkte sie die Standardzinsen für die Guthabenteile bis EUR 500.000 auf 0,20% (vorher 0,25%) und für die Guthabenteile größer EUR 500.000 auf 0,10% (vorher 0,15%). Zum anderen senkte sie auch das Zinsangebot für Neukunden - bis dahin hohe 0,50% für die Guthabenteile bis EUR 500.000 - auf das Niveau der Standardzinsen ab, gibt nur noch eine Zinsgarantie, die drei Monate vor weiteren Zinssenkungen abschirmt.

Die Hanseatic Bank kürzte am 10.2.21 von 0,05% auf 0,02%.

Resurs Bank aus Schweden kürzte am 9.2.21 von 0,22% auf 0,20% und am 1.3.21 von 0,20% auf 0,18%.

DenizBank kürzte am 8.2.21 von 0,05% auf 0,01%.

Nordax Bank aus Schweden senkte am 3.2.21 von 0,25% auf 0,23% und am 12.2.21 von 0,23% auf 0,21%. Am 24.2.21 erhöhte sie dann wieder von 0,21% auf 0,23%.

Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen

(Auswahl an relevanten Änderungen)

Ford Money erhöhte am 2.3.21 um 0,05 bis 0,25 Prozentpunkte. Sie bietet bei 12 Monaten 0,40% (vorher 0,35%), bei 2 Jahren 0,55% (vorher 0,40%), bei 3 Jahren 0,70% (vorher 0,50%), bei 4 Jahren 0,80% (vorher 0,60%) und bei 5 Jahren 0,90% (vorher 0,65%).

Die Opel Bank verringerte am 2.3.21 bei 2 Jahren auf 0,40% (vorher 0,50%) und bei 3 Jahren auf 0,45% (vorher 0,55%).

Yapi Kredi Bank aus den Niederlanden erhöhte am 1.3.21 bei den Laufzeiten von 3 bis 6 Jahren: bei 3 Jahren auf 0,55% (vorher 0,25%), bei 4 Jahren auf 0,60% (vorher 0,40%) und bei 5 sowie 6 Jahren auf 0,65% (vorher 0,50% bzw. 0,60%)

Bausparkasse Mainz erhöhte am 25.2.21 ab der 3-jährigen Laufzeit um 0,10 bis 0,25 Prozentpunkte, zum Beispiel bei 7 Jahren auf 0,61% (vorher 0,51%) und bei 10 Jahren auf 1,00% (vorher 0,75%).

PEAC senkte am 24.2.21 bei 7 Jahren auf 1,15% (vorher 1,30%) und bei 10 Jahren auf 1,30% (vorher 1,50%).

Klarna Bank aus Schweden senkte am 24.2.21 bei 6 Monaten auf 0,00% (vorher 0,25%), bei 12 Monaten auf 0,30% (vorher 0,70%), bei 2 Jahren auf 0,60% (vorher 0,92%), bei 3 Jahren auf 0,75% (vorher 1,01%) und bei 4 Jahren auf 0,80% (vorher 1,07%). Vorangegangen war am 8.2.21 eine Senkung um 0,15 bis 0,20 Prozentpunkte.

Kommunalkredit Invest senkte am 22.2.21 bei der 3-jährigen Laufzeit: Für Anlagebeträge ab EUR 10.000 gelten 0,75% (vorher 0,90%), für Anlagebeträge unter EUR 10.000 gelten 0,40% (vorher 0,50%).

GRENKE BANK senkte am 11.2.21 bei 9 Monaten auf 0,20% (vorher 0,25%) und bei 12 Monaten auf 0,35% (vorher 0,40%).

Renault Bank direkt senkte am 10.2.21 jeweils um 0,25 Prozentpunkte: Sie ging bei 12 Monaten auf 0,25% (vorher 0,50%), bei 2 Jahren auf 0,45% (vorher 0,70%), bei 3 Jahren auf 0,60% (vorher 0,85%), bei 4 Jahren auf 0,70% (vorher 0,95%) und bei 5 Jahren auf 0,80% (vorher 1,05%).

PEAC senkte am 9.2.21 bei den Laufzeiten bis 5 Jahren um bis zu 0,20 Prozentpunkte: bei 6 Monaten auf 0,30% (vorher 0,45%), bei 12 Monaten auf 0,45% (vorher 0,60%), bei 2 Jahren auf 0,60% (vorher 0,80%), bei 3 Jahren auf 0,75% (vorher 0,90%), bei 4 Jahren auf 0,90% (vorher 1,00%) und bei 5 Jahren auf 1,00% (vorher 1,10%)

Noch einen schönen Monat März wünscht

m o d e r n - b a n k i n g

Geiselwieslach 4, 66839 Schmelz, Deutschland
Tel.: +4968879191770, E-Mail: info@modern-banking.de, Internet: www.modern-banking.de
Rechtsform: Einzelunternehmen, Inhaber: Frank Rassier, USt-ID Nr.: DE223559923

Sie können den Newsletter jederzeit abbestellen.
Impressum: www.modern-banking.de/impressum
Disclaimer: www.modern-banking.de/disclaimer
Datenschutzerklärung: www.modern-banking.de/datenschutzerklaerung

OK

Cookies ermöglichen eine bestmögliche Bereitstellung unserer Website. Mit der weiteren Nutzung der Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. mehr dazu