Newsletter: Direktbanken.News 06/2020

Willkommen zu den monatlichen News von modern-banking.de


Themenüberblick

1. Neues O2 Banking entspricht comdirect-Girokonto
2. Smartbroker fügt Gratis-Handel hinzu
3. Neue Girokonten bei 1822direkt, weniger Inhalt insbesondere für 1822Mobile-Nutzer
4. Der monatliche Newsticker
5. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
6. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen


1. Neues O2 Banking entspricht comdirect-Girokonto

O2 Banking ist am 28.5.20 mit der Ende April ankündigten Neuauflage des Girokontos live gegangen. Der Bankpartner des Mobilfunkanbieters ist dabei wie angenommen die comdirect. Um es vorwegzunehmen: Was daraus gemacht wurde, ist eher enttäuschend, da es nahezu identisch mit dem ist, was man direkt bei comdirect haben kann. So führt auch der Link, um alle Konditionen des angebotenen Girokontos einzusehen, zum gewöhnlichen Preis- und Leistungsverzeichnis von comdirect, bislang noch ohne dort explizit O2 Banking aufzuführen. Das Bonusprogramm von O2, das neben dem Bonus für die Eröffnung den Unterschied ausmachen kann, soll voraussichtlich im Herbst kommen. Die Frage wird sein, ob es in irgendeiner Hinsicht auch einen Vorteil für Kunden ohne O2-Mobilfunkvertrag bereithalten wird. Der jetzige Eröffnungsbonus ist mit EUR 25,00 eher bescheiden. Er wird auf dem Konto gutgeschrieben, sofern man in den vergangenen sechs Monaten kein Kunde der comdirect bank AG gewesen ist und innerhalb der ersten drei Monate mindestens 15 Einkäufe über Apple Pay oder Google Pay mit der zum Konto ausgestellten Visa Card bezahlt. Beim comdirect-Girokonto ist für Neukunden oftmals auch ein Eröffnungsbonus ausgelobt, vor einem halben Jahr waren es EUR 100,00 für drei mobile Zahlungen, zurzeit hat comdirect hier aber kein Angebot. Für unseren Girokonto-Vergleich ist es jedenfalls zum jetzigen Zeitpunkt wenig sinnvoll, ein Girokonto doppelt abzubilden, das lediglich mit anderem Eröffnungsbonus nochmals angeboten wird.

Die Karten sind zum Start im comdirect-Design, erst im Herbst sollen welche im Design von O2 Banking kommen. VideoIdent wird in der von comdirect für O2 Banking bereitgestellten Banking-App noch nicht unterstützt, vorgesehen für die Kontoeröffnung ist die Identifikation per PostIdent in einer Postfiliale, obwohl comdirect ansonsten bei den eigenen Produkten das VideoIdent im eigenen Haus durchführt. In den FAQ heißt es, man solle etwa mit zwei Wochen rechnen, bis man alles für das neue Konto hat. Für die Kunden, denen wegen des plötzlichen Endes der Zusammenarbeit zwischen O2 und Fidor Bank das bisherige Girokonto von O2 Banking zum 30.6.20 gekündigt wurde, ist das unschön gelöst; sie müssen das Konto beantragen, wenn sie es haben wollen, für einen geordneten Kontowechsel ist kaum Zeit gegeben. Die Kunden aus der Zusammenarbeit mit der Fidor Bank, die zudem einen bestimmten O2-Mobilfunkvertrag (All-in-, Free- oder Blue Basic-/Smart-/Select-Postpaid, ausgenommen Verträge mit aktivierter Datenautomatik) und eine LTE-fähige SIM-Karte haben, können neben dem Eröffnungsbonus einmalig und für vier Wochen gültig 50 GB Datenvolumen erhalten, wenn sie bis 30.6.20 zum neuen O2 Banking mit comdirect wechseln. Nach der Kontoeröffnung stünde der Kontowechselservice von comdirect zur Verfügung, damit Zahlungspartner informiert werden können.

Kernleistungen des Girokontos sind hier wie dort die bedingungslos kostenlose Kontoführung, beitragsfrei eine girocard und eine Visa Card, die Unterstützung des mobilen Bezahlens mittels Apple Pay und Google Pay und die Einzahlungsmöglichkeit an den Einzahlautomaten der Commerzbank. Mit der girocard kann im Inland gebührenfrei an den Geldautomaten der Cash Group abgehoben werden. Im Ausland besteht die bei comdirect praktizierte Unterteilung, dass in der Eurozone die girocard zu verwenden ist und außerhalb der Eurozone die Visa Card, damit das Abheben ihrerseits gebührenfrei ist. Zudem werden bequeme Überweisungsoptionen über Chat, Sprache oder Foto geboten und der Kunde kann auch die digitale Vermögensverwaltung mit dem Robo-Advisor cominvest nutzen.

Gegenüber dem O2 Banking mit der Fidor Bank ist auch Online-Banking per Browser verfügbar, dazu ist der Login auf der comdirect-Website zu verwenden. Das gebührenfreie Geldabheben ist wie beschrieben im Inland auf die Cash-Group-Automaten begrenzt, seitens der Fidor Bank war Geldabheben drei Mal pro Monat gebührenfrei, egal wo. Die Möglichkeit des Ein- und Auszahlens bei Einzelhandelspartnern von Barzahlen.de ist nicht mehr gegeben. Das mit der Fidor Bank realisierte Konto hatten viele wegen der Schufa-Freiheit, comdirect tauscht hingegen Daten mit der Schufa aus. Schaut man sich Erfahrungsberichte an, reichen diese bei comdirect von sehr zufrieden bis auffallend häufig zu Verärgerung wegen überraschend von der Bank ausgesprochenen Kontokündigungen. Und da comdirect wohl in die Commerzbank integriert wird, könnten auch dort bald wieder Änderungen auf die Kunden zukommen.

2. Smartbroker fügt Gratis-Handel hinzu

Bei Smartbroker lässt sich auch zum Nulltarif handeln. In einer E-Mail an die Kunden hatten sie das vor ein paar Wochen angekündigt, jetzt ist es sehr geschickt umgesetzt, das Preisverzeichnis wurde am 18.5.20 angepasst. Bei Auswahl des Handelsplatzes gettex können sämtliche Wertpapiere (Aktien, Anleihen, Fonds und ETFs) nun ganz ohne Ordergebühr gehandelt werden und bei Auswahl von Lang & Schwarz für jeweils EUR 1,00. Voraussetzung ist in beiden Fällen eine Ordergröße von mindestens EUR 500,00. Smartbroker verzichtet hier somit fast vollständig auf direkte Gebühren und verdient ausschließlich an den Rückvergütungen, die gettex und Lang & Schwarz für die Weiterleitung der Order an sie zahlen. gettex ist im Rechtsrahmen an die Münchner Börse angebunden, die Baader Bank ist dabei für die oben genannten Wertpapiere der Market-Maker. Lang & Schwarz ist im Rechtsrahmen an die Börse Hamburg angebunden und agiert ebenso als Market-Maker, was bedeutet, sie können passende Kauf- und Verkaufsaufträge zusammenzuführen, aber auch ihr Selbsteintrittsrecht nutzen. Smartbroker ist mit der neuen Preispolitik Gratis-Broker und Allrounder zugleich. Anders als bei justTrade, Trade Republic und Gratisbroker, die ausschließlich auf den einen oder den anderen Handelsplatz setzen (justTrade auf Lang & Schwarz und Quotrix, Trade Republic auf Lang & Schwarz, Gratisbroker auf gettex), bietet Smartbroker den Kunden alle Möglichkeiten, um einen möglichst optimalen Handelsplatz für die jeweilige Order auswählen zu können. Frankfurt, Xetra, die Regionalbörsen und Tradegate sind für eine Inlandsorder die Alternativen, der Orderpreis beträgt dort weiterhin EUR 4,00 zuzüglich Fremdspesen, was ebenfalls sehr günstig ist, preislich unterhalb von flatex und onvista bank positioniert ist. Zu diesem Preis rechnet Smartbroker übrigens auch die Orders ab, die zwar über gettex oder Lang & Schwarz ausgeführt wurden, aber einen Gegenwert unterhalb von EUR 500,00 haben. Betreffend der Fremdspesen ist im Preisverzeichnis nun auf die Internetstelle verlinkt, an der der jeweilige Handelsplatz sie aufschlüsselt. Neu ist auch, dass es Premiumpartner für den Derivatehandel gibt, ab EUR 500,00 Volumen sind Derivate von Morgan Stanley, HSBC und Vontobel ohne Ordergebühr direkt mit diesen handelbar.

Smartbroker hatte im Dezember 2019 den Betrieb aufgenommen und erfreut sich einer hohen Nachfrage. Bis Mitte April betrug die Zahl der eröffneten Depots laut Eigenangaben bereits 20.000. Zugute kommt Smartbroker die Tatsache, dass die günstige und transparente Bepreisung ein großes Anfangsinteresse bei vielen Anlegern ausgelöst hat und ein spürbarer Anstieg der Wechselbereitschaft zu beobachten war, da flatex kürzlich einen Depotpreis einführte, es bei einigen anderen Online-Brokern zu Ausfallzeiten kam und die Aktienmärkte derzeit sehr volatil sind. Bei Smartbroker hatte das zu langen Wartezeiten bei der Bearbeitung der Depotanträge geführt. Inzwischen sei jedoch fast der gesamte Rückstand abgearbeitet. Worauf viele Anleger bei Smartbroker noch verzichten müssen, ist eine Smartphone-App zum mobilen Traden und HBCI-Unterstützung zum Einsatz von Homebanking-Software.

Weiteren Schwung wird die Übernahme des Betreuungsmandats der ca. 34.000 Depotkunden der Volkswagen Bank geben, ca. eine Milliarde Euro Depotvolumen. Dass eine solche Vereinbarung getroffen wurde, hat die wallstreet:online AG am 14.5.20 bekannt gegeben, sie ist Betreibergesellschaft des Smartbrokers. Der Übergang soll im Laufe des Jahres stattfinden. Bislang hatte die Volkswagen Bank ein Brokerage-Angebot, das über die DAB BNP Paribas realisiert war. Die Konstellation mit DAB BNP Paribas im Hintergrund besteht auch bei Smartbroker, deshalb wird kein Depotübertrag notwendig, lediglich die Betreuung wechselt. Die Volkswagen Bank habe sich dazu verpflichtet, mindestens fünf weitere Jahre Depoteröffnungen gegen Provision zuzuführen. Zur Refinanzierung der Transaktion sei ein Bankdarlehen im Umfang von bis zu fünf Millionen Euro vereinbart worden. Seit Anfang April nimmt Volkswagen Bank vorübergehend keine Depoteröffnungsanträge mehr an, zunächst auf der Produktseite mit der Entwicklung im Zusammenhang mit dem Coronavirus begründet, nun steht dort, das Produktangebot werde überarbeitet.

3. Neue Girokonten bei 1822direkt, weniger Inhalt insbesondere für 1822Mobile-Nutzer

Mit 1822direkt führt eine weitere Bank neue Girokontomodelle ein, zum 1.8.20. Die bestehenden Konten werden automatisch zu diesem Datum umgestellt. 1822direkt will dann mehr Zahlungseingang sehen, die Kartenausstattung ist schmäler, das gebührenfreie Abheben an Sparkassen-Geldautomaten begrenzt und die Bepreisung der SEPA-Echtzeitüberweisungen differenziert. 1822direkt erklärte, die Anforderungen an Technik und Mitarbeiter seien immer aufwendiger und kostenintensiver geworden und sie müsse einen Teil der Kosten verursachergerecht weitergeben, da sich dies in der Niedrigzinsphase nicht mehr durch andere Bankgeschäfte gegenfinanzieren ließe. Die Bank stellt die neuen Kontomodelle bereits auf ihrer Website vor und schreibt vorangestellt: "Entscheiden Sie selbst, was für Sie wichtig ist - keine Kontoführungsgebühren oder eine leistungsstarke Kreditkartenausstattung", was es zugespitzt trifft. Künftig werden es drei statt bislang zwei Kontomodelle sein. Im Online-Banking soll es ab 4.8.20 möglich sein, bequem zwischen ihnen zu wechseln.

"1822Mobile", bislang ein ausschließlich auf Smartphones zugeschnittenes Girokonto, verliert seine Sonderstellung als eigene Produktlinie auf separater Plattform. Es ist ein Paukenschlag, der im Trubel um die Konditionsänderungen wenig wahrgenommen wurde. Ausgelegt war 1822Mobile einst als Innovationslabor für Funktionen und externe Dienste. Es sollte eine Zielgruppe erreichen, die zunehmend an den Konten der Fintechs Gefallen findet. Die 1822Mobile-Kunden werden nun auf die gewöhnliche Banking-App migriert und können zukünftig auch das Online-Banking nutzen. Das Konto wurde bislang ohne Bedingung kostenlos geführt; ab 1.8.20 ist ein monatlicher Zahlungseingang ab einem Cent notwendig, sonst werden EUR 1,90 belastet. Die girocard bleibt inbegriffen, die Visa Card nicht, sie ermöglichte weltweit im Ausland ein Geldabheben ohne Bargeldgebühr. Wer noch eine Visa Card zum 1822Mobile hat, kann sie bis zum Ende ihrer Gültigkeit einsetzen, bekommt aber keine Folgekarte mehr. Das kostenlose Abheben an Sparkassen-Geldautomaten wird in diesem Kontomodell auf viermal pro Monat begrenzt. Ausgehende Echtzeitüberweisungen kosten online hier künftig EUR 1,49 statt standardmäßig EUR 0,99 und der Dispokredit ist hier nicht mehr sofort zu bekommen.

Aus dem "GiroSkyline" wird zum 1.8.20 das "Girokonto Klassik", bzw. falls der Kunde eine goldene Kreditkarte dazu hatte, das "Girokonto Premium". Beim Girokonto Klassik ist es wichtig, das monatlich Zahlungseingänge ab EUR 700,00 eingehen, was sich aus mehreren Teilbeträgen zusammensetzen darf und exakt der Regelung entspricht, die ING bei ihrem Girokonto zum 1.5.20 einführte. In der Mitteilung an die bestehenden Kunden schreibt 1822direkt: "Lassen Sie also einfach z. B. Gehalt, Kindergeld oder Rente auf Ihr Girokonto überweisen oder richten Sie einen Dauerauftrag ein. So bleibt Ihr 1822direkt Girokonto auch weiterhin kostenfrei." Wenn die Summe nicht erreicht wird, fallen EUR 3,90 an. Bislang genügte ein Eingang ab einem Cent für die kostenlose Kontoführung. Sechsmal pro Monat an Sparkassen-Geldautomaten abheben ist abgedeckt, damit dürften die meisten gut auskommen.

Das "Girokonto Premium" kostet unabhängig von den Zahlungseingängen monatlich EUR 9,90. Auf der Leistungsseite gehört zu den Merkmalen, die den Preis rechtfertigen sollen, die inkludierte Kreditkarte; es ist die Visa Gold, die außerhalb des Pakets einen jährlichen Kartenpreis von EUR 69,90 hat und Versicherungen beinhaltet (Reiserücktrittsversicherung, Unfallversicherung für öffentliche Verkehrsmittel, Verkehrs-Rechtschutzversicherung). Das Geldabheben an Sparkassen-Geldautomaten ist unbegrenzt, in Echtzeit überweisen kostenlos, der Sollzins des Dispokredits derzeit ein Prozentpunkt tiefer als regulär. 1822direkt richtet zudem in der Warteschleife des Telefon-Bankings Priorität ein, zum Depot eine kostenlose Depotführung unabhängig von Depotvolumen und Transaktionen sowie 2-für-1-Angebote für Restaurants und Freizeit.

4. Der monatliche Newsticker

++ Augsburger Aktienbank und netbank erheben ab 1.8.20 bei den privaten und geschäftlichen Girokonten sowie bei Tagesgeldkonto und Depot-Verrechnungskonto auf die Guthabenteile größer EUR 100.000 einen Negativzins von minus 0,50%. Der freie Sockelbetrag gilt je Konto. Das Tagesgeldkonto bieten Augsburger Aktienbank und netbank im Neugeschäft schon seit Längerem nicht mehr an

++ die BBBank, eine Genossenschaftsbank mit Filialen in allen Bundesländern, führt bei allen Girokontoinhabern im Alter ab 27 Jahren einen monatlichen Grundpreis von EUR 2,95 ein und eine jährliche Gebühr für die Ausgabe der girocard von EUR 11,95. Auch wird das kostenfreie Abheben im BankCard ServiceNetz der Volks- und Raiffeisenbanken wegfallen. Die Änderungen gelten bei Kontoeröffnung ab 1.7.20 sofort, im Bestandsgeschäft ab 1.9.20. Bislang war das bei Führung als Gehalts- oder Bezügekonto und Erwerb eines Genossenschaftsanteils erhältliche Konto ohne Grundpreis und inklusive der girocard. Zwei Mal pro Monat (Gehaltskonto) bzw. fünf Mal pro Monat (Bezügekonto) konnte das BankCard ServiceNetz kostenfrei genutzt werden, außerhalb des Kontingents ist und bleibt das Abheben an diesen Automaten mit EUR 1,02 Gebühr für die Kunden der BBBank aber vergünstigt und die CashPool-Automaten sind weiterhin kostenlos und unbeschränkt nutzbar

++ Consorsbank änderte am 2.6.20 das Angebot zum Wertpapierübertrag: Für den Übertrag von Wertpapieren aus einem Fremdbankdepot schenkt Consorsbank jetzt nur noch die zehn Freetrades am Handelsplatz Tradegate. Ein Mindestvolumen beim Übertrag ist für den Erhalt der Freetrades nicht vorgegeben, sie sind unabhängig davon. Die Freetrades haben eine Gültigkeit von zwölf Monaten. Was zuvor die Hauptprämie war - die Geldprämie - entfiel. Ab EUR 10.000 übertragenem Volumen betrug sie EUR 50,00, ab EUR 25.000 Volumen EUR 100,00, ab EUR 50.000 Volumen EUR 250,00, ab EUR 100.000 Volumen EUR 500,00, ab EUR 250.000 Volumen EUR 750,00 und ab EUR 500.000 Volumen EUR 1.000. Auch richtet sich das jetzige Angebot nur noch an neue Depotkunden, die in den vergangenen sechs Monaten kein Depot bei BNP Paribas S. A. Niederlassung Deutschland führten und in den vergangenen zwölf Monaten bei BNP Paribas S. A. Niederlassung Deutschland an keiner Wertpapierübertragungsaktion teilnahmen. Zuvor konnten auch bestehenden Depotkunden einmalig teilnehmen

++ bei ING sind am 1.6.20 bei den ETF-Aktionskonditionen für die Einmalanlage 11 ETFs von Vanguard herausgefallen. Lediglich noch 5 ETFs von Vanguard sind gebührenfrei per Einmalanlage erwerbbar, insgesamt 111 ETFs

++ 1822direkt erhöhte bei ihrer Depot-Neukundenaktion, sie besteht aus mehreren Teilen, den ausgelobten Gutscheinbetrag für den Einkauf bei Amazon.de von EUR 50,00 auf EUR 100,00. Das Angebot gilt im Eröffnungszeitraum 29.5.20 bis 30.6.20. Für den Gutschein qualifizieren sich Neukunden, die bis zum 30.9.20 mindestens zwei Wertpapierkäufe außerhalb der im ersten Monat eingeräumten Freetrades im Gegenwert von jeweils mindestens EUR 500,00 tätigen. Ausgenommen sind Sparplanausführungen und Fondsorders, die über die Kapitalanlagegesellschaft durchgeführt werden. Teilausführungen werden nicht separat gewertet

++ justTrade, einer der auf den Gratis-Handel spezialisierten Online-Broker, stellte am 27.5.20 auf eine direkt erreichbare Antragsstrecke für die Depoteröffnung um. In eine Warteliste muss man sich nicht mehr eintragen, die lange Phase für das Beta-Testing geht damit zu Ende. Nach dem Durchlaufen der Antragsstrecke folgt die Identifikation per VideoIdent mittels der App, der Weg ist komplett digital und bis zum freigeschalteten Depot werden laut den Angaben nur ca. zehn Minuten benötigt. Noch im Juni will justTrade verschiedene Limitierungsmöglichkeiten für Orderaufträge live schalten, was bislang eine von mehreren Basisfunktionen war, die dem Angebot noch fehlten

++ Smartbroker gibt die Anzahl der per Sparplan ohne Orderentgelt erwerbbaren ETFs seit 27.5.20 mit 279 an. Zuvor waren es 295. Die ETFs von iShares sind weggefallen, obwohl sie bis 31.12.20 Teil des Aktionsangebots sein sollten

++ die Targobank halbierte am 18.5.20 bei ihrem seit einigen Jahren bestehenden Eröffnungsangebot mit Tagesgeld-Sonderzins für Depot-Neukunden den Sonderzins von 2,00% p. a. auf 1,00% p. a. Die weiteren Bedingungen sind unverändert, der Sonderzins wird bei einem Wertpapierübertrag im Gegenwert von mindestens EUR 7.000 eingeräumt, für zwölf Monate und in der betraglichen Höhe, in der Wertpapiere zur Targobank transferiert werden, maximal für die Guthabenteile bis EUR 40.000

++ die Visa-Karten von Barclaycard können seit 19.5.20 auch über Apple Pay digital zum Einsatz kommen. Damit hat Barclaycard innerhalb von vier Wochen beim mobilen Bezahlen ordentlich nachgeliefert, sowohl Apple Pay als auch Google Pay werden unterstützt, allerdings nur mit den Visa-Karten, nicht mit den Mastercards

++ bei den Eurowings-Kreditkarten - sie werden von Barclaycard herausgegeben - gab es zum 15.5.20 Produktänderungen: Anstatt eines Kartendoppels bekommt man nun nur noch eine einzelne Visa Card. Die Mastercards, die aus dem Produktangebot herausgefallen sind, können Bestandskunden noch bis Ablauf ihrer Gültigkeit nutzen, bei Verlust oder Ablauf gibt es jedoch keine Folgekarte mehr. Nach dem ersten beitragsfreien Jahr beträgt der jährliche Kartenpreis in der Classic-Variante EUR 29,00 (vorher EUR 19,99) und in der Gold-Variante unverändert EUR 69,00. Bei Classic ist an Leistungen eine Versicherung hinzugekommen für den Fall von Reiserücktritt oder Reiseabbruch (bedingt die vorherige Bezahlung mit der Karte). Bei Gold sammelt man nun einheitlich für jeden vollen Euro Kartenumsatz eine Prämienmeile, das heißt, es gibt keine 2-fach Meilen für mit der Karte bezahlte Flugbuchungen auf eurowings.com. Weggefallen ist auch die Möglichkeit, ein weltweites Netzwerk an Flughafen-Lounges durch einen vergünstigten Mitgliedschaftsbeitrag nutzen zu können

++ American Express verdoppelt die Sammelrate bei den im Aktionszeitraum 15.5.20 bis 15.6.20 mit "American Express Gold Card" bezahlten Einkäufen. Pro über die Karte ausgegebenem Euro erhält man in dem Zeitraum zwei Membership-Rewards-Punkte. Falls man den sogenannten Turbo gebucht hat, sind es pro Euro 2,5 Membership-Rewards-Punkte. Die Karte enthält einige Reiseversicherungen, die bei den bis dahin geltenden Reisebeschränkungen kaum genutzt werden können. Die Punkteaktion hat American Express vor diesem Hintergrund aufgelegt, um einen kleinen Ausgleich zu bieten. Bei der "Platinum Card" läuft die Aktion schon seit dem 21.4.20

++ die auf Kreditkarten und Kredite spezialisierte Hanseatic Bank schließt bis zum Sommer acht ihrer neun Filialen, nur der Standort in Hamburg soll wegen seiner Nähe zur Otto-Gruppe erhalten bleiben. Im Geschäftsbericht 2019 wird eine Neuausrichtung des Einlagengeschäfts als Grund angegeben, die Filialen würden in Zeiten der sehr günstigen Liquidität durch die Europäische Zentralbank und des veränderten Kundenverhaltens durch die Digitalisierung für das Beschaffen von Einlagen nicht mehr benötigt. Der Vertrieb von Einlagenprodukten solle aber nicht eingestellt, sondern ausgebaut werden - im Telefonkontakt und über das Internet. Die Otto-Gruppe ist zusammen mit der Société Générale Anteilseigner der Hanseatic Bank und es bestehen enge Geschäftsbeziehungen, so bieten die Versandhäuser Otto und Schwab den Kunden seit Jahrzehnten an, Wareneinkäufe über die Hanseatic Bank zu finanzieren

++ die netbank stellte am 18.5.20 das Ratenkredit-Produkt ein, sie bietet Ratenkredite nicht mehr zum Abschluss an, bestehende Kreditverträge laufen weiter. Es war ein eigenes Produkt mit dem Darlehensgeber Augsburger Aktienbank und Zinssätzen unabhängig von der Einstufung in Bonitätsklassen. An Krediten hat die netbank nun nur noch die Baufinanzierung im Programm, bei der sie dem darauf spezialisierten Vermittler PlanetHome Geschäft zuführt. Die netbank wird zusehends auf das von der Augsburger Aktienbank betriebene Brokerage fokussiert, sie ist eine Marke der Augsburger Aktienbank

5. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld

East West Direkt aus Luxemburg erhöhte am 2.6.20 von 0,20% auf 0,40%.

Advanzia Bank aus Luxemburg senkte am 29.5.20 den Standardzins von 0,30% auf 0,25%. Ihr Neukundenangebot liegt unverändert bei 0,50% p. a. Beide Zinsangaben beinhalten hier den Zinseszinseffekt.

Hoist Finance aus Schweden senkte am 29.5.20 von 0,20% auf 0,15%. Vorangegangen war am 15.5.20 eine Senkung von 0,25% auf 0,20%.

Resurs Bank aus Schweden senkte am 25.5.20 von 0,32% auf 0,30%. Vorangegangen war am 7.5.20 eine Senkung von 0,35% auf 0,32%.

Nordax Bank aus Schweden verringerte am 22.5.20 geringfügig, von 0,32% auf 0,30%.

net-m privatbank 1891 strich auf den privaten Konten per 22.5.20 die Verzinsung. Zuletzt galten standardmäßig 0,01% für die Guthabenteile bis EUR 100.000. Auch einige Sonderzinsvereinbarungen mit Bestandskunden beendete sie mit Wirkung zum 22.5.20.

Yapi Kredi Bank aus den Niederlanden kürzte am 18.5.20 von 0,05% auf 0,01%.

Die österreichische Tochtergesellschaft der Banco do Brasil, einer der neuen Flexgeld24-Anbieter auf der Zinspilot-Plattform, erhöhte zum 15.5.20 von 0,22% auf 0,46%. Sie garantiert nun diesen Zins bis zum 17.8.20.

Avida Finans aus Schweden senkte am 14.5.20 von 0,30% auf 0,25%.

Bei Sberbank Direct startete eine Aktion für Bestandskunden: Auf den Tagesgeldkonten, die am 6.5.20 schon bestanden haben, räumt sie automatisch bei Neueinlagen, die den Saldo des Tagesgeldkontos vom 6.5.20 erhöhen und bis zum 31.7.20 eingezahlt werden, einen festen Sonderzins von 0,30% p. a. ein, und zwar für die Guthabenteile bis EUR 50.000 und befristet bis zum 31.7.20. Zusammen mit dem Standardzins von derzeit 0,20% ergeben sich 0,50% p. a. Auch während dieser bestenfalls fast dreimonatigen Sonderverzinsung ist das Guthaben uneingeschränkt verfügbar. Umbuchungen zwischen unterschiedlichen Tagesgeldkonten bei Sberbank Direct gelten nicht als Neueinlagen.

6. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen

(Auswahl an relevanten Änderungen)

WeltSparen senkt in Deutschland die Willkommensprämie, die Neukunden der Plattform für ihren ersten Produktabschluss erhalten können. In den meisten Fällen ist es eine Halbierung, so tief wie noch nie, maximal werden noch EUR 50,00 erhältlich sein. Sofern der Antrag für die Anlage bis einschließlich 26.6.20 an die jeweilige Partnerbank weitergeleitet wird, gilt aber noch die bisherige Aufstellung für die Ermittlung der Prämie. Die Aktion läuft bei WeltSparen seit Bestehen der Plattform, sie wurde inhaltlich seitdem nur wenig angepasst, manchmal gab es eine Prämie in doppelter Höhe. In der ersten Stufe für ein Anlagevolumen von EUR 5.000 bis unter EUR 10.000 beträgt die Geldprämie nach dem 26.6.20 nur noch EUR 5,00 (bisher EUR 10,00), in der Stufe ab EUR 10.000 bis unter EUR 40.000 sind es EUR 10,00 (bisher EUR 25,00), ab EUR 40.000 bis unter EUR 75.000 sind es EUR 25,00 (bisher EUR 50,00) und ab EUR 75.000 werden EUR 50,00 (bisher EUR 100,00) erreicht.

Sberbank Direct senkte am 4.6.20 um 0,10 bis 0,20 Prozentpunkte. Sie bietet für 12 Monate 0,50% (vorher 0,70%), für 2 Jahre 0,60% (vorher 0,70%), für 3 Jahre 0,70% (vorher 0,85%), für 4 Jahre 0,80% (vorher 0,95%), für 5 Jahre 0,95% (vorher 1,05%) und für 6 Jahre 1,00% (vorher 1,10%).

Credorax Bank aus Malta senkte am 3.6.20 bei 12 Monaten auf 0,60% (vorher 0,70%), bei 2 Jahren auf 0,90% (vorher 1,00%), bei 3 Jahren auf 1,10% (vorher 1,20%) und bei 4 Jahren auf 1,20% (vorher 1,25%).

EBI Groupe Ecobank aus Frankreich verringerte am 27.5.20 bei der einzig angebotenen 6-monatigen Laufzeit auf 0,10% (vorher 0,66%).

pbb direkt erhöhte am 25.5.20 mehrere Laufzeiten um 0,20 bis 0,40 Prozentpunkte, zum Beispiel beim Produkt "Festgeld" bei 2 Jahren auf 0,75% (vorher 0,35%), bei 3 Jahren auf 0,90% (vorher 0,50%) und bei 5 Jahren auf 1,00% (vorher 0,70%).

net-m privatbank 1891 senkte per 22.5.20 bei 6 Monaten auf 0,01% (vorher 0,51%).

Klarna Bank aus Schweden senkte am 20.5.20 bei 6 Monaten auf 0,50% (vorher 0,75%), bei 12 Monaten auf 0,86% (vorher 1,15%), bei 2 Jahren auf 1,00% (vorher 1,25%), bei 3 Jahren auf 1,17% (vorher 1,35%) und bei 4 Jahren auf 1,25% (vorher 1,45%).

Yapi Kredi Bank aus den Niederlanden senkte am 18.5.20 um bis zu 0,45 Prozentpunkte, bei den kurzen und mittleren Laufzeiten ist es weniger relevant, sie waren bereits niedrig, aber bei 7 Jahren ging es zum Beispiel auf 0,70% (vorher 1,15%) und bei 10 Jahren auf 0,90% (vorher 1,35%).

SWK-Bank erhöhte am 13.5.20 bei 6 Monaten auf 0,55% (vorher 0,45%), bei 12 Monaten bis 5 Jahren auf 0,66% (vorher 0,50% bis 0,65%) und bei 6 Jahren auf 0,90% (vorher 0,70%).

Die BMW Bank erhöhte am 12.5.20 bei 6 Monaten auf 0,65% (vorher 0,15%) und bei 18 Monaten sowie 2 Jahren auf 1,00% (vorher 0,10%), das kam überraschend, denn in den vergangenen Jahren war sie mit den Zinsangeboten zurückhaltend.

KT Bank erhöhte am 11.5.20 um 0,10 bis 0,25 Prozentpunkte, zum Beispiel bei 3 Jahren auf 0,80% (vorher 0,55%), bei 4 Jahren auf 0,90% (vorher 0,65%) und bei 5 Jahren auf 1,00% (vorher 0,85%).

Eurocity Bank ist ins obere Tabellenviertel zurückgekehrt, sie erhöhte am 11.5.20 um 0,15 bis 0,45 Prozentpunkte, bietet bei 12 Monaten 0,65% (vorher 0,20%), bei 2 Jahren 0,75% (vorher 0,30%), bei 3 Jahren 0,80% (vorher 0,50%), bei 4 Jahren 0,90% (vorher 0,75%), bei 5 Jahren 1,00% (vorher 0,80%), bei 6 Jahren 1,05% (vorher 0,85%), bei 8 Jahren 1,15% (vorher 0,90%) und bei 10 Jahren 1,35% (vorher 1,05%).

Die IKB Deutsche Industriebank erhöhte am 8.5.20 beim Produkt "Festgeld" die Laufzeiten bis 4 Jahre um 0,05 bis 0,30 Prozentpunkte, zum Beispiel die 2-jährige Laufzeit auf 0,65% (vorher 0,35%) und die 3-jährige auf 0,70% (vorher 0,45%). Beim "FestgeldFlex" erhöhte sie ebenfalls, und zwar die Laufzeiten bis 3 Jahre um 0,11 bis 0,16 Prozentpunkte.

Noch einen schönen Monat Juni wünscht

m o d e r n - b a n k i n g

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