Newsletter: Direktbanken.News 08/2019

Willkommen zu den monatlichen News von modern-banking.de


Themenüberblick

1. Der monatliche Newsticker
2. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
3. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen


1. Der monatliche Newsticker

++ die netbank wird am 1.10.19 bei den Geschäftskonten auf neue Konditionen umstellen. Es gibt dann nur noch ein Kontomodell für Geschäftskunden, zum monatlichen Kontopreis von EUR 4,85. Zehn beleglose Buchungsposten pro Monat sind dabei auf dem Hauptkonto inbegriffen, für jeden weiteren fallen EUR 0,15 an. Die Mastercard Debit wird generell für Geschäftskunden EUR 10,00 pro Jahr kosten, und Kartenumsätze mit der Mastercard Debit werden nicht mehr als Buchungsposten gezählt. Für jeweils EUR 2,50 pro Monat lassen sich Unterkonten einrichten. Das bisherige "Geschäftskonto Basic" war kostenlos geführt, es hatte bei den beleglosen Buchungen 15 Freiposten pro Monat, danach einen Stückpreis von EUR 0,10, die Mastercard Debit kostete EUR 10,00 pro Jahr und Unterkonten jeweils EUR 2,00. Und es gab das "Geschäftskonto Premium" für EUR 6,00 pro Monat, bei dem alle beleglosen Buchungsposten, die Mastercard Debit und drei Unterkonten inklusive waren

++ die Deutsche Bank stellt bei den Geschäftskunden per 1.10.19 das Abschlussangebot auf drei neue Kontomodelle um. Bislang gab es vier Kontomodelle, das "Business AktivKonto" war mit EUR 8,90 die Variante mit dem niedrigsten monatlichen Grundpreis. Unter den neuen Kontomodellen ist das "Business BasicKonto" die Variante mit dem niedrigsten monatlichen Grundpreis, dort EUR 9,90, aber auch an weiteren Stellen ist dieses teurer: Die beleglosen Buchungsposten kosten jeweils EUR 0,22 statt EUR 0,15 und Ein- und Auszahlungen an der Kasse (ohne Hartgeld) jeweils EUR 2,50, beim Business AktivKonto waren sie inbegriffen. Auch gibt es mit den neuen Kontomodellen für Geschäftskunden keinen Rabatt mehr auf den Grundpreis eines zusätzlich neu eingerichteten Privatkontos. Die Bestandskunden wurden wegen der Umstellung ihres Kontomodells per Brief informiert, sofern sie kein anderes Kontomodell wünschen, wird "Business AktivKonto" auf "BusinessBasicKonto" umgestellt, "Business PlusKonto" auf "Business ClassicKonto", "Business KomfortKonto" sowie "Business BestKonto" auf "Business PremiumKonto"

++ comdirect erhebt ab 14.9.19 für diverse Vorgänge, die der Kunde selbst online eingeben bzw. beauftragen könnte, dies aber auf telefonischem oder schriftlichem Wege macht (per E-Mail zählt auch dazu), einen so bezeichneten Telefon-/Fax-/Briefzuschlag von EUR 4,90. Dass ein Zuschlag anfallen wird, ist in vielen der Fälle ungewöhnlich. Große Stolperfallen werden demnach sein, bei comdirect eine Adressänderung mitzuteilen, einen Dispokredit zu beantragen oder für eine Karte ein Verfügungslimit ändern zu lassen, Kontostand oder Umsätze abzufragen, eine Lastschrift zurückzugeben, einen Freistellungsauftrag zu erteilen/ändern/löschen, Wertpapierkurse zu erfragen und Kaufwerte in der Depotübersicht ändern zu lassen. Auf Nachfrage teilte comdirect mit, die Anpassung erfolge vor dem Hintergrund, dass man auch weiterhin ein kostenloses Girokonto anbieten wolle, dafür aber die Bearbeitung von Aufträgen reduzieren müsse, die die Kunden selbst durchführen können. comdirect erhöht auch die Gebühr für Bareinzahlungen auf das eigene Girokonto an Einzahlautomaten/Kassen der Commerzbank, drei Bareinzahlungen pro Kalenderjahr sind kostenlos, ab 14.9.19 kostet jede weitere EUR 2,90 (bisher EUR 1,90)

++ Consorsbank ersetzt seine bisherigen Sicherheitsverfahren mTAN und eTAN durch die Smartphone-App "SecurePlus". Consorsbank will sie ab 9.9.19 für die beiden gängigen Betriebssysteme iOS und Android zum Download bereitstellen. Eine TAN wird in der App angezeigt, wenn sich der Kunde mit PIN, per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung anmeldet und den Button "TAN generieren" drückt. Es wird aber auch möglich sein, ohne Internetverbindung eine TAN zu generieren, in diesem Fall scannt der Kunde zukünftig einen QR-Code, der beim eingegebenen Überweisungsauftrag angezeigt wird. Falls der Kunde kein kompatibles Smartphone oder Tablet besitzt oder es für Bankgeschäfte nicht nutzen möchte, kann er ab Mitte August einen SecurePlus-Generator bestellen, der inklusive Versand EUR 23,90 kostet und ausschließlich für die Konten bei Consorsbank nutzbar ist. mTAN und der bisherige eTAN-Generator können nach dem Aktivieren von SecurePlus, aber spätestens nach Ablauf einer Übergangsfrist, nicht mehr genutzt werden. Zu den aufgekommenen Fragen im bankeigenen Forum erklärte ein Moderator, dass die Übergangszeit zum derzeitigen Stand bis längstens 15.11.19 angesetzt ist

++ die Commerzbank erhebt den Preis für die mTAN, der zum 1.8.19 von 9 auf 12 Cent angehoben wurde, nunmehr auch für die Anmeldung zum Online-Banking, nicht nur für die Erteilung eines Auftrags. Die Absicherung des Logins beim Online-Banking durch einen zusätzlichen Faktor kommt bei vielen Zahlungsverkehrkonten, wegen der PSD2-Richtline. Einige Banken werden bei jedem Login den zusätzlichen Faktor abfragen, andere werden von der in der Richtlinie genannten Zeitspanne Gebrauch machen und den zusätzlichen Faktor normalerweise nach jeweils 90 Tagen abfragen. Dass die Commerzbank bereits bei der Anmeldung Kosten für die genutzte mTAN erheben wird, war aus der Formulierung einer Information zur Preisanhebung erkennbar, dass es tatsächlich so kommt, ist nun mit dem zum 1.8.19 veröffentlichten Preis- und Leistungsverzeichnis bestätigt. Der Bundesgerichtshof hatte den Entgelten der Banken für mTANs im Juli 2017 enge Grenzen gesetzt, seitdem verlangten die meisten Banken ein Entgelt nur noch dann, wenn die zugeschickte mTAN tatsächlich auch für die Erteilung eines Zahlungs- oder Wertpapierauftrags benutzt wurde. mTANs beim Login wurden beim damaligen Fall nicht beurteilt

++ die netbank ermöglicht seit 16.7.19 ihren Kunden das mobile Bezahlen mit Apple Pay. Alle von der netbank herausgegebenen Karten sind Apple-Pay-fähig, die "Mastercard Debit" und die "Mastercard Premium", die zum Girokonto erhältlich sind, und auch die ohne netbank-Konto erhältliche Prepaid-Kreditkarte

++ Degussa Bank senkte am 1.8.19 bei ihrem renditestarken Sparprodukt für die Vermögenswirksamen Leistungen den variablen Basiszins von 0,05% auf 0,02% und bei den neuen Vertragsabschlüssen auch den festen Bonus auf alle eingezahlten Sparraten am Laufzeitende von 11,50% auf 10,00%. Daraus errechnet sich für neue Vertragsabschlüsse unter den Annahmen eines unveränderten Basiszinses und maximaler Laufzeit eine jährliche Rendite von 2,38% (vorher 2,75%)

++ die Bausparkasse Mainz reduzierte am 1.7.19 beim Online-Bauspartarif "maxDirekt" in der Version R, was der Tarif für Renditesparer ist, aufgrund des immer noch sinkenden Zinsniveaus die maximale Bausparsumme pro Person auf EUR 20.000 (und somit EUR 40.000 für Eheleute, die ein gemeinschaftliches Bausparkonto eröffnen). Das bedeutet, jede Person kann nur einen Bausparvertrag über EUR 20.000 abschließen oder zwei Bausparverträge über EUR 10.000. Sollte jemand schon einen Vertrag in diesem Tarif über EUR 20.000 oder mehr haben, kann er keinen weiteren Vertrag in diesem Tarif abschließen. Bislang lag die maximale Bausparsumme hier bei EUR 50.000 pro Vertrag. Für Neuabschlüsse sind nur noch monatliche Sparraten von EUR 30,00 oder EUR 60,00 erlaubt, zuvor auch EUR 90,00, EUR 120,00 oder EUR 150,00

++ der ursprünglich im Juli 2018 vereinbarte Verkauf der ebase an die britische FNZ Group ist am 16.7.19 erfolgreich vollzogen worden. Die Genehmigungen der zuständigen Bankenaufsichts- und Kartellbehörden lagen vor. ebase ist eine etablierte Plattform für die Investition in Investmentfonds und war zehn Jahre lang die B-to-B-Hälfte der comdirect-Gruppe. Mit dem Vollzug der Transaktion ist ebase aus der comdirect-Gruppe und dem Commerzbank-Konzern ausgeschieden. Der neue Eigentümer FNZ bietet Finanzdienstleistern eine Kombination von Technologie und Backoffice-Dienstleistungen; die Übernahme sieht FNZ als ideale Möglichkeit, im Bereich seiner Vermögensverwaltungstechnologie weiter voranzukommen

++ beim Brokerage der Volkswagen Financial Services sind seit 31.7.19 von den Aktionskonditionen für ETF-Sparpläne nicht mehr die ETFs von Xtrackers abgedeckt. Es können nunmehr lediglich noch die 69 ETFs von Lyxor ohne Ordergebühren bespart werden

2. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld

CreditPlus Bank senkt/e beim "Flexgeld24" auf Zinspilot weitere Male: per 1.8.19 von 0,41% auf 0,36% und per 16.8.19 von 0,36% auf 0,31%

Yapi Kredi Bank aus den Niederlanden senkt am 5.8.19 von nominal 0,249% auf 0,20%.

Die UmweltBank senkte am 1.8.19 beim "UmweltSparbuch" auf 0,01% (vorher 0,02%).

My Money Bank aus Frankreich senkte bei ihrem "Flexgeld24" per 1.8.19 erstmalig, sie war im März 2019 mit 0,61% eingestiegen, jetzt steht sie bei 0,45%.

Bausparkasse Mainz senkte am 25.7.19 von 0,11% auf 0,06%.

Resurs Bank aus Schweden verzinst seit 23.7.19 mit 0,55% (vorher 0,60%).

Die BMW Bank kürzte am 23.7.19 beim "Online-Tagesgeld" auf 0,05% (vorher 0,10%), beim "MobilPlus" auf 0,03% (vorher 0,05%) und beim "Online-Sparkonto", das ein Anlagekonto mit 3-monatiger Kündigungsfrist ist, auf 0,15% (vorher 0,20%).

GarantiBank senkte am 19.7.19 von 0,20% auf 0,15%.

Die Amsterdam Trade Bank aus den Niederlanden senkte am 19.7.19 von 0,20% auf 0,10%.

NIBC Direct führte am 17.7.19 ergänzend zum Tagesgeld die unbefristet laufenden "Mehr.Flex.Konten" ein. Auf diesen Konten zahlt NIBC Direct einen etwas höheren Zins als für das sofort verfügbare und mit 0,25% verzinste Tagesgeld; der Kunde muss Beträge, die er verfügen will, aber 30, 60 bzw. 90 Tage vorher kündigen. Derzeit gelten 0,30% (Flex30), 0,40% (Flex60) und im Marktvergleich gute 0,50% (Flex90). Es sind variable Zinssätze, die NIBC Direct nach freiem Ermessen ändern kann. Die Zinszahlung findet jeweils am Ende des Kalenderjahres statt. Gekündigt werden können Teilbeträge oder der Gesamtbetrag. Eine unmittelbare Verfügung unter Berechnung von Vorschusszinsen ist nicht vorgesehen. RaboDirect, abcbank, Bank11 und DHB Bank haben ähnliche Produkte.

Hoist Finance aus Schweden senkte am 10.7.19 von 0,55% auf 0,50%.

Die GEFA BANK senkte am 10.7.19 beim "SparKonto", einem Anlagekonto mit 3-monatiger Kündigungsfrist, von 0,30% auf 0,25%.

Oyak Anker Bank verringerte am 8.7.19 von 0,30% auf 0,20%.

3. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen

(Auswahl an relevanten Änderungen)

Die pbb direkt kürzte am 1.8.19 beim Produkt "Festgeld" um 0,05 bis 0,40 Prozentpunkte, zum Beispiel bei 5 Jahren auf 0,70% (vorher 1,10%) und bei 10 Jahren auf 1,30% (vorher 1,50%). Beim Produkt "FestgeldPLUS", das Verfügungen bis 20% des ursprünglich angelegten Betrags zulässt, betrug der Abschlag 0,15 bis 0,30 Prozentpunkte.

Die APS Bank aus Malta senkte am 29.7.19 zum Anlagestarttermin 16.8.19 bei 12 Monaten auf 0,70% (vorher 0,85%), bei 2 Jahren auf 1,00% (vorher 1,10%), bei 3 Jahren auf 1,20% (vorher 1,30%), bei 4 Jahren auf 1,30% (vorher 1,40%) und bei 5 Jahren auf 1,50% (vorher 1,60%).

Oyak Anker Bank verringerte am 8.7.19 und noch mal am 29.7.19 ab der 2-jährigen Laufzeit, in der Summe um 0,15 bis 0,90 Prozentpunkte. Sie bietet bei 2 Jahren 0,45% (vorher 0,60%), bei 3 Jahren 0,50% (vorher 0,70%), bei 4 Jahren 0,55% (vorher 0,90%) und bei 5 bis 10 Jahren 0,60% (vorher bei 5 Jahren 1,10%, bei 6 Jahren 1,20%, bei 7 Jahren 1,30%, bei 8 Jahren 1,40%, bei 9 Jahren 1,45%, bei 10 Jahren 1,50%).

Younited Credit aus Frankreich, über WeltSparen verfügbar, erhöhte am 26.7.19 bei 3 Jahren auf 1,45%. Zwischenzeitlich galten 1,25% und vor dem 5.7.19 waren es 1,33%.

Bausparkasse Mainz senkte am 25.7.19 bei 12 Monaten auf 0,21% (vorher 0,31%), bei 2 Jahren auf 0,41% (vorher 0,51%), bei 3 Jahren auf 0,61% (vorher 0,71%) und bei 10 Jahren auf 1,41% (vorher 1,51%).

Die Deutsche Handelsbank senkte am 22.7.19 bei 12 Monaten auf 0,60% (vorher 0,75%).

Bank11 erhöhte am 19.7.19 gegen den Trend ab der 2-jährigen Laufzeit um 0,10 bis 0,15 Prozentpunkte, bietet bei 2 Jahren 0,90% (vorher 0,80%), bei 3 Jahren 1,15% (vorher 1,00%), bei 4 Jahren 1,25% (vorher 1,10%), bei 5 Jahren 1,30% (vorher 1,20%), bei 6 Jahren 1,40% (vorher 1,30%) und bei 7 Jahren 1,50% (vorher 1,40%).

SIGNAL IDUNA Bauspar senkte am 15.7.19 bei 12 Monaten auf 0,44% (vorher 0,55%), bei 2 Jahren auf 0,55% (vorher 0,88%), bei 3 Jahren auf 0,66% (vorher 0,88%) und bei 4 Jahren auf 0,77% (vorher 0,88%).

Klarna Bank aus Schweden senkte am 10.7.19 bei 12 Monaten auf 0,70% (vorher 1,02%).

Eurocity Bank senkte am 8.7.19 ab der 4-jährigen Laufzeit: bei 4 Jahren auf 0,95% (vorher 1,10%), bei 5 Jahren auf 1,15% (vorher 1,25%), bei 6 Jahren auf 1,20% (vorher 1,30%), bei 8 Jahren auf 1,25% (vorher 1,35%) und bei 10 Jahren auf 1,30% (vorher 1,40%)

Noch einen schönen Monat August wünscht

m o d e r n - b a n k i n g

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