Newsletter: Direktbanken.News 08/2020

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Themenüberblick

Der monatliche Newsticker
Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen


Der monatliche Newsticker

++ die DKB führt beim "DKB-Business" zum 1.10.20 einen monatlichen Grundpreis von EUR 15,00 ein; das ist ein Sprung, bislang war die Kontoführung dort gebührenfrei. Das DKB-Business wird Freiberuflern für geschäftliche Zwecke angeboten, im Speziellen ist es erhältlich für selbständige Notare, Rechtsanwälte, Insolvenzverwalter, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer, Heilberufler, Apotheker sowie Haus- und Immobilienverwalter. Das optionale "Business-Guthabenkonto" für diese Kunden wird monatlich weitere EUR 10,00 Gebühr kosten. Für Treuhand-, Verwalter- und WEG-Konten sowie Sonderkonten des Insolvenzverwalters fällt ab 1.10.20 jeweils ein monatlicher Grundpreis von EUR 5,00 an, auch diese Konten waren bislang gebührenfrei geführt. Die Änderungen gehen aus dem Preis- und Leistungsverzeichnis hervor und wurden über die Kontoauszüge mitgeteilt. Bei anderen Geschäftskonten, für mittlere und große Unternehmen, hat die DKB einen Grundpreis bereits zu einem früheren Zeitpunkt eingeführt

++ die DKB führt bei den für Vermieter im "DKB-Vermieterpaket" geführten Konten einen Grundpreis ein, und zwar bei denen für Mieten und Instandhaltungsrücklagen. Ab 1.10.20 kosten diese jeweils EUR 1,00 pro Monat. Konten zum Hinterlegen von Mietkautionen bleiben hingegen weiterhin ohne Grundpreis. Im Kundenanschreiben weist die DKB darauf hin, dass der Kunde Kosten sparen könne, wenn auf der bereitgestellten Verwalterplattform noch Konten bestehen, die eigentlich nicht mehr benötigt werden

++ bei Aldi Süd können nun auch Karteninhaber einer Visa Debit- oder Kreditkarte Bargeld an der Kasse abheben, beim Bezahlen eines Einkaufs ab EUR 5,00. Mit girocard oder Debit- oder Kreditkarten von Mastercard ging es schon zuvor. Allgemein ist es der erste Bargeldservice in Deutschland, der auch Visa erlaubt. Die Kooperation sei Teil des Engagements, den Kunden schnelle, sichere und bequeme Bezahlmöglichkeiten zu bieten, teilte Visa am 15.7.20 in einer Pressemitteilung mit. Gerade in der momentanen Situation schätzten Verbraucher die Möglichkeit zum direkten Geldabheben beim Einkaufen, um sich den Weg zum nächsten Bargeldautomaten zu sparen. Das Geschäftsgebiet von Aldi Süd umfasst die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Saarland, Rheinland-Pfalz, den südlichen Teil Hessens und den westlichen Teil Nordrhein-Westfalens. Laut den Angaben sind es rund 1930 Filialen. Aldi Nord bietet keinen Bargeldservice

++ die Debeka brachte zum 1.7.20 den Bauspartarif "BS5", im Neugeschäft ersetzte er den "BS4". Die Debeka senkte dadurch ihren angebotenen Guthabenzins von 0,30% auf 0,10%, erhöhte die auf die Bausparsumme erhobene Abschlussgebühr von 1,00% auf 1,25% und erstattet sie bei Darlehensverzicht nicht mehr, zuvor erstattete sie bei Darlehensverzicht ein Viertel der gezahlten Abschlussgebühr

++ Smartbroker steigt auf ein Freigabeverfahren mit auf dem Bildschirm angezeigten QR-Code um, als "SecurePlus" bezeichnet. Das bisherige mTAN-Verfahren wird nur noch bis zum 31.8.20 zur Verfügung stehen, die Kunden sollten bis dahin das neue Verfahren aktivieren. Für SecurePlus steht eine kostenlose App für iOS und Android zur Verfügung. Alternativ kann kostenpflichtig ein Lesegerät bezogen werden, inklusive Versand kostet es EUR 23,99. Die Aktivierungsseite ist im eingeloggten Bereich über die Menüpunkte "Verwaltung > SecurePlus Verwaltung" zu finden

++ flatex darf den Online-Broker DEGIRO nun vollständig erwerben, laut Ad-hoc-Meldungen von flatex erteilte die Niederländische Zentralbank die zum Erwerb noch benötigte Unbedenklichkeitserklärung am 21.7.20. Der Kaufprozesses sei daraufhin am 31.7.20 abgeschlossen worden. Im Dezember 2019 hatte flatex zunächst 9,40% an DEGIRO übernommen. Der Erwerb der restlichen 90,60% der Anteile stand unter Vorbehalt der Genehmigung der zuständigen Behörden. Er wurde durch eine Kapitalerhöhung finanziert, 7,5 Millionen neue flatex-Aktien seien an die DEGIRO-Altaktionäre ausgegeben worden. Zusätzlich habe flatex 36,4 Millionen Euro wie geplant in bar bezahlt. Die liquiden Mittel der Kunden sind bei DEGIRO bislang in gesondert verwahrten Geldmarktfonds geparkt, weil DEGIRO über keine Banklizenz verfügt und deshalb keine Depot-Verrechnungskonten führen darf. Die Niederländische Zentralbank störte sich offenbar schon länger an dieser Lösung. DEGIRO hat seinen Sitz in den Niederlanden und ist europaweit aktiv. flatex will nun für EUR-Einlagen Geldkonten über die flatex Bank - ein in Deutschland reguliertes Institut - bereitstellen, wodurch die DEGIRO-Kunden erstmals eine Einlagensicherung erhalten würden. Möglicherweise war dies eine der Auflagen für die Übernahme. Das persönliche Geldkonto wird mit dem vorhandenen DEGIRO-Depot verbunden. Es sei geplant, in einigen Wochen zu beginnen, im ersten Schwung mit den Kunden aus Finnland, Irland und Portugal. Die jeweiligen Kunden werde man per E-Mail informieren, sobald sie ihr Geldkonto erhalten können. Kunden, die sich dann für das Geldkonto anstelle der Geldmarktfonds entscheiden, werden es über ein im eingeloggten Bereich zur Verfügung gestelltes Online-Formular beantragen können

++ flatex ließ das Neukundenangebot mit dem 15.7.20 auslaufen. Es sicherte einen für sechs Monate reduzierten Orderpreis von EUR 3,80 pro Trade für Inlandsorders zu

++ bei justTrade lässt sich die Order seit 2.7.20 mit einem Limit versehen. Diese Basisfunktion wurde nachgeliefert. Zuvor war nur die Anfrage der Quotes der beiden an justTrade angebundenen Handelsplätze verfügbar, innerhalb einer kurzen Zeit musste man entscheiden, ob man zum genannten Kurs handeln möchte oder nicht

++ bei der "Consors Finanz Mastercard" der Consors Finanz haben seit 1.8.20 Neukunden wieder die Möglichkeit auf EUR 50,00 Geldprämie. Der Kartenantrag muss hierzu bis spätestens 31.8.20 online generiert werden und bis 15.10.20 müssen mindestens drei Karteneinsätze zulasten des Kreditrahmens stattfinden. Die Karteneinsätze können das Bezahlen von Einkäufen oder Geldabheben sein, wobei die Umsätze zusammen mindestens EUR 50,00 betragen müssen. Die Geldprämie zahlt die Bank Ende Oktober aus, die Karte darf zu dem Zeitpunkt nicht gekündigt sein. Die Karte ist beitragsfrei und ohne Auslandsentgelt. Damit man für die mit ihr getätigten Einkaufsumsätze keine Zinsen zahlt, muss man quartalsweise bis zur vereinbarten Fälligkeit vollständig per Überweisung ausgleichen; ein automatischer Lastschrifteinzug kann nicht eingerichtet werden

++ American Express stellte allen privaten und geschäftlichen Bestandskunden in Deutschland ein Angebot bei "Amex Offers" ein, das die Kartenzahlung bei kleinen Händlern vor Ort belohnt: Bei einer Zahlung ab EUR 20,00 bei einem teilnehmenden Händler werden dem Kartenkonto EUR 5,00 gutgeschrieben. Das Ganze gilt einmal pro Händler, bei bis zu fünf Händlern, sodass insgesamt EUR 25,00 Geldprämie möglich sind. American Express möchte mit dem Programm dazu beitragen, dass die vielen kleinen Geschäfte und Unternehmen erhalten bleiben und gestärkt werden. Zur Teilnahme muss der Karteninhaber das Angebot vorab in der App oder im Online-Banking einmalig aktivieren. Der Aktionszeitraum ist vom 21.7.20 bis zum 20.10.20. Bei dem Zeitraum ist das Datum der Belastung auf dem Kreditkartenkonto entscheidend, also nicht das Datum des Karteneinsatzes. Die Aktion gilt bei sehr vielen kleinen Händlern, die American Express akzeptieren. Restaurants, Hotels, Apotheken, Bäcker, Friseure, Kosmetikstudios und viele mehr. Zahlungen im Online-Handel werden nicht prämiert. In den Bedingungen ist eine Map verlinkt, die die teilnehmenden Händler im eigenen Umfeld anzeigt, wenn der Filter "Shop Small" gesetzt ist

++ die Advanzia Bank bietet ihren Kunden in Deutschland seit 7.7.20 auch Apple Pay. Mit Google Pay können die Karten der Advanzia Bank bereits seit April genutzt werden

++ die App für die "Amazon.de Visa Card" der Landesbank Berlin ist nun verfügbar, im App-Store von Apple seit 2.7.20 und bei Google seit 6.7.20. Mit der App können Nutzer ihre Umsätze und die Bonuspunkte einsehen, ihre Kreditkartenabrechnungen abrufen und sich über Umsatzbewegungen per Push-Nachricht unmittelbar informieren lassen. Auf eine App für die Amazon.de Visa Card haben viele Karteninhaber gewartet; für die Kreditkarten des ADAC, eines anderen großen CoBranding-Partners der Landesbank Berlin, gibt es sie schon seit Längerem

Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld

East West Direkt aus Luxemburg senkte am 5.8.20 von 0,40% auf 0,25%.

My Money Bank aus Frankreich verringerte per 3.8.20 nochmals, von 0,32% auf 0,30%.

LeasePlan Bank aus den Niederlanden senkte per 1.8.20 von 0,45% auf 0,35%.

Nordax Bank aus Schweden senkte am 31.7.20 von 0,25% auf 0,22%.

Auf Zinspilot wurde am 29.7.20 das tagesgeldähnliche "Flexgeld24" der Banco do Brasil offline genommen. Das Zinsangebot war dabei 0,46%. Die Bank habe sich entschlossen, erst mal kein Geld mehr über das Flexgeld24 einzusammeln. Die Festgelder werden weiterhin angeboten.

Klarna Bank aus Schweden senkte am 27.7.20 von 0,31% auf 0,26%.

Die Zinsgebote des Bankhaus August Lenz für privates und geschäftliches Tagesgeld, zuvor mit jeweils 0,26% bei den Standardkonditionen vorn, wurden am 17.7.20 bei WeltSparen ohne weitere Erklärungen offline genommen. In der Vorwoche war bekannt geworden, dass das Bankhaus August Lenz zum 1.1.2021 sein Geschäft mit der vermögenden Privatkundschaft einstellen wird. Die Kundenberater werden bei Bankhaus August Lenz als "Family Banker" bezeichnet, was die persönliche Verbindung zu den Kunden ausdrücken sollte; sie müssen alle gehen. Das Geschäft, das aufgegeben wird, umfasst Wertpapierdienstleistungen, Versicherungslösungen sowie das Angebot an Giro- und Depotkonten. Auf Nachfrage teilte das Bankhaus August Lenz uns mit, der Betrieb werde nicht komplett eingestellt, der Geschäftsbereich Payment Service werde weiter betrieben und ausgebaut, zum ihm gehört unter anderem das aufgebaute Netz an eigenen Geldautomaten. Bezüglich der Zinsangebote auf WeltSparen seien die geplanten Volumen erreicht gewesen, deswegen seien sie temporär von der Plattform genommen worden, die gewonnenen Einlagekonten blieben unverändert bestehen. WeltSparen teilte uns mit, das Pausieren habe den Hintergrund der Umstrukturierung, es sei nur kurzfristig, die Bank werde in Kürze wieder online gehen.

GarantiBank senkte am 14.7.20 von 0,03% auf 0,02%.

Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen

(Auswahl an relevanten Änderungen)

Die Varengold Bank erhöhte am 1.8.20 bei 12 Monaten auf 0,51% (vorher 0,41%), bei 2 Jahren auf 0,80% (vorher 0,56%) und bei 3 Jahren auf 0,85% (vorher 0,71%). Zudem bietet sie seitdem wieder eine 5-jährige Laufzeit an, zu 1,10%.

EBI Groupe Ecobank aus Frankreich kürzte am 31.7.20 zum Anlagestarttermin 17.8.20 bei 12 Monaten von hohen 0,92% auf 0,10%.

Die KT Bank senkte am 28.7.20 bei 12 Monaten auf 0,70% (vorher 0,75%).

BGFIBank Europe aus Frankreich führte am 23.7.20 eine 5-jährige Laufzeit mit attraktiven 1,50% ein.

GRENKE BANK senkte am 23.7.20: Es gelten bei 6 Monaten 0,25% (vorher 0,30%), bei 9 Monaten 0,30% (vorher 0,35%), bei 12 Monaten 0,40% (vorher 0,50%), bei 2 Jahren 0,50% (vorher 0,75%), bei 3 Jahren 0,60% (vorher 0,95%), bei 4 Jahren 0,65% (vorher 1,00%) und bei 5 Jahren 0,70% (vorher 1,05%).

Eurocity Bank erhöhte am 21.7.20 bei den Laufzeiten bis 8 Jahren um 0,15 bis 0,25 Prozentpunkte, unter den inländischen Angeboten stellt sie damit bei mehreren Laufzeiten das derzeit höchste Angebot. Die Zinssätze lauten bei 12 Monaten auf 0,80% (vorher 0,65%), bei 2 Jahren auf 0,90% (vorher 0,75%), bei 3 Jahren auf 0,95% (vorher 0,80%), bei 4 Jahren auf 1,15% (vorher 0,90%), bei 5 Jahren auf 1,20% (vorher 1,00%), bei 6 Jahren auf 1,25% (vorher 1,05%) und bei 8 Jahren auf 1,30% (vorher 1,15%).

SWK-Bank senkte am 17.7.20 um 0,01 bis 0,16 Prozentpunkte, im Marktvergleich relevant ist dies insbesondere bei 6 Monaten, weil dort 0,55% galten, und bei 12 Monaten, dort waren es 0,66%. Nun 0,40% und 0,50%.

North Channel Bank senkte am 16.7.20 bei 3 Jahren auf 0,75% (vorher 1,00%), bei 4 Jahren auf 0,85% (vorher 1,05%) und bei 5 Jahren auf 0,95% (vorher 1,10%).

BGFIBank Europe aus Frankreich und mit Wurzeln im zentralafrikanischen Gabun, seit Juni auf Zinspilot, senkte am 13.7.20 bei 12 Monaten auf 0,50% (vorher 0,85%) und bei 2 Jahren auf 0,85% (vorher 1,25%). Die 6-monatige Laufzeit nahm sie aus dem Sortiment (vorher 0,50%). Am 14.7.20 folgte die Einführung einer 3-jährigen Laufzeit zu 1,30%, was den Wegfall der vormals guten Kondition bei 2 Jahren kompensiert. Die neuen Konditionen kommen seit dem Anlagestarttermin 3.8.20 zum Tragen. Zum Anlagestarttermin 1.9.20 ist eine deutliche Senkung bei 3 Jahren auf 0,30% geplant.

J&T Banka aus Tschechien erhöhte am 9.7.20 um bis zu 1,00 Prozentpunkte. Sie bietet für 6 Monate unverändert 0,60%, für 9 Monate 0,70% (vorher 0,00%), für 12 Monate 1,00% (vorher 0,00%), für 2 Jahre 1,20% (vorher 0,40%), für 3 Jahre 1,30% (vorher 0,60%), für 4 Jahre 1,35% (vorher 0,70%) und für 5 bis 10 Jahre 1,40% (vorher 0,80%).

Noch einen schönen Monat August wünscht

m o d e r n - b a n k i n g

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