Newsletter: Direktbanken.News 09/2019

Willkommen zu den monatlichen News von modern-banking.de


Themenüberblick

1. Mastercard-Leak: Nutzerdaten sind im Umlauf
2. Der monatliche Newsticker
3. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
4. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen


1. Mastercard-Leak: Nutzerdaten sind im Umlauf

Bei Mastercard Priceless Specials hat es ein schweres Datenleck gegeben. Daten von rund 90.000 Teilnehmern, die sich auf der deutschen Plattform für Priceless Specials registriert hatten, kursieren im Internet. Priceless Specials ist ein Bonusprogramm, Betreiber ist die Kreditkartengesellschaft Mastercard. Man sammelte jeweils einen Coin, wenn man mit einer registrierten Mastercard zahlte; die Coins konnten in Leistungen von Partnern wie FlixBus, maxdome oder TUI eingetauscht werden. Am 19.8.19 tauchte eine Datei in einem öffentlichen Online-Forum auf, die Name, Geburtstag, Geschlecht, Anschrift, E-Mail-Adresse sowie Kreditkartennummer von Teilnehmern des Bonusprogramms listete, und in einigen Fällen auch die Handynummer. In dieser Datei waren von den Kreditkartennummern jeweils nur die ersten beiden und letzten vier Ziffern in Klarschrift, der Rest war mit einem "X" unkenntlich. Mehrere Nutzer des Forums speicherten die Datei, später wurde sie teilweise herumgereicht, weil viele prüfen wollten, ob sie auf der Liste stehen. Wer die Daten entwendet hat und warum, ist bis jetzt unklar. Nach bisherigem Kenntnisstand war der CVC-Code auf der Kartenrückseite nicht Teil des Datenlecks, da er nicht bei der Priceless-Anmeldung erhoben wurde.

Am 21.8.19 wurde auf verschiedenen Internetseiten eine weitere Datei verfügbar gemacht. Diese neu aufgetauchte Datei besteht aus einer Liste mit 84.000 Kreditkartennummern in voller Länge. Die Nummern stehen ohne zusätzliche Informationen wie Name, Anschrift usw. Einige von dem Datenleck betroffene Teilnehmer erklärten in Foren, sie hätten ihre bei Priceless Specials registrierte Kreditkartennummer in der Liste vorgefunden. Somit scheint die Echtheit der zweiten Datei zumindest in Teilen bestätigt, was wiederum darauf hindeutet, dass tatsächlich bei dem Leak die vollständigen Kartennummern abhandengekommen sind; vielleicht auch weitere Details, etwa das Ablaufdatum der Karte, das verwendete Passwort (das eventuell auch für andere Dienste verwendet wird) und stattgefundene Transaktionen.

Mastercard sperrte in einem ersten Schritt den Eingang zur Internetplattform des Bonusprogramms und schrieb auf der Homepage, dass sie das Programm ausgesetzt haben und das Problem mit Hochdruck untersuchen. Eine zähe Kommunikation machte den Vertrauensverlust eher noch größer: Bis sich Mastercard weiter äußerte, und vor allem die Kunden über das Datenleck informierte, verging einige Zeit, erst am 22.8.19 um 1 Uhr nachts wurde eine E-Mail an alle Teilnehmer des Bonusprogramms gesendet. Das Problem sei von einem Dienstleister verursacht worden. Wer der Dienstleister ist, sagt Mastercard nicht. Ebenso kein Wort der Entschuldigung, sondern nur die Bitte um Verständnis. Als mögliche Risiken für Betroffene nennt Mastercard den Missbrauch der Kartennummern und Phishingversuche auf Basis der abgegriffenen Daten. Mastercard habe das jeweilige kartenausstellende Institut der Betroffenen informiert, arbeite zur Klärung des Vorfalls eng mit den zuständigen Behörden zusammen und werde alles tun, um die Daten zu entfernen, wenn sie an anderer Stelle im Internet veröffentlicht werden. Um die negativen Folgen zu mindern, bietet Mastercard allen Teilnehmern von Priceless Specials in der Nachricht an, auf Wunsch eine einjährig kostenlose Mitgliedschaft bei einem "Dienst zur Bonitätsüberwachung und zum Schutz vor Identitätsdiebstahl" einzurichten. Auf Nachfrage teilte Mastercard mit, dass es sich um einen Dienst der Firma Experian handele, diese hat ihren Hauptsitz in Dublin.

Forennutzer fanden heraus, dass der Dienstleister, der das Bonusprogramm konzipierte, mutmaßlich die Firma Brain Behind Ltd. aus London ist. Auf einer Internetseite von Brain Behind standen Informationen über das Bonusprogramm, zusammen mit funktionierenden Buttons zur Registrierung und zum Login für bestehende Teilnehmer. Darüber konnten sich Teilnehmer skurrilerweise noch Tage nach den Vorfällen weiterhin bei Priceless Specials einloggen; dies wurde erst am 28.8.19 unterbunden, die Seite führt nun zu einer Fehlermeldung.

Wer überprüfen möchte, ob seine Daten in der zuerst aufgetauchten Datei stehen, kann dies über den Identity Leak Checker des Hasso-Plattner-Instituts herausfinden. Der Online-Service gleicht die eingegebene E-Mail-Adresse mit einer Datenbank ab und verschickt unmittelbar eine Antwort, ob im Zusammenhang mit der E-Mail-Adresse Leaks bekannt sind. Es dürfte jedoch nahezu jeder, der bei dem Bonusprogramm angemeldet war, von dem Leak betroffen sein. Anzuraten ist, die Umsätze der registrierten Karte zu prüfen, und, sofern noch nicht von der kartenausstellenden Bank veranlasst, die Karte sperren zu lassen und eine kostenfreie Ersatzkarte zu fordern. Die Angriffsfläche für Pishingversuche ist mit den Daten größer denn je, deshalb gilt es, am Telefon und bei Briefen und E-Mails noch vorsichtiger zu sein. Natürlich entbindet es Mastercard nicht der Haftung, wenn das Problem bei einem beauftragten Dienstleister entstanden ist, und natürlich steht es jedem Betroffenen auch frei, seine Datenschutzrechte zu nutzen. Beispielsweise erfährt man mit einem Auskunftsersuchen gemäß DSGVO an Mastercard, welche personenbezogenen Daten überhaupt gespeichert waren, und bei missbräuchlicher Verwendung dieser Daten lässt sich damit möglicherweise leichter ein Zusammenhang belegen.

2. Der monatliche Newsticker

++ die Fidor Bank erhebt ab 1.11.19 sowohl beim privaten als auch beim geschäftlichen Girokonto, bislang kostenlos geführt, einen monatlichen Kontopreis von EUR 5,00. Der Kontopreis wird nicht belastet, wenn ein Ratenkredit oder ein Sparbrief bei der Fidor Bank besteht (alle Sparbriefzinsen für Abschlüsse ab 1.9.19 wurden auf 0,00% gesenkt). Die bisherigen Boni bei Gehaltseingang, Nichtnutzung von Geldautomaten und Aktivitäten in der Community streicht die Fidor Bank zugunsten eines Aktivitätsbonus: Wer das Girokonto "für mehr als zehn Transaktionen im Monat" nutzt - also sind mindestens elf Transaktionen notwendig - bekommt EUR 5,00 Bonus für den entsprechenden Monat gutgeschrieben, was die Kosten beim Kontopreis ausgleicht. Den Bonus gibt es nur, sofern der Kontopreis angefallen ist. Tricksereien will die Fidor Bank vorbeugen, denn bei "offensichtlich missbräuchlichem Verhalten", etwa wenn ein Kunde "regelmäßige und unverhältnismäßig häufige nutzereigene Kontoüberträge" vornimmt, will die Bank Bonusgutschriften wieder stornieren, auch ohne den Kunden darüber zu informieren. Neu sind auch die Gebühren der Karten: Die bislang beitragsfreie SmartCard, bei der Maestro- und Mastercard auf eine einzige Karte gepresst sind, kostet künftig EUR 12,00 pro Jahr; und das Geldabheben mit ihr am Geldautomaten ab der dritten Abhebung pro Monat EUR 2,50 (bisher EUR 2,00) je Abhebung. Die physische Debit Mastercard wird mit EUR 12,00 pro Jahr (bisher EUR 14,95) ein wenig günstiger, die digitale Debit Mastercard bleibt unverändert beitragsfrei. Für die Geschäftskunden wird die physische Business Debit Mastercard mit EUR 36,00 (bisher EUR 24,95) teurer, und bezüglich des Geldabhebens damit entfällt am 1.11.19 die kundenfreundliche Regelung, dass Fidor Bank im Euro-Währungsgebiet kein Entgelt erhebt falls bereits der Betreiber des Geldautomaten ein Entgelt erhebt. Bei den Privatkunden gibt es außerdem diese Änderungen: Geldauszahlen über die Kooperation mit Barzahlen.de kostet ab der dritten Auszahlung im Monat jeweils EUR 3,00 (bisher EUR 2,00). Und die Bank erhöht den Sollzins für Kontoüberziehungen auf 8,50% p. a. (bisher 7,49% p. a.)

++ 1822direkt erhöhte beim "GiroSkyline" für den Eröffnungszeitraum 30.8.19 bis 30.9.19 die ausgelobte Geldprämie von EUR 75,00 auf EUR 100,00. Giro-Neukunden erhalten die Prämie, wenn ihr neu eröffnetes Konto bis zum 31.1.20 mindestens drei monatliche Gehaltseingänge ab EUR 1.000 aufweist und dabei nie mehr als die Hälfte des Gehaltseingangs innerhalb der ersten beiden Tage nach Eingang durch Sollbuchungen, Abhebungen oder Umbuchungen aufgebraucht wurde

++ bei der netbank können die Kunden seit 22.8.19 das mobile Bezahlen mittels Google Pay nutzen. Alle von der netbank herausgegebenen Karten sind Google-Pay-fähig, die "Mastercard Debit" und die "Mastercard Premium", die zum Girokonto erhältlich sind, und auch die ohne netbank-Girokonto erhältliche Prepaid-Kreditkarte. Die netbank bietet damit alle aktuell gefragten mobilen Bezahlsysteme an: Apple Pay, Google Pay und auch Garmin Pay fürs Bezahlen mit einer entsprechenden Sportuhr

++ bei ING in Deutschland können die Kunden seit 21.8.19 das mobile Bezahlen mittels Google Pay nutzen, die zum Girokonto ausgestellte Visa Card kann hierzu hinterlegt werden

++ N26 kündigte am 20.8.19 die Einführung von "Shared Spaces" an. Dies ist eine flexible Version eines Gemeinschaftskontos als Unterkonto des Hauptkontos, was sich mit nur wenigen Klicks einrichten lässt, um Finanzen mit bis zu zehn Personen zu verwalten. Mit der Einladung zu einem Shared Space erteilt der Kontoinhaber anderen Kunden eine Kontovollmacht über dieses Unterkonto. Das bedeutet, dass der Eingeladene darüber unter anderem auch Ausgaben tätigen oder Gelder verschieben kann. Grundlage für Shared Spaces sind die bereits seit Längerem bei N26 verfügbaren "Spaces" für Sparziele oder bestimmte Zwecke. Das Erstellen eines Shared Space ist allerdings allein der zahlenden Kundschaft vorbehalten, Nutzer des kostenlosen Girokontos können nur daran beteiligt werden, wenn sie dazu eingeladen werden. Dies ist zudem auf zwei Shared Spaces beschränkt, während Nutzer von "N26 You" und "N26 Metal" an bis zu zehn beteiligt sein können. Diese neue Gemeinschaftskonto-Funktion wird derzeit bei ausgewählten Kunden getestet und soll in den kommenden Monaten in ganz Europa zur Verfügung gestellt werden

++ Fyrst, die im Juli gelaunchte Marke des Deutsche-Bank-Konzerns für Geschäftsgirokonten, änderte am 20.8.19 bereits einige Preise, insbesondere für die Buchungsposten. Bei "Base" sind zu den beleglosen Buchungsposten nun 50 Freiposten pro Monat inklusive, danach fallen jeweils EUR 0,19 an. Bei "Complete" sind 75 Freiposten pro Monat inklusive, danach fallen EUR 0,08 an. Zuvor war der beleglose Buchungsposten bei beiden Kontomodellen mit EUR 0,08 angesetzt, nur Complete enthielt Freiposten, und zwar 50 pro Monat. Auch beim Buchungsposten für die Geldautomatenauszahlung wird nun differenziert: Bei Base kostet er EUR 1,90, bei Complete weiterhin EUR 0,90. Der Sollzins für eingeräumte Kontokorrentkredite stieg jeweils um 1,20 Prozentpunkte, bei Base auf 13,08% p. a., bei Complete auf 11,88% p. a.

++ bei Aldi Süd können Kunden für das Geldabheben an der Kasse neben der girocard seit 15.8.19 auch eine Debit- oder Kreditkarte von Mastercard verwenden. Den Einkauf erledigen und gleichzeitig Bargeld mitnehmen ist bei Aldi Süd ab einem Einkaufswert von EUR 10,00 möglich. Um den Service in Anspruch zu nehmen, müssen Kunden lediglich vor dem Bezahlen dem Mitarbeiter an der Kasse den gewünschten Betrag nennen, den sie abheben wollen. Nach NORMA ist Aldi Süd die zweite große Handelskette, die den Bargeldservice um Mastercard erweiterte

++ das "VL-Sparen" der ING, zuvor mit Festzins von 1,00% ein gutes Produkt für die Anlage vermögenswirksamer Leistungen, ist bei Abschluss ab 1.9.19 nur noch mit einem Festzins von 0,10% ausgestattet

++ onvista bank belastet ab 1.11.19 beim "Festpreis-Depot" auch auf Xetra Frankfurt die Börsengebühren und/oder ähnliche Kosten an den Kunden weiter. In einer Aufstellung der onvista bank zu den Börsengebühren sind sie zu Xetra Frankfurt mit 0,00739% vom Ordervolumen, mindestens aber EUR 0,75 und maximal EUR 89,96, angegeben. Statt bislang EUR 7,00 kostet eine Order über beispielsweise EUR 10.000 dann EUR 7,75 und eine über EUR 15.000 dann EUR 8,11. Bislang gehörte Xetra Frankfurt wie weiterhin noch Tradegate und Quotrix zu den Handelsplätzen, an denen man beim Festpreis-Depot am günstigsten, ohne diese Zusatzkosten handeln konnte

++ ING erweiterte beim Neukundenangebot zum Depot nach einmonatiger Pause wieder um den zusätzlichen Amazon-Gutschein, allerdings hat er im jetzigen Eröffnungszeitraum vom 2.9.19 bis zum 30.9.19 eine Höhe von EUR 40,00, im Juni/Juli waren es EUR 75,00. Den Amazon-Gutschein erhält man von ING, sofern das Depot innerhalb von vier Wochen nach Eröffnung ein Wertpapiervolumen von mindestens EUR 5.000 aufweist. Dies kann durch Wertpapierübertrag von einer anderen Bank und/oder durch Wertpapierkauf erreicht werden. Übertragene Wertpapiere müssen mindestens sechs Monate bei der ING bleiben. Daneben kann sechs Monate lang vergünstigt für EUR 2,90 pro Order gehandelt werden

++ bei comdirect läuft vom 26.8.19 bis zum 6.10.19 ein Eröffnungsangebot zum Depot mit zusätzlich EUR 100,00 Geldprämie für Neukunden. Nach der bestätigten Depoteröffnung muss der neue Kunde innerhalb von gerade einmal 14 Tagen mindestens drei Trades getätigt haben (ausgenommen Eurex, CFD-Handel und Aktien-Neuemissionen). Zu den Trades zählen auch Sparplanausführungen. Wichtig: Der Zusatzvorteil mit den EUR 100,00 gilt nur, wenn das Depot über die entsprechende Aktionsseite eröffnet wird. Gleichzeitig gelten auch alle Vorteile des gewöhnlichen Eröffnungsangebots: So kann bei comdirect in den ersten zwölf Monaten an den inländischen Börsenplätzen oder außerbörslich (außer Eurex) für EUR 3,90 je Order gehandelt werden, etwaige börsenplatzabhängige Entgelte oder die Aufschläge bei telefonischer oder schriftlicher Auftragserteilung werden zusätzlich berechnet. Außerdem entfallen die Kosten der Depotführung für drei Jahre

++ Consorsbank ersetzte am 22.8.19 die Fondsübertragungsaktion durch eine Übertragungsaktion, die alle Wertpapierarten einbezieht und an der jeder neue und jeder bestehende Depotkunde einmalig teilnehmen kann. Zudem gibt Consorsbank spätestens vier Wochen nach eingehendem Übertrag von Wertpapieren ab mindestens EUR 10.000 Gegenwert auch noch zehn Freetrades für Tradegate hinzu, mit einer Gültigkeit von zwölf Monaten. Die neue Staffel für den Übertrag sieht wie folgt aus: Ab EUR 10.000 übertragenem Volumen beträgt die Geldprämie EUR 50,00, ab EUR 25.000 Volumen EUR 100,00, ab EUR 50.000 Volumen EUR 250,00, ab EUR 100.000 Volumen EUR 500,00, ab EUR 250.000 Volumen EUR 750,00 und ab EUR 500.000 Volumen EUR 1.000. Maßgeblich für die Bewertung des Volumens ist ausschließlich der Tag der Einbuchung. Bestände, die der Depotinhaber zu einem früheren Zeitpunkt schon einmal in einem Depot bei Consorsbank unterhalten und dann an eine Fremdbank wegübertragen hatte, schließt Consorsbank von der Prämierung verständlicherweise aus. Anders als bei einigen ähnlichen Angeboten wird keine Haltefrist auferlegt, die Wertpapiere können jederzeit verkauft werden

++ bei onvista bank kann aufgrund der Beendigung des Kooperationsvertrags mit Lyxor kein Sparplan mehr auf einen Lyxor-ETF eingerichtet werden. Bereits angelegte Sparpläne sollen aber bis auf Weiteres bestehen bleiben. onvista bank nahm zum zahlenmäßigen Ausgleich Sparpläne der hierzulande weniger bekannten Anbieter Legal & General Investment Management, VanEck und WisdomTree ins Programm

++ die "GenialCard" der Hanseatic Bank hat bei Kartenantrag ab 2.9.19 Ideal-Konditionen, das Auslandsentgelt von bislang 1,75% und die Gebühr für Bargeldabhebung von bislang 3,00% (mind. EUR 5,95) sind bei den neuen Verträgen nämlich weggefallen. Somit kann mit der GenialCard, die beitragsfrei ist, ohne Auslandsentgelt eingekauft werden, und zudem ist das Geldabheben weltweit gebührenfrei (ggf. aber Entgelt des Automatenbetreibers bzw. der Bankfiliale). Zur Kompensation ist allerdings das Eröffnungsangebot mit Startguthaben von EUR 30,00 ausgelaufen, das in den vergangenen Monaten erhältlich war. Die Möglichkeit, nach Kartenausstellung auf Lastschrifteinzug von 100% umzustellen, blieb bestehen. Ebenso ist der Zugang zum OptioPay-Portal ein Mehrwert, den die Karte bietet. Über das OptioPay-Portal kann Wertguthaben für bestimmte Online-Shops (z. B. Otto, FlixBus) oder Filialisten (z. B. Rossmann, Karstadt und Galeria Kaufhof) mit Rabatt erworben werden, je nach Anbieter meist zwischen 5% bis 15%. Bei bestehenden Karteninhabern erfolgt die Umstellung nicht automatisch

++ die BaFin gewährte am 21.8.19 speziell für Kreditkartenzahlungen im Internet über Zahlungsdienstleister in Deutschland mehr Zeit bei der Umstellung auf die sogenannte starke Kundenauthentifizierung. Im Handel bestehe "nach wie vor erheblicher Anpassungsbedarf", stellte die Aufsichtsbehörde fest, mit dem Aufschub will sie "Störungen bei Internetzahlungen verhindern und einen reibungslosen Übergang auf die neuen Anforderungen" ermöglichen. Eigentlich sollte gemäß der europäischen Zahlungsrichtlinie PSD2 ab dem 14.9.19 auch das Einkaufen im Internet nur noch mit den höheren Sicherheitsbestimmungen möglich sein, denn Kartennummer, Ablaufdatum und Prüfziffer - was bislang oft für die Authentifizierung bei Kreditkartenzahlungen genügte - können relativ leicht ausgespäht werden. Wie lange der Aufschub sein wird, will die BaFin erst nach Gesprächen mit Marktteilnehmern und der Europäischen Bankenaufsicht EBA festlegen. In der Zwischenzeit erwarte die BaFin, dass alle Beteiligten ihre Infrastrukturen so schnell wie möglich anpassen

3. Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld

My Money Bank aus Frankreich geht beim "Flexgeld24" per 16.9.19 von 0,45% auf 0,35%.

CreditPlus Bank senkte beim "Flexgeld24" auf Zinspilot am 2.9.19 von 0,31% auf 0,26%.

Die LeasePlan Bank aus den Niederlanden schmälerte am 1.9.19 von 0,50% auf 0,45%.

Bausparkasse Mainz senkte am 29.8.19 von 0,06% auf 0,05%.

Moneyou verringerte am 29.8.19 von 0,25% auf 0,20%.

Die Opel Bank verringerte am 29.8.19 von 0,40% auf 0,35%.

Resurs Bank aus Schweden senkte am 27.8.19 von 0,55% auf 0,50%.

Nordax Bank aus Schweden verringerte am 19.8.19 von 0,55% auf 0,50%.

Die TF Bank aus Schweden verringerte am 19.8.19 beim über den eigenen Internetauftritt angebotenen Tagesgeld von 0,65% auf 0,55%.

Die Akbank verringerte am 12.8.19 beim "AK-Online Tagesgeld" von 0,41% auf 0,31% und beim "AK Tagesgeld" von 0,20% auf 0,15%.

Meine Bank kürzte am 9.8.19 bei "Mein TagesGeld Online" den Zins der Guthabenteile bis EUR 10.000 auf 0,10% (vorher 0,20%) und den der Guthabenteile größer EUR 10.000 bis EUR 300.000 auf 0,05% (vorher 0,10%); oberhalb von EUR 300.000 wird nicht mehr verzinst, zuvor mit 0,05%. Bei "Mein TagesGeld Classic" gelten 0,02% (vorher 0,08%).

4. Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen

(Auswahl an relevanten Änderungen)

solarisBank setzte am 3.9.19 bei allen angebotenen Laufzeiten den Zins auf 0,10%. Zuvor galten bei 12 Monaten 0,50%, bei 2 Jahren 0,70%, bei 3 Jahren 0,90%, bei 4 Jahren 1,15% und bei 5 Jahren 1,25%.

BNF Bank aus Malta verringerte am 29.8.19 für den Anlagestarttermin 16.9.19 bei 12 Monaten auf 0,75% (vorher 0,80%), bei 2 Jahren auf 1,05% (vorher 1,15%), bei 3 Jahren auf 1,15% (vorher 1,25%) und bei 5 Jahren auf 1,50% (vorher 1,60%).

Bausparkasse Mainz senkte am 29.8.19 um 0,05 bis 0,40 Prozentpunkte, zum Beispiel bei 6 Jahren auf 0,71% (vorher 1,01%) und bei 10 Jahren auf 1,01% (vorher 1,41%).

Renault Bank direkt senkte am 27.8.19, und zwar bei 12 Monaten auf 0,60% (vorher 0,70%), bei 2 Jahren auf 0,75% (vorher 0,85%), bei 3 Jahren auf 0,85% (vorher 1,00%), bei 4 Jahren auf 0,90% (vorher 1,10%) und bei 5 Jahren auf 1,00% (vorher 1,20%).

Kommunalkredit Invest senkte am 26.8.19 ab der 18-monatigen Laufzeit um bis zu 0,50 Prozentpunkte. Zudem entfiel der Startbonus. Für Anlagebeträge ab EUR 10.000 sind das die Sätze: 2 Jahre - 0,75% (vorher 0,80%), 3 Jahre - 0,90% (vorher 1,11%), 5 Jahre - 1,01% (vorher 1,15%), 8 Jahre - 1,10% (vorher 1,40%), 10 Jahre - 1,30% (vorher 1,80%)

Ditto Bank aus Frankreich senkte am 26.8.19 bei 12 Monaten auf 0,40% (vorher 0,80%).

Die akf bank erhöhte am 23.8.19 bei 12 Monaten auf 0,70% (vorher 0,65%) und bei 2 Jahren auf 0,90% (vorher 0,85%).

Die KT Bank verringerte am 22.8.19 um 0,10 bis 0,20 Prozentpunkte. Bei 6 Monaten bietet sie 0,40% (vorher 0,60%), bei 12 Monaten 0,55% (vorher 0,75%), bei 2 Jahren 0,90% (vorher 1,00%), bei 3 Jahren 1,10% (vorher 1,30%), bei 4 Jahren 1,20% (vorher 1,40%) und bei 5 Jahren 1,30% (vorher 1,50%).

Younited Credit aus Frankreich senkte am 22.8.19 bei 2 Jahren auf 1,20% (vorher 1,31%) und bei 3 Jahren auf 1,26% (vorher 1,46%). Am 5.8.19 hatte Younited Credit bei 2 und 3 Jahren zwischenzeitlich jeweils 1,46% ausgerufen, woraufhin schon am 8.8.19 eine Senkung folgte.

Die DenizBank senkte am 16.8.19 um 0,10 bis 0,20 Prozentpunkte, zum Beispiel bei 4 Jahren auf 0,90% (vorher 1,05%) und bei 10 Jahren auf 1,25% (vorher 1,40%).

Die Akbank verringerte am 12.8.19 bei den Kurzläufern bis 9 Monate, so etwa beim "AK-Online Festgeld" die 6-monatige Laufzeit auf 0,31% (vorher 0,41%) und die 9-monatige auf 0,35% (vorher 0,45%).

Klarna Bank aus Schweden setzte am 9.8.19 alle Laufzeiten auf 0,15%. Zuletzt waren es bei 6 Monaten 0,25%, bei 12 Monaten 0,70%, bei 2 Jahren 0,95% und bei 3 sowie 4 Jahren 1,25%.

Hoist Finance aus Schweden senkte am 8.8.19 bei 2 Jahren auf 1,02% (vorher 1,12%), bei 3 Jahren auf 1,30% (vorher 1,50%), bei 4 Jahren auf 1,50% (vorher 1,80%) und bei 5 Jahren auf 1,60% (vorher 2,00%).

Der Festgeldanbieter Zinsgold hat den Geschäftsbetrieb eingestellt. Von außen wahrnehmbar war dies, als die Internetseite ab 7.8.19 nicht mehr erreichbar war. Die kontoführende flatex Bank teilte auf unsere Anfrage mit, dass die Festgelder der Bestandskunden nach fristgerechter Kündigung schon an die Kunden zurückgezahlt worden seien. Zinsgold war seit November 2016 am Markt, der Inkubator Rocket Internet der Gesellschafter. Da Zinsgold keine eigene Banklizenz besitzt, waren die Kundengelder beim White-Label-Dienstleister flatex Bank angelegt.

Sberbank Direct erweiterte am 5.8.19 das Laufzeitangebot um eine 5-jährige Laufzeit zu 1,10% und eine 6-jährige zu 1,20%.

Noch einen schönen Monat September wünscht

m o d e r n - b a n k i n g

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