Festzinsanlage: Seitenhilfe

Diese Seitenhilfe erklärt den Festgeld-Vergleich für Deutschland Schritt für Schritt: die Bedienung, die weiteren Filter und jedes einzelne Vergleichskriterium. Festgeld wird je nach Anbieter auch Termingeld oder Sparbrief genannt - der Vergleich führt alle diese Festzinsanlagen unabhängig von ihrer Bezeichnung. Alle Demos und Beispielwerte auf dieser Seite stammen von fiktiven Musterbanken.

Bedienelemente des Vergleichs

Die wichtigsten Bedienelemente des Vergleichs, hier zum Ausprobieren. Jedes Element arbeitet wie im echten Vergleich, gefüllt mit fiktiven Musterbanken. Stellen Sie ein, worauf es Ihnen ankommt - vor allem Laufzeit und Betrag - und sehen Sie unmittelbar, wie sich das Ergebnis ändert.

Laufzeit wählen

Über die Laufzeit-Pills legen Sie fest, für welchen Zeitraum Sie sich binden. Festzinsanlagen werden üblicherweise zwischen einem Monat und zehn Jahren angeboten; im Vergleich stehen 3, 6, 9, 12 und 18 Monate sowie 2 bis 10 Jahre zur Wahl, teilweise lassen sich kürzere Zeiträume auch taggenau vereinbaren. Die Laufzeit ist die zweite entscheidende Stellschraube neben dem Betrag: Für eine längere Bindung gibt es meist höhere Zinsen, und es können sich ab festgelegten Übergängen einzelne Vergleichskriterien ändern - bei mehrjährigen Anlagen erscheint zusätzlich die Zeile zur Kapitalisierung der jährlichen Zinsen. Im Beispiel ändert ein Klick die Beispielzinsen zweier Musterbanken.

  1. #01Hansebank2,45%
  2. #02Rhein Direkt2,35%
Auszahlung oder Kapitalisierung der jährlichen Zinsenerscheint im Vergleich

Anlagebetrag wählen

Über die Betrags-Pills stellen Sie ein, wie viel Sie anlegen möchten: bis EUR 4.999, EUR 5.000 bis EUR 9.999 oder ab EUR 10.000. Das ist entscheidend, denn einige Banken unterscheiden bei den Zinssätzen nach Anlagebetrag, bieten für höhere Anlagebeträge höhere Zinssätze. Der beste Anbieter hängt damit von Ihrem Betrag ab: Im Beispiel tauschen zwei Musterbanken je nach gewähltem Betrag die Plätze.

  1. #01Hansebank2,45%
  2. #02Rhein Direkt2,35%

Auslandsanlagen berücksichtigen

Der Schalter "Auslandsanlagen berücksichtigen" blendet Angebote von Instituten aus dem übrigen Euroraum ein, gekennzeichnet mit einem Auslands-Badge samt Länderflagge. Zugleich erscheint das Zusatzkriterium Quellensteuerabzug, das nur bei einer Anlage im Ausland eine Rolle spielt, und die Zahl der angezeigten Angebote steigt.

Laufzeit: 12 Monate · ab EUR 10.000 (fest)
  1. #01Hansebank2,45%
  2. #02Rhein Direkt2,35%
  3. #03Banque Exemple Auslandsanlage2,55%
Quellensteuerabzug bei Auslandsanlagenerscheint im Vergleich

durch die Anbieter blättern

Der Vergleich zeigt je nach Bildschirmbreite mehrere Anbieter nebeneinander, am Desktop je nach Größe fünf oder acht, auf dem Smartphone drei. Eine Skala mit Fortschrittsbalken und Pfeilen oberhalb der Tabelle sagt Ihnen, welchen Ausschnitt Sie gerade sehen; über die Pfeile oder durch Ziehen des Reglers verschieben Sie dieses Fenster und blättern so durch alle Angebote. Auf dem Smartphone wischen Sie stattdessen seitlich durch die Spalten.

Anbieter 15 von 14

Ergebnis sortieren

Zwei Sortier-Buttons ändern die Reihenfolge: nach Anbietername (A–Z oder Z–A) und nach dem Zinssatz, auf- oder absteigend. Standardmäßig steht der höchste Zinssatz oben. So stellen Sie die Angebote nach dem Kriterium zusammen, das für Sie zählt.

  1. #01Berlin Direkt2,60%
  2. #02Hansebank2,45%
  3. #03Rhein Direkt2,35%

weitere Filter öffnen

Ganz rechts in der Einstellungsleiste über dem Vergleich sitzt der Button mit dem Schieberegler-Symbol. Ein Klick öffnet den Bereich mit den weiteren Filtern - von der Länderauswahl über die Europakarte bis zu den einzelnen Kontomerkmalen. Diese Filter erklärt der nächste Abschnitt.

hoher Kontrast (Hell-Modus)

Über den Umschalter mit dem Halbkreis-Symbol oben rechts wechseln Sie zwischen der dunklen Standard-Darstellung und einem hellen Modus mit hohem Kontrast - im Vergleich ebenso wie auf dieser Seitenhilfe. Die Wahl bleibt für Ihren Besuch gespeichert, bis Sie erneut umschalten.

Alle Demos nutzen fiktive Musterbanken und Beispielzinsen.

weitere Filter

Mit den weiteren Filtern grenzen Sie den Vergleich auf die für Sie passenden Angebote ein. Sie öffnen den Filterbereich über den Button mit dem Schieberegler-Symbol am rechten Ende der Einstellungsleiste, direkt über dem Vergleich. Die Europakarte steuert die Länderauswahl, weitere Filter betreffen den Zugangsweg, das Identifikationsverfahren und einzelne Kontomerkmale.

Zugangsweg

Grenzen Sie ein, ob Sie direkt bei der Bank abschließen (Direktanlage) oder den Weg über eine Zinsplattform wählen; im Festgeld-Vergleich sind das Raisin, der ZinsMarkt und das Check24-Anlagekonto. Was die Wege für Vertrag, Verrechnungskonto und Einlagensicherung bedeuten, erläutert ausführlich das Kriterium Zugangsweg.

Länderauswahl mit Europakarte

Über die Europakarte wählen Sie, aus welchen Ländern Angebote erscheinen sollen - per Klick auf ein Land oder über die Schnellauswahl-Presets "nur Deutschland", "konservative Länderauswahl", "ohne Quellensteuerabfuhr" und "alle Länder". Zwei Spalten trennen dabei den Sitz des Produktanbieters vom Sitz der Einlagensicherung. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil beide auseinanderfallen können: Bei einem Angebot über eine Plattform sitzt die Bank im einen Land, während die Sicherung dem Recht eines anderen folgt. Das Länderset des Schnellauswahl-Buttons "konservative Länderauswahl" umfasst momentan Deutschland, Estland, Frankreich und Schweden.

Demo: Länder zum Ausprobieren anklickbar (Beispiel).

Identifikationsverfahren

Filtern Sie nach dem bevorzugten Weg der Identitätsprüfung: PostIdent in einer Postfiliale oder VideoIdent per Videotelefonat. So sehen Sie nur Konten, die Ihr Wunschverfahren anbieten. Wie die beiden Verfahren im Einzelnen ablaufen, erläutert das Kriterium PostIdent/VideoIdent.

Ergebnisse eingrenzen

Vier Kontrollkästchen beschränken das Ergebnis auf Konten, die das jeweilige Kriterium erfüllen: "nur Konten, die als Gemeinschaftskonto möglich sind", "nur Konten, die für Minderjährige erhältlich sind", "nur Konten mit automatischem Steuerabzug" und "nur Konten ohne Quellensteuerabzug". Ein aktiv gesetzter Filter zeigt nur noch Angebote, die die Bedingung tatsächlich erfüllen.

Vergleichskriterien im Detail

Jede Zeile des Vergleichs wird hier erklärt. Links stehen die Beispielwerte der fiktiven Musterbank Deutschland in der gewohnten Tabellen-Optik, rechts die Erläuterung; die Reihenfolge entspricht exakt dem Vergleich. Beim Vergleich lohnt der Blick auf mehrere Punkte zugleich: die je nach Angebot unterschiedlichen Mindest- und Höchstanlagesummen, die Frage, ob die Zinsen ausgezahlt oder mitverzinst werden, bei mehrjährigen Laufzeiten der Zinseszinseffekt, vor allem aber eine ausreichende Einlagensicherung und die Regelung zum Laufzeitende, damit sich die Anlage nicht ungewollt verlängert.

Kopfbereich

Anbieter

Ein Klick auf die Anbietergrafik ruft die vollständige Anbieterinformation auf: Anschrift, Kontaktdaten, Gruppen- oder Gesellschafterstruktur und vor allem die Angaben zur Einlagensicherung. Unter dem Logo steht der Produktname, also die Bezeichnung, die der Anbieter für seine Festzinsanlage verwendet. Das kleine Info-Symbol zeigt den vollständigen Anbieter- und Produktnamen an, falls die Anzeige gekürzt ist. Links davon steht die Ranking-Position des Angebots.

Musterbank Deutschland · Musterbank Festgeld

Vollständiger Anbieter- und Produktname: Musterbank Deutschland AG - Musterbank Festgeld Online.

Inlandsanlage/Auslandsanlage

Das Badge zeigt auf einen Blick, ob ein Konto als Inlands- oder als Auslandsanlage gilt. Maßgeblich ist der Sitz des Instituts: Bietet eine Bank mit Sitz oder Niederlassung in Deutschland die Festzinsanlage an, ist es eine Inlandsanlage; führt ein Institut aus einem anderen EU-Land das Konto, eine Auslandsanlage. Die Unterscheidung ist wichtig, weil bei einer Auslandsanlage kein automatischer Steuerabzug durch die Bank stattfindet, sich kein Freistellungsauftrag nutzen lässt und je nach Land ein Quellensteuerabzug anfallen kann. Über den Schalter "Auslandsanlagen berücksichtigen" blenden Sie diese Angebote und die dafür relevanten Zusatzkriterien gezielt ein. Die Länderflagge kennzeichnet das Sitzland.

Inlandsanlage Auslandsanlage

Zinssatz p. a.

Der Zinssatz per anno ist das zentrale Vergleichs- und Sortierkriterium; standardmäßig steht der höchste Satz oben. Angegeben ist der Zins, der für die gewählte Laufzeit und Betragsstufe gilt - ändern Sie Laufzeit oder Betrag, kann sich der Satz verschieben. Bei einer Zinsstaffel innerhalb der gewählten Betragsstufe ist der höhere Zins für die Sortierung maßgeblich. Lesen Sie den Zins jedoch nicht isoliert: Gerade bei mehrjährigen Laufzeiten täuscht ein hoher Nominalzins, wenn die Zinsen erst am Ende und ohne Zinseszins gutgeschrieben werden. Wie die Zinsen ausgeschüttet und ob sie mitverzinst werden, zeigen die Kriterien der Gruppe Ausschüttung/Auszahlung. Schreibt ein Anbieter bei den mehrjährigen Laufzeiten erst zum Laufzeitende ohne Zinseszinseffekt gut, ist dies bei "Zeitpunkt der steuerlichen Zinsausschüttung bei Laufzeit ab 18 Monate" genannt, zudem geben wir dann in der Fußnote die Vergleichswerte an, die bei jährlicher Zinsgutschrift den vermeintlich höheren Zinssätzen (denen ohne Zinseszinseffekt) entsprechen würden.

Laufzeit
Betragsstufe
2,50% p. a.Musterbank Deutschland · Beispielwerte

Merkmale

Zugangsweg

Der Zugangsweg zeigt, wie Sie die Festzinsanlage abschließen und führen. Bei der Direktanlage werden Sie unmittelbar Kunde der anbietenden Bank: Vertrag, Kommunikation und Online-Banking direkt mit dem jeweiligen Institut. Als Verrechnungskonto, über das die Zinsen und am Laufzeitende der Anlagebetrag laufen, geben Sie meist Ihr bestehendes Girokonto an; einzelne Anbieter setzen jedoch ein hauseigenes, oft gebührenfreies Verrechnungskonto voraus. Bei einer Zinsplattform - im Vergleich sind das Raisin (WeltSparen), der ZinsMarkt und das Check24-Anlagekonto - eröffnen Sie ein einziges Plattform-Konto und erreichen über einen Login die Angebote mehrerer Partnerbanken. Ein- und Auszahlung laufen über ein zentrales, in Deutschland geführtes Verrechnungskonto: bei Raisin über die hauseigene Raisin Bank, beim ZinsMarkt über die Deutsche Bank, beim Check24-Anlagekonto über die C24 Bank. Das Festgeld selbst liegt bei der jeweiligen Partnerbank, und deren Sicherungseinrichtung schützt Ihre Einlagen, nicht die Plattform. Auf den Plattformen finden sich überwiegend Auslandsanlagen; so lässt sich bei Banken anlegen, die aus Deutschland sonst schwer zugänglich wären, und Kontoeröffnung samt Identifikation ist nur einmal für das zentrale Verrechnungskonto nötig. Die Länderauswahl steuern Sie über die Europakarte im Filterbereich.

Sitz des Produktanbieters

Hier steht das Land, in dem das anbietende Institut seinen Sitz hat. Der Sitz entscheidet mit darüber, welche Aufsicht das Institut beaufsichtigt und - bei reinen Auslandsanbietern ohne deutsche Niederlassung - welche nationale Einlagensicherung zuständig ist. Über die Europakarte im Filterbereich grenzen Sie die Auswahl gezielt auf bestimmte Sitzländer ein. Achten Sie darauf, dass der Sitz des Anbieters und der Sitz der Einlagensicherung auseinanderfallen können.

Sitz der Einlagensicherung

Dieses Kriterium nennt das Land, dessen Einlagensicherung im Ernstfall für Ihr Guthaben einsteht. Es ist bewusst getrennt vom Sitz des Anbieters aufgeführt, denn beide können auseinanderfallen: Bei einer Festzinsanlage über eine Zinsplattform sitzt die Partnerbank womöglich im einen Land, während die zuständige Sicherungseinrichtung dem Recht eines anderen folgt. Für die Sicherheit Ihrer Anlage ist entscheidend, wer tatsächlich Sicherungsgeber ist und in welcher Währung abgesichert wird. Liegt die Sicherung außerhalb des Euroraums, sollten Sie einen Wechselkurspuffer einplanen. Über die Europakarte im Filterbereich filtern Sie gezielt nach dem Sitz der Einlagensicherung.

Einlagensicherung durch

Angegeben ist, welche in- oder ausländische Einlagensicherung die Kundeneinlagen absichert; eine zusätzliche freiwillige Absicherung wird ebenfalls genannt. Ausführliche Angaben, auch zur Höhe, finden Sie in der Anbieterinformation. Als Einlagensicherung bezeichnet man die gesetzlichen und freiwilligen Maßnahmen, die Kundeneinlagen im Fall einer Insolvenz schützen.

In Deutschland ist jede Bank, die gesicherte Einlagen entgegennimmt, einer gesetzlichen Sicherung angeschlossen. Für private Banken übernimmt das die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB); Sparkassen sowie Genossenschaftsbanken sichern ihre Institute über eigene Institutssicherungssysteme. Gesetzlich geschützt sind EUR 100.000 pro Kunde und Institut, unter bestimmten Voraussetzungen - etwa aus dem Verkauf einer selbst genutzten Wohnimmobilie oder im Zusammenhang mit Heirat, Renteneintritt, Krankheit oder Erbfall - zeitlich begrenzt (sechs Monate) bis EUR 500.000. Viele Privatbanken gehören zusätzlich dem freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) an, der über die gesetzliche Grenze hinausreicht; auf diese freiwillige Sicherung besteht jedoch kein einklagbarer Rechtsanspruch.

Bei Instituten aus einem anderen EU-Land greift die Sicherung des jeweiligen Sitzlandes; EU-weit gelten EUR 100.000. Liegt die Sicherung in Fremdwährung, etwa bei der schwedischen Einrichtung, kann der Gegenwert durch Wechselkurse schwanken; planen Sie dann einen Puffer ein. Welcher Sicherungseinrichtung ein Institut angehört, steht im Preisverzeichnis oder in den AGB; Neukunden werden bei Kontoeröffnung, Bestandskunden jährlich informiert. Begrenzen Sie Ihre Anlage möglichst auf den gesetzlich gesicherten Betrag.

Mindestanlage

Die Mindestanlage ist der Betrag, der für eine Festzinsanlage mindestens angelegt werden muss. In der Regel ist eine solche Mindestsumme vorgesehen; sie liegt meist zwischen EUR 500,00 und EUR 10.000. Gerade bei kleineren Anlagebeträgen entscheidet die Mindestanlage damit, ob ein Angebot überhaupt infrage kommt.

Höchstanlage

Die Höchstanlage begrenzt den Betrag, der zu den angegebenen Konditionen angelegt werden kann. Oft gibt es keine Obergrenze oder sie liegt über dem von der gesetzlich geregelten Einlagensicherung gesicherten Betrag - mehr sollte für eine sichere Zinsanlage bei einem Institut ohnehin nicht angelegt werden. Bei hohen Anlagebeträgen lohnt deshalb der Blick auf diese Zeile, bevor Sie den Antrag stellen.

Ausschüttung/Auszahlung

Zeitpunkt der steuerlichen Zinsausschüttung bei Laufzeit bis 12 Monate / ab 18 Monate

Dieser Punkt gibt an, wann die Zinsen steuerlich als zugeflossen gelten - also wann Sie sie gegebenenfalls versteuern müssen. Der Zeitpunkt hängt von der Laufzeit ab, deshalb wechselt das Label mit Ihrer Laufzeit-Wahl: Bei Laufzeiten bis 12 Monate werden die Zinsen überwiegend erst am Laufzeitende ausgeschüttet, bei längeren Laufzeiten meist jährlich - nach jedem Laufzeitjahr oder zum Ende des Kalenderjahres - und abschließend zum Laufzeitende. Wird bei mehrjährigen Laufzeiten ausschließlich am Ende ausgeschüttet, kommt es darauf an, ob dabei ein Zinseszinseffekt eingerechnet wird; fehlt er, schmälert das die Rendite und der hohe Nominalzins täuscht. Zahlt ein Anbieter die Zinsen dagegen jährlich auf das Verrechnungskonto aus, werten wir das als Zinseszinseffekt, weil der Betrag dann für eine weitere verzinsliche Anlage zur Verfügung steht. Seltene abgezinste Sparbriefe erwirbt man zu einem reduzierten Preis und erhält am Ende den Nennwert; bei der aufgezinsten Variante legt man zum Nennwert an und bekommt ihn samt Zinsen zurück.

Label folgt der gewählten Laufzeit

Auszahlung oder Kapitalisierung der jährlichen Zinsen

nur bei mehrjährigen Laufzeiten

Diese Zeile erscheint im Vergleich nur bei mehrjährigen Laufzeiten (ab 18 Monaten). Sie gibt an, ob die jährlichen Zinsen auf das Verrechnungskonto ausgezahlt oder auf dem Anlagekonto kapitalisiert werden. Bei der Kapitalisierung werden die Zinsen dem Anlagebetrag gutgeschrieben, der dadurch wächst und im Folgejahr mitverzinst wird - das ist der Zinseszinseffekt: Auf einen bereits gutgeschriebenen Zinsbetrag erhalten Sie erneut Zinsen. Ein Beispiel: Legen Sie EUR 10.000 zu 3,00% mit jährlicher Zinsgutschrift an, erhalten Sie im ersten Jahr EUR 300,00 Zinsen; der Saldo steigt auf EUR 10.300. Im zweiten Jahr fallen dadurch bereits EUR 309,00 Zinsen an. Werden die Zinsen dagegen jährlich ausgezahlt, steht der Betrag für eine andere verzinsliche Anlage zur Verfügung.

Kapitalisierung EUR 10.000 zu 3,00%: Jahr 1 EUR 300,00 gutgeschrieben, Saldo EUR 10.300; Jahr 2 EUR 309,00, Saldo EUR 10.609.

Quellensteuerabzug bei Auslandsanlagen

nur bei Auslandsanlagen (Ausland-Filter)

Bei einer Auslandsanlage kann das Sitzland des Instituts eine Quellensteuer auf die Zinserträge einbehalten, sodass Ihnen der Zins gekürzt gutgeschrieben wird. Ob und in welcher Höhe das geschieht, hängt vom jeweiligen Land und vom Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland ab. In einigen Ländern - etwa Estland, Frankreich, Luxemburg, Malta, den Niederlanden und Schweden - fällt gar keine Quellensteuer an. In anderen, darunter Belgien, Österreich und Tschechien, entfällt der Abzug nur, wenn Sie eine Ansässigkeitsbescheinigung Ihres Finanzamts vorlegen. Wieder andere - zum Beispiel Litauen, Lettland und Polen - senken den Satz mit einer solchen Bescheinigung lediglich; nur der reduzierte Satz lässt sich später auf die deutsche Steuer anrechnen. Zu viel einbehaltene Quellensteuer können Sie sich in der Regel bis zu dem im Abkommen vorgesehenen Satz erstatten lassen oder anrechnen - das erfordert allerdings einen Antrag und etwas Aufwand, um die Bescheinigung sollten Sie sich vor der Zinszahlung kümmern. Über den Filter "nur Konten ohne Quellensteuerabzug" oder das Preset "ohne Quellensteuerabfuhr" auf der Europakarte blenden Sie Angebote mit Abzug aus. Dieses Kriterium erscheint im Vergleich, sobald Sie Auslandsanlagen einblenden.

Aufwand für Besteuerung in Deutschland

Zinserträge unterliegen in Deutschland der Kapitalertragsteuer von 25%, zuzüglich Solidaritätszuschlag (5,5% auf die Steuer) und - bei Zugehörigkeit zu einer kirchensteuerpflichtigen Religionsgemeinschaft - Kirchensteuer. Entscheidend für Ihren Aufwand ist, wer die Steuer abführt. Inländische Banken behalten sie automatisch ein und überweisen sie ans Finanzamt; damit ist der Ertrag abgegolten und muss nicht zwingend in die Steuererklärung. Mit einem Freistellungsauftrag bleiben Erträge bis zum Sparer-Pauschbetrag - EUR 1.000 für Alleinstehende, EUR 2.000 für zusammen veranlagte Ehepaare (seit 2023) - vom Abzug verschont; den Auftrag können Sie über mehrere Institute verteilen. Bei einer Auslandsanlage zieht die ausländische Bank keine deutsche Steuer ab; die Erträge geben Sie dann selbst in der Einkommensteuererklärung über die Anlage KAP an. Der Filter "nur Konten mit automatischem Steuerabzug" zeigt gezielt die bequeme Variante.

Haben Sie den Freistellungsauftrag vergessen oder überschritten und wurde deshalb Steuer einbehalten, holen Sie sich zu viel Gezahltes über die Einkommensteuererklärung zurück. Liegt Ihr persönlicher Steuersatz unter 25%, wird auf Antrag dieser niedrigere Satz angewandt. Wer voraussichtlich gar keine Einkommensteuer zahlt, kann der Bank mit einer Nichtveranlagungsbescheinigung die Erträge von vornherein steuerfrei auszahlen lassen.

Auszahlung oder Wiederanlage zum Laufzeitende, wenn keine Weisung erfolgt

Diese Zeile zeigt, wie die Bank verfährt, wenn Sie zum Laufzeitende keine Weisung erteilen. Am Laufzeitende wird der Anlagebetrag samt Zinsen entweder auf das Verrechnungskonto zurücküberwiesen oder erneut angelegt. Bei vielen Anbietern verlängert sich die Festzinsanlage automatisch um dieselbe Laufzeit zu den dann geltenden Konditionen, sofern Sie nicht rechtzeitig widersprechen; andere überweisen den Betrag auf das festgelegte Konto, und manche lassen die Einlage zu sehr geringen oder gar keinen Zinsen einfach stehen. Können Sie bereits im Antrag die Auszahlung festlegen, weisen wir "Auszahlung" bei diesem Kriterium aus.

Eine gesonderte Kündigung ist nur nötig, wenn eine automatische Verlängerung vereinbart ist. Um ihr zu widersprechen, genügt ein formloses Schreiben, das alle Kontoinhaber unterschreiben; ein vorbereitetes Formular finden Sie hier. Unsere Empfehlung: Wählen Sie - auch wenn Sie das Geld wieder anlegen möchten - die Auszahlung zum Laufzeitende und vergleichen Sie dann die Angebote aller Anbieter neu, statt sich ungeprüft zu den nächsten Konditionen verlängern zu lassen.

Kontoeröffnung

Gemeinschaftskonto

Ob sich die Festzinsanlage als Gemeinschaftskonto führen lässt, sehen Sie hier. Mögliche Angaben sind "ja", "nur für Eheleute", "nur über die Filiale" oder ein Strich, wenn es nicht angeboten wird. Online lässt sich ein zweiter Kontoinhaber meist per Häkchen im Antrag ergänzen; andernfalls stellen die Anbieter gesonderte Unterlagen bereit. Üblich sind ODER-Konten mit Einzelverfügung: Jeder Inhaber darf allein über das Guthaben verfügen, vertragliche Änderungen jedoch nur gemeinsam. Für die Einlagensicherung zählt jeder Kontoinhaber gesondert: Führen etwa zwei Personen gemeinsam ein Konto bei einem deutschen Institut, verdoppelt sich die gesetzliche Deckung auf zusammen EUR 200.000. Eine Freistellung der Zinsen vom Steuerabzug ist bei Gemeinschaftskonten allerdings nur für Ehepartner möglich. Gerade junge Anbieter bieten anfangs häufig noch keine Gemeinschaftskonten an.

Minderjährige

Viele Direktbanken bieten ihre Festzinsanlagen auch für Minderjährige an; hier sehen Sie, ob das beim jeweiligen Konto möglich ist. Die Verfügungsberechtigung liegt dabei beim gesetzlichen Vertreter. Die Eröffnungsunterlagen, mit denen Unterschrift und Legitimation der Erziehungsberechtigten eingeholt werden, finden Sie auf der Internetseite des Anbieters oder erhalten sie über den Support.

PostIdent/VideoIdent

Banken müssen die Identität neuer Kunden gesetzlich prüfen. Dieses Kriterium zeigt, welche Verfahren ein Institut bei der Eröffnung anbietet; meist haben Sie die Wahl zwischen PostIdent und VideoIdent.

Beim PostIdent legen Sie in einer Filiale der Deutschen Post den Coupon aus den Eröffnungsunterlagen, ein gültiges Ausweisdokument und den unterschriebenen Antrag vor. Ein Postmitarbeiter erfasst die Ausweisdaten und leitet die Bestätigung an die Bank weiter. Das Verfahren ist kostenfrei, erfordert aber den Gang zur Post während der Öffnungszeiten; das Porto für das Einsenden der Unterlagen ist seit September 2020 nicht mehr Teil des PostIdents.

VideoIdent läuft ortsunabhängig per Videotelefonat über Smartphone, Tablet oder PC mit Webcam. Ein geschulter Mitarbeiter prüft Ihr Ausweisdokument, das Sie zur Sichtbarmachung der Sicherheitsmerkmale kippen, fertigt Fotos an und gleicht Ihr Gesicht mit dem Ausweisfoto ab. Zum Abschluss geben Sie eine per SMS oder E-Mail zugesandte TAN ein. Der Vorgang dauert meist fünf bis zehn Minuten und ist häufig papierlos (ohne die Erfordernis, Kontoeröffnungsunterlagen per Post einzusenden).

Praxis-Tipp zur Einzahlung: Bei hohen Anlagebeträgen kann das Online-Überweisungslimit Ihres Girokontos im Weg stehen, wenn die Anlagebank die Überweisung in einer Summe verlangt. Prüfen Sie das Limit vorab - bei manchen Instituten lässt es sich online anheben, bei anderen nur schriftlich.

PostIdent
Postfiliale Bestätigung an Bank
VideoIdent
Videocall TAN-Eingabe

Ident per eID-Funktion des Personalausweises

Neben PostIdent und VideoIdent bieten immer mehr Banken die Identifizierung per Online-Ausweisfunktion (eID) des Personalausweises an; diese Zeile zeigt, ob das Verfahren beim jeweiligen Konto möglich ist. Seit November 2020 sind alle deutschen Personalausweise mit einem eID-Chip ausgestattet, die Online-Ausweisfunktion ist standardmäßig aktiviert. Ein eigenes Lesegerät ist nicht mehr nötig: Ein NFC-fähiges Smartphone und die App des jeweiligen Identifizierungsdienstes - etwa die PostIdent-App der Deutschen Post - genügen. Nach Aufforderung halten Sie den Ausweis an das Smartphone und geben Ihre Ausweis-PIN ein. Der Weg ist schnell und ortsunabhängig, ohne Wartezeit am Postschalter oder auf einen freien Mitarbeiter.

Neukundenaktion

Bei Festzinsanlagen sind Neukundenaktionen selten. Gibt es dennoch eine Aktion zum jeweiligen Angebot, steht an dieser Stelle ein Symbol; ein Klick darauf öffnet die von uns aufbereiteten Informationen zur Aktion. Wer als Neukunde gilt, ist je nach Bank unterschiedlich definiert - mitunter genügt es schon, einige Monate keine Kontoverbindung zur Bank gehabt zu haben, um wieder in den Genuss der Vorteile zu kommen.

Zum Anbieter

zum Anbieter

Der Button führt Sie direkt zum Anbieter: Die Website öffnet sich in einem neuen Browserfenster, sodass der Vergleich geöffnet bleibt.

Ranking und Aktualität

So entsteht die Reihenfolge im Vergleich, so aktuell sind die Daten, und das steckt hinter der Auswahl der berücksichtigten Anbieter.

Standardmäßig sortiert der Vergleich nach dem Zinssatz: Das Angebot mit dem höchsten Zins für die gewählte Laufzeit und Betragsstufe steht oben, gekennzeichnet mit der Ranking-Position. Gleichauf liegende Konten teilen sich eine Position, die Rangnummer bleibt dann leer. Über die Sortier-Buttons ändern Sie die Reihenfolge, etwa nach Anbietername.

Unterhalb der Vergleichsübersicht nennen wir Datum und Uhrzeit des letzten Aktualisierungslaufs; er bezieht sich auf den gesamten Festgeld-Vergleich. Welche Rankingkriterien wir ansetzen und welche Anbieter berücksichtigt werden, können Sie im Detail nachlesen.

Grundlage ist die Ausrichtung auf Direktbanken und Online-Broker sowie auf Institute, die ihre Produkte bundesweit über das Internet anbieten und den Abschluss per PostIdent oder VideoIdent ermöglichen; ebenso einbezogen sind Festgeld-Angebote über die Zinsplattformen Raisin, ZinsMarkt und das Check24-Anlagekonto. Ist ein Anbieter nicht aufgeführt, erfüllt er diese Kriterien meist nicht. Weil Bankprodukte unterschiedlich ausgestaltet sein können, bilden wir gleichartige Produkte mitunter in separaten Übersichten ab; bestehen solche, verlinken wir sie auf der Einstiegsseite des Bereichs und in der Aufstellung der berücksichtigten Anbieter. Neben Instituten mit Sitz oder Niederlassung in Deutschland umfasst der Vergleich auch Anbieter aus dem übrigen Euroraum; diese blenden Sie über den Schalter "Auslandsanlagen" ein (mehr dazu beim Kriterium Inlands-/Auslandsanlage).

zuletzt aktualisiert am 25.7.26 um 7:45 Uhr

Häufige Fragen

Fragen, die kein einzelnes Vergleichskriterium betreffen: rund um die Grundlagen, die Kosten und den Alltag sowie die Strategie bei der Festzinsanlage.

Grundlagen

Was fällt alles unter den Begriff Festzinsanlage?

Für die Festzinsanlage werden auch Begriffe wie Festgeld, Termingeld oder Sparbrief verwendet. "Festgeld" oder "Termingeld" meint meist Festzinsvereinbarungen für Zeiträume bis 12 Monate, mehrjährige Laufzeiten werden eher als "Sparbrief" bezeichnet. Unser Vergleich enthält alle Festzinsanlage-Konditionen, unabhängig davon, wie das Produkt beim jeweiligen Anbieter heißt.

Wann bietet sich eine Festzinsanlage an?

Eine Festzinsanlage bietet sich an, wenn Sie neben einer jederzeit verfügbaren Barreserve Geld haben, das Sie für einen überschaubaren Zeitraum nicht benötigen und fest verzinst anlegen möchten.

Welche Vorteile hat eine Festzinsanlage?

Hauptargument ist der feste Zins, der für die gesamte Anlagedauer garantiert ist: Sie wissen von Beginn an, mit welchem Ertrag Sie rechnen können. Es gibt keine Kursschwankungen und in der Regel keine Gebühren. Im Gegenzug ist das Geld für die vereinbarte Laufzeit gebunden.

Komme ich im Notfall an den Anlagebetrag heran?

Die meisten Festzinsanlagen sehen keine vorzeitige Verfügung vor; möglich ist nur die Kündigung aus wichtigem Grund, etwa im Todesfall des Kontoinhabers. In anderen Fällen wie plötzlicher Arbeitslosigkeit oder Pflegebedürftigkeit sind Sie eher auf Kulanz angewiesen, meist mit einem Zinsabschlag. Vereinzelt bieten einzelne Anbieter Festzinsanlagen mit einer Verfügungsmöglichkeit zu einem Rückfallzins an; dieser bereits bei Vertragsabschluss vereinbarte Zins ist jedoch meist sehr gering, und oft muss die Anlage komplett aufgelöst werden.

Wie erhält man im Entschädigungsfall sein Geld?

Das Verfahren der gesetzlichen Einlagensicherung läuft automatisch, ohne dass Sie einen Antrag stellen müssen. Wird eine Privatbank für den Kundenverkehr geschlossen, informiert die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) die Kunden über den Entschädigungsfall und überweist den gesicherten Betrag. Hat eine ausländische Bank eine deutsche Zweigniederlassung, wickelt die deutsche Einrichtung die Entschädigung im Auftrag des Heimatlandes ab - Sie müssen nicht in fremder Sprache mit einer ausländischen Stelle korrespondieren. Wer dagegen grenzüberschreitend direkt bei einer Bank ohne deutsche Niederlassung angelegt hat, wendet sich an deren nationale Sicherung. Freiwillige Sicherungssysteme haben eigene Abläufe.

Kosten & Alltag

Welche Kosten verursacht eine Festzinsanlage?

Festgeldkonten werden in aller Regel kostenlos geführt. In seltenen Fällen ist die Eröffnung an ein Tagesgeld- oder Girokonto bei derselben Bank gebunden, das gebührenpflichtig sein kann, oder es entstehen Kosten durch den Versand papierhafter Kontoauszüge.

Erhält man Kontoauszüge für Festzinsanlagen?

Meist erhalten Sie einen kostenlosen Kontoauszug zum Zeitpunkt der Zinszahlung, zunehmend über ein Online-Postfach.

Was ist bei der Überweisung von hohen Anlagebeträgen zu beachten?

Bei hohen Beträgen kann das Online-Überweisungslimit Ihres Girokontos im Weg stehen, wenn die Anlagebank die Überweisung in einer Summe verlangt. Das Limit lässt sich bei manchen Instituten online anheben, bei anderen nur schriftlich. Mehr dazu beim Kriterium PostIdent/VideoIdent.

Wie hoch ist der Sparer-Pauschbetrag?

Der Sparer-Pauschbetrag beträgt EUR 1.000 für Alleinstehende und EUR 2.000 für zusammen veranlagte Ehepaare. Bis zu dieser Höhe bleiben Kapitalerträge steuerfrei, wenn Sie den Banken einen Freistellungsauftrag erteilen. Den Pauschbetrag können Sie über mehrere Institute verteilen, indem Sie die Freistellungsaufträge entsprechend aufteilen; Erteilung und Änderung sind kostenlos. Ohne Freistellungsauftrag oder bei höheren Erträgen führen die Banken die Steuer automatisch ab.

Was ist eine NV-Bescheinigung?

Mit einer Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung) darf eine Bank Zinsen und andere Kapitalerträge unabhängig von der Höhe steuerfrei auszahlen. Sinnvoll ist sie, wenn die Kapitalerträge den Sparer-Pauschbetrag übersteigen, das gesamte Einkommen aber so gering ist, dass voraussichtlich keine Einkommensteuer anfällt - typisch bei Kindern, Studierenden, gering Verdienenden oder Rentnern. Sie beantragen die Bescheinigung beim Finanzamt; jede Bank benötigt ein eigenes Exemplar. So ersparen Sie sich, zu viel gezahlte Steuer später über die Einkommensteuererklärung zurückzuholen.

Wie funktioniert der Kirchensteuerabzug?

Kirchensteuer auf Kapitalerträge zahlt nur, wer kirchensteuerpflichtig ist und Erträge über dem Freistellungsauftrag hat. Die Banken führen sie automatisch ab: Sie rufen dazu einmal jährlich beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) ab, ob und mit welchem Satz ein Kunde kirchensteuerpflichtig ist. Wer nicht möchte, dass die Bank die Konfession erfährt, kann beim BZSt schriftlich einen Sperrvermerk setzen lassen; dann ist die Kirchensteuer über die Einkommensteuererklärung mit Anlage KAP zu erklären.

Warum sollte man Zinstermine und Endfälligkeiten im Blick behalten?

Weil Rendite sonst unbemerkt verloren geht. Bei Festzinsanlagen können Zinsen jährlich gutgeschrieben und mitverzinst oder separat ausgezahlt werden; maßgeblich sind die vertraglich vereinbarten Zinszahlungstermine. Häufig ist vertraglich vorgesehen, dass Zinsgutschriften und der Anlagebetrag am Laufzeitende auf dem Verrechnungskonto landen - und dort bleiben sie oft unverzinst liegen, bis Sie selbst umbuchen. Geld, das eigentlich arbeiten soll, liegt womöglich Wochen unverzinst herum.

Noch wichtiger wird der Blick auf das Laufzeitende: In manchen Fällen verlängert sich die Anlage automatisch, wenn Sie nicht rechtzeitig widersprechen. Endfälligkeit und Zinstermine gehören deshalb in den Kalender - nicht als Formalie, sondern als Teil der Renditesicherung. Was ohne Ihre Weisung geschieht, zeigt das Kriterium Auszahlung oder Wiederanlage zum Laufzeitende.

Können Produktdaten einzelner Zinsangebote ausgedruckt werden?

Ja. Rufen Sie die gewünschten Produktdaten im 1-zu-1-Vergleich auf. Über das Druckersymbol unterhalb der Daten wechseln Sie in ein für den Druck optimiertes Format ohne grafische Elemente und drucken es über die Druckfunktion Ihres Browsers aus.

Strategie

Warum ist die richtige Laufzeit wichtiger als der Spitzenzins?

Bei Festgeld entscheidet die Laufzeit darüber, ob das Produkt überhaupt zu Ihrer Lebenslage passt. Der höchste Zinssatz nützt wenig, wenn Sie vor Fälligkeit an das Geld heranmüssen, denn eine vorzeitige Verfügung ist in der Regel nicht möglich. Strategisch sinnvoll ist Festgeld deshalb nur für Geld, das Sie bis zu einem konkreten oder zumindest gut abschätzbaren Zeitpunkt nicht brauchen. Gerade im aktuellen Marktumfeld lohnt es sich, genauer hinzusehen, denn eine längere Bindung wird oft nicht mit einem attraktiven Mehrzins vergütet.

Was ist eine Zinstreppe?

Bei einer Zinstreppe teilen Sie den vorgesehenen Festgeldbetrag auf mehrere Tranchen mit gestaffelten Laufzeiten auf, zum Beispiel auf ein, zwei und drei Jahre. So wird regelmäßig ein Teil frei, ohne dass Sie die gesamte Anlage auf einen einzigen Zinstermin und ein einziges Marktniveau festlegen. Das senkt das Zinsänderungsrisiko und verbessert die Planbarkeit. Besonders sinnvoll ist diese Strategie, wenn Sie Ihren sicheren Anlageteil über mehrere Jahre strecken wollen, aber nicht alles langfristig binden möchten.

Prüfen Sie vor dem Aufteilen die Mindestanlage der Angebote - sie entscheidet, wie klein die einzelnen Stufen sein dürfen.

Warum ist die Einlagensicherung strategisch wichtiger als ein paar Zehntelprozent Mehrzins?

Weil sie definiert, welcher Teil Ihres Geldes im Ernstfall rechtlich abgesichert ist. Gesetzlich geregelt ist der Schutz für Einlagen bis EUR 100.000 pro Person und Bank, in besonderen Lebenssituationen zeitweise bis EUR 500.000. Mehrere Konten bei derselben Bank werden zusammengerechnet. Bei Gemeinschaftskonten hat jeder Inhaber einen eigenen Schutzanspruch.

Freiwillige Sicherungssysteme können darüber hinausgehen, aber auf sie besteht kein einklagbarer Rechtsanspruch. Deshalb ist der richtige Vergleich nicht nur "3,10% oder 3,30%", sondern auch "zu welchem Schutz, bei welchem Rechtsträger".

Warum sollte man Beträge auf Banken und Fälligkeiten verteilen?

Weil Konzentration zwei Risiken bündelt: Sicherungsrisiko und Verfügbarkeitsrisiko. Wer größere Beträge nicht nur nach Konten, sondern nach Banken verteilt, kann den gesetzlich geregelten Schutz je Rechtsträger besser nutzen. Wer zusätzlich Fälligkeiten staffelt, verhindert, dass der gesamte sichere Anlageteil bis zu einem einzigen Datum blockiert ist. Selbst wenn die Einlagensicherung im Entschädigungsfall zahlt, kann der Kunde zwischenzeitlich auf Liquidität angewiesen sein; auch deshalb ist Verteilung mehr als reine Vorsicht.

Wann lohnt Auslandsfestgeld wirklich?

Dann, wenn der Mehrertrag den höheren Prüf- und Verwaltungsaufwand rechtfertigt. Innerhalb der EU sind Einlagen bis EUR 100.000 harmonisiert geschützt, aber zuständig ist das jeweilige nationale Einlagensicherungssystem. Bei Niederlassungen im EU-/EWR-Raum ist also zu klären, welches Heimatland hinter dem Angebot steht.

Hinzu kommt die steuerliche Umsetzung: Festgeldzinsen sind in Deutschland steuerpflichtig, und nicht jedes grenzüberschreitende Angebot ist für deutsche Kunden so bequem wie ein klassisches Inlandsprodukt. Wer für wenige Basispunkte Mehrzins zusätzliche Steuer- oder Dokumentationsarbeit bekommt, hat strategisch oft keinen Vorteil.

Warum ist der Nominalzins oft die falsche Vergleichsgröße?

Maßgeblich ist, was nach Steuer, Inflation und möglichem Leerlauf auf dem Verrechnungskonto übrig bleibt. Der reale Nettoertrag kann also sehr mager sein, obwohl der Nominalzins auf den ersten Blick ordentlich aussieht.

Woran erkennt man unseriöse Festgeldangebote?

Ein Warnsignal ist, wenn ein Angebot vor allem über aggressive Vergleichsseiten, angebliche Vermittler oder ungewöhnlichen Zeitdruck verkauft wird. Die deutsche Bankenaufsicht BaFin warnt, dass Betrüger bekannte Vergleichsportale fälschen oder eigene, professionell wirkende Portale aufbauen. Häufig geht es um vermeintliche Auslandsbanken; die BaFin nennt fremdländische IBANs als typisches Muster in solchen Fällen.

Für Kunden heißt das: Nicht nur das Angebot prüfen, sondern das Institut selbst, den Rechtsträger, den Informationsbogen für Einleger und mögliche Warnmeldungen der Aufsicht.

Was ist von Zinsangeboten in Kombination mit Investmentfonds zu halten?

Solche Kombiangebote - ein besonders hoher Zins, wenn Sie zugleich in Investmentfonds investieren - rechnen sich gegenüber einer getrennten Entscheidung selten. Der hohe Zins gilt nur befristet, die Fondsanlage ist dagegen langfristig und mit Kosten und Risiken verbunden. Meist stehen nur wenige Fonds zur Wahl, und in der Regel fällt der volle Ausgabeaufschlag an, bei Aktienfonds um die 5%. Dieselben Fonds erhalten Sie über Fondsvermittler oder die Börse meist deutlich günstiger. Trennen Sie Zins- und Fondsanlage besser.