Newsletter: Direktbanken.News 02/2026
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Themenüberblick
easybank-Marke ersetzt Barclays
Der Newsticker
Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen
easybank-Marke ersetzt Barclays
Die BAWAG Group betreibt ihr von Barclays übernommenes deutsches Privatkundengeschäft ab Februar unter der Marke easybank. Damit führt sie ihre seit 1997 in Österreich aktive Direktbankmarke auch auf dem deutschen Markt ein. Die BAWAG gab die Markenumstellung am 7.1.26 in einer Pressemitteilung bekannt. Auf www.barclays.de/marke finden Kunden Informationen zur Umstellung. Die neue DE-Domain der easybank, www.easybank.de, ist bereits erreichbar.
Der Rückzug der britischen Barclays aus dem Privatkundengeschäft in Kontinentaleuropa ermöglichte der BAWAG im Sommer 2024 den Zukauf. Nach regulatorischer Genehmigung wurde die Transaktion im Februar 2025 vollzogen. Die übernommene Hamburger Unternehmenseinheit zählt zu Deutschlands größten Kreditkartenanbietern. Auch über CoBranding-Partner wie Eurowings gibt sie Karten heraus und sie bietet Ratenkredite sowie ein Tagesgeldkonto an. Die Parteien vereinbarten, dass die BAWAG den Markennamen Barclays übergangsweise für das Geschäft weiternutzen darf.
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Der Newsticker
++ ING hat für neue Girokunden im Zeitraum 2.2.26 bis 28.2.26 wieder eine Geldprämie ausgelobt, dieses Mal EUR 100,00. Die Bedingungen sind gegenüber ihrem Girokonto-Eröffnungsangebot in den "Black Weeks" (dem Hoch bei EUR 200,00 Geldprämie) gleich geblieben: Zwei aufeinanderfolgende Geldeingänge aus Lohn, Gehalt, Rente, Kindergeld oder BAföG müssen binnen vier Monaten eingehen – mindestens EUR 1.000, bei unter 28-Jährigen mindestens EUR 700,00. Zusätzliche Bedingung ist die Einwilligung zur personalisierten Werbeansprache "Tipps für Sie persönlich". Sie muss binnen vier Wochen erteilt werden und bis zur Gutschrift der Prämie bestehen bleiben
++ die norisbank präsentiert sich seit 28.1.26 auf ihrer Website in einer neuen Markenidentität. Das Design ist deutlich härter auf Kontrast getrimmt. Statt der bisher dominierenden zurückhaltenden Farbgebung in Weiß und Hellgrau für die Hintergründe setzt das Institut nun auf großflächige Elemente, das Orange der Bank wechselt sich mit schwarzen Flächen ab. Auch das Logo wirkt nun durch dunklere Typografie auf orangefarbenem Header markanter. Sprachlich schlägt die Bank ebenfalls einen neuen Ton an: Formulierungen wie "Matcht perfekt" oder "Ready" ersetzen die klassische Banksprache. Das zielt auf eine jüngere, digital geprägte Zielgruppe. Der neue Stil steht im Kontrast zur traditionellen Linie der Deutsche-Bank-Gruppe und zeigt die Absicht, künftig verschiedene Zielgruppen mit den vorhandenen Marken zu bedienen. Während der Umstellungsphase existieren beide Erscheinungsbilder parallel, denn Online-Banking, App, Anträge sowie Newsletter und E-Mails laufen laut Bank noch im "gewohnten Design". Die Bereiche werden schrittweise umgestellt. Der Parallellauf erhöht das Sicherheitsrisiko, da Kunden das Echte schwieriger von Phishing-Versuchen unterscheiden können. Die norisbank platziert daher an prominenten Stellen entsprechende Warnhinweise – unter anderem die URL manuell einzugeben, den korrekten Newsletter-Absender news@info.norisbank.de zu prüfen und keine Zugangsdaten auf Anfrage preiszugeben
++ die norisbank besserte ihr Eröffnungsangebot zum "Top-Girokonto" am 21.1.26 an mehreren Stellen auf: Der Sonderzins auf dem automatisch miteröffneten Tagesgeldkonto stieg von 3,00% auf 3,33% p. a. und läuft nun statt bis 31.3.26 bis zum 30.6.26. Gleichzeitig lockerte die Bank die Anforderung beim Online-Kontowechselservice, da Kunden nur noch drei statt fünf Zahlungspartner über die neue Kontoverbindung informieren müssen. Zudem hob sie generell die Altersgrenze für die kostenlose Kontoführung beim Top-Girokonto an, bis einschließlich 29 Jahre (vorher bis einschließlich 20 Jahre) fällt kein monatlicher Kontopreis an. Aber noch mal zurück zum Eröffnungsangebot: Die Geldprämie von EUR 120,00 blieb bestehen. Wer das Top-Girokonto eröffnet und mindestens drei Zahlungspartner über den Kontowechselservice informiert, erhält sowohl die Geldprämie als auch den Sonderzins. Es genügt, die Zahlungspartner zu informieren – ein nachgewiesener Einzug über ein neues Lastschriftmandat ist nicht nötig. Wie gehabt verlangt die norisbank betreffend der Sonderverzinsung, dass die neuen Kunden das Tagesgeldkonto ausschließlich per Überweisung von einem Konto bei einer Fremdbank befüllen. Die Gelder dürfen zuvor nicht auf Konten innerhalb der Deutsche-Bank-Gruppe gelegen haben
++ nach der Premiere im April 2025 wiederholt justTRADE seine Aktion mit EUR 50,00 Trading-Guthaben für Neukunden. Wer im Zeitraum 19.1.26 bis 5.3.26 über die Aktions-Landingpage das Depot eröffnet, erhält das Guthaben. Es gilt ausschließlich für Käufe von Wertpapieren und Kryptowerten sowie für Sparplan-Ausführungen. In den Teilnahmebedingungen ist nur von "Käufen" die Rede, für Verkäufe kann es demnach nicht verwendet werden. Ungenutztes Guthaben verfällt nach 90 Tagen. Wichtig: Die Aktion gilt ausschließlich über die spezielle Landingpage, in unserer Neobroker-Übersicht ist sie verlinkt. Bei justTRADE kostet eine Einzelorder nur EUR 1,00 an direktem Orderentgelt, Sparpläne sind ohne direktes Ausführungsentgelt. Um das Trading-Guthaben bei diesen niedrigen direkten Entgelten vollständig aufzubrauchen, wären zahlreiche Transaktionen nötig
++ mit dem am 3.2.26 durchgeführten Markenwechsel von Barclays auf easybank erhöhte die Bank das auf der Website angebotene Startguthaben zur Eröffnung der Visa Card ("easybank Kreditkarte") von EUR 40,00 auf EUR 50,00. Die Prämie erreicht damit wieder den Höchstwert von vor mehreren Jahren - zwischenzeitlich bewegte sich das Startguthaben, sofern angeboten, zwischen EUR 20,00 und EUR 40,00. Die Bedingungen, um es zu erhalten, sind unverändert: Erforderlich ist die Einwilligung zur Marketing-Kommunikation per E-Mail und Push-Nachricht. Sie muss bis zur Gutschrift der Prämie bestehen bleiben. Innerhalb von vier Wochen nach Kartenerhalt müssen zudem mindestens EUR 100,00 Umsatz erzielt werden. Wichtig für die Einordnung: Die Karte hat keinen Kartenpreis, aber standardmäßig ist die teure Teilrückzahlung voreingestellt. Wer stattdessen den automatischen Saldoausgleich zu 100% per Lastschrifteinzug wünscht, um Sollzinsen zu vermeiden, zahlt eine Gebühr von EUR 2,00 pro Monat. Wählt man eine Rückzahlung per Lastschrift von weniger als 100%, beispielsweise 98%, fällt diese Gebühr zwar nicht an, man befindet sich aber weiterhin in Teilzahlung und die Bank belastet alle Umsätze ab dem jeweiligen Buchungsdatum mit Sollzinsen. Gebührenfrei ist nur der vollständige Ausgleich der monatlichen Kartenabrechnung per Überweisung. Zu bestimmten Transaktionsarten – darunter Bargeldabhebungen, Überweisungen sowie Karteneinsätze bei Glücksspielanbietern und Wertpapierhandelsplattformen – erhebt die Bank auch bei Vollzahlung Sollzinsen ab dem Buchungsdatum
Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld
Die DHB Bank änderte am 4.2.26 ihr Neukundenangebot zum "NetSp@r-Konto": Der Sonderzins kletterte von 2,50% p. a. auf 2,75% p. a., aber die Dauer der Sonderverzinsung wurde von sechs auf drei Monate gekürzt. Der Sonderzins gilt für Guthabenteile bis EUR 50.000.
Renault Bank direkt nahm zum 3.2.26 ihr Neukundenangebot beim Tagesgeld um 0,10 Prozentpunkte zurück: Statt 3,00% p. a. bietet sie nun 2,90% p. a. auf Guthabenteile bis EUR 250.000 für die ersten drei Monate. Den Standardzins ließ sie unverändert.
Die Postbank legte eine Neugeldaktion zu ihrem Tagesgeld auf – mittlerweile auch ein vertrautes Muster, denn in 2025 startete die Bank drei solcher Aktionen. Nun bietet sie 2,80% p. a. auf Neugeld bis EUR 250.000. Der Einzahlungszeitraum läuft vom 2.2.26 bis 25.3.26; der Zeitraum der Sonderverzinsung ist später, nämlich vom 1.4.26 bis 31.7.26. Das Gute an Neugeldaktionen: Auch Bestandskunden können in der Regel teilnehmen. Wegen des nachgelagerten Zeitraums der Sonderverzinsung ist es vorteilhaft, möglichst spät im Einzahlungszeitraum einzuzahlen, da das Geld bis dahin anderweitig höher verzinst geparkt werden kann. Das Neugeld muss auf das Tagesgeldkonto überwiesen werden und das Gesamtguthaben aus sämtlichen Konten eines Kunden bei der Postbank erhöhen. Unmittelbar vor Beginn des Einzahlungszeitraums darf das Geld nicht auf Konten der Deutsche-Bank-Gruppe gelegen haben. Eine Mindesteinzahlung von EUR 2.500 Neugeld ist vorausgesetzt. Das zuletzt eröffnete Tagesgeldkonto nimmt automatisch teil. Wer bereits einen Sonderzins aus einer vorherigen Aktion erhält, benötigt ein neues Tagesgeldkonto, um teilzunehmen. Die Postbank ermittelt das Neugeld anhand der Differenz des Gesamtguthabens zwischen Beginn und Ende des Einzahlungszeitraums und informiert Teilnehmer per Bestätigungsschreiben über den individuellen Neugeldbetrag. Er stellt eine Obergrenze dar: Verfügen Kunden über das Neugeld, entfällt wie anzunehmen ab dem Tag der Verfügung für den verfügten Betrag der Sonderzins, aber weitere Einzahlungen bis zur Obergrenze werden erneut mit dem Sonderzins bedacht. Standardmäßig verzinst die Postbank mit 0,75%.
Bank of Scotland setzte am 2.2.26 ihre hohe Taktfrequenz bei Aktionsangeboten zum Tagesgeld fort: Nach der Neugeldaktion im Januar mit Bonuszins von 1,25% p. a. folgt nun wieder ein reines Neukundenangebot mit 3,00% p. a. auf Guthabenteile bis EUR 100.000 für drei Monate ab Legitimation - exakt die Konditionen, die sie am 27.11.25 schon einmal aufgelegt hatte. Das Abwechseln zwischen Neugeld- und Neukundenaktionen ist ein Muster, das sich seit September 2025 verfestigt hat. Die seitdem praktizierte Fünf-Tage-Legitimationsregel blieb bestehen: Die Legitimation muss binnen fünf Tagen durchgeführt werden, sonst verkürzt sich der Zeitraum der Sonderverzinsung.
Die Advanzia Bank aus Luxemburg verringerte am 31.1.26 ihr Sonderzinsangebot auf nominal 2,80% p. a., zuvor waren es 3,05% p. a. Den Sonderzins gewährt sie neuen Tagesgeldkunden sowie Kunden ohne bisherige Ersteinzahlung für drei Monate ab dem Zeitpunkt der ersten Einzahlung.
Bank11 setzt seit 30.1.26 beim Neukundenangebot wieder auf einen hohen festen Sonderzins: 3,11% p. a. statt den bisherigen variablen 1,75% p. a. – ein Sprung an die Tabellenspitze. Dass der Zinssatz auf "11" endet, ist ein bewusstes Spiel mit dem Banknamen. Die Sonderverzinsung gilt für drei Monate ab Kontoeröffnung auf Guthabenteile bis EUR 250.000. Bank11 kehrt damit zu einer Zinsgarantie zurück. Das wiederkehrende Hin und Her zeigt, wie stark Bank11 ihre Konditionen im Neugeschäft je nach Marktlage und Einlagenbedarf anpasst; eine gute Tagesgeldverzinsung ist darüber meist nur kurzzeitig zu bekommen.
Avida Finans aus Schweden senkte am 30.1.26 von 1,83% auf 1,79%.
NIBC startete nach den Prämienaktionen im Oktober (Geburtstag, EUR 40,00) und Dezember (Weihnachten, EUR 50,00) am 29.1.26 eine Valentinstag-Aktion unter dem Motto "Zinsen statt Pralinen". Diese verknüpft einen Sonderzins von 2,75% für vier Monate auf Neugeld mit einer Geldprämie von EUR 25,00. Den Sonderzins können sich sowohl Neu- als auch Bestandskunden sichern, sofern sie volljährig sind und bis 13.3.26 das "Aktions-Tagesgeldkonto" eröffnen. Es kann nur ein separates Aktions-Tagesgeldkonto pro Kunde bestehen. Bestandskunden richten es im Online-Banking mittels eines Serviceauftrags ein und für sie gilt die Neugeld-Definition in den Teilnahmebedingungen der NIBC. Neukunden erhalten zusätzlich EUR 25,00 Geldprämie, wenn sie das Konto bereits bis 13.2.26 eröffnen, an den Stichtagen 15.2.26 und 31.5.26 jeweils mindestens EUR 500,00 Guthaben auf einem NIBC-Konto halten und am 13.7.26 noch Kontoinhaber eines bei NIBC geführten Tagesgeldkontos sind.
Hanseatic Bank senkte am 29.1.26 von 1,51% auf 1,31%.
Die ProCredit Bank meldete sich am 22.1.26 mit einem Sonderzinsangebot zurück: Neukunden erhalten 3,00% p. a. auf Guthabenteile bis EUR 50.000, fest bis zum 31.5.26. Nach dem Auslaufen des Angebots von 1,75% p. a. zum Jahreswechsel gab es eine dreiwöchige Lücke, bis dieses Nachfolgeangebot kam.
1822direkt erhöhte den Sonderzins für Tagesgeld-Neukunden, die ab 22.1.26 eröffnen, auf 2,55% p. a. (vorher 2,25% p. a.). Der Sonderzins gilt bei ihr auf Guthabenteile bis EUR 250.000 in den ersten sechs Monaten.
Die GarantiBank bietet Neukunden, die ab 21.1.26 das "Kleeblatt-Sparkonto" eröffnen, sechs statt zuvor drei Monate den Sonderzins. Der Sonderzinssatz von 2,75% p. a. wurde dabei nicht verändert.
Ford Money verringerte zum 15.1.26: Bestandskunden erhalten 1,65% statt zuvor 1,80%, eine Kürzung um 0,15 Prozentpunkte. Bei Neukunden, die ab dem genannten Datum eröffnen - sie bekommen für die ersten drei Monate einen Sonderzins -, fiel die Kürzung mit 0,05 Prozentpunkten auf 2,65% p. a. (vorher 2,70% p. a.) moderater aus.
comdirect bietet seit 14.1.26 nochmals einen attraktiven festen Sonderzins: Neukunden erhalten 2,75% p. a. auf Guthabenteile bis EUR 100.000 in den ersten sechs Monaten. Das ersetzte für die neuen Abschlüsse das vorherige Angebot mit variablem Sonderzins von 1,50% p. a. auf Guthabenteile bis fünf Millionen Euro, bei dem comdirect während der zwölfmonatigen Dauer den Sonderzins jederzeit ändern kann. Neukunden, die das Tagesgeld über die Eröffnungsangebote zum Girokonto oder Depot miteröffnen, erhalten in der Produktkombination neben den weiteren Eröffnungsvorteilen 3,00% statt 2,75% p. a. beim Tagesgeld. comdirect wechselte in den vergangenen Monaten mehrfach zwischen festem und variablem Zinsangebot. Die festen 2,75% p. a. für die ersten sechs Monate, bzw. in der Produktkombination 3,00% p. a., bot sie auch im Juni 2025 an, damals auf Guthabenteile bis eine Million Euro.
Die IKB Deutsche Industriebank erhöhte am 13.1.26 ihren Standardzins für Guthabenteile bis EUR 100.000 von 1,50% auf 1,60%.
Collector Bank aus Schweden senkte am 13.1.26 von 1,86% auf 1,83%.
Bigbank aus Estland senkte per 12.1.26 auf dem deutschen Markt ihren Standardzins von 2,50% auf 2,20% und das Neukundenangebot von 3,01% p. a. auf 2,91% p. a. Besonders für Bestandskunden ist dies eine spürbare Einbuße, minus 0,30 Prozentpunkte. Den Sonderzins räumt die Bank Neukunden auf Guthabenteile bis EUR 100.000 in den ersten vier Monaten ab Vertragserstellung ein.
Die BBBank erhöhte am 9.1.26 ihr Sonderzinsangebot für Neukunden von 1,75% p. a. auf 2,26% p. a. Die Sonderverzinsung gewährt sie auf Guthabenteile bis EUR 250.000 in den ersten vier Monaten.
Nordax Bank aus Schweden erhöhte am 9.1.26 marginal von 1,85% auf 1,86%.
Barclays änderte ihr Neukundenangebot für Eröffnungen ab 8.1.26: Statt 2,30% p. a. für sechs Monate gibt es nun 2,00% p. a., dafür aber für neun Monate. Diese Verlängerung der Garantiezeit kompensiert die Zinssenkung ein wenig. Die Sonderverzinsung gewährt sie auf Guthabenteile bis EUR 250.000.
Die Varengold Bank tritt seit Neujahr als Ascory Bank auf und gestaltete gleichzeitig die Zinslogik beim Tagesgeld etwas kundenfreundlicher. Ab einem Anlagebetrag von EUR 2.500 gilt der Zinssatz von derzeit 2,30% nun für das Gesamtguthaben bis EUR 100.000. Guthabenteile größer EUR 100.000 werden nicht verzinst. Wenn weniger als EUR 2.500 angelegt sind, zahlt die Bank aber auch keine Zinsen. Die Anpassungen gelten auch für Bestandskunden. Zuvor verzinste die Bank nur die Guthabenteile oberhalb von EUR 2.500 bis unter EUR 50.000 - wer beispielsweise EUR 5.000 anlegte, erhielt eine Verzinsung lediglich für EUR 2.500. Laut dem Unternehmen passte der alte Namen "nicht mehr zu dem, was man geworden ist". Die Umbenennung soll den Abschluss einer tiefgreifenden Neuausrichtung verdeutlichen, die das Institut im Jahr 2025 durchlief. Dabei wurden ein neues Management berufen und die Organisationsstrukturen angepasst. Der Name Varengold hatte wegen verschiedener Vorfälle erheblich gelitten, durch die das Institut mehrfach unter strenge Begutachtung der Bankenaufsicht geriet. Ende Oktober 2025 hob die BaFin die aufsichtsrechtlichen Maßnahmen auf und beendete die Bestellung des Sonderbeauftragten. Die Umbenennung ist in dem Zusammenhang ein Versuch, Distanz zu schaffen.
Die norisbank bietet seit Jahresbeginn bestimmten Bestandskunden einen Sonderzins von 3,33% p. a. auf das "Top-Zinskonto" an - deutlich über dem Marktniveau. Der Sonderzins gilt bis 30.6.26. Die Aktion wurde per E-Mail kommuniziert; öffentlich beworben wird sie von der Bank nicht. Über den direkten Aufruf der URL www.norisbank.de/geldanlage/aktionszins.html ist das Angebot zu finden. Es gilt für einen eng abgegrenzten Teil der Bestandskundschaft: Teilnahmeberechtigt sind laut der Aktionsseite Kunden, die am 5.12.25 bereits ein Top-Zinskonto führten und deren Gesamtguthaben auf allen Tagesgeldkonten bei der norisbank zu diesem Stichtag höchstens EUR 1.000 betrug. Wer darüber lag, noch kein Tagesgeldkonto besaß oder sein Konto bereits gekündigt hatte, bleibt außen vor. Begünstigt sind damit vor allem Bestandskunden, die zum Stichtag wenig Guthaben hielten und nun kurzfristig Liquidität parken wollen. Treue Sparer mit höheren Beständen gehen hingegen leer aus und erhalten weiterhin nur den Standardzins, der zurzeit bei 0,75% liegt. Zusätzlich muss es sich bei allen Einzahlungen um Neugeld handeln. Die Überweisungen müssen von einer Fremdbank stammen. Das Geld durfte sich zum Start der Sonderzins-Aktion am 1.1.26 weder bei der norisbank noch innerhalb der Deutsche-Bank-Gruppe (Deutsche Bank, Postbank, BHW Bausparkasse, DWS) auf Konten oder Depots befunden haben. Typisch norisbank: Wer die Bedingungen nicht vollumfänglich erfüllt - insbesondere auch Geld überträgt, das nicht als Neugeld gilt - riskiert laut Klausel den Verlust der Sonderverzinsung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Bank verlangt keinen Mindestanlagebetrag, der Sonderzins gilt auf Neugeld bis EUR 250.000. Zuzahlungen von einer Fremdbank sind während der Laufzeit möglich und werden ebenfalls zum Sonderzins mitverzinst. Die Zinsen werden wie beim Tagesgeld der norisbank üblich quartalsweise gutgeschrieben. Anders als beim öffentlich beworbenen Neukundenangebot (mittlerweile ebenfalls 3,33% p. a.) müssen Bestandskunden kein Girokonto eröffnen und keinen Kontowechselservice nutzen. Kunden, die unsicher sind, ob sie die Bedingungen erfüllen - zum Beispiel weil sie keine E-Mail erhielten - können dies beim Kundenservice erfragen. Im Online-Banking wird der Sonderzins nicht ausgewiesen.
Die Zinsentwicklung bei den Festzinsanlagen
Die DHB Bank erhöhte am 4.2.26 beim "FestgeldONLINE" ab der 12-monatigen Laufzeit um 0,10 bis 0,20 Prozentpunkte: bei 12 Monaten auf 2,35% (vorher 2,25%), bei 2 Jahren auf 2,55% (vorher 2,40%), bei 3 Jahren auf 2,65% (vorher 2,45%), bei 4 Jahren auf 2,70% (vorher 2,50%) und bei 5 Jahren auf 2,80% (vorher 2,60%)
Alte Leipziger Bauspar erhöhte per 4.2.26 bei 2 Jahren auf 2,25% (vorher 2,05%) und bei 3, 4, 5, 7 sowie 10 Jahren auf 2,65% (vorher 2,25% bei Anlagebeträgen unter EUR 100.000 bzw. 2,50% bei Anlagebeträgen ab EUR 100.000).
Renault Bank direkt erhöhte am 3.2.26 ab der 3-jährigen Laufzeit um 0,05 Prozentpunkte: bei 3 Jahren auf 2,50% (vorher 2,45%), bei 4 Jahren auf 2,55% (vorher 2,50%) und bei 5 Jahren auf 2,60% (vorher 2,55%)
Bank11 senkte am 30.1.26 bei 6 Monaten auf 2,20% (vorher 2,31%) und bei 12 Monaten auf 2,35% (vorher 2,46%).
Collector Bank aus Schweden senkte am 30.1.26 bei 3 Jahren auf 2,60% (vorher 2,65%) und bei 4 Jahren auf 2,70% (vorher 2,75%).
BTG Pactual aus Luxemburg änderte am 29.1.26: Bei 12 Monaten erhöhte sie auf 1,66% (vorher 1,61%). Überwiegend senkte sie jedoch, und zwar bei 2 Jahren auf 2,28% (vorher 2,38%), bei 3 Jahren auf 2,56% (vorher 2,61%), bei 4 Jahren auf 2,70% (vorher 2,75%) und bei 5 Jahren auf 2,82% (vorher 2,87%).
Oyak Anker Bank senkte am 28.1.26 bei 3 Monaten auf 1,95% (vorher 2,40%).
IKB Deutsche Industriebank erhöhte am 27.1.26. Beim Produkt "Festgeld" stiegen die Sätze im Bereich von 12 Monaten bis 7 Jahren: bei 12 Monaten auf 2,30% (vorher 2,25%), bei 2 Jahren auf 2,45% (vorher 2,35%), bei 3 Jahren auf 2,60% (vorher 2,45%), bei 4 Jahren auf 2,70% (vorher 2,50%) und bei 5 sowie 7 Jahren auf 2,75% (vorher 2,60% und 2,65%)
Austrian Anadi Bank aus Österreich erhöhte am 27.1.26 bei 3 sowie 6 Monaten auf 2,55% (vorher 2,30%).
SIGNAL IDUNA Bauspar erhöhte zuletzt, und zwar am 26.1.26 bei 4 Jahren auf 2,70% (vorher 2,65%) und bei 5 Jahren auf 2,85% (vorher 2,75%).
Bigbank aus Estland senkte am 26.1.26 auf dem deutschen Markt jeweils um 0,05 Prozentpunkte: bei 3 Monaten auf 2,50% (vorher 2,55%), bei 6 Monaten auf 2,60% (vorher 2,65%) und bei 9 Monaten bis 10 Jahren auf 2,70% (vorher 2,75%)
Die SWK-Bank erhöhte am 23.1.26 im Bereich von 12 Monaten bis 3 Jahren um 0,10 bis 0,55 Prozentpunkte: bei 12 Monaten auf 2,31% (vorher 2,20%), bei 18 Monaten auf 2,41% (vorher 2,30%), bei 2 Jahren auf 2,45% (vorher 2,35%) und bei 3 Jahren auf 2,55% (vorher 2,00%). Zuvor, am 13.1.26, hatte sie bei 12 Monaten ausgehend von 2,10% erhöht, bei 18 Monaten ausgehend von 2,20% und bei 2 Jahren ausgehend von 2,25%.
Stellantis Direktbank nahm am 22.1.26 bei allen ihrer angebotenen Laufzeiten die erste Position unter den Inlandsanlagen ein. Sie erhöhte deutlich - um 0,41 bis 1,16 Prozentpunkte. Bei 3 Monaten gelten 2,41% (vorher 2,00%), bei 6 Monaten 2,53% (vorher 2,10%), bei 12 Monaten 2,71% (vorher 2,20%), bei 2 Jahren 2,81% (vorher 2,30%) und bei 3 sowie 4 Jahren 2,91% (vorher 1,95% und 1,75%).
Die Opel Direktbank, eine Schwestermarke zur Stellantis Direktbank, erhöhte am 22.1.26 bei 12 Monaten auf 2,51% (vorher 2,25%), bei 2 Jahren auf 2,61% (vorher 2,20%) und bei 3 Jahren auf 2,71% (vorher 1,85%).
Hamburg Commercial Bank erhöhte am 22.1.26 um 0,06 bis 0,15 Prozentpunkte: bei 2 Jahren auf 2,40% (vorher 2,34%), bei 3 Jahren auf 2,60% (vorher 2,50%), bei 4 Jahren auf 2,75% (vorher 2,60%) und bei 5 Jahren auf 2,85% (vorher 2,70%). Zuvor, am 13.1.26, hatte sie bei 3 Jahren auf 2,50% (vorher 2,62%) gesenkt sowie bei 4 Jahren ausgehend von 2,72% und bei 5 Jahren ausgehend von 2,81%.
Multitude Bank aus Malta erhöhte am 22.1.26 bei 2 Jahren auf 2,65% (vorher 2,60%) und bei 3 Jahren auf 2,90% (vorher 2,70%).
GarantiBank erhöhte am 21.1.26 bei 3 Monaten auf 2,25% (vorher 2,15%) und bei 6 Monaten auf 2,40% (vorher 2,20%).
Arab Banking Corporation senkte am 20.1.26 bei 3 Monaten auf 2,30% (vorher 2,41%).
Hoist Finance aus Schweden senkte am 20.1.26 bei 3 Jahren auf 2,63% (vorher 2,85%), bei 4 Jahren auf 2,64% (vorher 2,90%) und bei 5 Jahren auf 2,65% (vorher 2,95%). Derzeit bietet sie die 3-jährige Laufzeit nicht mehr an.
Ziraat Bank erhöhte am 15.1.26 ab der 6-monatigen Laufzeit um 0,05 bis 0,30 Prozentpunkte: bei 6 sowie 9 Monaten auf 2,35% (vorher 2,30%), bei 12 sowie 18 Monaten auf 2,45% (vorher 2,35%), bei 2 Jahren ebenfalls auf 2,45% (vorher 2,25%) und bei 3 bis 5 Jahren auf 2,50% (vorher 2,20%)
Crédit Agricole Personal Finance & Mobility aus Frankreich erhöhte am 14.1.26 auf der ZinsMarkt-Plattform ab der 6-monatigen Laufzeit um 0,05 bis 0,15 Prozentpunkte. Im vorderen Feld befindet sie sich bei 5 Jahren mit 2,75% (vorher 2,65%), bei 6 Jahren mit 2,85% (vorher 2,70%) und bei 7 Jahren mit 2,95% (vorher 2,80%).
Wüstenrot Bausparkasse senkte am 13.1.26 vier ihrer Laufzeiten um 0,10 bis 0,15 Prozentpunkte. Bei den sehr langen Laufzeiten lag sie mit Zinssätzen oberhalb der 3,00%-Marke an erster Position. Nun bietet sie bei 4 Jahren 2,35% (vorher 2,50%), bei 8 Jahren 2,90% (vorher 3,05%), bei 9 Jahren 2,95% (vorher 3,10%) und bei 10 Jahren 3,05% (vorher 3,15%).
J&T Direktbank erweiterte am 13.1.26 ihr Laufzeitangebot um eine 6-monatige Laufzeit zu 2,50%.
Banco do Brasil senkte am 13.1.26 bei den Laufzeiten bis 3 Jahre um 0,08 bis 0,36 Prozentpunkte: bei 3 Monaten auf 1,90% (vorher 2,05%), bei 6 Monaten auf 1,95% (vorher 2,24%), bei 9 Monaten auf 1,99% (vorher 2,35%), bei 12 Monaten auf 2,05% (vorher 2,25%), bei 2 Jahren auf 2,25% (vorher 2,33%) und bei 3 Jahren auf 2,40% (vorher 2,61%)
Die Aareal Bank erhöhte am 13.1.26 auf Raisin bei 5 Jahren auf 2,85% (vorher 2,81%).
Işbank erhöhte am 12.1.26 beim "İşWeb-Festgeld" ab der 6-monatigen Laufzeit um 0,15 bis 0,30 Prozentpunkte, und zwar bei 6 Monaten auf 2,40% (vorher 2,25%) und bei 12 Monaten bis 5 Jahren auf 2,50% (vorher 2,25% bei 12 Monaten, 2,20% bei 2 bis 4 Jahren, 2,30% bei 5 Jahren).
Noch einen schönen Februar wünscht
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