Festzinsanlage: Auslandsanlagen in EU-Ländern

Viele kleine ausländische Institute drängen mit aggressiven Zinsangeboten auf den deutschen Markt. Die nachfolgende Übersicht enthält Anbieter, die aus dem Ausland um deutsche Kunden werben. Der Firmensitz liegt dabei in einem der EU-Länder, eine Niederlassung in Deutschland wird nicht betrieben. Die Anlagewährung ist jeweils der Euro. In Fremdwährung wären solche Angebote als sichere Anlage ungeeignet. Zinsportale wie WeltSparen, Savedo und Zinspilot profitieren von der schon lange andauernden Niedrigzinsphase, denn den Anlegern ist bewusst, dass ihr Vermögen sich unter den gegebenen Umständen nicht vermehrt, sondern schrumpft. Über die Zinsportale gibt es mittlerweile auch zahlreiche Angebote aus Ländern wie Bulgarien, Portugal oder Rumänien. Wir bilden an dieser Stelle nur die Angebote ab, deren Herkunftsländer mindestens ein A-Rating bei allen drei großen Ratingagenturen haben. Finanztest (Stiftung Warentest) hält aufgrund der nach wie vor nationalen Einlagensicherungssysteme sogar nur die Angebote aus EU-Ländern mit Topbewertungen für ihre Bonität (ab AA-Rating) in dieser Hinsicht für unbedenklich, im Konkreten aus Frankreich, Großbritannien, Luxemburg, Niederlande, Österreich und Schweden. Die Zinsportale verweisen gern auf die Tatsache, dass in der Europäischen Union die Einlagen bis EUR 100.000 gesichert sein müssen. Es gibt aber noch kein gemeinsames Sicherungssystem und in vielen Ländern befindet sich das nationale System erst im Aufbau. Italien und Portugal erhalten von den Ratingagenturen schlechtere Noten als Malta und die baltischen Staaten, obwohl sie wirtschaftlich deutlich größere Bedeutung haben. Bei Staaten mit wenigen Einwohnern und aufgrund dieser Ausgangsbasis vergleichsweise kleinem Bruttoinlandsprodukt stellt sich aber auch die Frage, ob sie große Unterstützung leisten könnten bzw. auch der politische Wille da wäre, wenn die einheimische Einlagensicherung in einer Bankenkrise nicht stark genug ist. Letztlich wird die Länderauswahl jeder Anleger abhängig von seinem individuellen Sicherheitsbedürfnis treffen.

Für Kunden in Deutschland handelt sich um Auslandsanlagen, es sind Steuerregelungen zu beachten. Für die Identitätsprüfung sind je nach Land unterschiedliche Bestimmungen gültig. Und die Vertragsbeziehung unterliegt ausländischem Recht.
Da Zinserträge im Wohnsitzland zu versteuern sind, geben Anleger die ausländischen Zinserträge direkt bei der jährlichen Einkommensteuererklärung an. In der Regel will das Finanzamt dann alle Kapitaleinnahmen in der Steuerklärung sehen. Erzielte man bei mehreren Geldinstituten Kapitalerträge, kann der Nachweis aufwendig werden. Inländische und ausländische Zinserträge innerhalb der EU werden steuerlich gleich behandelt. Sie werden zusammengerechnet und vom Sparer-Pauschbetrag abgezogen. Gehen sie über den Sparer-Pauschbetrag hinaus, sind sie mit dem Abgeltungssteuersatz plus Soli und gegebenenfalls Kirchensteuer zu versteuern. Liegt der persönliche Einkommenssteuersatz unter 25 Prozent, wird dieser zugrunde gelegt. Ein Freistellungsauftrag - wie bei deutschen Einlagekonten üblich - kann nicht eingereicht werden bzw. ist bei dem Verfahren nicht notwendig. Wenn eine ausländische Quellensteuer anfällt, macht es einen Unterschied, ob sie durch Vorlage eines vom Anleger und seinem Finanzamt unterschriebenen Formulars reduziert oder vollständig vermieden werden kann, oder keine Befreiung möglich ist. Um diese sogenannte Ansässigkeitsbescheinigung sollte man sich kümmern, denn eine einbehaltene Quellensteuer kann zwar bei der deutschen Steuererklärung geltend gemacht werden, aber nicht in jedem Fall bekommt man gezahlte Quellensteuer vollständig angerechnet. Ist ein Anrechnen schon alleine deshalb nicht möglich, weil aufgrund des Freibetrags bzw. der Einkommenssituation die Kapitalbeträge steuerfrei bleiben, besteht die Möglichkeit, die Differenz von dem ausländischen Staat zurückzufordern. Die deutsche Finanzverwaltung hält entsprechende Formulare im Internet bereit, allerdings lohnt der Aufwand wegen anfallender Gebühren nur bei großen Beträgen.
Gemäß der EU-Zinsrichtlinie für Auslandskunden in der EU werden Kontrollmeldungen unter den Finanzbehörden ausgetauscht. Ziel dabei ist es, eine grenzüberschreitende Zinsbesteuerung überprüfbar zu machen.
Für Überweisungen können die SEPA-Überweisungen genutzt werden. Diese kosten bei korrekten Angaben zum Begünstigten genauso viel wie im Inland, bei Online-Aufträgen muss der Betrag bereits nach einem Bankarbeitstag auf dem Empfängerkonto gutgeschrieben sein.





BESV
Frankreich
  • 12 Monate1,00%
  • 2 Jahre1,25%
  • 3 Jahre1,30%

Inbank
Estland
  • 12 Monate0,80%
  • 2 Jahre1,00%
  • 3 Jahre1,35%
  • 4 Jahre1,70%

Expobank
Tschechien
  • 6 Monate0,75%
  • 12 Monate1,15%
  • 3 Jahre1,15%

Alior Bank
Polen
  • 6 Monate0,75%
  • 12 Monate0,90%
  • 2 Jahre0,95%
  • 3 Jahre1,05%

FirstSave €uro
Großbritannien
  • 12 Monate0,85%
  • 2 Jahre1,00%
  • 4 Jahre1,10%

Euram Bank
Österreich
  • 6 Monate0,30%
  • 12 Monate0,75%
  • 2 Jahre1,05%

Wyelands Bank
Großbritannien
  • 6 Monate0,35%
  • 12 Monate0,75%
  • 2 Jahre1,00%

Younited Credit
Frankreich
  • 3 Jahre1,00%

Addiko Bank
Österreich
  • 6 Monate0,73%
  • 12 Monate0,73%
  • 2 Jahre0,80%
  • 3 Jahre0,80%
  • 4 Jahre0,80%
  • 5 Jahre0,80%

Nordax Bank
Schweden
  • 12 Monate0,70%
  • 2 Jahre0,80%

J&T Banka
Tschechien
  • 6 Monate0,10%
  • 9 Monate0,20%
  • 12 Monate0,60%
  • 2 Jahre0,80%
  • 3 Jahre0,90%
  • 4 Jahre1,00%
  • 5 Jahre1,10%
  • 6 Jahre1,15%
  • 7 Jahre1,20%
  • 8 Jahre1,25%
  • 9 Jahre1,30%
  • 10 Jahre1,40%

Allied Irish Banks
Irland
  • 12 Monate0,50%

WeltSparen, ein Online-Marktplatz für Zinsanlagen im Ausland, wird von der Raisin GmbH betrieben. Über diesen Weg ist es möglich, bei Banken anzulegen, die aus Deutschland bislang schwer zugänglich waren, auf Konten, die mehr bringen als hierzulande üblich. Die vertretenen Auslandsbanken haben so die Möglichkeit, auf dem gemessen am Einlagevolumen größten Markt des Kontinents Einlagen aufzunehmen. Der organisatorische Aufwand ist dabei gering, sie müssen weder eine deutschsprachige Internetseite erstellen noch ein Callcenter beauftragen, und schon gar nicht eine eigene Niederlassung errichten.

Über WeltSparen gibt es aus EU-Ländern, die mindestens ein A-Rating bei allen drei großen Ratingagenturen haben, Festgelder von folgenden Anbietern: Addiko Bank und Euram Bank aus Österreich, Alior Bank aus Polen, Allied Irish Banks aus Irland, BESV und Younited Credit aus Frankreich, FirstSave €uro und Wyelands Bank aus Großbritannien, Expobank und J&T Banka aus Tschechien und Nordax Bank aus Schweden. Anlagewährung ist bei diesen Festgeldern der Euro. Die Mindesteinlage ist EUR 2.000 bei FirstSave €uro, Inbank, Nordax Bank, Younited Credit und Wyelands Bank, EUR 5.000 bei Addiko Bank, Allied Irish Banks und Euram Bank, EUR 10.000 bei Alior Bank, BESV, Expobank und J&T Banka. Trotz weitgehender Übereinstimmung hat jedes Produkt seine eigenen Merkmale, die auf der Internetseite von WeltSparen in den hinterlegten Produktinformationsblättern beschrieben sind. So werden die Zinsen bei den angebotenen mehrjährigen Laufzeiten der Alior Bank, Expobank und Inbank ohne Zinseszinseffekt auf einen Schlag am Laufzeitende gezahlt, das schmälert die Rendite und kann bei der Abrechnung mit dem Finanzamt den Sparerpausbetrag für die Abgeltungssteuer sprengen. Eine Option, unter Verzicht auf Zinsen vorzeitig zu kündigen, besteht für Anleger bei Alior Bank, BESV und Expobank.

WeltSparen lobt zurzeit eine Gutschrift für die Festgelderöffnung aus. Die Gutschrift können Neukunden der Plattform bekommen, die ab 16.11.15 bei der Plattform erstmalig registrieren und ein Festgeldkonto bei einer der Partnerbanken eröffnen. Die Aktion läuft bis auf Weiteres. Die Höhe der Gutschrift richtet sich nach der Laufzeit des abgeschlossenen Festgelds: EUR 25,00 bei 12- bis 18-monatiger Laufzeit, EUR 50,00 bei 2- bis 3-jähriger Laufzeit, EUR 75,00 ab 3,5-jähriger Laufzeit. Man nimmt nicht automatisch teil, man muss zur Teilnahme eine E-Mail mit dem Stichwort "Willkommensprämie" an den Kundenservice von WeltSparen schicken.

Es gibt auch den "Sommerbonus" in Höhe von EUR 25,00. Bei dieser Aktion nehmen Neu- und Bestandskunden automatisch teil, durch Abschluss oder Verlängerung eines Festgelds im Zeitraum 1.8.17 bis 2.10.17 bei einer beliebigen Partnerbank. Die entsprechenden Unterlagen müssen inklusive dem Anlagebetrag bis 2.10.17 bei WeltSparen eintreffen. Die Gutschrift der Prämie erfolgt Mitte Oktober. Maximal ist der Sommerbonus vier Mal pro Kunde erhältlich, auch für mehrere Festgeldanlagen bei derselben Partnerbank, und er ist mit der Willkommensprämien-Aktion kombinierbar!

Die Frage ist ob Aufwand, Risiko und in Kauf genommene Unwägbarkeiten - diese Punkte werden nachfolgend beschrieben - durch die Mehrrendite gerechtfertigt sind. Denn bei Risikobereitschaft könnte gegebenenfalls eine andere Anlageform sinnvoller sein. Der Anleger hat es gleich mit drei Akteuren zu tun, nämlich Raisin, MHB-Bank und einer Auslandsbank. Am Anfang stehen eine Registrierung auf der Internetseite von WeltSparen und das Ausdrucken von Eröffnungsunterlagen für ein Verrechnungskonto beim WeltSparen-Kooperationspartner MHB-Bank. Die MHB-Bank hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Das Verrechnungskonto bei dieser Bank ist ein Girokonto, auf das Kunden Geld einzahlen, um es später anzulegen, und auf das die Auslandsbanken bei Fälligkeit rücküberweisen. In das elektronische Postfach dieses Kontos können Dokumente wie Saldenbestätigungen, Steuerbescheinigungen und sonstige Schreiben der Auslandsbanken hinterlegt werden. Das Konto dient darüber hinaus zur Legitimation bei den Auslandsbanken. Man muss deshalb erfreulicherweise nur einmalig ein PostIdent bei der Post machen, egal wie viele Festgeldkonten es später werden. Eine Kopie oder ein Scan des Ausweises soll mit dem PostIdent eingeschickt oder nachträglich online hochgeladen werden. Im nächsten Schritt erhält der Kunde Zugangsdaten, womit er sich bei WeltSparen einloggen kann. Wenn die Wahl getroffen ist, erstellt man einen Antrag für das gewünschte Festgeldkonto. Das Verrechnungskonto muss das entsprechende Guthaben aufweisen. Den ausgefüllten Antrag sendet man per Post an WeltSparen bzw. die MHB-Bank. Von dort wird er an die Auslandsbank weitergeleitet. Sobald die Bank im Ausland das Konto eröffnet hat, überweist die MHB-Bank den Anlagebetrag vom Verrechnungskonto des Kunden hinüber. Interessenten sollten wissen, dass zwischen der Registrierung auf weltsparen.de und der Bestätigung der Anlage etwa zwei Wochen vergehen können. In dieser Zeit reist das Geld unverzinst. Die Funktion von Raisin besteht darin, die Zinsangebote mit den ausländischen Banken auszuhandeln und dafür zu sorgen, dass deutschen Kunden dort ein Konto eröffnet wird. Der Anbieter unterstützt zudem bei Fragen über einen deutschsprachigen Kundensupport. Die Verantwortung für die Anlageentscheidung trägt allerdings ausdrücklich der Anleger. Raisin hebt hervor, dass keinerlei Empfehlung für die Festzinsangebote ausgesprochen und keine Beratung vorgenommen wird. Für die Vermittlung erhält Raisin von den ausländischen Partnern eine Provision. Mit einem Anteil davon bezahlt sie für die Leistung der MHB-Bank, die auch den Auftrag hat, Kunden in der Korrespondenz mit der Auslandsbank zu unterstützen. Eine direkte Gebühr wird den Kunden nicht berechnet, die Geldanlage ist mit den üblichen Ausnahmen zu Sonderleistungen gebührenfrei.

Die Festgeldverträge fallen unter das Recht im Land des jeweiligen Festgeldanbieters. Bleibt die alles entscheidende Frage nach der Sicherheit der Einlagen. Banken, die besonders hohe Zinsen bieten, sind oft auch besonders wackelig. So gerieten die bulgarische Fibank und die portugiesische Banco Espírito Santo gleich in der Startphase von WeltSparen in Schieflage. Bei der Banco Espírito Santo kam es zur Aufspaltung, in der jetzigen Novo Banco sind neben Kundeneinlagen und Vermögenswerten die Kredite verblieben, die mit gewöhnlichem Risiko eingestuft wurden. Die Stabilität der Auslandsbanken lässt sich für Außenstehende kaum beurteilen. Die weiterhin nationalen Einlagensicherungssysteme in der EU sichern gemäß den Mindestanforderungen EUR 100.000 je Kunde und Institut ab bzw. einen in Landeswährung festgesetzten Betrag (wegen des Kursverfalls des Britischen Pfunds sind durch die Einlagensicherung in Großbritannien zurzeit deutlich weniger als der Gegenwert von EUR 100.000 geschützt). In Bezug auf die Qualität ist Einlagensicherung nicht gleich Einlagensicherung, so wie auch die wirtschaftliche Lage der einzelnen EU-Staaten weit auseinander geht. Portale wie WeltSparen haben überwiegend Zinsangebote von Banken aus Ländern mit schwächerem Rating auf der Plattform. Kunden können nur darüber spekulieren, ob die jeweilige Einlagensicherung wirklich in der Lage ist, Ansprüche ausländischer Sparer im Notfall zu bedienen. Im Ernstfall müssen Anleger ihre Ansprüche, wenn sie Pech haben, in Landessprache anmelden. Wie der Fall Zypern gezeigt hat, ist aber nicht einmal die Mitgliedschaft in der Eurozone gleichbedeutend mit einer reibungslosen Auszahlung von Kundeneinlagen. Wie es im Vertragstext mit der MHB-Bank heißt, können politische oder wirtschaftliche Instabilität in einzelnen Staaten dazu führen, dass Beschränkungen für den Abzug der Bankeinlagen verhängt werden. Auch könnten sich das rechtliche sowie das regulatorische Umfeld in dem anderen Land ändern oder generell unter dem Niveau und Standard von Deutschland liegen. Auch die viel beworbene Bequemlichkeit durch die Portale ist nur bedingt gegeben. Es gibt mehrere Sonderfälle mit ausländischer Quellensteuer, mit der jeweiligen Regelung zur Anrechenbarkeit in Deutschland muss man sich auseinandersetzen. Zinserträge werden zum Beispiel in Bulgarien mit zehn Prozent Quellensteuer belegt. Damit die Quellensteuer auf fünf Prozent reduziert werden kann, soll der Kunde eine sogenannte Ansässigkeitsbescheinigung ausgefüllt und von seiner Finanzverwaltung bestätigt zurückschicken. Reicht er diese Bescheinigung nicht ein, kann er die Hälfte des Quellensteuerabzugs in Deutschland nicht auf seine zu zahlende Steuer auf Zinseinkünfte anrechnen lassen.


Rietumu Bank
Lettland
  • 6 Monate0,60%
  • 12 Monate0,90%
  • 2 Jahre1,20%
  • 3 Jahre1,35%
  • 4 Jahre1,50%
  • 5 Jahre1,60%

CBL Bank
Lettland
  • 12 Monate0,70%
  • 2 Jahre1,00%
  • 3 Jahre1,15%
  • 5 Jahre1,35%
  • 7 Jahre1,55%
  • 10 Jahre1,85%

Oney Bank
Frankreich
  • 6 Monate0,80%
  • 12 Monate0,80%

Close Brothers
Großbritannien
  • 12 Monate0,50%
  • 2 Jahre1,06%
  • 3 Jahre1,11%

Austrian Anadi Bank
Österreich
  • 6 Monate0,66%
  • 12 Monate0,76%
  • 2 Jahre0,81%
  • 3 Jahre1,01%

FIMBank
Malta
  • 2 Jahre0,50%
  • 3 Jahre0,50%

Zinspilot wird von der Hamburger Deposit Solutions GmbH betrieben und ist wie WeltSparen und Savedo ein Marktplatz für Zinsanlagen. Zinspilot vermittelt Tagesgeld- und Festzinsanlagen. Zinspilot spricht die Interessenten auf eine andere Weise an: Im Mittelpunkt stehen Bequemlichkeit und Zeitersparnis nach dem Motto "ein Konto, viele Banken". Kontoeröffnung und PostIdent müssen nur einmal durchgeführt werden, und zwar für das Verrechnungskonto bei der deutschen Partnerbank, welches die treuhänderische Abwicklung übernimmt. Der Anleger registriert sich zunächst mit E-Mail-Adresse und Vor- und Zuname bei Zinspilot. Er hat anschließend die für ihn unwesentliche Wahl zwischen zwei möglichen Partnerbanken: der Sutor Bank mit Sitz in Hamburg und der FinTech Group Bank aus Frankfurt. Beide unterliegen der deutschen Bankenaufsicht und sind der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH angeschlossen. Von dem bei der Partnerbank geführten Zinspilot-Konto werden die Gelder weiter verteilt, ohne dass der formale Prozess einer Kontoeröffnung bei jeder einzelnen Anlagebank erforderlich wird. Konkret wählt der Anleger online die bevorzugte Zinsofferte aus, zum Namen der Plattform passend bezeichnet im "Anlage-Cockpit", und beauftragt die Anlage ganz einfach per Überweisung auf das Zinspilot-Konto, indem er im Verwendungszweck einen Angebotscode mitteilt. Anhand des Angebotscodes erkennt die Partnerbank, welche Offerte der Anleger nutzen möchte. Die Partnerbank platziert das Geld im Auftrag des Kunden, führt das allerdings nur zu bestimmten Anlageterminen aus. In der Regel gibt es alle 14 Tage einen neuen Anlagetermin. Ohne sich mit verschiedenen Online-Banking-Zugängen auseinandersetzen zu müssen, lassen sich im Anlage-Cockpit die Kontobewegungen und die Kontoauszüge einsehen und die Freistellungsaufträge für die Zinserträge aus Deutschland verwalten. Damit das Konzept Zinspilot funktioniert, müssen viele Zinsangebote auf die Plattform, zurzeit ist die Zahl der kooperierenden Anlagebanken noch gering.

Auslandsbanken bei Zinspilot sind die Austrian Anadi Bank aus dem österreichischen Bundesland Kärnten, Close Brothers aus Großbritannien, FIMBank aus Malta, und die CBL Bank sowie die Rietumu Bank aus Lettland, und die Oney Bank aus Frankreich. Die Austrian Anadi Bank ist der frühere Österreich-Teil der Skandalbank Hypo Alpe Adria, seit 2013 gehört sie dem britisch-indischen Geschäftsmann Dr. Sanjeev Kanoria. Der heutige Name der Bank, Anadi, kommt aus der Sprache Hindi und steht dort für das Ewige, für Tradition, Zuverlässigkeit und Dauerhaftigkeit. Für die FIMBank war 2014 ein Geschäftsjahr der großen Herausforderungen, aufgrund der negativen Ergebnisse von Tochtergesellschaften in Russland und in Indien, aber auch durch Kreditabschreibungen der Hauptgesellschaft, verzeichnete sie vor Steuern einen Verlust von 56,7 Millionen US-Dollar, gegenüber einem Minus von 5,0 Millionen US-Dollar in 2013. Eine Anlage über Zinspilot ist bei den Anbietern theoretisch bereits mit einem Euro möglich, das findet man bei Festzinsanlagen sonst selten, eine Ausnahme bildet die Rietumu Bank mit EUR 100,00 Mindesteinlage. Die Zinsen bei den mehrjährigen Laufzeiten der Austrian Anadi Bank, CBL Bank, FIMBank und Rietumu Bank werden ohne Zinseszinseffekt erst am Laufzeitende gezahlt. Im Anlage-Cockpit lässt sich die Auszahlung am Laufzeitende anweisen, voreingestellt ist für alle Anbieter nämlich eine Wiederanlage zu den dann gültigen Konditionen. Beachten sollten Anleger auch, dass von den Zinserträgen in Lettland 10 Prozent Quellensteuer abgeführt werden, eine Befreiung hier nicht möglich ist. Die einbehaltene Quellensteuer kann aber bei der deutschen Steuererklärung vollumfänglich angerechnet werden. In Großbritannien und Malta werden die Zinserträge ohne Quellensteuerabzug gutgeschrieben, in Österreich nur sofern ein vom Anleger und Finanzamt unterschriebenes Formular vorgelegt wird.

Wer im Aktionszeitraum mit den Anlagestartterminen vom 28.8.17 bis zum 15.11.17 erstmals über Zinspilot eine Festgeldanlage abschließt, über mindestens EUR 7.500, erhält von der Deposit Solutions GmbH als Bonus eine Geldprämie. Alle, die vor dem Aktionszeitraum schon ihre Ersteinlage auf das Zinspilot-Konto getätigt hatten, können nicht teilnehmen. Die Höhe der Prämie richtet sich nach der Laufzeit des zur Anlage gebrachten Produkts: EUR 25,00 sind es bei den Festgeldlaufzeiten bis 18 Monate, EUR 50,00 bei 2-jähriger Laufzeit und EUR 75,00 ab 3-jähriger Laufzeit. Zahlt der Anleger auf mehrere Produkte auf Zinspilot zum selben Anlagestarttermin jeweils eine Ersteinlage von mindestens EUR 7.500 ein, richtet sich die Höhe der Gutschrift nach der Anlage mit der längsten Laufzeit. Man nimmt nicht automatisch teil, sondern muss sich zur Teilnahme über die entsprechende Aktionsseite registrieren oder eine E-Mail mit dem Aktionscode "willkommensbonus5" im Betreff an willkommensbonus-aug@zinspilot.de schicken. Die Registrierung kann bis zwei Wochen nach der Anlage erfolgen. Eine Kombination mit anderen Eröffnungsaktionen von Zinspilot ist nicht möglich. Die Geldprämie wird bis zum 17.12.17 auf das Referenzkonto bei der Hausbank gutgeschrieben.
Zu CBL Bank und Rietumu Bank gibt es gesonderte Aktionen, die ganz ähnlich sind, einzelne Laufzeiten aber etwas höher prämieren.


Versobank
Estland
  • 6 Monate0,50%
  • 9 Monate0,50%
  • 12 Monate0,75%
  • 2 Jahre1,00%
  • 3 Jahre1,35%
  • 4 Jahre1,50%
  • 5 Jahre1,80%

Savedo aus Berlin hat sich bei Idee und Abläufen stark an WeltSparen orientiert, lotst renditesuchende Inländer ebenfalls zu Festzinsanlagen aus anderen europäischen Ländern. Marktstart war im Dezember 2014 mit der J&T Banka. In Reaktion darauf überzeugte WeltSparen die J&T Banka, ihre Zinsangebote auch über die WeltSparen-Plattform vermarkten zu lassen (identische Zinssätze). Dies machte den unliebsamen Konkurrenten in den ersten Monaten überflüssig, denn dieser hatte ausschließlich diese eine Anlagebank auf der Plattform. Für die Interessenten war es wegen der größeren Auswahl für gegebenenfalls nachfolgende Anlagen praktischer, sich für WeltSparen zu entscheiden. Mittlerweile unterscheidet sich Savedo gegenüber WeltSparen durch die hinzugewonnenen Auslandsbanken, ein Großteil davon aus den Staaten des ehemaligen Jugoslawiens, und durch die angebotenen Investments in Edelmetalle und die von der Kursentwicklung eines Aktienkorbs abhängigen Festgeldzinsen unter der Bezeichnung "FestgeldPlus". Im August 2017 hat die Deposit Solutions GmbH, Betreibergesellschaft des Mitwettbewerbers Zinspilot, die Savedo GmbH übernommen. Savedo soll schon bald mit der Technologie von Deposit Solutions laufen und die Savedo-Kunden sollen Zugang zu den zusätzlichen Angeboten von Zinspilot bekommen. Weitere Anpassungen sind aufgrund der Übernahme wahrscheinlich.

Handelsblatt, WirtschaftsWoche und der Tagesspiegel kooperieren redaktionell mit Savedo, deshalb gibt es dort viele Artikel, die erklären, wie man mit den Auslandsanlagen mehr Rendite erzielen kann. Der deutsche Dienstleister mit Banklizenz, der das für die Abläufe notwendige Verrechnungskonto führt, ist bei Savedo die FinTech Group Bank. Die Anträge für dieses Verrechnungskonto und die eigentliche Geldanlage müssen ausgedruckt und unterschrieben auf dem Postweg eingereicht werden. Für die Identifikation stehen zwei Methoden zur Verfügung: PostIdent oder VideoIdent. Der Anleger kann, sobald die Kontoeröffnung per Post bestätigt wurde, auf sein Verrechnungskonto überweisen. Die FinTech Group Bank leitet daraufhin das Geld im Kundenauftrag an die gewählte Anlagebank im Ausland. Laufzeit und Verzinsung des Festgelds beginnen mit dem dortigen Geldeingang. Möchte der Anleger weitere Zinsangebote der Plattform nutzen, muss er sich normalerweise nicht nochmals identifizieren, in manchen Fällen ist es jedoch dennoch notwendig, weil VideoIdent bei Savedo nicht von allen Anlagebanken unterstützt wird.

Bei Savedo gibt es aus EU-Ländern, die mindestens ein A-Rating bei allen drei großen Ratingagenturen haben, lediglich die Versobank aus Estland und die erwähnte J&T Banka aus Tschechien, letztere haben wir bei WeltSparen aufgeführt und verweisen an dieser Stelle darauf. Bei der Versobank beträgt die Mindesteinlage EUR 10.000. Sie schreibt die Zinsen steuerlich wirksam erst am Laufzeitende dem Anlagekonto gut, bei den mehrjährigen Laufzeiten entsteht kein Zinseszinseffekt. Das Angebot läuft bei Savedo unter der Bezeichnung "Flexgeld", bei diesen Angeboten besteht für den Kunden die Option einer vorzeitigen Auflösung; wenn die Option wahrgenommen wird, werden allerdings keinerlei Zinsen ausgezahlt.


Klarna Bank
Schweden
  • 12 Monate1,05%
  • 2 Jahre1,00%
  • 3 Jahre1,05%
  • 4 Jahre1,15%

Klarna Bank aus Stockholm ist ein Anbieter von rechnungsbasierten Zahlungslösungen für Onlineshop-Betreiber. Die Zinsen werden jeweils nach einem Laufzeitjahr auf das im Antrag angegebene Referenzkonto ausgezahlt. Gibt der Kunde keine anderslautende Weisung, wird der Anlagebetrag zum Laufzeitende um die gleiche Laufzeit zu dem dann geltenden Zinssatz verlängert. Die Mindesteinlage beträgt EUR 10.000. Klarna nennt für die Einsendung der Kontoanträge eine Postadresse in Bingen am Rhein an und für die Überweisung des Anlagebetrags eine Bankverbindung bei der Commerzbank. Der Kunde soll bei der Überweisung im Verwendungszweck seinen Namen und die Antragsnummer angeben.

Das Geld wird in Schweden angelegt. Die Einlagen sind bis zum Gegenwert von 950.000 schwedischen Kronen pro Anleger durch die vom schwedischen Staat garantierte Einlagensicherung geschützt. Die Institute müssen dort ihre einzelnen Anlagekonten zur Einlagensicherung anmelden. Welche Konten geschützt sind, wird auf der Riksgälden-Website veröffentlicht, das Klarna Festgeld ist namentlich aufgeführt. Die Garantiesumme lautet in Schweden auf Euro, obwohl die Krone die Landeswährung ist.


Yapi Kredi Bank
Niederlande
  • 6 Monate0,55%
  • 12 Monate0,70%
  • 2 Jahre0,90%
  • 3 Jahre1,05%
  • 4 Jahre1,25%
  • 5 Jahre1,35%
  • 6 Jahre1,40%
  • 7 Jahre1,45%
  • 8 Jahre1,50%
  • 9 Jahre1,55%
  • 10 Jahre1,60%

Yapi Kredi Bank Nederland N. V. führt in ihrer Produktpalette das "Euro-Plus Festgeldkonto". Bei Laufzeiten über 12 Monaten werden die Zinsen jährlich, jeweils nach einem Laufzeitjahr, ausgezahlt. Diese Zinssätze sind nebenstehend abgebildet. Alternativ besteht aber auch die Möglichkeit einer Zinsauszahlung zum Ende der Laufzeit ohne Zinseszinseffekt, die nominalen Zinssätze liegen in diesem Fall dementsprechend etwas höher. Die Mindestanlage beträgt EUR 5.000. Zur Anlage auf dem Festgeldkonto muss zunächst das "Euro-Plus Sparkonto" (Tagesgeld) eröffnet werden. Gibt der Kunde keine anderslautende Weisung, wird die Anlage zum Laufzeitende um die gleiche Laufzeit zu dem dann geltenden Zinssatz verlängert.

Die Yapi Kredi Bank Nederland N. V. betreibt ihr Privatkundengeschäft vom zentralen Standort in Amsterdam. Über die niederländische Einlagensicherung der Niederländischen Zentralbank sind Einlagen bis EUR 100.000 je Privatkunde abgesichert.


Bigbank
Estland
  • 6 Monate0,80%
  • 9 Monate0,85%
  • 12 Monate0,90%
  • 2 Jahre1,00%
  • 3 Jahre1,10%
  • 4 Jahre1,20%
  • 5 Jahre1,30%
  • 6 Jahre1,35%
  • 7 Jahre1,45%
  • 10 Jahre1,95%

Bigbank AS bedient den deutschen Markt aus der Ferne. Unternehmenssitz ist die Stadt Tartu in Estland. Festgeldanlagen bietet sie in einer Variante mit jährlicher Zinsauszahlung an und in einer mit Zinsauszahlung am Laufzeitende ohne Zinseszinseffekt. Das Angebot mit jährlicher Zinsauszahlung ist regelmäßig trotz niedrigerer Nominalsätze rentabler, es ist in der nebenstehenden Tabelle angegeben. Die Mindestanlage beträgt EUR 1.000. Ab einem Anlagebetrag von EUR 100.000 können individuelle Sätze vereinbart werden. Wer Geld anlegen möchte, muss zunächst den Zugang zum Online-Banking beantragen und das PostIdent durchführen. Eine deutsche Mobilfunknummer ist anzugeben, da später für jedes Einloggen ein Passwort per SMS übermittelt wird. Wenn das PostIdent bei Bigbank eingetroffen ist, kann der Kunde im Online-Banking einen Festgeldvertrag erstellen, der abermals auf dem Postweg einzureichen ist.

Die Bank hat keine Niederlassung in Deutschland, lediglich eine ins Deutsche übersetzte Internetseite sowie eine mit deutschsprachigen Mitarbeitern besetzte Telefonhotline. Für die Einlagensicherung ist die estnische Einlagensicherung, der Tagatisfond, zuständig. Formell sind über ihn EUR 100.000 je Privatperson gesichert, jedoch stellt sich bei den Sicherungssystemen kleiner Staaten zwangsläufig die Frage, was die Sicherheit im Ernstfall taugt. Estland hat gerade einmal 1,3 Millionen Einwohner. Die Finanz- und Wirtschaftskrise traf das Land hart. Arbeitslosenquote und Inflation sind hoch. Kurzum: Es besteht ein gewisses Risiko. Andererseits ist die Staatsverschuldung gering und man steht wirtschaftlich besser da als die Nachbarstaaten Lettland und Litauen. Im Januar 2011 führte Estland den Euro als Landeswährung ein.


Crédit Agricole Consumer Finance
Frankreich
  • 12 Monate0,76%
  • 2 Jahre1,01%
  • 3 Jahre1,11%
  • 4 Jahre1,16%
  • 5 Jahre1,21%
  • 6 Jahre1,26%
  • 7 Jahre1,36%

Die Crédit Agricole Consumer Finance S. A. ist auf Konsumentenkredite spezialisiert und Teil der genossenschaftlichen Bankengruppe Crédit Agricole. Die Mindesteinlage beträgt EUR 5.000, die Höchsteinlage EUR 500.000. Im Antragsprozess ist ein Passwort für den Telefonservice festzulegen, denn ein Online-Zugang zur Konteneinsicht besteht nicht. Die Bank bestätigt die Antragsannahme per E-Mail. Es wird ab dem Eingangsdatum des Anlagebetrags verzinst. Der Kunde hat ein mehrwöchiges Zeitfenster, in dem er den Anlagebetrag überweisen kann. Es beginnt mit der Antragsstellung und endet vier Wochen nach Zugang der Bestätigung der Antragsannahme. Die Zinsen werden jeweils nach einem Laufzeitjahr auf das im Antrag angegebene Referenzkonto ausgezahlt. Mindestens drei Werktage vor Fälligkeit sollte eine Weisung zur Rückzahlung und Kontoauflösung vorliegen, sonst verlängert sich die Laufzeit einmalig um zwölf Monate zum dann geltenden Zinssatz, danach endet sie ohne dass es einer Kündigung bedarf.

Der Firmensitz befindet sich im französischen Évry. Die Einlagen sind bis EUR 100.000 je Privatperson gesichert über den Fonds de Garantie des Dépôts et de Résolution, der gesetzlichen Einlagensicherung in Frankreich.


LeasePlan Bank
Niederlande
  • 6 Monate0,70%
  • 9 Monate0,75%
  • 12 Monate0,80%
  • 2 Jahre0,90%
  • 3 Jahre1,00%
  • 4 Jahre1,10%
  • 5 Jahre1,20%

Die LeasePlan Bank bietet Festgeld aus den Niederlanden an. Ein Kunde kann mehrere Festgeldkonten führen, die Mindesteinlage beträgt jeweils EUR 1.000. Insgesamt darf der Anlagebetrag aller Festgeldkonten zwei Millionen Euro nicht überschreiten. Es muss zunächst das "Online-Sparkonto" bei der LeasePlan Bank eröffnet werden. Die Bezeichnung ist verwirrend, da es eher als Zugang zum Online-Banking zu sehen ist. Guthaben, das dort verbleibt, ist als Tagesgeld geparkt. Die Identität des Antragstellers prüft die LeasePlan Bank durch PostIdent. Zur Prüfung der Daten muss der Antragsteller zudem EUR 1,00 von seinem angegebenen Referenzkonto an die mitgeteilte Nummer des Online-Sparkontos überweisen. Wenn die Identifizierung eingegangen und der Antrag fertig bearbeitet ist, ist der abschließende Schritt, das Online-Sparkonto zu aktivieren und online das Festgeld anzulegen. Eine Besonderheit ist die explizit eingeräumte Bedenkzeit: Der Kunde kann innerhalb von 14 Tagen nach der Eröffnung das Festgeld schließen, ohne dass ihm Kosten entstehen. In diesem Fall zahlt die LeasePlan Bank den variablen Zinssatz, den der Kunde erhalten hätte, wenn der Anlagebetrag als Tagesgeld verblieben wäre. Bei den Laufzeiten bis 12 Monaten werden die Zinsen am Laufzeitende ermittelt und auf das Tagesgeldkonto ausgezahlt, bei den längeren jeweils zum Ende des Kalenderjahres und zum Laufzeitende. Der Anlagebetrag wird am Ende der Laufzeit ebenso auf das Tagesgeldkonto umgebucht.

Die seit Ende August 2015 auf dem deutschen Markt aktive LeasePlan Bank ist eine Tochter der großen Leasing- und Fuhrparkmanagementgesellschaft LeasePlan Corporation N. V. Die Bank betreibt das Geschäft von Amsterdam aus. Es greift die Einlagensicherung der Niederländischen Zentralbank bis EUR 100.000 je Privatkunde.


Amsterdam Trade Bank
Niederlande
  • 6 Monate0,30%
  • 9 Monate0,30%
  • 12 Monate0,80%
  • 2 Jahre1,00%
  • 3 Jahre1,00%
  • 4 Jahre1,20%
  • 5 Jahre1,20%

Die Produktbezeichnung der Amsterdam Trade Bank N. V. lautet "Internet Festgeldkonto". Eine Besonderheit liegt darin, dass die Zinsen der Festzinsanlage monatlich auf das Tagesgeldkonto bei der Amsterdam Trade Bank, das zuvor eröffnet werden muss, ausbezahlt werden. Zum Laufzeitende wird auch der angelegte Betrag automatisch auf das Tagesgeldkonto übertragen. Die Mindestanlage beträgt EUR 5.000.

Die Amsterdam Trade Bank, die ein Tochterunternehmen der russischen Alfa Bank ist, hat ihren Sitz in der niederländischen Hauptstadt. Über die niederländische Einlagensicherung der Niederländischen Zentralbank sind Einlagen bis EUR 100.000 je Privatkunde abgesichert.


East West Direkt
Luxemburg
  • 6 Monate0,55%
  • 12 Monate0,70%
  • 2 Jahre0,95%
  • 3 Jahre1,00%
  • 4 Jahre1,05%

Bei East West Direkt muss zunächst das Tagesgeldkonto eröffnet werden. Im Online-Banking lässt sich daraufhin das Festgeldkonto mit Laufzeit und einem Anlagebetrag zwischen EUR 1.000 und EUR 250.000 auswählen und die Anlage mit einer mTAN bestätigen. Das neue Festgeldkonto wird sofort in der Kontenübersicht angezeigt. Eine Besonderheit des Festgeldkontos liegt darin, dass die Zinsen monatlich auf das Tagesgeldkonto ausbezahlt werden. Durch die monatliche Zinsgutschrift ist der Effektivzins etwas höher als die auf Jahresbasis angegebenen Nominalzinsen. Zum Laufzeitende wird der angelegte Betrag automatisch auf das Tagesgeldkonto übertragen.

East West Direkt ist eine Marke der East West United Bank S. A. Die Bank gehört zum russischen Mischkonzern Sistema JSFC, der an der Moskauer Börse und an der London Stock Exchange notiert ist. Der Firmensitz der Bank befindet sich in der Stadt Luxemburg. Die Einlagen sind über die gesetzliche Einlagensicherung in Luxemburg (Fonds de garantie des dépôts Luxembourg) bis EUR 100.000 je Privatkunde abgesichert.


Zusätzlich möchten wir an dieser Stelle auf unsere AT-Seite hinweisen. Hier werden Festzins-Angebote für den österreichischen Markt gelistet. Bei deutschem Wohnsitz können die Angebote von AutoBank AG (Referenzkonto in Österreich erforderlich), bankdirekt.at und DenizBank AG genutzt werden.