Merkmale und Funktionen des Depots bei Consorsbank
Consorsbank stellt eine komfortable und zuverlässige Möglichkeit dar, Wertpapiere zu handeln. In diesem ausführlichen Produkttest erfahren Sie über die charakteristischen Merkmale des Depots bei Consorsbank, die Konditionen, die verfügbaren Aktionsangebote und sehen Ansichten aus dem Online-Banking und der App. So können Sie abschätzen, ob das passend zu dem ist, was Sie beim Brokerage benötigen.
Consorsbank ist eine der größten Direktbanken in Deutschland, bietet Girokonten und Ratenkredite, vorrangig aber das Online-Brokerage. Dort liegen auch die Wurzeln. Die damalige Consors wurde 1994 als Niederlassung der Schmidt Bank gegründet, parallel dazu die DAB bank von der Bayerischen Hypotheken- und Wechsel-Bank. Beides Pioniere im Online-Brokerage, fast zwei Jahrzehnte schärfste Konkurrenten. Die heutige Consorsbank ist der Zusammenschluss aus Consors und DAB bank, denn beide wurden von der französischen Großbank BNP Paribas erworben und rechtlich integriert, sodass Consorsbank nun eine Marke der BNP Paribas S. A. Niederlassung Deutschland ist, die vom Standort in Nürnberg aus Dienstleistungen anbietet. Die Verträge unterliegen der hiesigen Gesetzgebung und deutscher Regulierung, Consorsbank ist ein inländischer Anbieter. Anzumerken ist dabei nur, dass die Einlagen auf Konten über die französische Einlagensicherung abgesichert sind.
Vor- und Nachteile des Depots in Kurzform
- Depotführung ohne Bedingungen kostenlos
- alle deutschen Börsen und Handelsplätze
- Handel an zahlreichen Auslandsbörsen möglich
- umfassendes Angebot an handelbaren Wertpapieren
- Wertpapiersuche mit Charts und umfangreichen Informationen zum jeweiligen Wertpapier
- große Anzahl an Sparplänen für ETFs und Aktien, Ausführung über Tradegate
- alle ETF-Sparpläne sind seit Oktober 2025 dauerhaft ohne Ausführungsentgelt
- an Ausführungstagen für Sparpläne stehen gleich vier Termine im Monat zur Auswahl
- modernes und intuitiv bedienbares Online-Banking, ebenso die App
- je nach erreichter Statusstufe Vergünstigungen bei den Orderpreis-Komponenten und Statusvorteile
- keine Gebühren für Auslandsdividenden oder sonstige versteckte Gebühren
- per Hotline von Montag bis Sonntag telefonisch erreichbar, kompetente Ansprechpartner in Bezug auf den Wertpapierhandel
- Xetra-Gold und Euwax Gold II auch als Sparplan
- kostenlos geführte Währungskonten verfügbar
- korrekte Einstandskurse bei Depoteingängen in der Depotansicht für den Kunden, Details zu den einzelnen Käufen in der Historie einsehbar
- sowohl eingehende als auch abgehende Wertpapierüberträge können digital über Consorsbank beauftragt werden
- bis zu zwei weitere Unterdepots, gebührenfrei geführt
- gute Neukundenangebote, für junge Leute bis 30 Jahren besonders vorteilhaft über das Produktbündel "RISE"
- Gemeinschaftsdepot und Depoteröffnung für Minderjährige erhältlich
- reguläre Orderpreise für Inlandsorders nicht sonderlich niedrig
- Preisstruktur durch die Statusstufen ein wenig kompliziert
Inlandsorders
Bei der Bepreisung der Inlandsorders liegen die etablierten Online-Broker sehr nah beieinander. Zwischen ING, comdirect, S Broker und eben Consorsbank ist hier kaum ein Unterschied wahrnehmbar. Allerdings sind das mittlerweile nicht mehr die günstigsten Preise am Markt; flatex und die Neobroker unterbieten, sind aber an anderen Stellen weniger ideal. Wenn man zwischen den Etablierten wählen möchte, kommt es insbesondere auf das gewöhnliche Volumen der Order an. ING ist für sehr kleine Orders bis ca. EUR 1.300 durchaus günstig, weil es dort keinen Mindestpreis gibt. Consorsbank ist in der Vierer-Gruppe im Bereich ab ca. EUR 2.000 Ordervolumen vorne, wenn der Handel über Tradegate Exchange läuft. Bei großen Orders ab ca. EUR 8.000 Ordervolumen eignen sich wohl Anbieter mit einem Pauschalpreis besser.

Der Preis einer Wertpapierorder an inländischen Handelsplätzen errechnet sich bei Consorsbank standardmäßig aus der Formel EUR 4,95 Grundpreis plus 0,25% vom Ordervolumen, in der Summe aber mindestens EUR 9,95 und höchstens EUR 69,00. Je nach Handelsplatz kommen noch kleinere Entgelte hinzu. In erster Linie ist dies ein von Consorsbank erhobenes Handelsplatzentgelt (siehe Infogramm), zuzüglich eventueller Maklercourtage und von der Börse selbst erhobener Transaktionsentgelte. Im Zusammenhang mit dem Setzen von Limits erhebt Consorsbank erfreulicherweise keine Zusatzgebühren.

Ganz ohne ein Handelsplatzentgelt ist bei Consorsbank der Handel über Tradegate Exchange nicht mehr, aber es ist dort mit EUR 0,95 niedrig. Tradegate Exchange ist eine in Berlin ansässige Börse, an der mehrheitlich die Deutsche Börse AG beteiligt ist, und die mit Xetra Frankfurt oft zu den deutschen Börsenplätzen mit dem meisten Umsatzvolumen zählt.
Neben Xetra Frankfurt, Tradegate und dem Präsenzhandel in Frankfurt stehen alle Regionalbörsen zur Verfügung (Berlin, Bremen, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, München, Stuttgart). Die elektronischen Handelsplätze gettex und Quotrix sind nicht bei Consorsbank angebunden, aber Lang & Schwarz, die Baader Bank und Société Générale für den außerbörslichen Handel (OTC).


Die Preisreduktionen und Statusvorteile in den Statusstufen sind im Preis- und Leistungsverzeichnis der Consorsbank an dieser Stelle komprimiert ersichtlich.
Consorsbank belohnt Orderaktivität. Es gibt drei Statusstufen, die sich nach der Orderanzahl im Kalenderjahr bemessen (Silver ab 0 Trades, Gold ab 26 Trades, Platinum ab 501 Trades). Je höher man eingewertet ist, desto mehr Vergünstigungen bei den Orderpreis-Komponenten und Statusvorteile bringt das. Der Status wird Kunden im Online-Banking nach dem Login angezeigt, dort gibt es neben den Reitern "Kontoübersicht", "Auswertungen", "Karten" einen Reiter "Statusvorteile". Für das Gewähren der weiteren Statusvorteile, darunter Freetrades auf Tradegate, ist innerhalb des Status nochmals kleinmaschiger nach Orderanzahl unterteilt. Die Unterteilung innerhalb des Status ist mit Sternen betitelt, zum Beispiel Silver-Status mit zwei Sternen. So erhält man für die 10., 100. und 250. durchgeführte Order im Kalenderjahr jeweils einen Freetrade - maximal also drei Freetrades pro Jahr. Und mit Platinum-Status ab vier Sternen - ab 3.001 durchgeführten Orders im Kalenderjahr - kann man auf Tradegate zum Sonderpreis von EUR 3,95 flat handeln. Beim Ermitteln des Status werden Sparplan-Ausführungen, CFD- sowie EUREX-Trades nicht mitgezählt und bei Teilausführungen nur die Hauptorder gewertet. Der erreichte Status ist im laufenden Kalenderjahr sicher, verbessern kann man sich jederzeit. Einen eventuellen Statusabstieg gibt es grundsätzlich nur zum Jahreswechsel. Zwischen Silver und Gold sind die Unterschiede nicht so groß, richtig interessant wird es erst mit Platinum, wofür man allerdings mindestens 501 Trades absetzen muss. Die Grundgebühr wird ab Gold-Status von EUR 4,95 auf EUR 3,95 reduziert. Der Provisionssatz - standardmäßig 0,25% vom Kurswert – wird ab Platinum-Status gedrückt, dort auf 0,08% bis 0,22% vom Kurswert. Die Mindestgebühr je Order wird ab Gold-Status von EUR 9,95 auf EUR 8,95 reduziert und ab Platinum-Status auf EUR 6,95 bis EUR 0,00. Die Höchstgebühr je Order beträgt statt standardmäßig EUR 69,00 ab Gold-Status EUR 29,00 bis EUR 59,00.
Beim StarPartner-Programm von Consorsbank handelt es sich um Partnerangebote für den Handel von Derivaten, wie insbesondere Optionsscheine, Zertifikate und Aktienanleihen. Die Partner sind die Emittenten, sie betreiben gleichzeitig den Handel der Papiere. BNP Paribas, Citibank, J. P. Morgan und Société Générale sind die Partner. Ab einem Ordervolumen von EUR 1.000 fällt im StarPartner-Programm kein Orderentgelt an. Bei einem Ordervolumen unter EUR 1.000 fallen EUR 3,95 an. Die Konditionen gelten sowohl für Käufe als auch für Verkäufe.
Auslandsorders
Zu den Weltbörsen besteht direkter Zugang - natürlich zu den US-Börsen, darüber hinaus zu Amsterdam, Brüssel, Dublin, Helsinki, Hongkong, Kopenhagen, Lissabon, London, Madrid, Mailand, Oslo, Paris, Singapur, Stockholm, Sydney, Tokio, Toronto, Wellington, Wien und Zürich. Für das Trading in Frankreich und Spanien gelten bei Consorsbank seit Januar 2023 aber nicht mehr die günstigen Inlandspreise.
Den Unterschied zu den Inlandspreisen macht die jeweilige Handelsplatzgebühr aus. Die Preisformel zu den US-Börsen beispielsweise ist im Silver-Status EUR 4,95 Grundpreis plus 0,25% vom Ordervolumen, in der Summe mindestens aber EUR 24,95 und höchstens EUR 69,00. Plus EUR 21,00 Handelsplatzgebühr.
ETFs
ETFs per Einmalanlage können zu den normalen Orderpreisen erworben werden oder wesentlich günstiger oder ganz ohne Orderpreis im Rahmen von Aktionen: Derzeit gelten Aktionskonditionen für die Einmalanlage bei 235 ETFs von Amundi, BNP Paribas Easy, iShares, WisdomTree und Xtrackers. Anleger können sie ohne Orderentgelt und ohne Mindestordervolumen über Tradegate erwerben. 297 weitere ETFs derselben Partner sind für jeweils EUR 3,95 Orderentgelt erwerbbar. Gültig ist die Aktion betreffend BNP Paribas Easy bis auf Weiteres und zu den anderen ETF-Anbietern bis 31.12.25.
Was Consorsbank am besten kann, sind Sparpläne in ETFs. Im Oktober 2025 hat Consorsbank das Ausführungsentgelt für ETF-Sparpläne dauerhaft abgeschafft. Dies ersetzte die früheren befristeten Aktionen, bei denen nur ausgewählte ETFs verschiedener Anbieter ohne Ausführungsentgelt waren. Das Angebot umfasst 1.579 sparplanfähige ETFs. Mit der Dauerlösung müssen Anleger das Angebot nicht mehr regelmäßig nach Aktions-ETFs durchsuchen, nicht mehr prüfen, ob ihr ETF noch dabei ist. Dass Consorsbank die Sparpläne über die umsatzstarke Tradegate Exchange ausführen lässt, ist im Vergleich zu Neobrokern der große Pluspunkt. Tradegate ist ein liquiditätsstarker Börsenplatz, was tendenziell für engere Spreads sorgt. Demgegenüber kooperieren Neobroker meist mit kleineren Handelsplätzen, auf denen die Gegenpartei meist ein Market-Maker ist.

So sehen die Einstellungsmöglichkeiten zu einem Wertpapiersparplan aus. Einrichtbar über die Online-Anwendung. Die App hat mittlerweile ebenso die Einstellungsmöglichkeiten zu den Sparplänen.
Sparpläne lassen sich auf ETFs, gemanagte Fonds, Aktien und Zertifikate einrichten. Gemanagte Fonds werden mit Rabatt auf den Ausgabeaufschlag wie bei der Einmalanlage über die Kapitalanlagegesellschaft bezogen. Auch die Anzahl der Aktien-Sparpläne ist sehr umfangreich, Anteile von mehr als 5.000 Unternehmen können per regelmäßiger Sparrate erworben werden. In Bezug auf die Anzahl ist es das größte Angebot in Deutschland. Für Aktien und Zertifikate beträgt das Entgelt der Ausführung 1,50% der Sparrate.
Die Mindestsparrate liegt bei EUR 10,00. Das Intervall der Ausführung lässt sich auf alle ein, zwei, drei oder sechs Monate einstellen. Ausführungstage sind wahlweise der 1., 7., 15. oder 23. im Monat - mit gleich vier möglichen Ausführungstagen ist man beim Investieren per Sparplan flexibel und muss nicht die üblichen Termine nehmen, an denen Sparplangelder an die Börsen fließen. Wenn man dasselbe Wertpapier an mehreren Ausführungstagen im Monat besparen möchte, geht das, dazu legt man dann mehrere Sparpläne an. Den Betrag der Sparrate kann man auch per SEPA-Lastschriftmandat von einem externen Konto einziehen lassen. Bis zu zehn aktive Wertpapiersparpläne kann der Anleger bei Consorsbank einrichten. Die Verwaltung ist einfach, mit nur einer Bestätigung lassen sich mehrere Sparpläne auf einmal anpassen.
Consorsbank differenziert in der Depotverwaltung zwischen Anteilen, die über Sparpläne erworben wurden, und jenen, die aus Einmalanlagen stammen. Diese Unterscheidung wird deutlich, sobald man in der Detailansicht die Details zu den einzelnen Wertpapierpositionen aufruft. Relevant wird dies beim Verkauf: Hier ist es erforderlich, entweder den Sparplanbestand oder den Normalbestand auszuwählen, da ein Verkauf aus beiden Beständen nicht kombiniert in einer einzigen Order möglich ist.
Ausschüttungen aus per Sparplan erworbenen ETF- und Fondsanteilen werden voreingestellt automatisch wieder in solche angelegt. Reinvestiert wird auch, wenn kein aktiver Sparplan zu dem jeweiligen ETF bzw. Fonds mehr besteht, aber nur betreffend der Anteile, die ursprünglich per Sparplan bei Consorsbank erworben wurden. Ausschüttungen bei Sparplänen in Aktien oder Zertifikaten werden nicht wieder angelegt. Wer keine automatische Wiederanlage bei Sparplänen haben möchte, kann dem ganz einfach telefonisch oder schriftlich widersprechen. Der Widerspruch gilt dann im Generellen für alle Sparpläne. Zum anderen besteht auch die Möglichkeit, einen Normalbestand an ETFs oder Fonds, der per Einmalanlage erworben wurde, in einen bereits vorhandenen Sparplanbestand umlegen zu lassen, damit hier ebenfalls eine Wiederanlage erfolgt. Dies lässt sich ebenso über den Kundensupport beauftragen.
Gold
Gold, in Münzen oder Barren, konnte über viele Jahre über den Partner pro aurum, ein Münchner Edelmetallhandelshaus, erworben und verkauft werden. Den Goldbestand und seine Wertentwicklung zeigte Consorsbank in der Depotansicht an und über das Depot-Verrechnungskonto liefen die Abrechnungen. Versichert gelagert wurde das Gold im Tresor bei pro aurum. Im August 2022 informierte Consorsbank die Kunden, das zukünftig nicht mehr anzubieten. Die Optionen für die Kunden waren: Die Bestände übertragen oder verkaufen.
Eine bei vielen Online-Brokern verfügbare Alternative dazu ist Xetra-Gold (ISIN DE000A0S9GB0), ein Zertifikat der Deutsche Börse Commodities GmbH, bei dem im bestimmten Rahmen physische Bestände des Edelmetalls hinterlegt sind und der Anleger sich seinen Goldbesitz theoretisch ausliefern lassen kann. Bei den meisten Online-Brokern wird für Xetra-Gold abweichend zur sonstigen Regelung ein Verwahrpreis fällig, aufgrund der den Banken von der Verwahrstelle Clearstream in Rechnung gestellten Entgelte. Auch Consorsbank gibt die Entgelte in der für sie entstehenden Höhe an die Kunden weiter, 0,0298% pro Monat des Bestandswerts, auf Jahresbasis sind dies 0,03576%. Bei Consorsbank kann auf Xetra-Gold auch ein Sparplan eingerichtet werden, ein Ausführungsentgelt fällt dabei nicht an. Ebenso ist das Konkurrenzprodukt Euwax Gold II (ISIN DE000EWG2LD7) als Einmalanlage und Sparplan bei Consorsbank verfügbar. Euwax Gold II ist ein Produkt der Euwax AG, einer Tochter der Börse Stuttgart. Für die Depotverwahrung fallen keine Zusatzkosten an, allein an der Spanne zwischen An- und Verkaufspreis verdient der Anbieter - der Spread ist wesentlich größer als bei Xetra-Gold.
Browser-Anwendung und App

Die Ordermaske in der Browser-Anwendung.

In der Ordermaske können die Kurse an den zur Verfügung stehenden Handelsplätzen über den Link "Weitere Handelsplätze" aufgerufen werden. Die Anzeige folgt in einem Overlay, das die Ordermaske abdunkelt.

Ausschnitt aus der erweiterten Depotansicht im Vollbildmodus. Enthält zusätzlich, sofern gewünscht: Tagestief und Tageshoch, 52-Wochen-Höchstkurs und 52-Wochen-Tiefstkurs, Bid und Ask, KGV, Dividenden bei Aktien, Dividenden-Rendite bei Aktien, Ausschüttungsart und -zeitpunkt bei Fonds, Morningstar-Wertung bei Fonds, eigene Notizen
Der Depotbestand wird bei Consorsbank perfekt dargestellt, in einem kompakten Überblick oder in einer erweiterten Ansicht, die sich auch in einen Vollbildmodus schalten lässt. Beide Ansichten sind sortierbar, zum Beispiel nach dem aktuellen Gesamtwert der Positionen, in der Wertentwicklung nach absoluten Eurobeträgen, in der Wertentwicklung prozentual gesehen oder an vielen weiteren Stellen. Die erweiterte Ansicht lässt sich personalisieren, die einzelnen Tabellenspalten dauerhaft ein- oder ausblenden. Die Daten aus dem Depot lassen sich zudem nach Excel oder CSV exportieren und so gegebenenfalls auch einfach in eine andere Anwendung oder Watchlist übernehmen. Das Portfolio lässt sich über ein Textfeld filtern, um schnell einen bestimmten Wert zu finden. Bei den Informationen zu den einzelnen Werten können Anleger grafisch und tabellarisch die Wertentwicklung über verschiedene Zeiträume auswerten.
Insgesamt verfügt die Browser-Anwendung über einen umfangreichen "Werkzeugkoffer" an Tools, um Märkte zu beobachten und das eigene Depot zu analysieren. Trotz der Funktionsvielfalt ist sie vergleichsweise benutzerfreundlich und gut strukturiert.

Die Ordermaske in der App.

Die Darstellung der Depotperformance in der App: heute, seit Kauf, die größten Veränderungen in Euro und in Prozent

Der Marktübersicht in der App, auf der Einstiegsseite über "Märkte heute" aufrufbar.
Im Oktober 2024 hat Consorsbank ihre im Design von Grund auf neu entwickelte App "Next" herausgebracht. Die App ist mehr als nur ein Facelift – sie setzt auf einer anderen Plattform auf, auf der künftig viele neue Funktionen folgen sollen. Next bietet frisches Design (mit optionalem Dark Mode) und intuitive Navigation (wie den einfachen Wechsel zwischen Banking und Trading) und integriert die Auftragsfreigabe, sodass künftig bei Consorsbank nur noch eine einzige App benötigt wird.
Die App ermöglicht Banking und Brokerage der Consorsbank in einer einzigen Anwendung. Aufträge für Wertpapierkäufe und -verkäufe zu erteilen, geht intuitiv. In der App sind ein aktueller Marktüberblick und eine Watchlist integriert, wodurch sich die aktuelle Kursentwicklung verfolgen lässt. Durch das Einloggen per Fingerabdruck gelangt man dorthin, ohne dass es durch die Häufigkeit des Aufrufens mühevoll wird. Über das Unter- oder Überschreiten bestimmter Kurse, die Ausführung von Wertpapierorders oder über Kontoumsätze ab einer festzulegenden Höhe kann man sich per Push-Nachricht informieren lassen.
Consorsbank stellt zur Geldanlage in Wertpapieren ein breites Informationsangebot bereit. So gibt es Blogbeiträge, Lernkapitel, Schritt-für-Schritt-Anleitungen in den Anwendungen, Tutorials auf YouTube, Webinare, ein hauseigenes Forum zum gegenseitigen Austausch und einen Newsletter.
Auch gibt es die kostenlos bereitgestellte Handelssoftware "ActiveTrader"; für Anleger, die viel am PC traden. Mit der Software ist der Blick ins Depot und auf Kurse und Charts effizient. Man kann sich eine persönliche Schaltzentrale konfigurieren und Orders so schnell platzieren. In der Basisversion werden zu Tradegate und der Börse Stuttgart kostenfrei Realtimekurse angezeigt, die Kurse der weiteren deutschen Börsen sind 15 Minuten zeitverzögert.
Verfahren zur Freigabe von Aufträgen

Zurzeit noch zwei Apps bei Consorsbank.
Für Banking und Trading am Smartphone benötigt man nur die neue Next-App. Sie hat einen All-in-one-Ansatz, die Freigabe von Aufträgen per Fingerabdruck, Face-ID oder PIN erfolgen innerhalb derselben App.
Für die Browser-Anwendung ist allerdings die bisherige "SecurePlus"-App der Consorsbank vorerst weiterhin notwendig, und zwar sowohl für die Anmeldungen als auch die Freigaben der einzelnen Aufträge. Nutzer benötigen daher derzeit noch beide Apps auf ihren Geräten.
Die beiden Apps sind für iOS und Android verfügbar und auf bis zu drei Geräten aktivierbar. Die SecurePlus-App kann mit der Next-App auf demselben Gerät verwendet werden. Sie macht sich in der Statusleiste bemerkbar, wenn im Online-Banking eine Freigabe erforderlich wird. Beim Aufruf der SecurePlus-App genügt zum Bestätigen der Identität der Fingerabdruck oder alternativ die für sie eingerichtete PIN. Daraufhin wird eine TAN generiert und angezeigt. Manchmal ist es im Online-Banking auch so, dass zunächst ein Barcode mit der App zu scannen ist, damit eine TAN generiert wird.
Transparenz
Consorsbank zählt zu den transparentesten Banken im Vergleich. Das Preis- und Leistungsverzeichnis ist einfach gehalten und verständlich. Versteckte Kosten braucht man nicht zu fürchten. Das Preis- und Leistungsverzeichnis bleibt meist über einen längeren Zeitraum unverändert, allmonatlich geändert wird es nicht.
Service
Im Service überzeugt Consorsbank, viele Kunden loben die Freundlichkeit und Fachkundigkeit der Mitarbeiter. Es stehen sämtliche Kontaktwege offen: per E-Mail, Kontaktformular, Live-Chat, Telefon, Fax oder auf dem Postweg. Auch die FAQ und das schon angesprochene hauseigene Forum, können nützlich sein, wenn man in Erfahrung bringen möchte, wie etwas bei Consorsbank gehandhabt wird. In dem Forum tauschen sich Kunden untereinander aus. Support-Mitarbeiter beteiligen sich gegebenenfalls, geben Auskunft, wenn sich ein Thread um Konditionen oder Abläufe bei Consorsbank dreht.
Für telefonische Anfragen stehen unter der 0911/3693000 täglich (auch am Wochenende) von 7:30 bis 22:00 Uhr Support-Mitarbeiter zur Verfügung. Der Live-Chat, über die Website aufrufbar, ist montags bis freitags von 7:30 bis 22:00 Uhr geöffnet. Sofern man sich dort mit seinen Zugangsdaten einloggt, können kontobezogene Daten ausgetauscht werden. Ohne Zugangsdaten ist die Nutzung des Live-Chats aber auch möglich, wodurch auch Interessenten diesen Weg für direkte Auskünfte nutzen können.
Depotüberträge

Zum Depotübertrag gibt es in der Browser-Anwendung im eingeloggten Bereich einen Menüpunkt. Zunächst ist die Richtung auszuwählen, ob zu Consorsbank übertragen werden soll oder ob es ein abgebender Übertrag ist - innerhalb der Consorsbank, zu einer Fremdbank im Inland oder zu einer Fremdbank im Ausland.

Zu jeder Wertpapierposition können die Anschaffungskosten im gewichteten Mittel sowie eine Liste mit den Details aufgerufen werden. Wegen der steuerlichen First-in-First-out-Regelung sind die Daten der einzelnen Käufe relevant. Bei Erwerb per Sparplan können die Anschaffungsdaten der einzelnen Käufe einer Wertpapierposition eine lange Liste werden. Bei Consorsbank sind sie ersichtlich und lassen sich in Excel oder CSV exportiert speichern. Auch sind die Daten aus den einzelnen Käufen ersichtlich, die in Fremddepots stattfanden und eingeliefert wurden - bei manchen anderen Online-Brokern steht bei Einlieferungen nur die Gesamtposition. Zudem wird von Consorsbank der sich daraus errechnende aktuelle Gewinn/Verlust zu jedem einzelnen Kauf angezeigt, was nicht notwendig, aber praktisch ist.
Ein inländischer Depotübertrag, eingehend oder abgehend, kann digital über eine Antragsstrecke von Consorsbank beauftragt werden. Mit einer TAN ist der Auftrag freizugeben. Es ist hier somit kein externer Wechselservice eingebunden, bei denen es häufig dann doch Mehraufwand gibt, wenn die per Finger nachgeahmte Unterschrift von der abgebenden Bank nicht als Unterschrift des Depotinhabers verifiziert werden kann. Normalerweise erteilt man den Auftrag zum Depotübertrag am besten der abgebenden Bank, die aufnehmende müsste den Auftrag ohnehin dort hinschicken. Existiert eine digitale Möglichkeit, den Auftrag zu erteilen, ist das immer der bequemste Weg. In der ausgehenden Richtung lässt sich ein Depotübertrag bislang nur bei ING und Consorsbank digital anstoßen.
Mit Übertragungswunsch von Consorsbank zu Smartbroker kommt die digitale Antragsstrecke von Consorsbank an der Stelle der BIC-Eingabe nicht zurecht. BNP Paribas ist in beiden Fällen die depotführende Bank, eigentlich müsste gerade das problemlos sein. Für Überträge an Smartbroker nutzt man besser das klassische Formular der Consorsbank und reicht es unterschrieben per Fax oder auf dem Postweg ein.
Ein großes Plus bei Consorsbank ist, dass bei eingehenden Wertpapierüberträgen die korrekten Einstandskurse sehr detailliert in der Depotansicht für den Kunden automatisch eingepflegt werden. Viele andere Online-Broker zeigen stattdessen die Kurse am Tag der Einlieferung als Einstandskurse an. Die in den Systemen für die Depotansicht für den Kunden angezeigten Anschaffungsdaten sind für die Wertpapierabrechnungen nicht unbedingt relevant. Entscheidend ist allein, welche Anschaffungsdaten durch das Taxbox-Verfahren von der abgebenden Bank übertragen wurden und entsprechend im internen System der empfangenden Bank hinterlegt sind. Für den Kunden ist die Depotansicht aber die Stelle, an der er seine Anlagen bewerten möchte, schließlich werden darauf basierend auch Gewinne/Verluste angezeigt. Meist ist es möglich, mit einer kurzen E-Mail an den Online-Broker auf die tatsächlichen Einstandskurse abändern zu lassen. Manchmal ist das gebührenpflichtig. Und manchmal kann man die Kurse auch selbst in der Depotansicht eintragen. Für den Kunden ist das mit Aufwand verbunden und man kann leicht den Überblick verlieren. Bei Consorsbank bekommt man hier gleich, was man erwartet - zuverlässige Daten für Entscheidungen.
Zusätzliche Unterdepots lassen sich bei Consorsbank gebührenfrei und leicht einrichten. Mit dem Hauptdepot zusammen können so insgesamt bis zu drei Depots bestehen. Das Unterdepot kann bei Consorsbank mit wenigen Klicks eröffnet werden. Die meisten Daten sind in der Online-Antragsstrecke für bestehende Kunden vorausgefüllt, eine Identifikation ist in der Regel nicht mehr notwendig. Wenige Minuten nach dem Antrag ist das Unterdepot schon in der Kontenübersicht ersichtlich. Die Kontoübersicht mit allen Konten und Depots kann komfortabel mit den vorhandenen Zugangsdaten aufgerufen werden, es werden also nicht wie bei einigen anderen Anbietern für jedes Depot separate Zugänge erstellt. Zu jedem Depot wird ein eigenes Depot-Verrechnungskonto geführt. Der Vorteil eines Unterdepots bei derselben Bank ist die Geschwindigkeit: Der digital erteilte Auftrag zum internen Übertrag von Wertpapieren auf ein auf den eigenen Namen lautendes Depot wird bei Consorsbank unmittelbar ausgeführt, die ausgewählten Positionen befinden sich daraufhin sofort im gewünschten Zieldepot. Ein Unterdepot kann zur besseren Übersicht oder zur Steueroptimierung sinnvoll sein, insbesondere um bei der steuerlich angewendeten First-in-First-Out-Regel die Reihenfolge doch ein wenig selbst bestimmen zu können. Denn eine einzelne große Wertpapierposition mit 100 Anteilen und die darauf entfallenden Kursgewinne/-Verluste lässt sich an einer beliebigen Stelle teilen, indem beispielsweise 80 Anteile davon in ein anderes Depot übertragen werden. Durch die First-in-First-Out-Regel werden dabei vom Online-Broker die 80 Anteile übertragen, die zuerst gekauft wurden. Die zuletzt gekauften Anteile verbleiben. Man kann so im Anschluss jeweils wählen, aus welcher der Positionen man veräußern möchte.
Neukundenangebote
Consorsbank hat für Depot-Neukunden Einstiegsangebote. Die Einstiegsangebote haben kein festes Enddatum, sie wurden in der Vergangenheit von Consorsbank jeweils über einen langen Zeitraum unverändert aufrechterhalten. Zu den aktuellen Einstiegsangeboten finden Sie oben über den Link unsere ausführlichen Beschreibungen. Zurzeit sind zusätzlich zu den normalen Vorteilen entweder EUR 200,00 Geldprämie für mindestens EUR 20.000 Wertpapiervolumen oder EUR 500,00 Geldprämie für mindestens EUR 50.000 Wertpapiervolumen zu bekommen. Das Wertpapiervolumen muss aus einem Depot bei einer anderen Bank stammen und innerhalb der ersten drei Monate nach Depoteröffnung eingehen. Die weiteren Bedingungen finden Sie oben über den Link in unserer ausführlichen Aktionsbeschreibung.
Junge Leute von 18 bis einschließlich 30 Jahren gehen am besten über das auf sie zugeschnittene "RISE" zu Consorsbank. Das ist kein eigenständiges Konditionsmodell, wie man annehmen könnte, sondern insbesondere ein Neukundenangebot zum Depot, mit dem sich besonders lang für lediglich EUR 0,95 Orderentgelt pro Trade auf Tradegate handeln lässt - in den ersten fünf Jahren. Auf Wunsch sind auch Girokonto und Tagesgeld darüber erhältlich, es wird als Produktbündel präsentiert.
Erfahrungsberichte
Erfahrungsberichte unserer Nutzer zum Depot von Consorsbank können Sie hier lesen. Enthalten sind dabei immer wieder Aspekte, die man so nicht aus den Eigenbeschreibungen des Anbieters herauslesen kann.
Eröffnungsprozess
Der Antrag für das Wertpapierdepot bei Consorsbank kann digital unterschrieben werden, somit ist er bestenfalls komplett papierlos. Zu Beginn der Antragsstrecke ist anzugeben, ob man schon Kunde der Consorsbank ist und ob man ein Einzel- oder Gemeinschaftskonto eröffnen möchte. Wenn man bereits Kunde ist, wird das Depot einfach dazueröffnet und die Legitimierung entfällt. Ansonsten führt die Antragsstrecke zu Seite 2, zum Ausfüllen der persönlichen Daten und zu dem nach Wertpapierhandelsgesetz vorgeschriebenen Einstufen in eine Risikoklasse, den damit verbundenen Fragen nach dem Jahreseinkommen und dem verfügbaren Vermögen. Es ist dennoch angenehm wenig auszufüllen. Auf Seite 3 folgt bereits die Zusammenfassung zum Bestätigen. Die Legitimierung kann man per PostIdent oder gleich online per VideoIdent vornehmen lassen. Beim VideoIdent ist ebenfalls die Deutsche Post AG der ausführende Dienstleister; durchführbar täglich von 8:00 bis 22:00 Uhr, auch an Sonn- und Feiertagen. Nach erfolgter Legitimation verschickt die Consorsbank per Brief eine Eröffnungsbestätigung und die Zugangsdaten für das erste Einloggen ins Depot.
Für wen sich das Depot am besten eignet
Consorsbank ist für diejenigen eine gute Wahl, die nach einem etablierten Online-Broker suchen, sich nicht mit Neobrokern hinsichtlich Service, Benutzerunfreundlichkeit und Steuern herumschlagen und nicht in der Börsenauswahl einschränken lassen möchten. Denn korrekte Abrechnungen, auch bei exotischen Wertpapieren, die Verfügbarkeit von vielen Börsen, eine tiefe Einsicht in die Steuertöpfe - allgemein eine professionelle Unterstützung - wiegen bei einer eher geringen Aktivität beim Traden die regulär höheren Orderpreise auf. Über Depotbestände, die im Laufe der Jahre durch Käufe, Verkäufe und Überträge häufig bewegt werden, lässt sich bei Consorsbank noch den Überblick behalten, wegen der hilfreichen Detailangaben zu den jeweiligen Einstandskursen.
Im Sparplanbereich ist Consorsbank top. Ebenso, wenn man an den Börsen Paris und Madrid handeln möchte. Und Consorsbank ist auch gut ergänzend für ausgewählte Bereiche nutzbar, weil die Depotführung kostenfrei ist.
Das Profil des Brokers kommt gerade anspruchsvollen Anlegern und Buy-and-Hold-Anlegern zugute, die ihre erworbenen Positionen über Jahre liegen lassen. Die Vorteile für diese sind also: keine laufenden Depotkosten, riesige Auswahl an Sparplänen und Handelsmöglichkeiten, zuverlässige Abwicklung und die Sicherheit und Kontinuität einer großen Bank
Für Börseneinsteiger gibt es ein umfangreiches Unterstützungs- und Bildungsangebot, das auf seriöse und verantwortungsvolle Weise gestaltet ist. Durch Webinare, gut aufbereitete Erklärvideos und den Austausch in der aktiven Community können Anfänger schrittweise ihr Börsenwissen aufbauen. Die App und die Ordermasken sind ebenso gestaltet, es ist keine Intention zu erkennen, zu häufigen Trades zu verführen oder auf bestimmte Orderwege zu lenken.
Für aktive Trader gibt es professionelle Trading-Software und Vergünstigungen durch die Statusstufen, was die Consorsbank im Kostenbereich konkurrenzfähiger macht. Trotzdem müssen aktive Trader abwägen, da die Kosten ein Faktor sind, Consorsbank nicht zu den billigsten Brokern zählt.
