Brokerage: ING-Depot überzeugt mit über Xetra laufenden ETF-Sparplänen

Regelmäßig stellt sich die Frage, welcher Online-Broker der richtige für die eigene Situation ist. In diesem Beitrag betrachten wir uns das Direkt-Depot der ING ausführlich. Allerhand Wissenswertes zu diesem Depot, die relevanten Gebühren, die verfügbaren Handelsplätze und Ansichten aus dem Online-Banking und der App sind hier zusammengefasst.

Die ING mit Sitz in Frankfurt am Main ist bekanntlich die kundenstärkste Direktbank Deutschlands. Sie ist kein reiner Online-Broker, sondern eine Bank mit vollständigem Sortiment, bestehend aus Girokonto, Einlagekonten, Ratenkrediten und Baudarlehen. Obwohl produktseitig breit aufgestellt, ist Brokerage auch ihr Spezialgebiet. Kompetent und zuverlässig trifft auf ING im Brokerage genauso zu wie auf comdirect und Consorsbank. Bei der Leserwahl des Anlegermagazins Börse Online ist ING mehrmals in Serie als "Broker des Jahres" ausgezeichnet worden, in 16 von 23 Jahren, auch in der zuletzt stattgefundenen Wahl für das Jahr 2022. Vor allem für das Aufbauen von ETF-Positionen per Sparplan ist ING wegen der großen Auswahl und den Rahmenbedingungen nahezu ideal. Abseits der Sparpläne liegt ING bei den Orderpreisen auf ähnlichem Niveau wie die beiden vorgenannten Wettbewerber, Neobroker können da billiger sein. Auch Vieltrader und Anleger, welche Derivate oder Kryptowährungen in das Depot legen möchten, sind bei anderen Anbietern besser aufgehoben. Die angebotenen Handelsplätze und die handelbaren Werte sind auf die breite Masse ausgelegt. Das Depot der ING ist entsprechend eher für Anleger mit einem langfristigen Anlagehorizont geeignet und für diejenigen, die sich nicht mit Fallstricken und den Unzulänglichkeiten der Neobroker herumschlagen möchten.

Vor- und Nachteile des Depots in Kurzform

  1. Depotführung ohne Bedingungen kostenlos
  2. Anbindung von allen deutschen Börsen
  3. alle ETF-Sparpläne werden dauerhaft ohne Orderentgelt über Xetra Frankfurt ausgeführt, 825 ETFs sparplanfähig
  4. über 540 Aktiensparpläne verfügbar
  5. kleinstmögliche Sparplanrate ab EUR 1,00
  6. Aktions-ETFs für die Einmalanlage: 36 Themen-ETFs ohne Orderentgelt, 89 Basis-ETFs für EUR 3,90 Orderentgelt
  7. Handel über Browser, Smartphone-App und Telefon
  8. Limitierung der Orders kostenlos
  9. hilfreiche Antworten auf viele Fragen über die Suchleiste und den virtuellen Assistenten
  10. hohe Transparenz bei Kosten und Bedingungen, Änderungen erklärt ING offen
  11. zuverlässige Abrechnungen
  12. sowohl eingehende als auch abgehende Wertpapierüberträge können digital über ING beauftragt werden
  13. schnelle Einrichtung eines Unterdepots
  14. Gemeinschaftsdepot und Depoteröffnung für Minderjährige möglich
  1. mittelpreisige Ordergebühren, insbesondere bei großen Ordervolumen zu teuer
  2. keine Rabatte für Vieltrader
  3. nur wenige ausländische Börsenplätze
  4. kein Wertpapierkredit erhältlich
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Kosten für Depot- und Kontoführung

Das Depot der ING wird kostenlos geführt, unabhängig vom verwahrten Depotvolumen.

Ergänzend zum Depot wird immer auch ein Depot-Verrechnungskonto benötigt, über das zu allen Wertpapierabrechnungen die Geldbuchungen laufen. Als Depot-Verrechnungskonto kann entweder ein kostenlos geführtes Tagesgeldkonto (bei ING als "Extra-Konto" bezeichnet) eingerichtet oder das Girokonto bei ING verwendet werden. Das Tagesgeldkonto kann nicht alleinstehend eröffnet werden (ab 1.7.22 ist das wieder möglich), zum Depot wird es standardmäßig miteröffnet. Guthabenteile bis EUR 50.000 verzinst ING zurzeit mit 0,001%.

Das Girokonto ist nur bei Geldeingang von mindestens EUR 700,00 pro Monat kostenlos. Nicht als Geldeingang gewertet werden eigene bankinterne Überträge, Wertpapiergutschriften und Rücklastschriften. Mit einer Überweisung von einem externen Konto in geforderter Höhe, oder besser einem entsprechenden Dauerauftrag, lässt sich die Kostenfreiheit leicht erreichen. Nicht wenige transferieren das eingegangene Geld nach ein paar Tagen per Dauerauftrag wieder weg und lassen so Gelder zwischen eigenen Konten praktisch im Kreis laufen. Ohne Geldeingang würden EUR 4,90 belastet. Wer schon ein Girokonto bei ING besitzt, kann dies als Depot-Verrechnungskonto nutzen. Viele empfinden es als komfortabel, bei derselben Bank sowohl Banking als auch Brokerage zu haben.

ETFs per Sparplan

Die Konditionen zu den ETF-Sparplänen beschreiben wir so weit oben, weil sich ING hier ein Alleinstellungsmerkmal aufgebaut hat. ETF-Sparen ist heute eine überaus beliebte Anlageform. In unserem Vergleich sind ING und Scalable Broker für ETF-Käufer als beste Anbieter eingewertet. ING ist seit April 2021 so attraktiv, ist von regelmäßig wechselnden Aktionskonditionen, wie sie bei den meisten Online-Brokern anzutreffen sind, auf ein beständiges Angebot umgestiegen: Alle bei ihr sparplanfähigen ETFs können per Sparplan ohne Ausführungsentgelt erworben werden, über Xetra Frankfurt!

Sparplanfähig bei ihr sind derzeit 827 ETFs, das ist so umfangreich, dass wenn ein Anleger sich einen bestimmten ETF aus externen Informationsquellen wie etwa Börsenzeitschriften heraussucht, er bei ING kaum fehlen wird. Vorab anschauen kann man sich die Liste der sparplanfähigen ETFs über den Klickweg Wertpapierhandel > Wertpapier-Suche > ETFs und dort das Kästchen "gebührenfreier Sparplan" markieren.

Das Anlagevolumen aus Sparplänen wird über Xetra Frankfurt zur Ausführung gebracht. Das ist die umsatzstärkste Börse Deutschlands, was eine faire Kursfeststellung garantiert. Man muss hier also kein Ausführungsentgelt bezahlen und trotzdem nicht den Kompromiss eingehen, dass der Verzicht auf das Ausführungsentgelt über die Kursfeststellung an einem alternativen Handelsplatz kompensiert wird. Die Gelder werden zu Börsenbeginn gegen 9:00 Uhr an Xetra Frankfurt geleitet.

Es ist keine befristete Aktion wie bei anderen Online-Brokern, wo man regelmäßig prüfen muss, ob der besparte ETF noch weiterhin von den Aktionskonditionen abgedeckt ist. Bei ING sind es Konditionen, die auf Dauer ausgelegt sind und alle bei ING sparplanfähigen ETFs einbeziehen. Freilich könnte auch ING daran rütteln und die Konditionen irgendwann mit einem neuen Preis- und Leistungsverzeichnis ändern.

einen Wertpapiersparplan bei ING einrichten

So sehen die Einstellungsmöglichkeiten zu einem Wertpapiersparplan in der Online-Anwendung aus.

Die Mindestsparrate ist im April 2021 auf EUR 1,00 abgesenkt worden, von daher ist auch dort das Optimum erreicht. Die Höchstsparrate je Sparplan beträgt EUR 1.000. Zur Höhe der Sparrate lässt sich eine Dynamik einstellen, die Sparrate damit jährlich um 1% bis 10% erhöhen. Die Sparpläne können monatlich, zweimonatlich oder quartalsweise ausgeführt werden. An Ausführungsterminen ist der 1. und der 15. eines Monats möglich. Das ist der Punkt, wo das Sparplanangebot seine einzige schwache Stelle hat, da Scalable Broker und Consorsbank mit neun bzw. vier Terminen hier mittlerweile den Kundenwünschen näher sind. Anleger können natürlich mehrere Sparpläne auf unterschiedliche ETFs einrichten. Und wenn man denselben ETF an beiden Terminen im Monat besparen will, legt man dazu zwei Sparpläne an.

Beim Einrichten des Sparplans gibt es ein Feld zum zusätzlichen Beauftragen einer Einmalanlage - es ist optional, man lässt es besser unausgefüllt, denn diese würde eben zum Orderpreis von Einmalanlagen abgerechnet und zudem ohne gesetztes Kurslimit.

Die Sparrate kann wahlweise vom Depot-Verrechnungskonto abgebucht werden oder per Lastschrift von einem externen Konto. Auf beiden Zahlungswegen erscheinen die Sparplanraten eines Ausführungstermins in der Umsatzliste einzeln, was viele Buchungen bedeutet.

Zu Ausschüttungen von sparplanfähigen ETFs und gemanagten Fonds findet ab einem Mindestausschüttungsbetrag von EUR 75,00 automatisch eine Wiederanlage statt, unabhängig davon, ob der ETF oder Fonds als Sparplan oder Einmalanlage erworben wurde. Das ist speziell bei ING so. Die automatische Wiederanlage ist gebührenfrei und bei gemanagten Fonds erfolgt sie auch ohne das Erheben eines Ausgabeaufschlags. Sofern der Kunde sie nicht wünscht, kann er sie in einer Einstellung im Online-Banking abstellen.

Inlandsorders

Die Kosten für eine ausgeführte Order setzen sich bei der ING aus drei Bestandteilen zusammen:

  • Grundgebühr
  • prozentuale Gebühr vom Kurswert
  • Handelsplatzgebühr

Die Grundgebühr beträgt EUR 4,90. Sie stellt die rechnerische Untergrenze der Orderkosten einer Inlandsorder dar.

Darüber hinaus erhebt die ING eine prozentuale Gebühr. Sie beträgt 0,25% des Ordervolumens. Gibt ein Anleger eine Order mit einem Volumen von EUR 1.500 auf, so hat er demzufolge zusätzlich zur Grundgebühr mit einer prozentualen Gebühr von EUR 3,75 zu rechnen. Gedeckelt ist der Kostenblock aus Grundgebühr und prozentualer Gebühr bei EUR 69,90. Eine Mindestgebühr zu diesem Kostenblock gibt es hingegen nicht, weshalb kleine Ordervolumen bei ING durchaus günstig sind.

Je nach Handelsplatz kommt bei ING eine unterschiedlich hohe Handelsplatzgebühr hinzu: Zu Tradegate und gettex wird die Gebühr nicht erhoben, wodurch die Orderpreise hier am niedrigsten sind. ING führt in der Auswahl des Handelsplatzes übrigens den Punkt "Direkthandel" auf, im Handel mit Aktien und ETFs läuft das an Tradegate und im Handel mit Anleihen, Fonds, Zertifikaten und Hebelprodukten an gettex. Zu Xetra Frankfurt, Euwax und Stuttgart fallen EUR 1,90 Handelsplatzgebühr an. Im Frankfurter Parketthandel und zu Berlin, Düsseldorf, Hamburg/Hannover und München sind es EUR 2,90.

Preisbeispiele für den Handel auf Xetra und Tradegate

An den Börsenplätzen kommt gegebenenfalls noch Maklercourtage hinzu; auf Xetra Frankfurt fällt sie im Generellen nicht an, da es ein elektronisches System ist.

Nicht gehandelt werden kann mit Lang & Schwarz.

Für Vieltrader gibt es keine gesonderten Konditionen.

Werden wie im vorangegangenen Abschnitt beschrieben in erster Linie ETF-Positionen per Sparplan aufgebaut, interessiert die Bepreisung der Inlandsorder nur für den Fall, dass man Anteile nach einiger Zeit mal veräußern möchte. Dabei hat man auch die Alternative, die Position zu einem anderen Online-Broker hin zu übertragen, was bei ING angenehm einfach beauftragt werden kann, dazu mehr im entsprechenden Abschnitt weiter unten.

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Weitere relevante Leistungen und deren Bepreisung

Das Setzen, Ändern und Streichen von Kurslimits ist kostenlos.

Dividendengebühren fallen keine an.

Ein telefonisch über einen Kundenbetreuer erteilter Auftrag kostet - sofern ausgeführt - zusätzlich EUR 14,90. Die Telefonnummer ist 069/50603050. Über den vorgeschalteten Sprachcomputer lässt sich keine Order platzieren, aber zum Beispiel den Depotbestand, den Orderstatus oder den für Wertpapierkäufe verfügbaren Betrag abfragen.

Für den ETF-Kauf per Einmalanlage bestehen bei ING ebenfalls Aktionskonditionen, das Angebot ist hier jedoch nicht sonderlich umfangreich, es wird nach Themen-ETFs und Basis-ETFs unterschieden: 46 ausgewählte Themen-ETFs von Amundi, Fidelity, Franklin Templeton, VanEck und WisdomTree sind ohne Orderentgelt und 88 Basis-ETFs derselben Partner mit EUR 3,90 Orderentgelt. Die Aktion ist für Orders im Volumen ab EUR 1.000 gültig, die über den Direkthandel platziert werden. Sie läuft bis 31.12.22. ING behält sich die jederzeitige Anpassung der ETF-Auswahl vor.

Zu gemanagten Fonds ist sowohl für den Kauf per Einmalanlage als auch per Sparplan überwiegend 50% Rabatt auf den Ausgabeaufschlag angeschrieben. Nachschauen, ob der gewünschte Fonds verfügbar ist und ob der 50% Rabatt gilt, kann man über die Wertpapiersuche. Ein Blick auf die von ING kreierte "Fondshelden"-Liste lohnt eventuell, denn die dortigen Fonds haben ein gutes Morningstar-Rating und sind ganz ohne Ausgabeaufschlag erwerbbar, ab EUR 500,00 per Einmalanlage über den Direkthandel, oder per Sparplan.

Über 540 Aktien sind bei ING sparplanfähig. Dabei beläuft sich die Ausführungsgebühr auf 1,75% des Kurswerts - ohne Mindestgebühr.

Das Handling von Bruchstücken ist unkompliziert: Eine Verkaufsorder kann direkt online mit Angabe der Bruchstücke gegeben werden. Die ganzen Stücke werden dann über den ausgewählten Handelsplatz geleitet und die Bruchstücke automatisch als Nebenorder am Ende des Tages über den Direkthandelspartner. Der Ausführungskurs für beide Orders ist der Kurs der Hauptorder. Zu den Bruchstücken ist kein Ausführungsentgelt zu zahlen.

Gehandelt werden kann natürlich auch an Auslandsbörsen, wobei sich das auf die USA und Kanada beschränkt: ING bietet Zugang zu den Börsen New York (NYSE) und NASDAQ sowie in Kanada Toronto, Calgary und Canadian National Exchange. Das Ordern an Auslandsbörsen ist mit einer höheren Handelsplatzgebühr belegt, und zwar mit EUR 14,90. Die weiteren Komponenten sind wie im Inlandshandel die Grundgebühr von EUR 4,90 und 0,25% vom Kurswert.

Wird eine Währungsumrechnung durchgeführt, wie insbesondere im Handel an nordamerikanischen Börsen, weil dort die Werte in Fremdwährung notiert sind, verwendet ING den Devisenmittelkurs und erhebt einen Aufschlag (Verkauf) bzw. Abschlag (Kauf) von 0,25%.

Wer als Kunde Fragen hat, kann auf den Wertpapierhandel spezialisierte Mitarbeiter von montags bis freitags und an Feiertagen mit Börsenhandel in der Zeit von 7:30 bis 22:00 Uhr unter 069/342224 telefonisch erreichen. Alternativ ist auch E-Mail ein unterstützter Kommunikationsweg.

Funktionalitäten der Online-Brokerage-Anwendung für Browser und App

interaktive Wertpapierscharts bei ING

Die bereitgestellten Wertpapierinformationen sind bei ING ausführlich: Stamm- und Profildaten, Analysen, Kurse und Spreads an den Börsen sowie interaktive Charts. Anhand der Charts lässt sich die Kursentwicklung für die üblicherweise bereitgestellten oder auch für individuelle Zeiträume betrachten, durch Anklicken bzw. Antippen werden Datenpunkte abgefragt. Mit der Entwicklung anderer Wertpapiere lässt sich das gegenüberstellen. In der Abbildung der Kurs eines ETFs auf den MSCI World in Schwarz und des DAX als Vergleichswert in Grün.

Mit Watchlists lassen sich favorisierte Wertpapiere beobachten, die Kurse werden in der Ansicht fortlaufend aktualisiert (Realtimekurse des Direkthandelspartners). Auch von Nicht-Kunden kann das genutzt werden. Beobachtungskurs und -datum - also praktisch die Einstandswerte - können dabei auch nachträglich noch angepasst werden. Und zu jedem eingetragenen Wertpapier lassen sich Limitalarme aktivieren, sodass bei Erreichen des gesetzten Kurses per E-Mail benachrichtigt wird. Es lassen sich auch mehrere Listen anlegen.

Die Dokumente aus den Geschäften werden in die elektronische Postbox eingestellt. Sie sind dort vier Jahre lang gespeichert.

Die Smartphone-App namens "Banking to go" (iOS und Android) ist sowohl für die Auftragsfreigabe in Verbindung mit der Browser-Anwendung als auch eigenständig nutzbar. An einigen Stellen, wie den umfangreichen Inhalten zu den einzelnen Wertpapieren, bettet die App die für den Browser konzipierte Internetseite der ING ein.

die Auswahl des Handelsplatzes in der App

Die Auswahl des Handelsplatzes in der App. Die Höhe des Handelsplatzentgelts - ein Bestandteil der Orderprovision bei ING - wird zu jedem Handelsplatz angezeigt. Direkthandel bedeutet im Falle von Aktien und ETFs wie erwähnt Tradegate. Die weiteren Handelsplätze sind zunächst ausgeblendet.

die Ordermaske in der App

Die Ordermaske in der App.

Einloggen und Auftragsfreigabe

Zum Einloggen und zur Auftragsfreigabe ist entweder diese App oder das photoTAN-Lesegerät zu verwenden. In der App lässt sich das Einloggen mit Fingerabdruck (Touch ID) abkürzen, Zugangsnummer (das sind schlicht die letzten 10 Stellen der IBAN) und Internetbanking-PIN müssen dann nicht eingegeben werden. Das optionale Lesegerät stellt ING seit einiger Zeit kostenlos bereit, früher kostete es EUR 32,00.

Eine "Mobilnummer für Sicherheitsprozesse" ist zu hinterlegen. Mit der Mobilnummer für Sicherheitsprozesse bleibe man handlungsfähig, wenn es Probleme mit dem Freigabeverfahren geben sollte; zum Beispiel, wenn man die App auf einem neuen Smartphone einrichten will und keinen Zugriff mehr auf das alte Smartphone hat. In einem solchen Fall wird ING ein Einmalpasswort zusenden, in der Regel per SMS, und für die Verwendung von manchen Aktionen stattdessen per E-Mail oder Brief.

In der Vergangenheit war das Einloggen oft als umständlich kritisiert worden, besonders die Erfordernis des DiBa-Keys. Er wird abgeschafft, bei ab 28.4.22 eingerichteten Konten gibt es ihn schon nicht mehr.

Eingeloggt kann man sein Depot einsehen und die Finanzen verwalten. In der Depotbewertung werden die Bestände mit Realtimekursen des Direkthandelspartners angezeigt. Bei der Ordererteilung werden Realtimekurse für alle inländischen Handelsplätze angezeigt. Ist man nicht eingeloggt, sind es nur zum Direkthandel, zur Börse Stuttgart und Börse Frankfurt Realtimekurse.

Um eine Order aufzugeben, ist einer der möglichen Wege der über die Suchleiste: WKN, ISIN oder der Name des Wertes eingeben. Nach Auswahl eines Suchergebnisses werden zum jeweiligen Wertpapier die Daten und der Chart angezeigt. Oben rechts stehen: "Sparplan", "Kaufen" oder "Verkaufen". Nach dem Auswählen sind die Formularfelder entsprechend zu befüllen. Jetzt ist der Übernehmen-Button unten anzuklicken und auf der Folgeseite ist der Auftrag noch freizugeben.

Die ING gibt übrigens mit dem "Demokauf" auf ihrer Internetseite die Möglichkeit, ohne echtes Geld den Orderprozess auszuprobieren. Das ist für Wertpapiereinsteiger gedacht und gibt entsprechend Zusatzinformationen. Dabei lässt sich aber auch vorab einsehen, welche Schritte zu durchlaufen sind und wie das gestaltet ist.

Klickt man vor Erteilen eines Auftrags das Kästchen "Session-TAN" an, braucht man während der Sitzung nicht weiter mit dem Freigabeverfahren zu hantieren.

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Anzeige der Einstandskurse und andere steuerrelevanten Daten

Bei der Beurteilung des Anlageerfolges ist immer die Steuer mit einzubeziehen. Die ING ist eine Bank mit Sitz in Deutschland, entsprechend übernimmt sie das Abführen der Kapitalertragssteuer. Jeder Kunde erhält darüber hinaus nach Ende des Kalenderjahres eine Aufstellung über die Erträge, eine Jahressteuerbescheinigung für die eigene Steuererklärung und auf Anforderung auch eine Verlustbescheinigung.

Für die Steuerplanung ist es vorteilhaft, wenn der Kunde schon beim Blick ins Depot detailliert dokumentierte Daten vorfindet, man sich nicht mit Excel oder Notizen an anderer Stelle behelfen muss.

Detailansicht zu einer Wertpapierposition

Wenn Wertpapierpositionen über das Depot aufgebaut wurden, sind die Einstandskurse und Bestandswerte detailliert hinterlegt. Im Depot kann man einfach zu jedem Titel nachschauen. Es ist nur der Auswahlpunkt "Bestandsdetails" beim jeweiligen Wertpapierbestand auszuwählen.

Sollten die Titel in einem anderen Depot aufgebaut und dann zu ING übertragen worden sein, werden in den Bestandsdetails die von der vorherigen Depotbank übermittelten Einstandskurse angezeigt – ING übernimmt die tatsächlichen Einstandskurse bei Überträgen automatisch auch in die Kundenansichten. Allerdings geschieht das bei mehreren Kauftranchen nur zum gemittelten Kurs, nicht zu den einzelnen Kauftranchen wie Consorsbank das macht. Sollten die Einstandskurse im Ausnahmefall in den Kundenansichten fehlen, ist die Möglichkeit gegeben, die fehlenden Einstandskurse manuell einzupflegen.

In die Verlustverrechnungstöpfe kann bei den Einstellungen eingesehen werden.

Depotüberträge

Nicht nur eingehende, sondern auch abgehende Depotüberträge können bei ING digital in einer Anwendung der Bank beauftragt werden. Das bietet ansonsten so auch nur Consorsbank. Es geht einfacher und schneller, als ein Formular mit den Wertpapierdaten auszufüllen und per Post oder Fax einzureichen. Die Anwendung zum Beauftragen des Übertrags lässt sich eingeloggt über die Menüleiste aufrufen, dort ist ein kleiner Haken abgebildet, welcher bei Klick weitere Optionen anzeigt. Hier findet sich auch der gesuchte Punkt "Depotübertrag".

Formularstrecke des digitalen Depotübertrags

Die zu übertragende Depotbestände einfach auswählen, Daten zum abgebenden und empfangenden Depot angeben, fertig.

Unterschrieben werden kann mittels QR-Code oder der Computer-Maus. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Unterschrift zur händischen Unterschrift nicht so stark abweicht, da der abgebende Broker sonst den Auftrag womöglich nicht anerkennt.

Neukundenangebote

ING macht in manchen Zeiträumen Angebote mit Prämie bei Depoteröffnung, zurzeit nicht. Zwischen solchen Angeboten liegen mitunter mehrmonatige Pausen. Man kann es als Depot-Neukunde wahrnehmen. Wenn man beispielsweise bereits ein Girokonto bei ING hat, kann man gegebenenfalls trotzdem Neukunde sein – Depot-Neukunde. In der Regel definiert ING den Neukundenbegriff in der Weise, dass man in den vorherigen zwölf Monaten kein Depot bei ING gehabt haben darf.

Erfahrungsberichte

Erfahrungsberichte aufrufen

Erfahrungsberichte unserer Nutzer zum Direkt-Depot von ING können Sie hier lesen. Enthalten sind dabei immer wieder Aspekte, die man so nicht aus den Eigenbeschreibungen des Anbieters herauslesen kann.

Eröffnungsprozess

Wie geht das mit der Depoteröffnung? Auf der Internetseite der ING ist der Button "Depot eröffnen" anzuklicken. Es folgen mehrere Seiten, auf denen Angaben gemacht werden müssen. Es ist ein Fragebogen zu den personenbezogenen Daten wie Name, Anschrift und Familienstand. Danach kommen Angaben zu den Finanzen: Um den gesetzlichen Vorschriften nachzukommen, fragt ING nach Steueridentifikationsnummer und nach den bisherigen Erfahrungen im Wertpapierhandel. Anschließend werden die Datenschutzerklärung, die Geschäftsbedingungen für Direkt-Depot und Extra-Konto und das Preis- und Leistungsverzeichnis zum Download angeboten. Der Erhalt der Unterlagen muss bestätigt werden. Der Antrag wird komplett online gestellt, ein Einreichen per Post ist nicht notwendig. ING schickt eine E-Mail zur Eingangsbestätigung, in der daran erinnert wird, mit der Legitimation fortzufahren. Die Deutsche Post ist der Ident-Partner der ING, auf dem PostIdent-Portal kann man wählen zwischen VideoIdent, dem klassischen PostIdent in einer Postfiliale oder Identity-App und Personalausweis mit aktiviertem Chip.

Ein Gemeinschaftsdepot einzurichten ist möglich, sofern beide Personen unter identischer Adresse wohnen. Gleich am Anfang der Antragsstrecke zum Depot steht die Frage, ob es ein Einzeldepot oder Gemeinschaftsdepot sein soll. Die Identifikation ist selbstverständlich zu allen Depotinhabern notwendig.

Das Depot kann nicht nur für Erwachsene, sondern auch für den Vermögensaufbau des Nachwuchses eröffnet werden. Das ist dann von den gesetzlichen Vertretern zu initiieren. ING nennt es "Direkt-Depot Junior" und beschreibt es zielgruppenspezifisch auf einer eigenen Produktseite. Die Konditionen sind dieselben wie beim gewöhnlichen Direkt-Depot. Für die Eröffnung ist lediglich ein PDF-Formular verlinkt. Dieses ist ausgefüllt, zusammen mit einer Kopie der Geburtsurkunde des Minderjährigen und in aufgeführten Sonderfällen mit weiteren Unterlagen zum Sorgerecht per Post einzusenden. Man erhält von ING danach eine Bestätigung per Post und, falls man noch kein Kunde der ING ist, Unterlagen zur Legitimation.

Das Depot ist in der Regel nach wenigen Werktagen freigeschaltet, ING übersendet per Post die Zugangsnummer und die erste Internetbanking-PIN zum Einloggen. Beim ersten Einloggen ist die Internetbanking-PIN aus Sicherheitsgründen zu ändern. Ein Freigabeverfahren wird eingerichtet. Und dann kann es mit der Geldanlage losgehen.

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