negativ
02.10.2017
maxblue — Ein Fest für die Konkurrenz
Positivpunkte: maxblue hat (erst auf Nachfrage) die Depotwechselprämie von 2.500 Euro ausbezahlt, nachdem ich mein Depot im Wert von 500.000 Euro übertragen hatte. Inzwischen - nach ein paar Monaten Erfahrungen mit maxblue - überlege ich, das Depot vor Ablauf der Jahresfrist wieder zu einem anderen Broker zu übertragen, auch wenn ich dann einen Teil der Prämie verliere. Die Gründe (Negativpunkte): Die Website ist so unglaublich schlecht, unübersichtlich, kompliziert, dass man es kaum fassen kann. Wie schafft es eine Deutsche Bank, so einen Stuss zu entwickeln? Im Vergleich z. B. zu DiBa oder comdirect liegen Welten dazwischen. Nur einige Beispiele: Die Seite ist oft quälend langsam, sodass sie schwer benutzbar ist. Es gibt unterschiedliche Depotansichten, was verwirrend ist, aber keine richtig gute mit den wesentlichen Infos. Ich gehe in die Ordermaske, mache einen Directtrade. Ich gehe wieder in die Ordermaske, will einen börslichen Trade machen, das System verweigert dies, trotz ausreichend Kapital. Es stellt sich heraus, dass man bei börslichen Trades erst ein anderes Konto auswählen muss ... Ich kaufe dänische Aktien, sie werden auch ins Depot eingebucht und in Euro angezeigt, später kaufe ich noch mal eine Position dieser Aktien (selbe WKN), danach habe ich 2 Depotpositionen, eine in Euro, eine in dänischen Kronen. Ich kann zwar tagesgleich handeln, habe aber nach einer Order mehrere Tage lang keinen Überblick über Depotbestand und Kapital. Man kann eine Session-TAN eingeben, aber was nützt mir das, wenn mich das System so schnell wieder ausloggt, dass ich mich dauernd wieder mit einer neuen TAN einloggen muss. Ich fühle mich unter Druck gesetzt, weil ich sonst gleich wieder ausgeloggt bin. Nach Wertpapierverkäufen war plötzlich Geld auf meinen Fremdwährungskonten; ich musste 4 Mal deswegen anrufen. Wenn ich die Hotline z. B. mit der DiBa vergleiche, finde ich die DiBa ehrlich nett und freundlich, maxblue eher aufgesetzt freundlich und leicht arrogant. Mein Eindruck ist außerdem, dass Feedback nicht willkommen ist. Ich könnte die Liste noch weiter fortführen, aber mir ist die Zeit zu schade, noch mehr zu schreiben. Wer für so ein miserables Kundenerlebnis sorgt und dann nicht einmal offen für Kundenfeedback ist, bei dem sind einfach Hopfen und Malz verloren.
— Ole Sing