Bankgeschäfte lassen sich bequem per Internet oder Telefon erledigen. Sie erhalten einen aktuellen Überblick über Zinsen und Konditionen von Bankprodukten, die bundesweit angeboten werden und den Abschluss per PostIdent/VideoIdent ermöglichen. Insgesamt sind 155 Anbieter in unseren Produktvergleichen gelistet. Thematisch liegt der Schwerpunkt von modern-banking.de auf dem Direktbankenmarkt.

11.07.2018 |

ING-DiBa nennt sich nur noch ING

Ab Ende November dieses Jahres wird ING-DiBa mit dem Namen ihres Mutterkonzernes auftreten: ING. Die Direktbank informierte ihre Kunden in einer Postbox-Nachricht. Die Veränderung betrifft den Markennamen und das Logo. Der offizielle Firmenname bleibt weiterhin "ING-DiBa AG", unter diesem bleibt sie als deutsche Aktiengesellschaft im Handelsregister eingetragen. ING steht für Internationale Nederlanden Groep, so heißt die niederländische Mutter. Die ING Groep will überall in den rund 40 Ländern, in denen sie präsent ist, am selben Logo erkennbar sein. Die Sonderlösung in Deutschland beendet sie, "DiBa" fällt weg, im Logo "ING", daneben abgebildet der Löwe und darunter der länderspezifische Claim "Die Bank und Du". ING-DiBa erklärt, in den kommenden Monaten werde man teils noch das alte und teils schon das neue Logo sehen, denn alles, was gedruckt (Briefe, Prospekte) oder sonst herausgegeben (Karten) werde, tauscht sie nach und nach aus. Die Entscheidung für das Rebranding bringt den Vorteil der Internationalisierung und der Prägnanz, ist aber auch gewagt, da die Marke ING-DiBa einen hohen Bekanntheitsgrad hat und positiv besetzt ist. "DiBa" ist hierzulande der stärkere Teil, auf den viele den Banknamen herkunftsbedingt verkürzen. Denn die ING-DiBa ging einst aus der 1965 in Frankfurt gegründeten "BSV: Bank für Sparanlagen und Vermögensbildung AG" hervor, die ab 1994 "Allgemeine Deutsche Direktbank" hieß und nach der Übernahme durch die ING Groep 1999 den Markenauftritt "DiBa" bekam, zunächst unter Beibehaltung der Firmierung, eine Parallele, ab 2014 unter "ING-DiBa AG". Das Direktbank-Konzept der ING ist in mehreren Ländern wie Frankreich, Italien, Spanien und Österreich umgesetzt, wenn das Logo einheitlich ist, verliert auch dies an Sichtbarkeit.

11.07.2018 |

comdirect stellt sich schlanker auf

Die comdirect verkauft ebase an die britische FNZ, was einen großen Teil ihrer Bilanzsumme ausmacht. Der Vertrag über den Verkauf für rund 151 Millionen Euro ist am Dienstag unterzeichnet worden, teilte comdirect mit. Vorbehaltlich der Genehmigung der Bankenaufsichts- und Kartellbehörden soll die Transaktion bis Jahresende abgeschlossen werden. Die Kurzform ebase steht für European Bank for Financial Services GmbH. ebase ist seit etwas mehr als neun Jahren die separat agierende B-to-B-Hälfte der comdirect-Gruppe. Sie ist auf das Führen von Investmentfonds-Depots spezialisiert, bietet dies Vertriebspartnern für deren Kunden an. comdirect übernahm ebase damals für 24,9 Millionen Euro konzernintern von einer Tochter der Commerzbank, aus ausgegliederten Bereichen der Fondsgesellschaft ADIG. Die Größenverhältnisse gemäß den Zahlen zum ersten Quartal 2018 lagen bei 1,25 Millionen Kundendepots mit einem verwalteten Depotvolumen von in der Summe 37,2 Milliarden Euro im direkten Geschäft, während es bei ebase 875.000 Kundendepots und 30,8 Milliarden Euro Depotvolumen waren. Die zukünftige Rolle von ebase in der Gruppe habe comdirect regelmäßig neu bewertet, das Marktumfeld sei jetzt optimal gewesen, um eine Repositionierung vorzunehmen, erklärte Arno Walter, Vorstandsvorsitzender der comdirect und Aufsichtsratsvorsitzender von ebase. Der Verkauf diene der Weiterentwicklung im Kerngeschäft, der Erlös solle vor allem für Wachstum durch neue smarte Produkte und Leistungen, neue Technologien und zum Gewinnen von Neukunden und Kundenvermögen genutzt werden. In den vorangegangenen Monaten kritisierte Investor Petrus Advisers in scharf formulierten Schreiben an den Commerzbank-Vorstand die vermeintlich behäbige Entwicklung von comdirect. Neben einer Reihe anderer Maßnahmen forderte er den Verkauf von ebase, weil diese nicht profitabel genug sei und es kaum Synergien mit comdirect gebe. An der börsennotierten comdirect hält die Commerzbank 82 Prozent und Petrus Advisers einen Anteil von maximal fünf Prozent, wie hoch der Anteil zurzeit genau ist, ist unklar. Auf Anfragen von Medien verneinte Walter einen Zusammenhang mit dem jetzigen Verkauf.

Der neue Eigentümer FNZ hat seinen Hauptsitz in London, in mehreren Ländern bestehen Niederlassungen, unter anderem ist eine in Berlin. FNZ bietet Finanzdienstleistern eine Kombination von Technologie und Back-Office-Dienstleistungen, insofern passt die Übernahme in den Ausbau dieses B-to-B-Geschäfts. Auch werden die beiden Geschäftsführer Rudolf Geyer und Lars Müller-Lambrecht das Unternehmen weiterhin leiten und der Standort in Aschheim bei München werde bestehen bleiben.

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