Bankgeschäfte lassen sich bequem über das Internet erledigen. Sie erhalten einen aktuellen Überblick über Zinsen und Konditionen von Bankprodukten, die bundesweit angeboten werden und den Abschluss per PostIdent/VideoIdent/E-Ident ermöglichen. Insgesamt sind 210 Anbieter in unseren Produktvergleichen erfasst. Thematisch liegt der Schwerpunkt von modern-banking.de auf dem Direktbankenmarkt.
Aus den Produktbereichen
Tagesgeld
- Suresse Direkt Bank aus Belgien bietet Neukunden bei Eröffnung ab 5.5.26 einen Sonderzins von 3,40% p. a. - das sind 0,40 Prozentpunkte mehr als zuvor (3,00% p. a.). Die belgische Niederlassung der spanischen Santander Consumer Finance gewährt den höheren Sonderzins unverändert vier Monate ab Kontoaktivierung und auf Guthabenteile bis EUR 250.000.
- Triodos Bank verzinst Tagesgeldeinlagen seit 1.5.26 nicht mehr, zuletzt mit 0,20%. Triodos Bank stellt ihre Geschäftstätigkeit in Deutschland bekanntlich ein, eine Kontoeröffnung ist nicht möglich.
- Die ING hob am 30.4.26 ihr Neukundenangebot beim "Extra-Konto" von 3,00% p. a. auf 3,20% p. a. an. Die Erhöhung ist Teil der "Lieblingsbank-Wochen", einer bis 31.5.26 angesetzten Marketingaktion, die die zwanzigste Auszeichnung in Folge als "beliebteste Bank" in der Leserumfrage des Wirtschaftsmagazins €uro feiert. Die übrigen Eckdaten blieben unverändert: Der Sonderzins wird für die ersten vier Monate gewährt, auf Guthabenteile bis EUR 250.000. Danach greift der Standardzins von derzeit 0,75%. Am Tag zuvor hatte ING bei der Neukundendefinition von sechs auf zwölf Monate geändert: Als Neukunde zählt nun, wer in den vergangenen zwölf Monaten kein Extra-Konto bei ING hatte. Im aktuellen Wettbewerbsumfeld, in dem Sonderzinsen führender Anbieter zwischen 3,00% und 3,36% p. a. liegen, schiebt sich ING mit der Anhebung wieder ins Spitzenfeld.
- Die schwedische TF Bank AB firmierte am 9.4.26 in Avarda Bank AB um. Hinter der Umfirmierung steht eine konzerninterne Markenaufwertung, kein Eigentümerwechsel. Der Name der Tochter Avarda wurde bislang schon für Buy-now-pay-later und E-Commerce-Checkout genutzt, er rückte auf Holding- und Banklizenzebene. Der Konzern will sich damit primär als paneuropäische Zahlungsplattform positionieren sowie integriertem Angebot aus Krediten und Sparen. Avarda entstand 2015 als gemeinsam mit dem Ikassounternehmen Intrum Justitia geführtes Unternehmen, lieferte White-Label-Lösungen für Checkout und Buy-now-pay-later im skandinavischen E-Commerce. TF Bank übernahm Avarda 2017 vollständig und verschmolz die Tochter 2020 mit der Bank. Im deutschen Privatkundenmarkt tritt die Bank seit ihrer Umfirmierung uneinheitlich auf: Auf der Raisin-Plattform werden die Festgeldangebote seit 15.4.26 unter "Avarda Bank" geführt. Auf dem eigenen Internetauftritt unter tfbank.de - mit Tagesgeldkonto (3,00% p. a. Sonderzins für vier Monate, Standardzins derzeit 1,45%), Festgeld und beitragsfreier "TF Mastercard Gold" – nutzt die Bank hingegen weiterhin die Marke TF Bank (nun ohne den Rechtsformzusatz). Der Footer nennt "Avarda Bank AB" als verantwortliche Bank, ergänzt um den Hinweis, TF Bank sei ein zweiter Firmenname von ihr. Ob dieser im Direktgeschäft gegebenenfalls nur für den Übergang so weiterverwendet wird, bleibt abzuwarten. CEO Joakim Jansson bestätigte nur, dass das Konsumentenkreditgeschäft weiter unter TF Bank laufen soll. Die Einlageprodukte über tfbank.de und Festgeld über Raisin liegen rechtlich bei derselben Bank. Die schwedische Einlagensicherung greift bis 1.150.000 SEK je Einleger und Bank (je nach Wechselkurs etwa EUR 100.000 bis EUR 108.000); zwei Marken verdoppeln den Schutz nicht. Verwechslungsgefahr besteht mit einem älteren "Avarda Festgeld", das bis 2024 über Raisin (damals WeltSparen) lief. Es gehörte zur Rediem Capital AB. Seit dem Verkauf der Mehrheitsbeteiligung ist Rediem keine Tochtergesellschaft der TF Bank/Avarda Bank mehr, eine restliche Minderheitsbeteiligung war zwischenzeitlich noch geplant.
Festzinsanlage
- Hoist Finance aus Schweden erhöhte am 5.5.26 bei 3 Jahren auf 2,92% (vorher 2,87%), bei 4 Jahren auf 2,95% (vorher 2,90%) und bei 5 Jahren auf 3,02% (vorher 2,91%).
- Deutsche Bank und Postbank erhöhten am 4.5.26 ihr 12-monatiges Sonderzinsangebot für Neugeld kräftig. Angeboten werden nun 2,70% (vorher 2,20%). Da die Postbank zur Deutsche-Bank-Gruppe gehört, sind die Konditionen identisch ausgestaltet: gleiche Laufzeit, gleicher Zinssatz, gleicher Mindest- und Höchstbetrag (EUR 2.500 und EUR 250.000). Das Angebot gilt nur für Gelder, die bislang nicht auf Konten und Depots bei der Deutsche-Bank-Gruppe unterhalten wurden, zu der auch die norisbank gehört.
- Bausparkasse Mainz erhöhte am 4.5.26 ab der 6-monatigen Laufzeit jweils um 0,50 Prozentpunkte: bei 6 Monaten auf 2,00% (vorher 1,50%), bei 12 Monaten auf 2,35% (vorher 1,85%), bei 2 Jahren auf 2,40% (vorher 1,90%), bei 3 Jahren auf 2,45% (vorher 1,95%), bei 4 Jahren auf 2,55% (vorher 2,05%), bei 5 Jahren auf 2,60% (vorher 2,10%), bei 6 Jahren auf 2,65% (vorher 2,15%), bei 7 Jahren auf 2,70% (vorher 2,20%), bei 8 Jahren auf 2,75% (vorher 2,25%), bei 9 Jahren auf 2,80% (vorher 2,30%) und bei 10 Jahren auf 2,85% (vorher 2,35%)
Brokerage
- ING verknüpft erstmals eine Depoteröffnungsangebot mit einem bestimmten ETF-Anbieter: Den Wunschgutschein über EUR 50,00 gibt es ausschließlich für Wertpapiersparpläne auf Amundi-ETFs. Voraussetzung für die Prämie ist die Depoteröffnung als Depot-Neukunde im Zeitraum 30.4.26 bis 15.6.26 sowie das Einrichten eines Amundi-Sparplans ab EUR 20,00 monatlich, der bis 30.9.26 dreimal ausgeführt wurde. In früheren ING-Neukundenaktionen lag die Wahl des Fondsemittenten stets beim Kunden. Die Verengung auf einen bestimmten offenbart die gemeinsame Marketingmaßnahme, bei der entsprechend Zuwendungen vom Emittenten an die Bank fließen. "Direkt-Depot Young" und "Direkt-Depot Junior" sind neben dem "Direkt-Depot" explizit ebenfalls beim Eröffnungsangebot in den Teilnahmebedingungen einbezogen.
- Der S Broker bietet nun vier Termine im Monat für die Ausführung von Wertpapiersparplänen: wahlweise am 1., 5., 15. oder 20. eines Monats. Zuvor war es nur der 5. und der 20. eines Monats.
Kreditkarte
- Die Hanseatic Bank wirbt mit EUR 60,00 Geldprämie für Neukunden ihrer "GoldCard". Die Hürden sind niedrig: Online-Antrag zwischen 4.5.26 und 30.6.26, mindestens drei Bezahlvorgänge und kumuliert mindestens EUR 100,00 Umsatz innerhalb von vier Wochen nach Kontoeröffnung genügen. Geldabhebungen, Überweisungen auf das Referenzkonto und Sofortgeld-Verfügungen zählen dabei nicht. Die Prämie schreibt die Hanseatic Bank innerhalb von sechs Wochen nach Erfüllen der Bedingungen auf dem Kreditkartenkonto gut; die Karte darf zum Auszahlungszeitpunkt weder gekündigt noch storniert sein. Bemerkenswert: EUR 60,00 entsprechen fast exakt dem jährlichen Kartenpreis von EUR 58,80 der GoldCard - die Hanseatic Bank verpackt damit faktisch ein gebührenfreies erstes Jahr in eine direkte Geldprämie. In früheren Aktionen verzichtete sie schon mal schlicht auf den Kartenpreis im ersten Jahr.
- Die Consors Finanz legte ein Eröffnungsangebot mit EUR 50,00 Geldprämie auf, es ist eine konditionsidentische Wiederauflage der Aktion von September 2025. Der Kartenantrag muss im Zeitraum 4.5.26 bis 31.5.26 online generiert werden und bis 31.7.26 sind wie gehabt fünf Kartentransaktionen über zusammen mindestens EUR 300,00 erforderlich. Als Kartentransaktionen zählen Zahlungen und - was zunächst vielleicht erstaunlich scheint - auch Bargeldabhebungen. Die Bank überweist die Prämie Mitte August auf das Referenzkonto; die Karte darf zu dem Zeitpunkt nicht gekündigt sein. Als Neukunde zählt, wer keine laufende Geschäftsbeziehung zu Consors Finanz hat und in den vergangenen 24 Monaten an keiner Bonusaktion zur Consors Finanz Mastercard teilnahm. Die Karte ist beitragsfrei und ohne Auslandsentgelt. Voreingestellt ist die teure Ratenzahlung mit geringen monatlichen Teilbeträgen per Lastschrift vom Girokonto. Bei Bargeldabhebungen erhebt Consors Finanz Sollzinsen ab Buchungsdatum, selbst wenn auf Vollrückzahlung per Lastschrifteinzug umgestellt ist.
- Die easybank, ein Marke der österreichischen BAWAG-Gruppe, hat am 4.5.26 den für Neukunden erhältlichen Startbonus bei ihrer "easybank Kreditkarte" von EUR 50,00 auf EUR 60,00 angehoben. Erst zum Markenwechsel von Barclays auf easybank im vergangenen Februar war der Bonus von EUR 40,00 auf EUR 50,00 gestiegen. Mit EUR 60,00 erreicht er bei dieser Karte einen neuen Höchstwert. Die Bedingungen sind unverändert: Innerhalb von vier Wochen nach Kontoeröffnung müssen mindestens EUR 100,00 Kartenumsatz erreicht werden, zudem ist innerhalb der Vier-Wochen-Frist die Einwilligung zu Marketing-E-Mails und Push-Nachrichten zu geben, die mindestens bis zur Gutschrift bestehen bleiben muss. Obwohl die Karte beitragsfrei ist, fallen mehrere Kostenpunkte ins Gewicht. Beim Antrag ist die teure Teilzahlung voreingestellt. Wer auf Vollzahlung per Lastschrifteinzug umstellt, zahlt eine Gebühr von EUR 2,00 pro Monat. Bargeld- und Überweisungsumsätze sowie Karteneinsätze bei Glücksspiel- und Wertpapieranbietern werden außerdem auch bei Vollzahlung ab Buchungsdatum mit dem Sollzins belegt. Im Ergebnis rechnet sich also eigentlich nur für Interessenten, die den Saldo per manueller Überweisung ausgleichen.
Ratenkredit
- Die DKB senkte am 27.4.26 die regulären Zinsen ihres "Privatkredits", den sie jüngst vom bisherigen Namen "Privatdarlehen" umbenannte. Über die offene Antragsstrecke auf dkb.de gelten nun effektiv 6,89% p. a. statt zuvor 7,09% p. a. Wer den Kredit über die Variante "Privatkredit Sofort" mit obligatorischem Online-Kontocheck oder als Girokunde mit Aktivstatus über das Online-Banking abschließt, bekommt durch den Zinsnachlass effektiv 6,59% p. a. (vorher 6,79% p. a.).
- Die DKB senkte am 27.4.26 beim "Autokredit" zu allen angebotenen Laufzeiten auf effektiv 6,59% p. a. (vorher 6,79% p. a.).
- Die SKG Bank senkte beim "RatenKredit" am 27.4.26 in ihrer Spanne an bonitätsabhängigen Zinsen den höchstmöglichen Satz auf effektiv 11,59% p. a. (vorher 11,79% p. a.). Die Spanne reicht somit von 5,59% bis 11,59% p. a.
- Bank of Scotland stellte am 21.4.26 ihre Raten- und Autokredite auf einen ausschließlich digitalen Antragsprozess um. Der Online-Kontocheck, mit dem die Bank über das Online-Banking des Gehaltskontos die Kreditwürdigkeit automatisiert prüft, wird damit von einer optionalen Komfortfunktion zur Voraussetzung. Eine klassische Antragstellung mit Kontoauszügen und Einkommensnachweisen ist nicht länger möglich. Mit der Umstellung entfiel der bisher gewährte Zinsnachlass von 0,20 Prozentpunkten auf den individuellen effektiven Jahreszins, mit dem die Bank die freiwillige Nutzung des Kontochecks honorierte. Gleichzeitig senkte Bank of Scotland zum gleichen Stichtag bei beiden Kreditprodukten in ihrer Spanne an bonitätsabhängigen Zinsen den bestmöglichen Satz: beim "Ratenkredit" auf effektiv 4,99% p. a. (vorher 5,14% p. a.) und beim "Autokredit" auf effektiv 5,19% p. a. (vorher 5,39% p. a.). Die Spanne reicht beim Ratenkredit nun von 4,99% bis 6,99% p. a. und beim Autokredit von 5,19% bis 6,29% p. a.