Aktuelles aus dem Bankenvergleich
Bankgeschäfte lassen sich bequem über das Internet erledigen. Sie erhalten einen aktuellen Überblick über Zinsen und Konditionen von Bankprodukten, die bundesweit angeboten werden und den Abschluss per PostIdent/VideoIdent/eID ermöglichen. Thematisch liegt der Schwerpunkt von modern-banking.de auf dem Direktbankenmarkt.
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Girokonto
- Die ING bietet Giro-Neukunden seit 2.11.26 wieder EUR 200,00 Geldprämie, wenn sie ihr Girokonto bis 30.11.26 beantragen. Nach dem Eröffnungsangebot im Zeitraum vom 30.4.26 bis 30.9.26 hatte die Bank im Oktober keine Prämie, Höhe und Bedingungen sind nun dieselben wie davor. Gefordert sind zwei aufeinanderfolgende monatliche Geldeingänge in den ersten vier Monaten, ab 28 Jahren jeweils mindestens EUR 1.000, darunter EUR 700,00. Bareinzahlungen, Überweisungen von ING-Konten und Wertpapierumsätze zählen nicht. Ebenfalls notwendig, ein Log-in in die ING-App je Kontoinhaber und binnen vier Wochen die Einwilligung zu "Tipps für Sie persönlich", mit der die Bank Zahlungsdaten für personalisierte Angebote auswerten darf. Die Prämie überweist ING etwa sieben Werktage nach Erfüllung aller Bedingungen auf das Tagesgeldkonto "Extra-Konto". Ausgeschlossen ist, wer in den vergangenen zwölf Monaten ein Girokonto bei ihr hatte. Wer in dieser Zeit auch kein Extra-Konto hatte, bekommt auf das miteröffnete Tagesgeldkonto vier Monate lang 4,00% p. a. auf Guthabenteile bis EUR 250.000.
- Die norisbank erhöhte die Geldprämie zum "Top-Girokonto" für Online-Anträge ab 22.10.26 von EUR 120,00 auf EUR 200,00 und verlangt dabei keinen Kontowechsel mehr. Bisher mussten über den Online-Kontowechselservice mindestens drei Zahlungspartner informiert werden. Jetzt genügt der gleichzeitige Abschluss von Girokonto und Tagesgeldkonto "Top-Zinskonto". Neu ist dafür eine Haltefrist: Beide Konten müssen mindestens zwölf Monate bestehen bleiben, sonst behält sich die norisbank vor, die Prämie zurückzufordern oder zu verrechnen. Gutgeschrieben wird sie spätestens vier Wochen nach der Eröffnung. Mehr hat die Bank nie geboten, und erstmals hängt die Geldprämie nicht am Kontowechsel. Unverändert richtet die Bank auf dem zuerst eröffneten Top-Zinskonto bis auf Weiteres einen variablen Sonderzins ein, derzeit 2,50% p. a.
Tagesgeld
- Die diesjährigen "Black Weeks" haben bei ING schon mit dem 2.11.26 begonnen, und wieder sind es einige gute Angebote, das Tagesgeld gehört dazu. So erhöhte ING das Sonderzinsangebot für Tagesgeld-Neukunden von 3,50% p. a. auf 3,75% p. a., im Bündel mit dem Girokonto von 3,75% p. a. auf 4,00% p. a. Der Sonderzins gilt auf Guthabenteile bis EUR 250.000 in den ersten vier Monaten. Die Kampagnenseite der Bank stellt die Black-Deals unter den Hinweis "nur bis 30.11.26".
- Die Südtiroler Sparkasse erhöhte am 30.10.26 von 2,27% auf 2,46%.
- Die Hanseatic Bank erhöhte am 29.10.26 von 1,05% auf 1,31%.
- ING belohnt zum Weltspartag einen neuen monatlichen Sparplan auf das "Extra-Konto" mit einem Wunschgutschein über EUR 15,00. Die Aktion richtet sich an Neu- und Bestandskunden und schließt das "Extra-Konto Junior" mit ein. Die ING bewirbt die Aktion auf ihren Produktseiten. Der Sparplan muss bis zum 1.12.26 eingerichtet sein, mit einer monatlichen Sparrate von mindestens EUR 100,00; und spätestens am 3.12.26 muss der Sparplan erstmals ausgeführt sein. Für den Gutschein sind mindestens sechs monatliche Ausführungen erforderlich. Daraus ergeben sich Einzahlungen von mindestens EUR 600,00. Wer bereits einen Sparplan nutzt, kann ebenfalls teilnehmen: Dafür ist ein zusätzlicher Sparplan anzulegen, ohne den bisherigen zu löschen. Pro Kunde gibt es nur einen Gutschein, auch bei mehreren neuen Sparplänen. Zum Weltspartag 2025 zahlte die ING EUR 10,00 als Gutschrift, die Hälfte davon nach drei Ausführungen. 2023 genügten für dieselben EUR 10,00 drei Ausführungen. Diesmal ersetzt ein an Partnerhändler gebundener Gutschein die Kontogutschrift.
- Die Ford Money erhöhte am 29.10.26 ihren Standardzins von 2,05% auf 2,15% und den Sonderzins für Neukunden von 3,50% p. a. auf 3,75% p. a. Den Sonderzins gewährt sie unverändert für die ersten drei Monate.
- Mit ihrem "Aktions-Tagesgeldkonto" zu den Weltsparwochen greift die NIBC auf ein Instrument zurück, das sie seit 2023 einsetzt: ein separates Konto, das nur frisches Geld von außen verzinst und Umschichtungen im eigenen Haus ausschließt. Wer es vom 22.10.26 bis 18.11.26 eröffnet, erhält darauf 2,65% p. a., fest für sechs Monate ab Eröffnung und ohne Betragsgrenze. Bestandskunden beantragen es per Serviceauftrag im Online-Banking, Neukunden bekommen es mit der Tagesgelderöffnung automatisch. Der Abstand zum unveränderten Standardzins des Mehr.Zins.Kontos von 2,15% fällt mit 0,50 Prozentpunkten schmal aus. Neukunden bekommen zusätzlich EUR 20,00, wenn sie das Konto am 18.12.26 noch führen. Verzinst wird nur Neugeld: Das gesamte Sparvolumen bei NIBC aus Tagesgeld, Festgeld, Flexgeld und Kombigeld samt Gemeinschaftskonten muss gegenüber dem Stichtag 21.10.26 um die Einzahlung wachsen. Fließt während der Garantiezeit Geld vom Mehr.Zins-, Flex- oder Kombikonto zu einer anderen Bank und sinkt dadurch das Volumen vom Stichtag, darf die NIBC denselben Betrag vom Aktionskonto zurückbuchen.
Festzinsanlage
- Multitude Bank aus Malta senkte am 2.11.26 bei 12 Monaten auf 2,70% (vorher 3,40%), bei 2 Jahren auf 3,20% (vorher 3,60%) und bei 3 Jahren auf 3,40% (vorher 3,70%).
- Multitude Bank aus Malta senkte am 30.10.26 bei 12 Monaten auf 3,40% (vorher 3,50%).
- Hoist Finance aus Schweden erhöhte am 30.10.26 zwei ihrer Laufzeitangebote leicht, und zwar bei 4 Jahren auf 3,73% (vorher 3,71%) und bei 5 Jahren auf 3,85% (vorher 3,83%). Bei beiden Laufzeiten liegt sie momentan an erster Position.
- Die AKA Ausfuhrkredit-Gesellschaft erhöhte am 30.10.26 bei 3 bis 10 Jahren auf 3,50% (vorher 3,30%).
Brokerage
- Die ING bietet in ihren seit 2.11.26 laufenden "Black Weeks" ein Eröffnungsangebot für Depot-Neukunden mit Wunschgutschein über EUR 150,00. In der Vorgängeraktion bis 30.10.26 gab es EUR 25,00, dafür genügte eine einzige Investition ab EUR 100,00. Die Prämie stieg damit auf das Sechsfache. ING verlangt dabei binnen zwei Monaten nach der Eröffnung mindestens drei Wertpapierkäufe über zusammen mindestens EUR 3.000, Sparplanausführungen zählen nicht. Hinzu gekommen ist erstmals in einer Depotaktion eine Pflicht-Einwilligung: Die Einwilligung zum "persönlichen Erlebnis" muss binnen vier Wochen erteilt werden und bis zum Gutscheinerhalt bestehen bleiben. Es erlaubt der ING, den Zahlungsverkehr für personalisierte Werbung auszuwerten und pseudonymisierte Daten mit Dritten zu tauschen. Für Girokonto-Prämien fordert die Bank eine vergleichbare Einwilligung seit 2025.
- Der Neobroker finanzen.net zero erweiterte sein Angebot um Tradegate als zweiten Handelsplatz neben gettex. Das Preis- und Leistungsverzeichnis führt mit Xetra Frankfurt schon einen dritten Handelsplatz samt Preisen auf. Kundenberichten zufolge lässt sich Tradegate seit 7.10.26 im Webportal auswählen; die App erhält die Funktion offenbar gestaffelt. Auf eine Pressemitteilung verzichtete finanzen.net zero; Angaben zu den neuen Handelsmöglichkeiten stehen ausschließlich im Preis- und Leistungsverzeichnis und im Hilfe-Center. Tradegate schaltet der Broker erst frei, wenn Kunden in einem eingeblendeten Dialog zustimmen. Danach können Kunden bei jeder Order in der Ordermaske zwischen gettex und Tradegate wählen. Sparpläne, Bruchstückhandel und Derivate wickelt finanzen.net zero weiterhin über gettex ab. Mit Tradegate und Xetra reagiert finanzen.net zero auf einen Nachteil, der zu Neobrokern häufig angeführt wird, denn bislang bedeutete Neobroker meist Handelsmöglichkeit an einem einzigen Handelsplatz. Am gettex-Handel als Kern des Preismodells änderte finanzen.net zero nichts; Orders ab EUR 500,00 Kurswert bleiben dort letztlich ohne direktes Orderentgelt. Eine Tradegate-Order kostet bis einschließlich 31.10.27 als Einführungspreis pauschal EUR 2,00. Ab 1.11.27 ist im Preisverzeichnis nur eine Obergrenze von EUR 3,90 genannt - den endgültigen Preis lässt finanzen.net zero offen. Unter EUR 500,00 Kurswert kommen an allen drei Handelsplätzen EUR 1,00 Mindermengenzuschlag hinzu. Für Xetra sieht das Preisverzeichnis EUR 2,40 Vermittlungsentgelt vor, plus 0,01% Finanzkommission vom Kurswert, mindestens EUR 1,50. Von EUR 500,00 bis EUR 15.000 Kurswert ergibt das EUR 3,90. Darüber steigt der Preis mit dem Kurswert: EUR 4,40 bei EUR 20.000, EUR 7,40 bei EUR 50.000. Einen Starttermin für Xetra nennt der Broker nicht; im Preisverzeichnis ist ausdrücklich vermerkt, dass aufgeführte Handelsplätze noch nicht verfügbar sein können. Bislang ist nur belegt, dass Kunden bereits über Tradegate handeln können. Mit dem seit 1.7.26 in Deutschland geltenden Verbot von Payment for Order Flow (PFOF) hängt die Erweiterung nur mittelbar zusammen. Das Verbot setzt nicht bei der Zahl der Handelsplätze an, sondern untersagt Brokern, Zahlungen von Handelsplätzen oder Market-Makern für zugeleitete Orders anzunehmen. Mehrere Handelsplätze erleichtern allerdings den Nachweis der bestmöglichen Ausführung (Best Execution). Bei gettex-Orders erhalten Kunden weiterhin eine Gutschrift vom dortigen Market-Maker Baader Bank. Die Gutschrift gleicht Finanzkommission und Vermittlungsentgelt rechnerisch aus. Die BaFin stufte solche Verrechnungen am 22.7.26 als kritisch ein: Sie bewertet das Verbot nach seiner wirtschaftlichen Wirkung, nicht nach der formalen Gestaltung.