Sparplan: Information

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Banksparpläne können auch mit kleinen Beträgen bespart werden

Banksparpläne können auch mit kleinen Beträgen bespart werden

Das Sparen nach Plan funktioniert bei jeder Bank anders. Es werden beispielsweise Sparkonzepte mit festem oder variablem Zins angeboten. Dies kann je nach Zinsentwicklung von Vorteil oder zum Nachteil sein. Soll monatlich gespart werden, oder geht es um eine Einmalanlage? Ein wichtiger Punkt ist ebenfalls die Verfügbarkeit. Entweder ist man an die vereinbarte Vertragslaufzeit gebunden und kann nur mit Renditeverlusten aussteigen, oder man hat die Möglichkeit, die Spareinlage vorzeitig aufzulösen. Sofern vorzeitiges Verfügen ohne vorzeitiges Auflösen möglich ist, bleibt man flexibler und kommt im Notfall wie bei einem Sparbuch mit 3-monatiger Kündigungsfrist an Geld.

Verwirrend ist insbesondere die Angebotsvielfalt bei Sparplänen mit monatlichen Raten. Das fängt schon damit an, dass der Zins nicht einfach ein Zins ist, sondern sich meist aus Grundverzinsung und Bonuszinsen zusammensetzt. Das Rezept ist dabei immer gleich: Man nehme einen schwindelerregend hohen Bonus von 25 Prozent, 50 Prozent oder sogar 100 Prozent und zahle ihn auf eine im Verhältnis zum angesparten Kapital geringe Summe - wie z. B. auf die jährliche Sparrate oder gar auf die jährliche Zinsgutschrift. Schon verwandeln sich auch mäßig verzinste Sparanlagen in scheinbar hochrentable Angebote. Ein jährlich steigender Bonus suggeriert zudem, dass der Sparer eine umso höhere Rendite erzielt, je länger er spart. Teilweise ist jedoch das Gegenteil der Fall. Hohe Boni und niedrige Renditen sind beim monatlichen Sparen eher die Regel als die Ausnahme. Wenn die Grundverzinsung variabel ist, können diese Angebote im Voraus ohnehin nicht genau kalkuliert werden. Ein Urteil des Bundesgerichtshofes aus dem Jahr 2004 verlangt, dass diese variablen Sparplan-Bestandteile sich an Referenzzinssätzen wie beispielsweise dem Leitzins der Europäischen Zentralbank orientieren müssen. Die meisten Banken halten sich an dieses Urteil, jedoch sind ihre Regelungen zu den Referenzwerten für Außenstehende kaum nachvollziehbar.

Einmalanlagen werden meist in Form einer Zinstreppe mit jährlich ansteigendem Festzins angeboten. Einige Banken werben dabei mit der "durchschnittlichen Wertsteigerung". Dazu ein Beispiel: Eine Einmalanlage in Höhe von EUR 100,00 wird mit 5,00% über zwei Jahre verzinst. Nach einem Jahr beträgt das Kapital inklusive Zinsen EUR 105,00. Dazu kommen im zweiten Jahr 5,00% Zinsen auf EUR 105,00, also EUR 5,25. Am Ende der Laufzeit erhält der Sparer EUR 110,25. Die Rendite entspricht in diesem einfachen Fall dem Zinssatz von 5,00%. Die "durchschnittliche jährliche Wertsteigerung" liegt jedoch mit 5,125% (10,25 : 2) höher. Denn sie zählt zum effektiv eingesetzten Kapital gleich die jährlich anfallenden Zinsen hinzu. Die durchschnittliche Wertsteigerung täuscht daher einen höheren Ertrag vor, als die Anlage tatsächlich abwirft. Je länger die Laufzeit, desto größer wird der Abstand zur Rendite. Andere geben den "Durchschnittszins" an. Beim Durchschnittszins werden die einzelnen Zinssätze lediglich addiert und durch die Anzahl der Jahre geteilt. Das Ergebnis ist ein einfacher Mittelwert. Aussagekraft hat jedoch nur die Rendite-Kennzahl. Sie berücksichtigt den Zinseszinseffekt und weist den Mehrbetrag, der über die Gesamtlaufzeit erwirtschaftet wird, pro Jahr aus.

Im Sparplan-Vergleich von modern-banking.de werden Produktmerkmale der Sparpläne gegenübergestellt und jeweils die Rendite berechnet. Generell sollte man sich nicht zu lange festlegen und darauf achten, mit welcher Rendite man gegebenenfalls nach vier oder sechs Jahren aussteigen kann. Nur in außergewöhnlichen Hochzinsphasen ist es sinnvoll, eine extrem lange Laufzeit zu wählen. Und das Warten auf versprochene Boni in den letzten Jahren ist selten sinnvoll, lassen Sie Ihr Geld von Anfang an vernünftig arbeiten.

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