Tagesgeld: Information
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Zinsangebot/Anzeige
Hamburg Direct Bank
- Sonderzins für Neukunden von 3,21% p. a., gewährt in den ersten vier Monaten
- Standardzins von derzeit 1,25%
- Zinsgutschrift quartalsweise
- VidieoIdent und E-Ident möglich
- kann auch als Gemeinschaftskonto oder als Konto für Minderjährige eröffnet werden
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Zinsangebot/Anzeige
Bank of Scotland
- Sonderzins für Neukunden von 3,25% p. a., gewährt auf Guthabenteile bis EUR 100.000 in den ersten drei Monaten (erfordert Legitimation binnen fünf Tagen nach Antragserstellung)
- Standardzins von derzeit 1,25%
- Zinsgutschrift jährlich
Tagesgeldkonten eignen sich hervorragend zum kurzfristigen Parken von freien Anlagegeldern und zum Bereithalten eines Sicherheitspolsters, um bei finanziellen Überraschungen gewappnet zu sein. Sie können genutzt werden, ohne die Hausbank zu wechseln. Konsequentes Umbuchen vom Girokonto auf ein Tagesgeldkonto ist sinnvoll, damit möglichst wenig Geld unverzinst ist und die Inflation sich zumindest nicht vollständig auswirkt. Bei Bedarf ist das Guthaben schnell auf dem festgelegten Referenzkonto zurück, es ist nur eine Überweisung entfernt. Auch gegenüber der jetzt wieder nachgefragten Alternative Geldmarktfonds haben sie einige Vorteile, denn Tagesgeldkonten zeichnen sich durch die kalkulierbare Verzinsung, die schnellere und einfachere Verfügbarkeit sowie den Schutz im Rahmen ihrer Einlagensicherung aus.
Eine der Strategien bei der Auswahl des Tagesgeldanbieters ist es, nicht allein auf den aktuellen Zins zu achten, sondern eine Bank zu wählen, die auch in der Vergangenheit kontinuierlich gute Zinsen geboten hat. Ein anderer Ansatz ist gerade jetzt, guten Gewissens die Schnäppchen mit Zinsgarantien mitzunehmen, aber auch wieder zu wechseln, wenn der Zins im Marktvergleich zurückfällt - die Zeit dafür muss man aufbringen wollen. Viele Anleger lassen mehrere gute Tagesgeldkonten parallel bestehen, um bei Zinsänderungen gegebenenfalls den Anlagebetrag auf das dann bessere Konto umzuschichten.
Die Zinsentwicklung mehrerer Tagesgeldkonten haben wir für Sie in einem interaktiven Chart grafisch dargestellt. Denn stabile Zinsen sagen etwas über die Geschäftspolitik einer Bank aus. Einige Banken machen gute Zinsangebote nur, um am Markt bekannt zu werden. Die Kosten für eine solche Marketingmaßnahme halten sich in Grenzen, da erst wenige Kunden vorhanden sind, denen der Zins tatsächlich zu zahlen ist. Auch Angebote für Neukunden oder Geld, das neu hereinkommt, stehen dem gegenüber. Die Sonderkonditionen beziehen sich dabei auf einen befristeten Zeitraum und einen begrenzten Anlagebetrag. Die damit oft verbundenen Nebenbedingungen sind maßgeblich, damit die Zinsgutschrift später nicht niedriger ausfällt als zunächst angenommen. Das Problem: Wer denkt schon nach drei oder sechs Monaten daran, dass die Sonderkondition ausläuft? Die Bank erinnert daran natürlich nicht. Geht dieselbe Bank mit weiterer Aktionsware in den Verkauf, übersieht der Anleger womöglich leicht, dass ihn das nicht mehr betrifft und er längst zum Altbestand gehört. Sonderzinsaktionen sind für die Bank jedenfalls meist unrentabel und rechnen sich erst, wenn es zu Folgegeschäft kommt oder der Kunde aus Bequemlichkeit bleibt. Bei so manchem Tagesgeldkonto wird der Zins erst ab einer gewissen Anlagesumme attraktiv oder der beworbene, hohe Zins wird nicht für den Gesamtbetrag, sondern nur für Guthabenteile ab einer festgelegten Höhe gezahlt. Auch umgekehrt kommt dies vor: Dann eignet sich das Tagesgeldkonto nur für geringere Summen. Einige Anbieter gehören einer Einlagensicherung eines anderen EU-Landes an. Die niederländische und die österreichische Einlagensicherung beispielsweise sichern die Rückzahlung von Einlagen bis EUR 100.000 je Privatkunde ebenso gut ab wie eine deutsche.
Man sollte somit immer genau hinsehen und sich bewusst sein, dass etwa aus dem Top-Zins nach wenigen Monaten schon wieder ein schwacher Durchschnittszins werden kann. Wer ein Tagesgeldkonto hat, sollte die Termine im Blick behalten und regelmäßig den Markt beobachten, um gegebenenfalls zu wechseln. Wird ein altes Konto auf absehbare Zeit nicht mehr benötigt, kann es vorteilhaft sein, es nicht nur leerzuräumen, sondern auch auflösen zu lassen; denn dann gilt man je nach Bank nach sechs oder zwölf Monaten wieder als Neukunde und hat Zugang zu den Neukundenangeboten. Die Sortierung im Vergleich kann entweder nach den Standardzinsen erfolgen oder zusätzlich auch Sonderzinsaktionen berücksichtigen. Ebenso lässt sich auswählen, ob Auslandsanlagen im Vergleich einzubeziehen sind. Tagesgeldkonten, die nur in Kombination mit anderen Produkten wie Girokonten oder Wertpapierdepots angeboten werden, sind separat vom Vergleich zusammengestellt.
Änderungen bei den Tagesgeldzinsen
- Knapp zwei Monate nach dem Markteintritt schärfte die Hamburg Direct Bank nach, in der Höhe des Sonderzinses für Eröffnungen ab 8.5.26 von 3,00% p. a. auf 3,21% p. a. Die 0,21 Prozentpunkte mehr bringen sie zurück ins Spitzenfeld. Die Sonderverzinsung gilt für die ersten vier Monate ab Kontoeröffnung. Die Höchstanlage während der Zeit der Sonderverzinsung begrenzte sie zugleich zugleich auf EUR 150.000 - höhere Einzahlungen lässt die Bank während dieser Zeit nicht zu. Es ist das zweite Mal, dass sie diese reduziert, bei Marktstart lag sie bei EUR 500.000, im Zeitraum 2.4.26 bis 7.5.26 bei EUR 250.000.
- Die Santander Consumer Bank drehte am 7.5.26 ihr Sonderzinsangebot zurück: statt 3,30% p. a. erhalten neue Tagesgeldkunden nun nur noch 2,75% p. a. für die ersten vier Monate. Damit landet das Angebot exakt auf dem Niveau, das vor dem sechswöchigen Hoch bei Santander Consumer Bank galt.
- Am 6.5.26 erhöhte Renault Bank direkt ihr Sonderzinsangebot für Neukunden auf 3,00% p. a. (vorher 2,85% p. a.), gültig für Guthabenteile bis EUR 250.000 in den ersten drei Monaten. Damit ging sie jene 0,15 Prozentpunkte hoch, die es im Februar in zwei Schritten – am 3.2.26 von 3,00% auf 2,90% und am 24.2.26 weiter auf 2,85% - abgesenkt hatte.
- Die DenizBank bietet über ihre "Tagesgeld-Kampagne 2026" für Eröffnungen ab 6.5.26 eine Sonderverzinsung: Neukunden erhalten 2,30% p. a. für die ersten sechs Monate und im Anschluss für weitere sechs Monate 2,00% p. a. Insgesamt erstreckt sich die Sonderverzinsung damit über zwölf Monate, danach greift der Standardzins gemäß Preisaushang. Der variable Standardzins beträgt unverändert auf dem deutschen Markt 1,50%.
- Mit der am 5.5.26 gestarteten Bonuszinsaktion adressiert Bank of Scotland dieses Mal allein Bestandskunden ihres Tagesgeldkontos. Deren Verzinsung liegt bei 1,25%, während Neukunden über das parallel angebotene Neukundenangebot drei Monate lang 3,25% p. a. auf bis zu EUR 100.000 erhalten. Die Bonuszinsaktion schließt die Lücke nahezu, denn darüber können Bestandskunden zusätzlich zum variablen Standardzins einen Bonuszins von 1,75% p. a. erhalten. Voraussetzung ist ein Aufstocken des Gesamtguthabens aus Tagesgeld und allen aktiven Festgeldern netto um mindestens EUR 5.000 im Vergleich der beiden Stichtage 5.5.26 und 27.5.26. Die Erhöhung muss zudem am 30.5.26 noch bestehen. Nach der erfolgreichen Qualifikation wird der Bonuszins für den dreimonatigen Zeitraum 30.5.26 bis 30.8.26 auf den Gesamtbetrag bis EUR 150.000 eingeräumt – also nicht nur auf den aufgestockten Betrag. Als Aufstockung zählen nur externe Überweisungen, nicht Umbuchungen aus Festgeldkonten oder Übertragungen zwischen Bank-of-Scotland-Konten. Überträge vom Tagesgeld in neue Festgeldanlagen bei der Bank of Scotland wertet die Bank als Auszahlungen. Auslaufende Festgelder erhöhen zwar das Tagesgeldguthaben, zählen aber nicht für den Mindestbetrag von EUR 5.000, da sie nicht das Gesamtguthaben erhöhen. Lassen sich Kunden das ehemalige Festgeldguthaben anschließend extern auszahlen, reduziert das den Nettosaldo. Vorzeitige Kontoschließung, Kündigung oder Widerruf während der Haltefrist führen zum Verlust des Bonusanspruchs. In der Bonuszinsphase bleiben Ein- und Auszahlungen ohne Einfluss auf den Bonuszins; Auszahlungen mindern aber natürlich das zu verzinsende Guthaben. Die Bonuszinsen schreibt die Bank erst zum Jahresende gut, nicht nach Aktionsende. Eine Kombination mit anderen Einlageaktionen schließt sie aus. Kunden, deren aktive Sonderverzinsung innerhalb der Phase der Qualifikation ausläuft, können sich nach dem Auslaufen über eine Aufstockung für die Bonuszinsaktion qualifizieren. Die erfolgreiche Teilnahme prüft die Bank zum Start der Bonuszinsphase und zeigt sie im Online-Banking unter "Sparen > Übersicht" an, eine zusätzliche Teilnahmebestätigung versendet sie nicht.
- Suresse Direkt Bank aus Belgien bietet Neukunden bei Eröffnung ab 5.5.26 einen Sonderzins von 3,40% p. a. - das sind 0,40 Prozentpunkte mehr als zuvor (3,00% p. a.). Die belgische Niederlassung der spanischen Santander Consumer Finance gewährt den höheren Sonderzins unverändert vier Monate ab Kontoaktivierung und auf Guthabenteile bis EUR 250.000.
- Triodos Bank verzinst Tagesgeldeinlagen seit 1.5.26 nicht mehr, zuletzt waren es 0,20%. Triodos Bank stellt ihre Geschäftstätigkeit in Deutschland bekanntlich ein, eine Kontoeröffnung ist nicht mehr möglich.
- Die ING hob am 30.4.26 ihr Neukundenangebot beim "Extra-Konto" von 3,00% p. a. auf 3,20% p. a. an. Die Erhöhung ist Teil der "Lieblingsbank-Wochen", einer bis 31.5.26 angesetzten Marketingaktion, die die zwanzigste Auszeichnung in Folge als "beliebteste Bank" in der Leserumfrage des Wirtschaftsmagazins €uro feiert. Die übrigen Eckdaten blieben unverändert: Der Sonderzins wird für die ersten vier Monate gewährt, auf Guthabenteile bis EUR 250.000. Danach greift der Standardzins von derzeit 0,75%. Am Tag zuvor hatte ING bei der Neukundendefinition von sechs auf zwölf Monate geändert: Als Neukunde zählt nun, wer in den vergangenen zwölf Monaten kein Extra-Konto bei ING hatte. Im aktuellen Wettbewerbsumfeld, in dem Sonderzinsen führender Anbieter zwischen 3,00% und 3,36% p. a. liegen, schiebt sich ING mit der Anhebung wieder ins Spitzenfeld.
- Meine Bank – Volksbank Mittelhessen (ehemals Meine Bank - Raiffeisenbank im Hochtaunus) senkte am 23.4.26 ihr Sonderzinsangebot für Tagesgeld-Neukunden bei den Guthabenteilen bis EUR 100.000 von 2,85% auf 2,70% p. a. Der Sonderzins gilt bei ihr für die ersten vier Monate. Die Bank hat seit Anfang März kumuliert über drei Anpassungen nun schon 0,65 Prozentpunkte abgetragen.
- Die Opel Direktbank erhöhte am 22.4.26 ihr Sonderzinsangebot für Tagesgeld-Neukunden von 2,90% p. a. auf 3,02% p. a. Bemerkenswert ist, dass ein feinjustierter Zinssatz gewählt wurde statt runder 3,00% oder eines Schritts auf 3,05%, was den derzeit engen Zinsabstand im oberen Feld widerspiegelt. Die Sonderverzinsung gilt bei der Opel Direktbank weiterhin drei Monate ab Online-Antrag plus sieben Tage.
- 1822direkt erhöhte ihr Sonderzinsangebot für Tagesgeld-Neukunden am 16.4.26 von 2,55% p. a. auf 2,80% p. a. Der aufgebesserte Satz greift weiterhin sechs Monate lang auf Guthabenteile bis EUR 250.000. Derweil verharrt der Standardzins seit Juli 2023 bei 0,60% - die gesamte Dynamik liegt hier im Sonderzins, aber auch in individuellen Sonderzinsangeboten für selektierte Kundengruppen.
- Die Ikano Bank erhöhte das Sonderzinsangebot zu den Konten, die ab 15.4.26 beantragt werden, auf 3,36% p. a. (vorher 3,01% p. a.) und änderte die Zinszusage. Statt bis zu einem festen Stichtag (15.6.26), was für spätere Eröffner immer weniger Garantiezeit übrig ließ, wird sie nun individuell für drei Monate ab Kontoeröffnung eingeräumt.
- comdirect vollzog einen Rückbau bei ihrem Tagesgeld-Sonderzins: Das Angebot von 2,75% p. a. fest für sechs Monate auf Guthabenteile bis EUR 100.000 ersetzte sie für Eröffnungen ab 14.4.26 durch die zuvor geltende schlichtere Ausgestaltung: 1,50% p. a. variabel für Guthabenteile bis fünf Millionen Euro. Der Sonderzins ist dabei variabel, während der zwölfmonatigen Dauer der Sonderverzinsung kann ihn comdirect jederzeit ändern.
- Zwei Anhebungen beim Tagesgeld der Ford Money am 14.4.26 – und zwar erstmals seit Langem für beide Kundengruppen: Der Standardzins für Bestandskunden stieg von 1,65% auf 1,80%, der Neukundenzins von 2,75% p. a. auf 2,85% p. a. für die ersten drei Monate.
- Die schwedische TF Bank AB firmierte am 9.4.26 in Avarda Bank AB um. Hinter der Umfirmierung steht eine konzerninterne Markenaufwertung, kein Eigentümerwechsel. Der Name Avarda wurde bislang schon für Buy-now-pay-later und E-Commerce-Checkout genutzt, er rückt auf Holding- und Banklizenzebene. Der Konzern will sich damit als paneuropäische Zahlungsplattform mit integriertem Angebot aus Krediten und Sparen positionieren. Avarda entstand 2015 als gemeinsam mit dem Inkassounternehmen Intrum Justitia geführtes Unternehmen, lieferte White-Label-Lösungen für Checkout und Buy-now-pay-later im skandinavischen E-Commerce. TF Bank übernahm Avarda 2017 vollständig und verschmolz die Tochter 2020 mit der Bank. Im deutschen Privatkundenmarkt tritt die Bank seit ihrer Umfirmierung uneinheitlich auf: Auf der Raisin-Plattform werden die Festgeldangebote seit 15.4.26 unter "Avarda Bank" geführt. Auf dem eigenen Internetauftritt unter tfbank.de - mit Tagesgeldkonto (3,00% p. a. Sonderzins für vier Monate, Standardzins derzeit 1,45%), Festgeld und beitragsfreier "TF Mastercard Gold" – nutzt die Bank hingegen weiterhin die Marke TF Bank (nun ohne den Rechtsformzusatz). Der Footer nennt "Avarda Bank AB" als verantwortliche Bank, ergänzt um den Hinweis, TF Bank sei ein zweiter Firmenname von ihr. Ob er im Direktgeschäft gegebenenfalls nur für den Übergang so weiterverwendet wird, bleibt abzuwarten. CEO Joakim Jansson bestätigte nur, das Konsumentenkreditgeschäft solle weiter unter TF Bank laufen. Die Einlageprodukte über tfbank.de und Festgeld über Raisin liegen rechtlich bei derselben Bank. Die schwedische Einlagensicherung greift bis 1.150.000 SEK je Einleger und Bank (je nach Wechselkurs etwa EUR 100.000 bis EUR 108.000); zwei Marken verdoppeln den Schutz nicht. Verwechslungsgefahr besteht mit einem älteren "Avarda Festgeld", das bis 2024 über Raisin (damals WeltSparen) lief. Es gehörte zur Rediem Capital AB. Seit dem Verkauf der Mehrheitsbeteiligung ist Rediem keine Tochtergesellschaft der TF Bank/Avarda Bank mehr, eine restliche Minderheitsbeteiligung war zwischenzeitlich noch geplant.
- Distingo Bank aus Frankreich hob ihren ab 7.4.26 über die eigene Website angebotenen Neukundenzins um 0,10 Prozentpunkte auf nun 3,30% p. a. an. Dies gilt wie bisher für Guthabenteile bis EUR 150.000 in den ersten drei Monaten ab IBAN-Zuteilung.
- Resurs Bank aus Schweden änderte am 7.4.26 von 1,92% auf 1,91% und am 10.4.26 von 1,91% auf 1,90%.
