positiv
21.02.2024
Positive Echtzeitüberwachung und andere technische Versäumnisse
Erfahrung 1, Teil 1: Es war auf einem Sonntag, als ich meine Mastercard für einen Onlinekauf einsetzen wollte (sonst Ausland und Tankstellen). Klappte nicht, das 3D-Secure sagte mir, ich hätte keine Telefonnummer hinterlegt. Im Online-Banking nachgeschaut, Mail und Telefon sind angegeben. Also zweiter Versuch und wieder Misserfolg. Sonntags, wie geschrieben, klingelte mein Telefon (eine Nummer, die ich nicht hinterlegt hatte?) ca. 15 Minuten später: Eine freundliche Mitarbeiterin aus Frankfurt war in der Leitung und informierte mich, dass ein "nicht autorisierter Zahlungsversuch" abgewehrt wurde. Fazit: Die Überwachung der Kontenzugriffe funktioniert perfekt, die Information darüber bei Auffälligkeiten ist umgehend.
Erfahrung 1, Teil 2: Beim persönlichen Ansprechpartner die fehlende Telefonnummer nachgefragt. Aufklärung: Ich habe vor x Jahren mein Konto mit dem meiner Frau zusammengelegt. Dort sind auch Mail und Telefon hinterlegt. Aus "technischen Gründen" läuft die Mastercard jedoch noch auf mein (für mich weder existierenden, da gekündigtem noch zugreifbarem) Alt-Konto; und da ist nichts hinterlegt. Fazit: Was soll das bitte, DB? Abrechnung und Anzeige der Belastungen habe ich im aktuellen Konto, da erwarte ich keine "technischen Leichen". Stellt doch einfach eine neue Mastercard aus, auch wenn sich die Nummer ändert. Einfacher für die Technik und vor allem transparenter für den Kunden.
Erfahrung 2: Ich weiß nicht, wann oder wo ich es aktiviert habe, jedenfalls bekomme ich regelmäßige Mitteilungen über "ungewöhnliche Kontobewegungen" (da steht auch regelmäßig "keine") und alle 2 bis 4 Wochen (je nach Intensität der Kontonutzung) einen Kontostand per Mail. Die Mails sind nicht verschlüsselt und im Klartext für jeden Mailhub/-Provider lesbar. Fazit: Das kann besser. Ein S/Mime-Zertifikat für E-Mail-Verschlüsselung sollte sich eine Bank für alle Nachrichten leisten.
Erfahrung 3: "Planer", wie es bei DB heißt. Man kann es Service oder Tracking nennen, die DB verschweigt hier jedenfalls nicht, dass ein Profil über das Konto erstellt wird:
Einnahmen und Ausgaben werden anhand der Empfänger/Einzahler in Kategorien wie Haushalt, Gesundheit, Freizeit, Sparen etc. eingeordnet. Fazit: Ich nenne es Tracking, denn was ich mit meinem Geld mache, geht keinen was an! Da diese Profilierung jedoch jedes Geldinstitut erhebt, hat man bei DB wenigstens noch die Möglichkeit, über Zuordnungen für Ordnung zu sorgen.
— H. aus Bochum