Direktbanken und Online-Broker im Vergleich

Währungskonto: Information

Einige Direktbanken und Online-Broker führen Währungskonten mit täglicher Verfügbarkeit. Dadurch können Gelder auf recht unkomplizierte Weise in Währungen wie dem US-Dollar, dem Schweizer Franken oder dem britischen Pfund investiert werden. Das Währungskonto ist dabei i. d. R. ein reines Anlagekonto, das wie ein Tagesgeldkonto geführt wird. Überweisungen oder Scheckeinreichungen in Auslandswährung sind bei einigen der Angebote möglich, nicht aber Ein- oder Auszahlung von Bargeld. Konten für einen vollständigen Zahlungsverkehr werden eher von Filialinstituten für Gewerbekunden angeboten.

Die Anlagekonten werden teilweise verzinst. Entscheidend für die Höhe des Zinssatzes ist insbesondere das Zinsniveau im jeweiligen Land. Währungen schwanken durch die unterschiedlichen Wirtschaftsaussichten mitunter stark. Die Wechselkursschwankungen beinhalten auf der einen Seite ein Risiko, sie ermöglichen andererseits aber auch Kursgewinne. Der Anleger bestimmt den Zeitpunkt des Umtausches. Auch die Inflation wirkt sich aus. So büßt der Euro jährlich rund 2,00% seines Wertes ein. Bei Fremdwährungen kann der Preisverfall deutlich höher liegen. Pauschaliert lässt sich ableiten: je höher der Zinssatz desto höher das Risiko. Zudem ist zu beachten, dass unter die gesetzliche Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) lediglich Einlagen in Euro und Währungen der EU-Mitgliedsstaaten fallen. Die EdB ist bei den als Privatbank geführten deutschen Instituten für Einlagen bis EUR 100.000 zuständig. Bei anderen Sicherungseinrichtungen wie der von Sparkassen oder Genossenschaftsbanken können Fremdwährungen indes mit abgedeckt sein - das sollte der Anleger vorher klären.

Seit Einführung des Euros gibt es in Deutschland keine amtlichen Devisenkurse mehr, über die abgerechnet werden könnte. Es werden stattdessen die durch das Preis- und Leistungsverzeichnis der jeweiligen Bank bestimmten Devisenkurse zugrunde gelegt. Die Spanne (Spread) zwischen Ankaufs- und Verkaufskurs kann sich je nach Währung und Kurssteller unterscheiden. Sie wird von allen Anbietern vereinnahmt. Daneben lassen sich einige Banken den Währungstausch mit einer zusätzlichen und explizit ausgewiesenen Gebühr vergüten. So verlangt beispielsweise comdirect ein Prozent des Gegenwerts der Transaktion, sowohl beim Tausch in Fremdwährung als auch beim Rücktausch in Euro.

Nachfolgend ist für verschiedene Währungen die Kursentwicklung gegenüber dem Euro angegeben:


Währung Kursentwicklung Fremdwährung/EUR vom 2.2.11 bis 2.2.12
Australischer Dollar (AUD) + 11,32%
Kanadischer Dollar (CAD) + 4,25%
Schweizer Franken (CHF) + 7,39%
Tschechische Krone (CZK) - 4,59%
Britische Pfund (GBP) + 3,10%
Honkong Dollar (HKD) + 5,48%
Ungarischer Forint (HUF) - 6,95%
Japanischer Yen (JPY) + 12,19%
Mexikanischer Peso (MXN) - 2,17%
Norwegische Krone (NKK) + 3,12%
Neuseeland Dollar (NZD) + 11,86%
Polnischer Zloty (PLN) - 6,94%
Neue Türkische Lira (TRY) - 5,71%
US-Dollar (USD) + 4,98%
Südafrikanischer Rand (ZAR) - 2,47%


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