Neben Transakionskosten und Depotgebühren können auch qualitative Faktoren wie Service, Zuverlässigkeit, Erreichbarkeit, Informationsangebot, Orderoptionen usw. für oder gegen einen Online-Broker sprechen.
Erfahrungsberichte von Bankkunden können Sie hier lesen.

Die Darstellung lässt sich auf die einzelnen Anbieter einschränken. Zu folgenden Anbietern sind bereits Erfahrungsberichte vorhanden: 1822direkt, brokerjet, comdirect bank AG, Cortal Consors S. A., DAB bank AG, Deutsche Postbank AG, DKB, Deutsche Kreditbank AG, flatex AG, ING-DiBa AG, maxblue, netbank AG, OnVista Bank, S Broker AG & Co. KG, TARGOBANK AG & Co. KGaA, ViTrade AG, Volkswagen Bank direct, Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank, alle anzeigen
31.01.2012 Volkswagen Bank direct: Volkswagenbank und Wertpapierhandel, passt das?
Ich bin wie viele Kunde über einen anderen Kunden für die Volkswagenbank geworben worden, zuerst für ein Girokonto, für dass ich auch noch eine Prämie von 50 Euro bekam, später ein Tagesgeldkonto, das mit 2,5% p. a. (für vier Monate garantiert) verzinst wurde. Und schließlich ein Depot, das die Volkswagenbank in Wirklichkeit bei der DAB bank führen lässt. Das ist etwas umständlich, weil man sich einfach mehr Kennungen merken muss. Für viele ist ein kostenloses Depot wichtig, ich habe festgestellt, dass eher die Gebühren und deren Regelungen wichtig sind, wenn man die Gesamtkosten eines Depots betrachtet. Für mich als Trader mit etlichen 10.000 Euro bestand war das Depot sowieso kostenlos, aber bei den Transaktionsentgelten und -gebühren langt die Volkswagenbank kräftig zu. Während die Kosten für kleine Orders akzeptabel sind, wird im mittleren und oberen Bereich bei 10.000 Euro bis 15.000 Euro kräftig hingelangt. Ein Beispiel: Zahlt man bei der netbank für eine Order vom 15.000 Euro 10 Euro Transaktionsgebühr, so sind es bei der Volkswagenbank fast 50 Euro. Auch wenn man gut verzinstes Verrechnungskonto, fehlende Limitgebühr und gut erreichbare und kompetente Hotline mit einbezieht, so bleibt auch aufgrund der mäßigen Versorgung mit Realtime-Kursen am Ende ein negatives Urteil.
Jürgen Friese
29.06.2011 Volkswagen Bank direct: Kein Wucher, aber es gibt bessere Anbieter
Die Volkswagen Bank bietet als Finanzdienstleister höherer Bekanntheit ebenfalls ein Depot an, von dem ich aber zügig wieder Abstand nehmen musste. Wer das rustikale Online-Banking der Bank kennt, der dürfte mir zustimmen, dass es sich schon aus Gründen der Ästhetik lohnen würde, an dieser Stelle ein wenig Geld für Programmierungsdienstleistungen zu investieren. Das sei aber nur als Randnotiz angemerkt. Die Depotführung wird bei der Bank als kostenlos angepriesen, was aber nicht zwingend den Tatsachen entspricht. Diese Kostenfreiheit wird nur eingeräumt, sofern ein Girokonto besteht, zwei Trades gemacht wurden oder aber ein Depotbestand von mindestens 10.000 Euro besteht, es reicht also nicht aus, ein paar Aktien im Depot schlummern zu haben. Ansonsten wird für die Depotverwaltung 1,95 Euro pro Monat erhoben, jährlich berechnet. An dieser Stelle sei sicherlich gesagt, dass es Anbieter gibt, die hier noch deutlicher zulangen, aber bedingungslos kostenfrei ist das Depot der Volkswagen Bank leider nicht. Auch hochinteressant aus Kunden- wie Interessentensicht ist die Staffelung der Transaktionsgebühr für Wertpapierorders. Der Einstieg mit mindestens 9,95 Euro bereits kein Schnäppchen mehr, steigt die "Grundgebühr für die Order" mit dem Betrag. Wer einen größeren Betrag anlegen möchte, etwa weil er die Umschichtung in einen Rentenfonds beabsichtigt, darf ab einem Volumen von 50.000 Euro schon mit einer Transaktionsgebühr von 59,95 Euro rechnen. Hier zeigen andere Banken ein alternatives Vorgehen auf. Eine dauerhafte Geschäftsbeziehung zur Volkswagen Bank kommt für meine Börsengeschäfte nicht infrage, auch wenn das Angebot gegenüber klassischen Filialbanken auch durchaus Vorteile besitzt.
Nico Pawlak
14.02.2008 Volkswagen Bank direct: Auf dem Weg zur Universalbank
Die Volkswagen Bank direct bietet unter dem Produktnamen "BörseDirect" ein Paket aus Depotkonto und Abwicklungskonto (sogenanntes "Orderkonto") an. Das Orderkonto dient als Referenzkonto, von dem die Anlagebeträge abgebucht und sowie Kapital- und Zinsgutschriften verbucht werden; dieses wird kostenlos von und bei der Volkswagen Bank direct geführt und hat die gleichen Konditionen wie ein normales Tagesgeldkonto ("PlusKonto") bei dem Institut. Die Kontoführung des Depotkontos übernimmt ein Kooperationspartner (früher SEB direct, seit 2007 die DAB Bank AG).
Die Antragsstellung lief problemlos. Ich habe mir die Unterlagen nach Hause schicken lassen, um in Ruhe die Kontobedingungen lesen zu können. Der Kontoantrag war recht übersichtlich; auf dem Deckblatt wurde in 4 Schritten (rechtlich vorgeschriebene Anlegeranalyse, Orderkonto, Depotkonto und optional die erste Order) erläutert, was wie und warum auszufüllen ist. Ein Freistellungsauftrag oder eine Kontovollmacht kann im Nachhinein über das Formularcenter erteilt werden. Order- und Depotkonto sind in erster Linie auf die Onlineführung ausgelegt. Es sind jedoch auch Telefon-Order - gegen Aufpreis - möglich. Ich beschränke mich daher aus Kostengründen auf die Ordererteilung per Internet. Die Webseite nach der Anmeldung enthält einen Überblick über alle bei de Volkswagen Bank direct geführten Konten. Einfach Orderkonto auswählen (Achtung: vorher per Überweisung vom Girokonto auffüllen) und Order erteilen. Die Abwicklung geht trotz des Kooperationsmodells recht schnell, da die anschließende schriftliche Orderbestätigung direkt an den Kunden versendet wird. Die Volkswagen Bank direct versendet regelmäßig "Spezialangebote", meist Fondsanteile mit geringeren Abschlägen. Hat man Fonds im Gegenwert von mindestens 25.000 Euro, wird das Depotkonto kostenlos geführt. Sonst sind 34 Euro pro Jahr Depotgebühren fällig. Der Service und die Reaktionszeiten sind in Ordnung und das Internetbanking hat aus meiner Sicht einen guten Standard (übersichtlich & funktionell). Da ich den Mindestanlagebetrag erreiche, sind auch die Konditionen ok.
Hans Meyer
1
1
1
Zum selektierten Anbieter liegen auch Erfahrungsberichte betreffend Girokonto und Tagesgeld vor.
Die Erfahrungsberichte spiegeln nicht die Meinung der Redaktion wider. modern-banking.de behält sich die Nichtveröffentlichung oder Kürzung sowie Rechtschreibkorrekturen vor.