Erfahrungsberichte zu
Brokerage-Anbietern

Neben Transaktionskosten und Depotgebühren können auch qualitative Faktoren wie Service, Zuverlässigkeit, Erreichbarkeit, Informationsangebot, Orderoptionen usw. für oder gegen einen Online-Broker sprechen.
Erfahrungsberichte von Bankkunden können Sie hier lesen.

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11.09.2021 | justTrade: Einfach und ausreichend
Mit den Worten einfach und ausreichend ist der relativ neue Online-Broker justTrade gut beschrieben. Mein Profil: Ich handele Aktien, mehrheitlich deutsche oder europäische Unternehmen, ab und an einmal ETFs, Aktien- oder Immobilienfonds. Und dafür möchte ich günstige Transaktionskosten, was justTrade an einigen deutschen Handelsplattformen bietet, wobei wiederum die Auswahl der Handelsplätze relativ klein ist. Da ich fast nur sehr liquide Titel handele, kann ich damit gut leben. Der zeitliche Aufwand, um an das Depot zu kommen, ist wirklich sehr überschaubar. Mit zehn bis zwanzig Minuten - je nach Erfahrung - kommt man für die Depot- und Kontoeröffnung hin. Vor allem die Bearbeitungszeit hat mich überzeugt. Ich kann mich nicht erinnern, jemals schneller an ein operatives Depot gekommen zu sein. Binnen einer Woche war alles erledigt, was normalerweise beim Wettbewerb einige Wochen dauert. Das Handling war zwar dann etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach kurzer Zeit kommt man auch damit zurecht. Insgesamt ein wirklich gutes Paket und empfehlenswert für normalen Aktienhandel.
G. F.

10.09.2021 | ING-DiBa AG: Kontoangebot zufriedenstellend, aber Kosten pro Trade zu hoch
Ich bin vor Jahren zur ING gewechselt und habe dort das Girokonto, Tagesgeldkonto und auch (noch) das Depot. Grundsätzlich bin ich mit dem Angebot auch noch zufrieden, allerdings werde ich mein Depot nun zu einem günstigeren Onlinebroker übertragen. Als ich in Aktien einstieg und nur ein paar wenige Positionen gehalten und die kostenlosen Sparpläne genutzt habe, fiel die Provision nicht so ins Gewicht, aber wenn man häufiger auch kleinere Stückzahlen handelt und diese kürzer hält, fällt die Provision (4,90 Euro Grundgebühr + 0,25% des Kurswertes) doch stark ins Gewicht. Auch wenn die Übersicht über das Depot, die Konten und die Orderkosten gut ist, sind die Kosten für das Depot bei häufigen Trades zu hoch. Ich werde meine Sparpläne (kostenlos) bei der ING belassen und meine Aktientrades auf eine günstigere Plattform umziehen.
A. S.

11.08.2021 | Smartbroker: Ungewöhnlich lange Dauer der Depoteröffnung, aber gutes Produkt
Ich hatte mich im März auf Empfehlung eines Arbeitskollegen um ein Depot bei Smartbroker bemüht. Gründe damals waren die sehr guten Konditionen bei Wertpapiertransaktionen, die Handelsmöglichkeiten und die mir als früherer Kunde der DAB Bank (später von BNP Paribas aufgekauft) bekannte Online-Brokerage-Oberfläche, die ich ansprechend finde. Ungewöhnlich lange war die Dauer für die Depoteröffnung. Alles in allem habe ich zwei Monate gewartet bis ich zum ersten Mal handeln konnte. Die Kommunikation seitens der Bank war auch nicht gut, sodass ich lange nicht wusste, wo ich im Eröffnungsprozess stand. Das war es dann aber auch mit den schlechten Nachrichten. Einmal operativ konnte ich problemlos und fehlerfrei Wertpapiere übertragen und diese wurden sauber mit korrekten Einstandsdaten eingebucht. Genauso funktioniert das Übertragen von Smartbroker zu anderen Depots ohne Stress und zügig per unterschriebenem und eingescanntem Formular. Die Konditionen ermöglichten mir in der Zwischenzeit kleine Positionen zu vergrößern oder abzustoßen, jeweils um ein Vielfaches günstiger als bei der ING, wo ich vorher mit meinem Hauptdepot war. Insgesamt habe ich in den letzten drei Monaten viel mehr gehandelt als früher und für einen Bruchteil der Kosten. Im Schnitt bin ich bei ca. 0,05%, bei der ING waren es ca. 0,25% für die gleichen Dienstleistungen, eine Ersparnis von mehr als 500 Euro in etwas mehr als zehn Wochen. Nach holprigem Start scheint jetzt vieles in Ordnung.
Norbert

04.08.2021 | Postbank: Kostenfreies Depot, aber auch Schwächen
Ich bin seit fast zehn Jahren bei der Postbank, mindestens sieben bis acht Jahre neben dem Girokonto auch mit einem Depot. Das Postbankdepot ist ein kostenfreies Depot und war es in den letzten sieben, acht Jahren auch immer. Die Postbank hat aber auch Schwächen im Depotbereich. Bei kleineren Wertpapiergeschäften, wenige Tausend Euro oder so, sind die Gebühren schon sehr hoch. Selbst bei 10.000 Euro Orders schlägt die Postbank mit 0,40% zu, auch das ein Spitzenwert dafür, dass man alles online macht. Das Wertpapier-Gegenkonto, das Postbank-Girokonto kostet auch. Zuletzt habe ich bei der Postbank eigentlich nur noch bei IPOs gefischt, wo sie als Mitglied der Deutsche-Bank-Gruppe relativ gute Chancen auf Zuteilung bot. Letztendlich führten Probleme bei den Einstandskursen und dadurch viel Ärger beim Zurückholen von falsch erhobenen Steuern dazu, dass ich das Vertrauen in die Postbank verloren habe. Ein solches Chaos habe ich bisher nur bei Targobank und Postbank erlebt. Sehr ärgerlich, denn der Kunde kann nicht viel machen, wenn die Banken beim Austausch der Tax-Boxes schludern, dadurch Anschaffungsdaten fehlen oder fehlerhaft sind. Ärgerlich ist, dass ich als Laie oft fehlende Kompetenz im Depotbereich bemerken musste. Was bleibt sonst? Ein mäßiger Auftritt im Online-Banking, auch im Depotbereich und als gute Erinnerung die dicke einprozentige Prämie auf das Depotübertragsvolumen ganz am Anfang. Heut braucht eigentlich keiner die Postbank.
M. K.

18.07.2021 | justTrade: Ideal für das Zweitdepot
Ich habe recht früh bei justTrade ein Depot eröffnet, mit dem Ziel, Gebühren im Vergleich zu meinem Hauptbroker zu sparen. Bei justTrade gefällt mir, dass ich eine App und den Desktop nutzen kann und immer eine Auswahl bei den Handelsplätzen habe. Der Handel ist problemlos und extrem schnell möglich. Inzwischen habe ich fast mein ganzes Orderverhalten (ca. 250 Trades im Monat) zu justTrade gegeben und handele kaum noch über meinen "Hauptbroker". Wenn ich die Gebühren zusammenrechne, die ich seitdem gespart habe, sind das mehrere Tausend Euro. Für mich eine klare Empfehlung!
P. M.

15.07.2021 | comdirect: Als Wiederholungstäter dabei - die aktuelle Neukundenaktion
Die aktuelle Neukundenaktion für das comdirect Depot, die seit ein paar Tagen läuft und noch bis Ende August, ist meiner Meinung nach für Vieltrader und für Kunden mit Interesse an Neuemissionen nicht uninteressant. Für die 50 Euro Gutschrift muss man allerdings drei Deals (Details siehe comdirect-Seite) in sehr sportlichen vierzehn Tagen nach der Depoteröffnung machen, was nicht jedem schmecken wird. Uneingeschränkt gut ist die Flatfee von 3,90 Euro, die für die ersten zwölf Monate nach Depoteröffnung gilt. Auf diesem Level macht man Smartbroker und Co. Konkurrenz. Das Depot selbst ist insgesamt 36 Monate kostenfrei, also hat man 24 Monate die unattraktiven Standardgebühren am Hals, wenn man handelt. Ich bin zum vierten Mal als Neukunde dabei, wozu man nur kurze sechs Monate Nichtkunde gewesen sein muss. Das Online-Banking/Online-Brokerage ist gut strukturiert, die Informationen ausführlich und gut zugänglich. Auch einige Chart-Tools sind verfügbar. Erfreulich sind die schnellen Durchlaufzeiten bei der Depoteröffnung. Meine Erfahrung mit der Kunden-Hotline sind allerdings schlecht: Qualität, Freundlichkeit und Erreichbarkeit sind maximal gerade noch ausreichend.
C. D.

06.07.2021 | ING-DiBa AG: Viel Lärm um ein relativ bescheidenes Neukundenangebot
Das aktuelle Angebot der ING für Neukunden im Depotbereich ist so lala. Die Vorteile aus meiner Sicht: 1. Die einfache und schnelle Konto- und Depoteröffnung 2. Das überzeugende und klare Onlinebanking mit wenig Ausfallzeiten und wenig Performanceproblemen 3. Die wiederholte Chance als Neukunde Prämien zu bekommen und sich wiederholt werben zu lassen. 4. Das einfache Depotmanagement vom Einrichten mehrerer Depots bis zu Depotüberträgen intern und zu externen Banken. Dagegen stehen folgende Nachteile: 1. Die hohen Orderentgelte (im krassen Gegensatz zur Werbung auf der Webseite mit einer unrealistischen 100-Euro-Order für "günstige" 5,15 Euro). Kauf und Verkauf würden den gequälten Anleger 10,3% kosten, die Marketeers bitte dringend in die Mathe-Schulung! Bei fast 70 Euro erst hört die "Gunst" der ING bei großen Transaktionen auf. 2. Bei interessanten Börsengängen schaut man überwiegend in die Röhre.
Durchwachsenes Angebot, für Trader absolut ungeeignet, für Prämienjäger machbar.
Kurt Sch.

29.06.2021 | ING-DiBa AG: Das Depot ist in die Jahre gekommen
Als ich vor viele Jahre auch mit meinem Depot zur ING kam, ging das damals mit Kunden-werben-Kunden und obendrauf noch eine Prämie für mich als Depot-Eröffnender. Prämien gab es auch für das Girokonto und das Tagesgeldkonto "Extrakonto". Damals wie heute galt der Internetauftritt der ING als einer der besten im Online-Banking-Bereich, eine Meinung die ich auch persönlich teile. In allen Angebotsteilen schwächelte die ING aber in den letzten Jahren. Zuerst wurden die Tagesgeldkonditionen schnell und drastisch gesenkt bis auf 0% p. a., dann wurde das Girokonto gebührenpflichtig, zumindest für Leute wie mich, wo es nicht Gehaltskonto sondern Zweitkonto war. Und zuletzt gab es immer mehr Billig-Broker, die dem Depotangebot das Wasser abgruben. Bis zu 69,90 Euro für eine Order, welche anderswo für ein paar Euro ausgeführt worden wäre, sind einfach zu viel in der heutigen Zeit. Zumal die ING mich bei interessanten Börsengängen meist vollkommen leer ausgehen lies. Das wiegt leider andere Vorteile wie die super-einfachen Online-Depotüberträge mehr als auf. Keine Empfehlung mehr für die Bank.
M. H.

25.06.2021 | comdirect: Fassungslos
Ja, also wäre es mir nicht auch selbst passiert, ich würde es so nicht glauben! Ich habe vor 3 Monaten ein einfaches CFD-Konto dort eröffnet, dies mit allem Pi Pa Po - wie es natürlich gesetzlich gefordert und üblich ist (Identifikation, Apps zur Authentifizierung, persönliche Daten, Lichtbild, Vermögensangaben, etc.). Mit dem Resultat, dass ich nach 3 Monaten eine unvermutete Kündigung bekommen haben?! Zu sagen ist noch, dass es sich hier um ein reines Traderkonto handelte, also comdirect im Vorfeld relativ genau um die Profitabilität dieses Konto Bescheid wissen musste. Auf persönliche Nachfrage hin gibt es keine zufriedenstellende Erklärung - immer nur Hinweis auf die AGB, die das eben zulassen. Man konnte mir auch keine Person nennen, die sich dafür verantwortlich zeichnet, die Kündigung eingeleitet zu haben. Nach dieser Erfahrung und dem für mich unprofessionellen Verhalten kann ich mit ruhigen Gewissen nur jedem davon abraten hier ein Konto zu eröffnen! Des Weiteren hätte ich nie meine Daten so freimütig preisgegeben, wenn ich gewusst hätte, dass dies eben nur für 3 Monate ist. Woher soll ich den Glauben nehmen, dass bei der Verwaltung meiner persönlichen Daten jetzt nun mehr Professionalität an den Tag gelegt wird wie bei meiner Kündigung?
Gerald B.

03.06.2021 | justTrade: Noch im Rohbau
Vor ein paar Wochen habe ich ein Depot bei justTrade eröffnet. Die Depoteröffnung lief super einfach ab, sowohl was den Depot- und Konto-Eröffnungsantrag betraf als auch das VideoIdent. Auch danach war justTrade so fix wie ich es noch bei keinem Broker erlebt habe, und da habe ich Erfahrungen aus über zwanzig Jahren Internet-Handel von Wertpapieren. Für viele wird es dann nach der Anmeldung anders als gewohnt aussehen. Mit einiger Mühe findet man Depotnummer nebst BLZ und Kontonummer, die Abwicklung macht die Sutorbank für justTrade. Handeln kann man bei Quotrix, L&S und Tradegate gebührenfrei, allerdings geht bei Tradegate keine Limit-Order, man bekommt nur einen Spread gestellt, der ein paar Sekunden gültig ist. Ich habe den Handel über L&S schon ein paar Mal genutzt, auch eine Dividende ging ein. Im Postfach werden wie auch anderswo gehabt unter anderem die Wertpapierabrechnungen abgelegt. Auf dem Dashboard wird Performance und Kontostand angezeigt. Ein Link weist in das Orderbuch. Formulare, z. B. Depotübertragsaufträge, sucht man hier vergeblich. Das wird nicht jedem gefallen. Auch im Hinblick auf die wenigen Handelsplätze ist trotz der Gebührenfreiheit der Transaktionen keine uneingeschränkte Empfehlung drin.
H. G.

22.05.2021 | Smartbroker: Endlich habe ich mein Smartbroker-Depot
Sehr, sehr lange habe ich gewartet. Aber seit Montag habe ich nach zwei Monaten mein Depot bei Smartbroker und kann damit arbeiten. Der Partner von Smartbroker, die BNP Paribas S. A., arbeitet mit den Funktionalitäten und dem Design, was schon vor Jahren von der DAB bank benutzt wurde, die wiederum vor etlichen Jahren aufgekauft wurde. Zum Angebot selbst, viele Handelsplätze, gute Preise, über die BNP Paribas bestimmt auch den ein oder andren Zugriff auf attraktive Börsengange. Gutes Reporting der Einstiegskurse. Schlechter die Marktdaten und Tools, also die Informationsquellen der Anleger. Miserabel gemacht, die doppelte Anmeldung, wenn man ins Postfach will. Das Angebot scheint vom Publikum gut angenommen worden zu sein. Ansonsten würde ich nicht verstehen, wie so ein simpler Vorgang nach einer Vorarbeit von einer knappen Stunde dann zwei Monate beim Dienstleister rumliegt. Der Antrag selbst im Web-Dialog ist leicht auszufüllen und auch für Anfänger geeignet. Durch den Identitätsnachweis via Smartphone und App ist alles ohne Unterschrift. Ihr seht schon, viel Erfreuliches, aber auch Nerviges und Unnötiges. Mehr als ein "Kann man machen oder lassen" gib es von mir nicht.
G. E.

20.05.2021 | comdirect: Depotwechsel wird unverhältnismäßig lange hinausgezögert
Nachdem ich jahrelanger Kunde bin, habe ich am 12.04.2021 - also vor über fünf Wochen einen Depotwechselantrag dorthin geschickt. Meine diesbezüglichen E-Mail-Nachfragen wurden erst gar nicht und dann kurz und knapp mit "wird noch bearbeitet" beantwortet. Am Telefon erhielt ich dann die Information, es könnte noch drei bis sechs Wochen dauern und die Frage nach dem warum, wurde mit "es wird halt nacheinander abgearbeitet" beantwortet. Man sicherte mir dann zu, dies nun möglichst bevorzugt zu bearbeiten und es ist wiederum 3 Wochen lang nichts passiert. So ein schlechter Kundenservice sollte bei einem derart kostenträchtigen Onlinebroker nicht vorkommen und ich wurde nun darin bestärkt, der comdirect nun komplett den Rücken zu kehren. Da darf man sich nicht darüber wundern, dass zahlreiche Kunden zur immer größer werdenden und günstigeren Konkurrenz abwandern.
D. F.

16.05.2021 | onvista bank: Definitiv keine Empfehlung
Ich bin nach gut 2 Jahren wieder geflüchtet. Kunde geworden war ich wegen günstig erscheinender Konditionen, insbesondere mit Blick auf ETF-Sparpläne. Es war von Beginn an schwierig, die verschiedenen Konten- und damit auch Gebühren-Modelle zu durchschauen. Ich habe dann auch das wirklich grottenschlechte Web-Interface hingenommen. Nachdem sich dann die Gebührenstruktur deutlich zum Nachteil der Kunden verschlechtert hatte, hatte ich die Sparpläne deaktiviert und das Depot nur weiterlaufen lassen. Allerdings waren die Konditionen immer weniger konkurrenzfähig und sind es heute weniger denn je. Zusammen mit dem unterdurchschnittlichen Service waren das genug Gründe, dieser Bank den Rücken zu kehren. Anders, als es offenbar vielen anderen Kunden erging, denen von der Bank gekündigt wurde, wurden mir allerdings bei meiner Kündigung immer neue Steine in den Weg gelegt. Offenbar sollte ich möglichst lange als Kunde gehalten werden - etwa wegen der weiter fließenden Bestandsprovisionen? Jedenfalls war es alles andere als einfach, die Geschäftsbeziehung zu kündigen und einen Depotübertrag zu einem anderen Broker hinzubekommen. Da wurde beispielsweise die Vorlage von bestimmten Formularen verlangt, obwohl es dafür keinerlei Rechtsgrundlage gibt, weder im Gesetz, noch in den AGB. Erklärungen, die über E-Mail oder per Fax übermittelt wurden, wurden grundsätzlich nicht anerkannt. Bei E-Mail vielleicht noch vertretbar, bei Fax überhaupt nicht. Es ging auch nicht darum, dass bestimmte Erklärungen verlangt wurden, die für eine Kündigung bzw. für einen Depotübertrag erforderlich sind - es ging einfach darum, dass die Bank eigenmächtig entschieden hat, bestimmte Vordrucke zu verlangen, unter anderem auch solche der Empfänger-Bank. Eine juristische Diskussion darüber verlief immer wieder schon deshalb im Sande, weil die eingehenden Antworten regelmäßig zeigten, dass die Verfasser meinen Vortrag überhaupt nicht verstanden - geschweige denn rechtlich gewürdigt - hatten. Vor die Alternative gestellt, die Sache vor Gericht auszufechten, hab ich mich irgendwann entschieden, auf die unsinnigen Vorgaben einzugehen - allerdings mit der Faust in der Tasche, den so etwas Unverschämtes ist mir wirklich noch nie untergekommen. Gedankt wurde diese Kompromissbereitschaft damit, dass für den vor Depotübertrag notwendigen Verkauf von Fonds-Bruchteilen auch noch Gebühren berechnet wurden. Dem Kunden wird übrigens unmittelbar nach (endlich anerkanntem) Eingang seiner Kündigung der Online-Zugang gekappt. Man ist also gut beraten, vorher alle Daten zu sichern und sich insbesondere den Konto- und Depotbestand zu notieren, denn alles danach findet in so einer Art Black-Box statt.
Florian L.

07.05.2021 | justTrade: Von Anfang an bei justTrade dabei
Ich bin relativ früh bei justTrade eingestiegen. Nach ein paar Wochen kann ich von meinen ersten Erfahrungen berichten, die vorwiegend gut sind. Zuerst zur Konto- und Depoteröffnung, die gut organisiert vom Antrag über die Authentifizierung zum Konto- und Depotzugang führt, und das binnen einer Woche. Ich habe dann eine Testüberweisung gemacht, um Funktion und Buchungszeiten zu sehen, und auch da war am nächsten Banktag die Liquidität bei der Sutor Bank, die die Bank hinter dem Produkt justTrade ist. Dann habe ich liquide Aktien gebührenfrei über den Börsenplatz Lang&Schwarz gekauft. Die Kursstellung war in Ordnung. Beschweren ist nicht so leicht. Man hat zwar ein Postfach für Mailempfang, kann aber selbst aus dem Online-Banking nicht schreiben. Über das Impressum der Webseite bin ich dann meine Beschwerde losgeworden. Tradegate kam später als gebührenfreier Handelsplatz dazu, insgesamt aber hat man wenig Handelsplätze und Orderarten, kein Kassa-Handel, kein Trailing-Stop etc. Ein günstiges aber recht spartanisches Angebot für Sparfüchse. Achtung: Negativzinsen auf Guthaben!
Udo K.

10.04.2021 | Smartbroker: … und man wartet und wartet und wartet
Ältere wie ich kennen vielleicht noch die Volkswagen-Werbung für den Käfer, die noch in den Siebzigerjahren im Fernsehen lief. Da hieß es "und er läuft und läuft und läuft". Bei Smartbroker läuft leider gar nichts, außer vielleicht die Uhr. Ich dagegen warte seit mehr als fünf Wochen auf den Abschluss meiner Konto- und Depoteröffnung. Zum Abschlusszeitpunkt wurde schon vor drei bis vier Wochen Wartezeit gewarnt. Und die machen ernst, todernst. Auf einen Friendly Reminder bekommt man nach drei Tagen eine launige Antwort. Und weiß immer noch nichts über den Bearbeitungsstatus des Depoteröffnungsantrags. Ein zweiter weniger Friendly Reminder wurde bisher gar nicht beantwortet. Weil ich aber aufgrund einer länger geplanten Depotauflösung ein neues gebührenfreies Depot mit akzeptablen Handelskosten brauche, habe ich vor drei Tagen die Notbremse gezogen und online und via VideoIdent ein Depot nebst Verrechnungskonto bei justTrade beantragt, was nach noch nicht mal 72 Stunden inklusive aller Zugänge eröffnet ist. Die erste Anmeldung klappte (Browser und App habe ich gecheckt), der Webauftritt ist noch etwas ungewohnt. Ich habe direkt eine Testüberweisung angestoßen und werde ein paar Wertpapiere auf das neue Depot übertragen. Fazit: Die einen wollen es, die anderen können es. Keine Empfehlung für Smartbroker.
Philipp K.

07.04.2021 | maxblue: Seit 3 bis 4 Monaten bei maxblue, ein erster Zwischenbericht
Ich bin vor drei vier Monaten mit meinem Depot von der ING zu maxblue umgezogen. Zum einen sind die Gebühren für die Wertpapiergeschäfte bei der ING nur für ganz kleine Orders günstig, aber für mich, der im Mittel um die 5.000 Euro umsetzt, ist maxblue z. B. knapp fünf Euro pro Deal günstiger. Zum anderen konnte ich die Werbeprämie für mich innerhalb der Familie halten und habe an der Depotübertragungsaktion von maxblue teilgenommen, die 0,50% des übertragenen Depotvolumens versprach und jetzt auch zahlte. Das sind die Punkte, die ich auf der Habenseite verbuchen kann. Nachteilig war die lange telefonische Warteschleife bei der Interessenten-Hotline, die ich wegen Rückfragen zu dem Depoteröffnungsantrag zu erreichen suchte. Auf dem Depoteröffnungsantrag stand in jedem Unterschriftsfeld - und da gibt es viele - "keine Unterschrift notwendig". Auch war keine Anschrift für etwaigen Postversand auf dem Antrag zu sehen, sodass ich wissen wollte, ob und wohin der Antrag im Original gehört. Fast zwanzig Minuten wartete ich dann auf einen nicht sattelfesten Mitarbeiter. Das geht eigentlich gar nicht, viele Interessenten haben vielleicht nicht meine Geduld und sind weg bevor sie angekommen sind. Zweites Manko ist das etwas schlechtere Online-Banking, die ING ist da wirklich gut. Trotz allem eine Empfehlung für die, die die Prämien bekommen wollen und können. Ein Depotübertrag von knapp 50.000 Euro bringt halt fast 250 Euro Übertragsprämie.
Georg H.

25.03.2021 | onvista bank: Kündigung Depot
Ich bin jetzt seit 10 Jahren Kunde und habe heute völlig überraschend und ohne Begründung die Kündigung von onvista erhalten. Ich bin sehr aktiv gewesen und jedes Jahr gab es dafür tolle Geschenke, mal eine Flasche Wein mal einen Honig. Im Bekanntenkreis hat jemand letzte Woche die Kündigung erhalten. Echt merkwürdig woher diese Kündigungswut bei onvista kommt. Werde mir jetzt einen neuen Anbieter suchen. comdirect scheint ja keinen Sinn zu machen, weil es dieselbe Unternehmensgruppe ist. Denke werde zu flatex wechseln.
Amin Amri

23.03.2021 | onvista bank: Gute Konditionen, aber Online-Brokerage taugt nicht
Ich habe unter anderem auch eines meiner Depots bei der onvista bank. Bei onvista hat man gute Transaktions-Konditionen aber das Online-Brokerage taugt nicht. Neben der Flatfee für den Wertpapierhandel war für mich ein Entscheidungskriterium, dass onvista zur Commerzbank gehört mit entsprechend guten Chancen bei IPOs. Insbesondere bei Siemens Healthineers und Knorr vor zwei Jahren und bei auto1 zuletzt habe ich einen guten Schnitt gemacht mit meiner Zuteilung. Auch DWS bekam ich und aufgrund hoher Dividende geht auch dieses Investment in Ordnung. Für meine Wertpapiergeschäfte reichen die Handelsoptionen (z. B. Fondskauf ohne Ausgabeaufschlag) und Handelsplätze vollkommen aus. Allerdings ist der Online-Auftritt schlecht. Im Einzelnen ist die Darstellung von Depot und Anschaffungsdaten unübersichtlich, der Zugriff und die Übersicht über das zugehörige Konto ebenfalls. Obwohl aus der IT-Branche ist für mich da nicht viel Intuitives dabei. Früher gab es mal Neukunden-Werbeaktionen (auch zuletzt noch einmal im Januar und Februar mit 50 Euro Tradeguthaben) für das Depot und ein KwK-Programm gab es auch. Aktuell (März 2021) kann man keinerlei Prämien jagen. Die Vorteile überwiegen aber letztendlich und das ist gerade noch eine Empfehlung wert.
H. B.

08.03.2021 | Postbank: Wenig Leistung für relative hohe Gebühren und immer mal wieder Ärger
Die Postbank bietet immer weniger Leistung im Brokerage-Bereich für relative hohe Gebühren und auch immer mal wieder Ärger rund um andere Bankdienstleistungen. Angefangen habe ich bei der Postbank mit einem gebührenfreien Girokonto in den Nuller-Jahren. Das dichte Filialnetz auch in der Fläche war einer meiner Gründe für diese Entscheidung ebenso wie der Geldautomat vor Ort. In der ersten Hälfte des letzten Jahrzehnts fingen die Einsparungen an, zuerst beim Filialnetz, dann bei der Ausstattung der verbleibenden Filialen. Z. B. waren die Ausfälle bei Geldautomaten in meiner Postbankfiliale viel häufiger als bei der Sparkasse oder Raiffeisenbank vor Ort. Auch schienen die Geldautomaten beim Wettbewerb moderner, während bei der Postbank noch die vorherige Generation lief. Irgendwann vor drei Jahren wurde dann auch das Girokonto kostenpflichtig. Beim Depot, das zwar wegen des Depotvolumens gebührenfrei gestellt wurde, waren im letzten Jahr insbesondere die hohen Transaktionskosten sehr ungünstig für mich. Bei knapp über 5.000 Euro fing da schon die Gebührenstufe 39,95 Euro an, de facto sind das in der Region fast 0,8% pro Geschäft, ein "Spitzenwert" für Online-Brokerage. Leider hatte ich auch schon Ärger mit verlorenen gegangenen Anschaffungsdaten, was ein absolutes NoGo ist. Ende 2020 habe ich meine Geschäftsbeziehung beendet und bin seit über vier Monaten zufrieden bei Smartbroker. Der einzige kleine Pferdefuß: Bei IPOs ist man in der Deutschen-Bank-Gruppe besser aufgestellt als bei BNP Paribas.
P. D.

03.03.2021 | Augsburger Aktienbank AG: Depot wurde mit sehr kurzer Frist gekündigt
Mein Depot wurde mit einer extrem kurzen Frist von nur einem Monat gekündigt, da ich US-Bürger bin und der AAB der Mehraufwand für die Steuerabrechnung mit der US-Behörden zu viel Aufwand ist. Absolute Frechheit! Wie soll ich in so kurzer Zeit eine andere Bank finden, die mich annimmt? Nur wenige Banken in Deutschland nehmen US-Bürger auf, und das Eröffnen eines neuen Depots braucht mehr Zeit, als ich im Moment habe. Unmögliches Geschäftsgebaren. Und das nach so langer Zeit, die ich der AAB die Treue gehalten habe.
T. P.

03.03.2021 | onvista bank: Bei der Bank herrscht offenbar Verzweiflung
Wie bei vielen Vorrednern auch: Ohne Vorwarnung und Anlass erfolgte jetzt bei mir die Kündigung der Geschäftsbeziehung durch onvista bank. Wie üblich, werden keine Gründe angegeben. Ich frage auch nicht nach, da es mir im Grunde genommen egal ist. Ursache ist wohl mangelnde Börsenhandelstätigkeit meinerseits. Depotbestand war etwa 40.000 Euro. Auf dem Verrechnungskonto lagen ca. 65.000 Euro. Da die Muttergesellschaft, die Commerzbank, verzweifelt auf der Suche nach Einsparmöglichkeiten ist, werden jetzt offenbar Kunden, die zu wenig Umsatz generieren genauso "entlassen" wie viele Mitarbeiter. Irgendwann, falls das Institut überlebt (was ich bezweifle), wird ein solches Verhalten der Bank auf die Füße fallen. Bei mehreren Bekannten ist übrigens ein solches Kündigungsverhalten auch sowohl durch comdirect als auch die Commerzbank selbst vorgekommen und bekannt. Sehr unschön ist das, wenn man längere Zeit im Ausland sitzt und auf seine Bankkarten angewiesen ist. Ich kann nur jedem raten: Finger weg von der Commerzbank-Gruppe
Damian Vogt

16.02.2021 | ING-DiBa AG: Auf Dauer zu teuer, wenn man viel handelt
Vor fünf Jahren bin ich im Rahmen einer Neukundenaktion mit dem Depot zur ING gekommen. Damals gab es sowohl für den Werber als auch den Geworbenen eine Geldprämie. Und man konnte sogar für weitere Produkte geworben werden, wie z. B. ein gut verzinstes Tagesgeldkonto, was man beim Depot als einfachste Lösung als Geldkonto zum Depot wählen konnte. Später als das Tagesgeldkonto kaum mehr verzinst wurde, habe ich mich auch noch für ein gebührenfreies Girokonto werben lassen und unter Mitnahme von weiteren 50 Euro Prämie zuletzt das Girokonto zum Depotgegenkonto gemacht. Verzinstes Tagesgeldkonto und gebührenfreies Girokonto sind nicht mehr, seit fast einem Jahr. Die anfänglichen Vorteile (siehe oben) wurden gerade in der Coronakrise, während der ich sehr viel und teilweise mit hohen Umsätzen gehandelt und umgeschichtet habe, aufgefressen. Erst ab 28.000 Euro wird die Orderprovision gekappt, mit Grund- und Handelsplatzgebühr landet man bei knapp 77 Euro, für die man selbst klickt. Ich bin dann im letzten Frühjahr mit dem Großteil meines Depots zu Smartbroker gewechselt, wo es eine Flatfee gibt. Selbst bei kleineren Aufträgen, z. B. 3.000 Euro oder so, habe ich ca. ein Drittel der Gebühren, statt 15 Euro nur 5 Euro. Ich habe überschlagen, dass ich bei 150 Wertpapiergeschäften, schon mehr als 2.000 Euro Gebühren gespart habe. Da akzeptiert man gerne das schlechtere (unübersichtlicher, langsamer und weniger intuitiv) Online-Banking im Stil der früheren DAB Bank. Auch bei Handelsplätzen, Produkten rund um Wertpapiere und Neuemissionen bietet die ING keinen Vorteil. Das ING-Depot ist für mich sicher keine Empfehlung mehr.
Dirk E.

11.02.2021 | onvista bank: Kündigung liegt wohl an Übernahme durch Commerzbank
Auch bei mir gab es eine Kündigung meiner jahrelangen Geschäftsbeziehung. Es scheint eine ganze Kündigungswelle derzeit zu geben. Liegt wohl an den Vorgaben, die der neue Eigentümer, die Commerzbank, macht. Anders ist das nicht erklärbar. Welche Kriterien das sind, ist mir schleierhaft, wie bei meinen Vorrednern auch. Kreditzinsen und Handelsentgelte flossen ausreichend. Es gab all die Jahre nie Probleme und auch keine Vorwarnungen. Ein solches Vorgehen und Auflaufen lassen langjähriger Kunden ist für mich nicht seriös. Ich werde zukünftig um die Commerzbank-Gruppe einen großen Bogen machen.
N. T.

10.02.2021 | Consorsbank: Meinem Mann zur Consorsbank gefolgt im Rahmen der Werbe- und Neukundenaktion
Ich bin mit einem Teil meiner Wertpapiere meinem Mann zur Consorsbank gefolgt im Rahmen der aktuellen Werbe- und Neukundenaktion. Per Mail und im Onlinebanking wurde mein Mann informiert, dass die Werbeprämie für bestimmte neue Wertpapierkunden von 30 Euro auf 100 Euro für kurze Zeit erhöht wird. So bin ich ganz frisch Depot-Neukunde bei der Consorsbank. Die Kundenwerbung ist etwas tricky. Ein bisschen schwerer war der Einstieg auf der Webseite zu finden und eine genau einzuhaltende Vorgehensweise ist zu beachten. Auch ehemalige Kunden können unter gewissen Sperrfristen und weiteren Einschränkungen geworben werden. Unsere Wertpapiere hatte mein Mann schon länger in einer Consorsbank-Watchlist mit allen Einstiegsdaten hinterlegt. Komfortabel lässt sich die Watchlist von UserID zu UserID verschieben und leicht bekommt man einen individuell konfigurierbaren Excel-Output. Die Konto- und Depoteröffnung war weder besonders kompliziert noch langwierig, die üblichen knapp 10 Tage. Der Neukunde selbst kann 10 Freetrades erhalten, die auch einen Gegenwert von ein paar zehn Euro haben sollten.
Vera

08.02.2021 | onvista bank: Kündigung aus dem Nichts
Ich bin seit ca. 4 Jahren Kunde der onvista bank und führte dort mein Aktiendepot. Heute kam aus dem Nichts die Kündigung. Gründe werden nicht genannt. Obwohl das Verhalten juristisch korrekt sein mag, empfinde ich dies als sehr unseriös. Depot und Konto waren stets gut gefüllt, ebenso wurden durch aktives Handeln schöne Ordergebühren für die Bank generiert. Schade, dass auf die Bank kein Verlass ist. Sei es drum, ein anderer Broker freut sich über mich. Und im Vergleich zu onvista bank wird der neue Broker dann (hoffentlich) über ausreichend Serverkapazität verfügen, um in "heißen" Börsenphasen seinen Kunden Handlungsfähigkeit zu ermöglichen.
John Müller

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