Neben den Konditionen können auch qualitative Faktoren wie Service, Zuverlässigkeit, Erreichbarkeit, Ausrichtung auf Internetkunden usw. für oder gegen eine Bank sprechen.
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23.02.2009 Parex Bank: Termineinlage über 50.000 Euro wird in zwei Margen ausgezahlt
Vergeblich habe auch ich im vergangenen Jahr versucht, u. a. aufgrund der veränderten Inhaberstruktur und der dann eingeschränkten Auszahlungsbedingungen mein Geld abzuziehen. Unter anderem schrieb mir ein Mitarbeiter der Bank: "Entsprechend dem Beschluss wird die Auszahlung ... in zwei Abschnitten erfolgen: Die erste Auszahlung wird Ihnen in Höhe von 50.306,68 Euro (49.800,51 Euro zzgl. aller Zinsen 506,17 Euro) am 14.4.09 überwiesen; der Restbetrag in Höhe von 192,49 Euro wird am 4.5.09 überwiesen". Ein Telefonanruf brachte mir die Information, dass selbstverständlich für beide Überweisungen Bankspesen anfielen, einmal der Satz für über 50.000 Euro und dann der für den Kleinbetrag, ich könnte dies aber nur schriftlich monieren. Nun geht es mir nicht um 2,00 Euro Spesen, aber für die Bank ist dies eine kleine zusätzliche Einnahme, die kaum jemand kritisieren wird. Ist man nicht froh, wenn das Geld, das als Rentenaufstockung gedacht ist, überhaupt wieder den Weg nach Hause findet. Aber ich habe dem Datum der Rückzahlung widersprochen - wieso erst am 14.4.09? Und ich habe um eine genaue Zinsaufstellung gebeten, weil ich wissen will, wie das zwangsweise zurückgehaltene Geld für den einen zusätzlichen Monat verzinst wird. Das ist bei meinem geringen Betrag nur ganz nebensächlich, aber grundsätzlich interessiert es mich. Die Antwort der Parex Bank nun Anfang Februar: "... die Einlage ist laut Vertrag per 9.4.09 fällig ... Durch die verspätete Rückzahlung werden Sie keine Zinsverluste haben. Die Zinsen bleiben unberührt und werden in der ersten Rückzahlung überwiesen! Aus Kulanz werden wir Ihnen die Überweisungsgebühr für die zweite Überweisung erlassen!" Nun bin ich gespannt, wann und in welcher Höhe Geld wieder zurückfließt - Jahreszinsen sind zum Glück Dank der Hilfe von EU und IWF pünktlich überwiesen worden. Also Parex-Sparer - schaut euch eure Verträge noch einmal an.
Ursula Hager
12.11.2008 Parex Bank: Warnung, Geld in Sicherheit bringen
Ich habe zu Beginn des Jahres ein Tagesgeldkonto bei der Parex Bank eröffnet. Damals waren die Zinsen super, heute sind sie mit 3,5% nur noch Durchschnitt. Das bekommt man auch bei anderen deutschen Banken, aber dafür mit höherer Sicherheit fürs Geld. Die Parex Bank ist zwar dem deutschen Einlagensicherungsfonds angeschlossen, die Anlagen von Sparern sind damit theoretisch bis zu einer Summe von maximal 1,5 Mio. Euro abgesichert. Das sollte eigentlich für normale Sparer reichen. Doch gilt es Folgendes zu beachten: Ich habe aus Sorge um meine Einlagen bei der Parex Bank nachgefragt. Der Berater am Telefon war nett und freundlich, zudem sehr offen und ehrlich. Die Parex Bank ist eine AG lettischen Rechts. Das heißt, es gilt zunächst die Entschädigung nach lettischem Recht. Das bedeutet, die ersten 50.000 Euro werden aus dem lettischen Einlagensicherungsfonds entschädigt, für alles darüber hinaus kommt der deutsche Einlagensicherungsfonds auf. Die Entschädigung aus dem lettischen Fonds bis 50.000 Euro ist also vorrangig. Und genau das gibt Anlass zur Sorge, so auch der Berater der Parex Bank. Denn durch die Verstaatlichung der Parex Bank kann nicht genau gesagt werden, wie der Entschädigungsfall ablaufen wird. Die Verstaatlichung wurde nötig, weil die Parex Bank in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist. Ich jedenfalls finde das beunruhigend und es gibt mir zu denken. Bevor ich morgen nicht mehr an meine Spareinlagen dran komme - seit Kaupthing ist alles möglich - habe ich mir die Infos des Beraters zu Herzen genommen und habe sämtliche Spareinlagen von meinem Tagesgeldkonto abgezogen. Ich habe mein Geld zu einer deutschen Bank transferiert und bekomme nun zur Freude sogar noch einen höheren Zinssatz geboten. Wenn ich nach einem Tipp gefragt werde, kann ich jedem nur raten: Wer kein Geld zum Zocken hat und es im Ernstfall braucht und darauf angewiesen ist, sollte seine Gelder bei der Parex Bank schnell abziehen.
Linda Falk
08.04.2008 Parex Bank: Seltsame Gebühren und m. E. unzulässige Vorratsdatenspeicherung
Positiv ist, dass der Bankmitarbeiter gleich von sich aus bei der ersten telefonischen Kontaktaufnahme auf die seltsamen Gebühren hinwies (2,- bis 5,- Euro), wenn man wieder eine Rücküberweisung auf das Hausbankkonto haben will. Abgesehen davon, dass solcher Art Gebühren und dann noch in dieser Höhe in Deutschland unüblich sind und daher abstoßend wirken.
Schlimmer aber finde ich noch die in der Übersicht beschriebene Aushorcherei, wie sie sonst nur bei Anträgen auf Kreditbewilligung erfolgen würde. Wenn Konten nur im Guthabenbereich geführt werden können, wie z. B. bei Tagesgeldkonten, wäre diese Datenspeicherei überflüssig; m. E. ist sie in solch einem Fall nach deutscher Rechtsprechung sogar eine unzulässige Vorratsdatenspeicherei. Wenn als Grund hierfür das lettische Recht angegeben wird, kann ich nur antworten: Wir sind hier in Deutschland und nicht in Lettland.
Im Endeffekt kann ich nur sagen, dass ich hier (auch angesichts der in den letzten Wochen bei der Parex-Bank überproportional gesunkenen Zinsen im Vergleich zu anderen Top-Banken) kein Tagesgeldkonto mehr eröffnen werde, obwohl ich es ursprünglich wollte, auch angesichts des zu begrüßenden Beitritts der lettischen Bank zum deutschen Einlagensicherungsfonds der Privatbanken im Bundesverband deutscher Banken.
Wolf Ruthenberg
14.03.2008 Parex Bank: Zuviel Bürokratismus bei der Kontoeröffnung
Die Parex Bank, Lettland, mit Sitz in Berlin und Hamburg, bietet derzeit im Internet 5,00% (vor ca. 1 Monat waren es noch 5,10%) für eine Festgeldanlage für 12 Monate an. Ich rief in der Niederlassung in Hamburg an und bat um Zusendung der Unterlagen. Nachdem ich nach 2 Wochen diese immer noch nicht im Briefkasten vorfand, versuchte ich vergeblich - mehrmals zu banküblichen Zeiten mit der NL Hamburg, als auch mit Berlin - einen telefonischen Kontakt herzustellen. Das Telefon wurde einfach nicht abgenommen! Als ich endlich bei der NL Hamburg einen Angestellten erreichte, bat er, die Eröffnungsunterlagen per E-Mail nochmals zu beantragen, da dieser Weg schneller ginge. Auch das blieb erfolglos. Inzwischen waren über 4 Wochen vergangen, als ich wiederum versuchte, mit der Parex Bank, NL Berlin, in Kontakt zu treten, was dieses Mal auch sofort klappte. Die Dame sicherte mir zu, dass die Eröffnungsunterlagen noch heute abgesandt werden, was sie auch tat. Für die Eröffnung müssen folgende Formulare in Druckbuchstaben ausgefüllt und teilweise sogar 2x unterschrieben werden: Kontoeröffnungsvertrag, Termineinlagevertrag, Fragebogen zum Kunden, Beiblatt Schufa, Widerrufsbelehrung. Des Weiteren die übliche Postidentifizierung mit Beilage Ausweiskopie oder Kopie von Reisepass und Meldebestätigung. Das war für mich zu viel Bürokratismus!
Inge Mattes
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